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Veröffentlicht am 13.09.2020

Die Mauern zwischen den Menschen

Margarethe oder Die Schönheit der Farbe Weiß
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Margarethe ist 40 Jahre alt und lebt ein isoliertes Leben, an dem sie niemanden teilhaben lässt. Nur ihr Job ist ihr wichtig. Als sie eine schwierigen Fall bekommt, muss sie zwei Männer um Hilfe bitten, ...

Margarethe ist 40 Jahre alt und lebt ein isoliertes Leben, an dem sie niemanden teilhaben lässt. Nur ihr Job ist ihr wichtig. Als sie eine schwierigen Fall bekommt, muss sie zwei Männer um Hilfe bitten, die ihre Mauern langsam zum einreißen bringen.

Der Schreibstil ist leicht zu lesen, auch wenn er manchmal etwas etwas steif wirkt und den Dialogen etwas gestelltes verleiht. Dennoch kann man sich gut in die Personen einfühlen und mir haben die inneren Einblicke in die Menschen sehr gut gefallen. Man erfährt welches Päckchen alle mit sich herumtragen und dass viele Menschen Mauern um sich bauen, auch wenn jeder anders darauf reagiert.
Die Handlung an sich ist ebenfalls interessant. Zwar konnte ich mit dem Beruf der Protagonistin nicht viel anfangen, weil ich mich nicht mit Fonds, Geldtranafers und ähnlichen Dingen auskenne, aber trotzdem ist es ein bisschen wie in einem Krimi, bei dem man mitfiebern kann.
Die Liebesgeschichte ist ebenso nicht besonders gefühlvoll, aber realistisch und auch hier kann man gut mitfiebern.

Alles in allem ein Buch über die Tiefe des menschlichen Bewusstseins und wie die Vergangenheit in der Gegenwart immer noch eine wichtige Rolle spielen kann. Sehr interessant.

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Veröffentlicht am 10.09.2020

Die Nachfolgerin

Das Erbe der Päpstin
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Nachdem Freyas Mutter ermordet wird, flieht sie und landet in Rom. Dort findet sie heraus, dass der Papst eine Frau ist, nämlich die Heilerin Johanna. Als diese stirbt will Johanna herausfinden, wer dafür ...

Nachdem Freyas Mutter ermordet wird, flieht sie und landet in Rom. Dort findet sie heraus, dass der Papst eine Frau ist, nämlich die Heilerin Johanna. Als diese stirbt will Johanna herausfinden, wer dafür verantwortlich ist und gerät damit in die Intrigen der Stadt.

Auch wenn man das Buch "die Päpstin" nicht kennt oder sich nicht mehr richtig daran erinnern kann, ist der Einstieg in die Geschichte einfach. Außerdem ist es leicht sich die Handlung bildlich vorstellen zu können, was zu der Spannung beiträgt. Diese steigt mit jeder Seite und es passiert immer mehr, sodass ich ständig weiterlesen wollte. Dennoch haben mir ein bisschen die Emotionen gefehlt und dadurch, dass so viel passiert konnte ich mich nicht immer in die Personen hineinfühlen, obwohl sie ziemlich real beschrieben werden.
Besonders hat mir gefallen wie viel man von dem damaligen Leben einer Frau erfährt. Neben der interessanten Geschichte lernt man auch viel dazu.

Letztendlich konnte mich das Buch nicht komplett umhauen, aber dennoch ist es gut geschrieben und die Handlung ist durch die komplexen Intrigen sehr spannend. Mir persönlich hat etwas das Lebendige gefehlt, was vielleicht daran liegt, dass sich die Handlung machmal überschlägt. Aber das ist eher eine Geschmackssache.

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Veröffentlicht am 09.09.2020

Das Leben einer KI

Zwischen zwei Sternen
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Das Buch wird in zwei Handlungssträngen erzählt. Nachdem Lovelace einen neuen Körper bekommen hat, muss sie lernen damit umzugehen, was nicht immer einfach ist. Der andere Strang erzählt von Peppers Kindheit, ...

Das Buch wird in zwei Handlungssträngen erzählt. Nachdem Lovelace einen neuen Körper bekommen hat, muss sie lernen damit umzugehen, was nicht immer einfach ist. Der andere Strang erzählt von Peppers Kindheit, in der sie von einer KI großgezogen wird.

