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Veröffentlicht am 06.04.2022

The Chemist – Die Spezialistin von Stephenie Meyer

The Chemist – Die Spezialistin
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Wenn du zu viel weißt, wirst du zur Gefahr und Dr. Juliana Fortis weiß definitiv zu viel. Sie hat für eine Spezialeinheit der US-Regierung gearbeitet und wird nun gejagt. Juliana bleibt nie lange an einem ...

Wenn du zu viel weißt, wirst du zur Gefahr und Dr. Juliana Fortis weiß definitiv zu viel. Sie hat für eine Spezialeinheit der US-Regierung gearbeitet und wird nun gejagt. Juliana bleibt nie lange an einem Ort und ist ständig darauf bedacht ihren Namen und ihr Outfit zu wechseln. Drei Anschläge hat sie knapp überlebt und nun soll ein letzter Auftrag dazu führen, dass sie ihr Leben und ihre Freiheit zurückbekommt. Dass sie dabei einem Mann begegnet, der ihr schnell mehr bedeutet macht die Situation weitaus schwieriger als anfänglich gedacht.

Ein Thriller von Stephenie Meyer? Das hat mich vor einigen Jahren wirklich neugierig gemacht, weswegen ich das Buch unbedingt kaufen musste. Ich war sehr gespannt, da „Twilight“ und „Seelen“ ja einem komplett anderen Genre angehören. Der Einstiegt war etwas schwierig, da ich mich tatsächlich an die Protagonistin gewöhnen musste. Ihre Vergangenheit ist etwas ungewöhnlich und hat mich am Anfang erst einmal skeptisch gemacht. Schnell konnte sie mich jedoch mit ihren Handlungen überraschen und beeindrucken, wodurch ich nach und nach besser mit ihr zurechtkam.

Die Handlung selbst fand ich wirklich spannend und ich habe mit den Protagonisten mitgefiebert. Mit über 600 Seiten ist das Buch für einen Thriller sehr umfangreich aber gerade das hat mir einmal mehr gefallen. Die Schreibweise der Autorin ist nach wie vor sehr angenehm und ich konnte beim Lesen richtig in der Handlung versinken. Ein wenig zu übertrieben fand ich die Liebesgeschichte. Sie, eigentlich kühl, unnahbar und hoch intelligent, versinkt ein wenig zu sehr in ihrer Schwärmerei. Er ist wiederrum das komplette Gegenteil und mir hin und wieder vielleicht ein wenig zu weich. Alles in allem ein durchaus gelungener Thriller, welcher mir beim Lesen viel Freude bereitet hat.

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Veröffentlicht am 06.04.2022

Meine dunkle Vanessa von Kate Elizabeth Russell

Meine dunkle Vanessa
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„Ich weiß nicht, wie ich auf seine Geste reagieren soll. Es kommt mir vor, als sollte ich lachen. Ich frage mich, ob das Flirten ist, aber das kann nicht sein. Flirten soll Spaß machen, und das hier ist ...

„Ich weiß nicht, wie ich auf seine Geste reagieren soll. Es kommt mir vor, als sollte ich lachen. Ich frage mich, ob das Flirten ist, aber das kann nicht sein. Flirten soll Spaß machen, und das hier ist zu heftig, um Spaß zu machen.“ (S. 52)

Vanessa Strane besucht seit dem neunten Schuljahr ein privates Internat und hat nie wirklich Anschluss gefunden. Mit fünfzehn schläft sie das erste Mal mit ihrem Englisch-Lehrer Jacob Strane. Er versteht sie, erkennt wer sie wirklich ist. Knapp zwanzig Jahre später wird eben jener von einer ehemaligen Schülerin des Internats wegen sexuellen Missbrauchs angezeigt und Vanessa wird um Unterstützung gebeten. Doch eigentlich ist sie sich sicher: Dass zwischen Strane und ihr war Liebe und alles geschah mit ihrem Einverständnis. Wird sie es schaffen ihrer Vergangenheit auf den Grund zu gehen?

Als aller erstes: Das Buch ist unbequem, ein Schlag in die Magengrube und die Trigger Warnung allein sollte vermutlich zwei Seiten lang sein, da der Klappentext nicht annähern beschreibt, was euch in diesem Buch erwartet. Dieses Buch muss man lesen wollen und man muss es aushalten. Für alle die es sich zutrauen: Es eines der besten Bücher, welches ich seit langem gelesen habe. Es ist unangenehm, direkt, erschütternd, traurig, schockieren, ekelhaft und ehrlich… so schmerzhalft ehrlich.
Die Geschichte spiel auf zwei Zeitsträngen. Im Jahr 2000, in welchem Vanessa das Internat besuchte und im Jahr 2017, in welchem Jacob Strane angezeigt wird. Ich muss gestehen, auch ich habe meine Probleme mit Vanessa, ich mag sie nicht besonders. Noch weniger mag ich eigentlich Strane. Eigentlich? Es ist mir unangenehm, aber ich ertappe mich wie ich mit ihm mitfühle, möchte meinen Kopf gegen die Wand schlagen. Es geht nicht allein um Missbrauch in diesem Buch, sondern auch um Manipulation bzw. Grooming. Es schockiert mich wie einfach es für Strane ist Vanessa zu manipulieren, erschreckt mich, wie ich beginne mitzufühlen. Wie gut muss eine Autorin schreiben können, eine Story aufbauen können, um das zu schaffen? Ich ziehe meinen Hut.

Neben all dem genannten erschüttert mich auch das Schweigen aller anderen. Das Wegsehen. Wie leicht es für einen Menschen sein kann, das Leben eines anderen Nachhaltig zu schädigen oder gar zu zerstören. Auch das Ende des Buches muss man in meinen Augen aushalten. Habe ich mit etwas anderes gewünscht? Vielleicht. Ist es realistisch? Leider ja.

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Veröffentlicht am 06.04.2022

Stadt der Elfen - Berührt von Pippo DaCosta

Stadt der Elfen - Berührt
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»Seht ihr sie an, berührt sie nicht. Berührt ihr sie, fühlt ja nichts. Fühlt ihr etwas, lasst es nicht Liebe sein. Niemals.« Als Alina das erste Mal von Sovereign, einem erfolgreichen Fae-Superstar, berührt ...

»Seht ihr sie an, berührt sie nicht. Berührt ihr sie, fühlt ja nichts. Fühlt ihr etwas, lasst es nicht Liebe sein. Niemals.« Als Alina das erste Mal von Sovereign, einem erfolgreichen Fae-Superstar, berührt wird ahnt sie bereits, dass diese Geschichte nicht gut enden wird. Er entführt sie in das unter der Stadt gelegene Reich, wo sie nicht nur auf all die schillernden Fae, sondern auch auf eine Königin trifft, die bereits auf ihre Rückkehr hin fiebert.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Alina selbst geschildert, was mir einen guten Einblick in ihre Gedankenwelt gegeben hat. Ich mochte Alina von Beginn an. Sie ist schlagfertig und hartnäckig, was mir wirklich gefallen hat. Mit Sovereign hatte ich so meine Probleme. Gefühlt wechselte er ständig zwischen heiß und kalt und ich wusste einfach nicht, was ich von ihm halten sollte. Die Geschichte selbst hat mir gefallen und der ein oder andere Plottwist hat mich komplett überrascht und auch ein wenig überrumpelt.

Beim Lesen hatte ich leider hin und wieder Probleme mit dem Schreibstil oder eher mit einzelnen Sätzen. Ich vermute, dass es hier an der Übersetzung gelegen hat. Stellt euch vor ihr seid im Lesefluss und auf einmal stolpert ihr quasi über einen Satz, der irgendwie keinen Sinn macht oder gar nicht so richtig rein passt. Genau so ging es mir und erst nach mehrmaligem lesen konnte mein Kopf den Satz halbwegs sinnvoll einbinden.
Das Ende vom Buch war mir dann leider ein wenig zu einfach. Auf einmal ging alles ganz schnell und das, was vorher undenkbar war funktioniert einfach. Hier hätte ich mir ein wenig mehr erhofft.

Trotz allem hat es mir Spaß gemacht das Buch zu lesen. Die Autorin hat einige Elemente in die Story eingebracht, die für mich neu und unerwartet waren. Ich bin wirklich gespannt auf den zweiten Band, denn es gibt noch das ein oder anderen Thema, welches offen geblieben ist. Definitiv war es eine schöne Ablenkung für Zwischendurch.

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Veröffentlicht am 06.04.2022

Kitchen Impossible von Tim Mälzer

Kitchen Impossible
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Kitchen Impossible ist Tim Mälzers persönliche Kochsendung, bei welcher sich zwei Köche auf Reisen schicken, um zwei Gerichte nur anhand von Geschmack, Geruch, Optik und Haptik nachzukochen. Dieses Buch ...

Kitchen Impossible ist Tim Mälzers persönliche Kochsendung, bei welcher sich zwei Köche auf Reisen schicken, um zwei Gerichte nur anhand von Geschmack, Geruch, Optik und Haptik nachzukochen. Dieses Buch nimmt den Leser mit auf die Reise an entfernte Orte, hinter die Kulissen und zu verrückte Challenges. Zusätzlich gibt es 45 der besten Rezepte aus sieben Staffeln der Sendung.