Es ist Geschmackssache, ob man es mag, wenn es zwei Geschichten in einem Buch gibt, die ständig wechseln. Da sie nur minimal miteinander zu tun hatten, hat es mich manchmal etwas gestört, dass ständig unterbrochen wurde. Dennoch fand ich den zweiten Strang ziemlich interessant. Der andere dagegen ist einfach nur so dahergeplätschert und erst am Ende wird es richtig spannend.
Trotzdem habe ich mich nur wenig gelangweilt, da es viele philosophische und tiefgründige Themen gibt, die angesprochen werden und mich zum Nachdenken gebracht haben. Diese Themen hatten meistens auch mit unserer heutigen Gesellschaft zu tun und ich fand es sehr faszinierend wie einfach manche Probleme, z.B. mit den Gendern, gelöst werden könnten, wenn die Menschen genauso denken würde wie in diesem Buch.
Mit den Charakteren konnte ich nicht ganz so sehr mitfühlen wie im ersten Teil der Reihe, aber dennoch finde ich die verschiedenen Wesen und ihre Kultur unglaublich interessant und die Autorin hat es auch sehr gut geschafft ihre Gefühle und Gedanken zu beschreiben, auch wenn sie andersartig sind. Dazu ist dieser Teil genauso gut recharchiert und die dabei entstandene Welt ist komplex und unglaublich vielseitig.

Alles in allem tolle, tiefgründiges Buch in einer faszinierenden Welt mit noch faszinierenderen Wesen, auch wenn nicht besonders viel passiert und es ein paar Längen gibt.

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Veröffentlicht am 06.09.2020

Islandkrimi mal anders

Kalmann
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Kalmann ist trotz seiner geistigen Behinderung ein geschätzter Bürger seines Ortes. Als er jedoch irgendwann eine Blutlache findet und kurz danach ein Mann verschwindet, wird er in die Ermittlungen miteinbezogen. ...

Kalmann ist trotz seiner geistigen Behinderung ein geschätzter Bürger seines Ortes. Als er jedoch irgendwann eine Blutlache findet und kurz danach ein Mann verschwindet, wird er in die Ermittlungen miteinbezogen. Und das stellt seine Welt ganz schön auf den Kopf.

Der Krimi ist etwas ungewöhnlich und genau das macht den Charme dieses Buches aus und konnte mich überzeugen. Es wird aus Kalmanns Sicht erzählt. Der Autor schafft es dabei seine naive Weitsicht und Gedankengänge darzustellen und dennoch interessant zu erzählen. Zwar folgt die Geschichte dadurch nicht immer einem roten Faden und schweift manchmal auch ab, aber genau dies verdeutlicht die leichte Anderartigkeit von Kalmanns Denken und man muss mehr zwischen den Zeilen herauslesen, was wirklich passiert ist. Dazu führt dies zu vielen lustigen un herzerwärmenden Momenten und man muss den Protagonisten einfach gernhaben mit seiner lieben, kindlichen Art. Und auch die anderen Personn wirken echt und lebendig, sodass es trotz mancher Längen nicht langweilig wird und ich konnte das Buch nicht wegelegen, weil ich unbedingt wissen wollte was passiert ist. Und es lohnt sich bis zum Ende zu lesen, denn das hat mich richtig umgehauen.

Es ist eher ein ruhigerer Krimi, bei dem der Kriminalfall nicht unbedingt im Vordergrund steht. Dennoch hatte ich viel Spaß beim Lesen und mir hat besonders die ungewöhnliche Sichtweise gefallen, die nicht nur erfrischend anders ist, sondern auch gute Laune macht. Ein finsterer Islandkrimi ist dies nicht, dafür ist er warmherzig.

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Veröffentlicht am 03.09.2020

Eine Lebensgeschichte

DISCONNECTED - LIEBEN ODER LEIDEN?
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In dem Buch schildert die Autorin ihr Leben mit borderline. Dabei erzählt sie offen und ehrlich wie sie sich damit fühlt und welche Probleme es damit gibt. Aber auch der Umgang und Möglichkeiten werden ...

In dem Buch schildert die Autorin ihr Leben mit borderline. Dabei erzählt sie offen und ehrlich wie sie sich damit fühlt und welche Probleme es damit gibt. Aber auch der Umgang und Möglichkeiten werden dargestellt. Dabei ist der Schreibstil sehr angenehm zu lesen und wirkt zwischendurch sehr poetisch. Auch Ausschnitte aus Blogeinträgen und Gedichte unterschreichen das Innenleben der Autorin und versuchen dem Leser ihre Gedanken näherzubringen. Zwischendurch haben mich einige Stellen zum Nachdenken gebracht, da sie sehr philosophisch waren. Andere Stellen fand ich faszinierend und interessant. Und auch wenn die Struktur nicht immer einem roten Faden folgt und für mich persönlich manchmal etwas chaotisch wirkt, so bekommt man doch ein persönliches Bild der Autorin, welches genauso sympathisch wie manchmal humorvoll erklärt wird.

Über borderline habe ich besonders viel mehr erfahren als ich schon wusste, dafür habe ich Einblicke in das Leben einer starken Person bekommen und ihrer Gedanken, was ich sehr interessant fand. Ich würde dennoch empfehlen die Bücher der Autorin zu kennen, da ich glaube, dass einige Stellen so verständlich sind.

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