Kitchen Impossible ist eine der wenigen Sendungen im deutschen TV, die ich tatsächlich schaue. Dabei geht es mir Vordergründig nicht um die Köche. Das Verhalten und die Aussagen einiger finde ich teilweise grenzwertig, oder sie entsprechen hin und wieder einfach nicht meinem Humor. Vielmehr geht es mir um das Kochen selbst. Ich persönlich liebe es zu Kochen und die Ideen und Insights aus der Sendung finde ich unglaublich interessant. Ich musste dieses Buch unbedingt haben, denn es ist eine Mischung aus Hintergrundinformationen zu einigen Sendungen und Schauplätze, Tim Mälzer höchstpersönlich und Rezepten. Hinzu kommen unglaublich großartige Bilder, die mich ein wenig auf die Reise mitgenommen haben. Auch die Haptik der einzelnen Seiten möchte ich hervorheben, denn sie lassen das Buch sehr wertig erscheinen.

Jedem der sich dieses Buch holt sollte bewusst sein, dass Tim Mälzer in seiner bekannten Art und Weise sehr präsent vertreten ist, und dass es eben kein typisches Kochbuch ist. Ich war gespannt auf die 45 Rezepte, denn die Frage, die sich mir gestellt hat, war: Wie wurde entschieden welches die besten Rezepte sind und haben es meine Favoriten ins Buch geschafft? Einer meiner Favoriten, an die ich mich erinnern kann, hat es ins Buch geschafft und es gibt auch viele andere Rezepte, die mich wirklich zum Nachkochen reizen. Leider gibt es aber auch viele Rezepte, die sehr speziell sind und die sich auf Grund der Zutaten eher weniger zum Nachkochen eignen. Hier fehlt mir die Information zu Ersatzprodukten. Auch finde ich es schade, dass es nicht zu jedem Abschnitt im Buch Rezepte gibt, und so sind zu Afrika und Asien leider keine Rezepte dabei. Für mich persönlich ist das sehr schade, da ich diese beiden Küchen sehr interessant finde und gern mag.

Trotz der Kritik ist dieses Buch eine schöne Ergänzung zur Serie. Es macht Spaß durch die Seiten zu reisen und mehr Hintergründe zu einzelnen Folgen zu erfahren. Die Rezepte sind sicherlich immer Geschmackssache und es ist für definitiv für jeden das ein oder andere Rezept dabei.

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Veröffentlicht am 06.04.2022

QualityLand von Marc-Uwe Kling

QualityLand
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Peter ist hauptberuflich Maschinenverschrotter und hat immer wieder das Gefühl, dass etwas mit seinem Leben einfach nicht stimmt. Eigentlich sollte in seinem Leben alles reibungslos verlaufen, da Beziehungen, ...

Peter ist hauptberuflich Maschinenverschrotter und hat immer wieder das Gefühl, dass etwas mit seinem Leben einfach nicht stimmt. Eigentlich sollte in seinem Leben alles reibungslos verlaufen, da Beziehungen, Freizeit und Arbeit von Algorithmen optimiert werden. Doch Drohnen, die unter Flugangst leiden oder Kampfroboter mit einer posttraumatischen Belastungsstörung wollen nicht in sein Bild einer perfekten Welt passen.

Lange bevor ich das erste Mal von der Känguru-Trilogie gehört habe, habe ich dieses Buch in der Buchhandlung gefunden. Warum ich darauf aufmerksam geworden bin? Es gibt dieses Buch in zwei Varianten (hell und dunkel). Auch wenn die Geschichte an sich nicht unterschiedlich ist, unterscheiden sich Werbung, Nachrichten und Newsfeed, welche im Buch vorkommen. Ich habe geschlagene 15 Minuten gebraucht, um mich für eine der beiden Varianten zu entscheiden (hatte ich schon erwähnt, dass mir solche Entscheidungen immer schwerfallen?). Vornweg sei gesagt, dass der Humor von Marc-Uwe Kling schon speziell ist und man sich dessen bewusst sein sollte, wenn man ein Buch des Autors in die Hand nimmt.

Wie gesagt kannte ich den Autoren bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht und so war ich zu Beginn etwas verwirrt. Die Welt, die in diesem Buch beschrieben wird, erfüllt dem Einzelnen jeden Wunsch und weiß, was für ihn am besten ist. Dieser Satire-Roman besteht aus absurden Dialogen, witzigen, aber etwas verschrobenen Ideen und wirklich skurrilen Plot-Twists. Es werden viele kritische Themen angesprochen und amüsant verpackt. Ich muss leider gestehen, dass ich mich schwer tue mit den Büchern von Marc-Uwe Kling, was wohl hauptsächlich daran liegt, dass mein Humor ein etwas anderer ist. Und so steht auch die Känguru-Trilogie noch beinahe ungelesen im Regal. Auch wenn mich beim ersten Band der Trilogie die ersten Seiten wirklich sehr zum Lachen gebracht haben, konnte ich danach nicht mehr ins Buch finden und so bin ich bisher nicht über das erste Drittel hinausgekommen.

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