Platzhalter für Profilbild

BlueLeo

Lesejury Star
offline

BlueLeo ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit BlueLeo über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.04.2022

Balagan! von Haya Molcho

Balagan!
0

Haya Molcho wurde in Tel Aviv geboren, ist in Bremen aufgewachsen und wohnt nun in Wien. Ihr Kochbuch „Balagan“, was die Bezeichnung für ein positives Durcheinander ist, entstand als sie mit Familie und ...

Haya Molcho wurde in Tel Aviv geboren, ist in Bremen aufgewachsen und wohnt nun in Wien. Ihr Kochbuch „Balagan“, was die Bezeichnung für ein positives Durcheinander ist, entstand als sie mit Familie und Freunden verschiedenster Generationen sieben Tage lang gekocht, gelacht und gefeiert hat. Die Gerichte sind orientalisch mit europäischen Einflüssen und geben Inspirationen für Gerichte ganz passend zum Motto des Buches: Balagan

Durch das Restaurant „Neni“ bin ich das erste Mal auf Haya Molcho aufmerksam geworden und „Balagan“ ist mittlerweile mein zweites Kochbuch von ihr. Um es kurz zu machen: „Balagan“ ist ein außergewöhnliches, persönliches und großartiges Kochbuch. Liebt ihr die orientalische Küche genauso wie ich, dann kann ich euch dieses Kochbuch nur wärmstens ans Herz legen. Von den Gerichten unterscheidet es sich für meinen Geschmack insoweit von anderen Kochbüchern, dass es auch viele Rezepte für kleinere Gerichte beinhaltet, die sich zusammen auf dem Tische zu einem tollen Mix zusammenstellen lassen. Neben eben solchen Rezepten, wie Falaffel, Dips und Labanekugeln gibt es aber auch zahlreiche Salate, Fleisch und Fischgerichte, Suppen und Desserts.

Nun aber zu den Gründen, welche dieses Kochbuch für mich so besonders machen. Beim Durchblättern und Lesen hatte ich das Gefühl, dass in diesem Projekt so unglaublich viel Wärme, Herzblut und Persönlichkeit von Haya Molcho steckt, dass ich mir wünsche ich wäre bei der Produktion dieses Buches dabei gewesen. Die Aufmachung und die Bilder sind traumhaft schön. Zu jedem Rezept gibt es ein großformatiges Bild und am Ende des Buches findet man eine Zusammenstellung verschiedenster Bilder zu Menschen und Orten, die für die Entstehung des Buches wichtig waren. Zu den meisten Rezepten gibt es kurze Erklärungen und/oder nützliche und wichtige Tipps von Haya, beispielsweise zur Haltbarkeit oder zu möglichen Variationen.

Aufgeteilt ist das Buch in sieben Tage mit unterschiedlichen Themen wie Frühstück oder kleine Snacks. Dazu wird in jedem Kapitel ein wenig Persönliches bzw. thematisch Passendes geschildert. Die Bilder versprühen pure Lebensfreude und machen Lust die Gerichte selbst einmal zu kochen. Mit einem integrierten QR-Code kann man sich die Zutatenliste direkt aufs Handy laden und auch die eigenen Gedanken finden im Buch ihren Platz auf eigens dafür vorgesehenen Notizseiten. Für mich ein rundum gelungenes Kochbuch mit Rezepten, die definitiv nachkochbar sind und Lust auf ein wenig positives Durcheinander auf dem Tisch machen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.04.2022

Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken von Sabaa Tahir

Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken
0

Elias und Laia könnten unterschiedlicher nicht sein. Elias wird seit seiner frühesten Kindheit in der Militärakademie Schwarzkliff zu einem Elite-Krieger ausgebildet. Genau diese Krieger sind es, vor denen ...

Elias und Laia könnten unterschiedlicher nicht sein. Elias wird seit seiner frühesten Kindheit in der Militärakademie Schwarzkliff zu einem Elite-Krieger ausgebildet. Genau diese Krieger sind es, vor denen sich Laia Tag für Tag fürchten muss. Als ihr Bruder verschleppt wird, schließt sie sich dem Widerstand an und gelangt so als Sklavin nach Schwarzkliff. Bereits bei der ersten Begegnung der beiden wird deutlich, dass sowohl Laia, als auch Elias anders sind, als ihre Stellung vermuten lässt...

Als ich dieses traumhafte Cover gesehen habe, musste ich das Buch einfach kaufen. Es ist der erste Band der Fantasy-Reihe „Elias & Laia“ und mir hat das Buch wirklich gut gefallen. Der Beginn ist, überraschenderweise, sehr brutal und auch das weitere Geschehen wird häufig durch harte und schmerzhafte Szenen durchbrochen, was mich bei einem Buch für Leser ab 14 Jahren zunächst überrascht hat. Schnell wurde ich von dem Buch komplett in den Bann gezogen, denn die Autorin versteht es sehr gut Gefühle zu transportieren.

Sabaa Tahir erschafft eine komplexe und faszinierende Welt, die sprachlich so detailliert ausgearbeitet ist, dass ich die Bilder auch noch Wochen nach dem Lesen im Kopf hatte. Auch die Charaktere sind einzigartig und durchlaufen bereits im ersten Band eine erstaunliche Wandlung. Elias und Laia sind mir von Seite zu Seite immer mehr ans Herz gewachsen. Die Liebesgeschichte bleibt dabei eher schüchtern im Hintergrund, was mir bei diesem Buch gut gefallen hat. Die unterschiedlichen Welten, welche aufeinanderprallen, sind besonders reizvoll und einzig Laias etwas leidvoller Charakter hat mich hin und wieder ein wenig gestört, da es für meinen Geschmack in einigen Szenen überhandgenommen hat. Ansonsten ist dies ein wirklich gelungenes Buch mit vielen offenen Fragen, die Lust auf Band zwei machen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.04.2022

Don't Love Me von Lena Kiefer

Don't LOVE me
0

Dass Kenzie ihr Design-Praktikum in der Heimatstadt ihrer Mutter absolvieren muss, gefällt ihr gar nicht. Als sie dort ankommt und bei ihrem ersten Auftrag Lyall, einem der Erben einer Luxushotelkette ...

Dass Kenzie ihr Design-Praktikum in der Heimatstadt ihrer Mutter absolvieren muss, gefällt ihr gar nicht. Als sie dort ankommt und bei ihrem ersten Auftrag Lyall, einem der Erben einer Luxushotelkette begegnet, ist sie fasziniert und überrascht zugleich, da sie bereits am Tag ihrer Ankunft mitbekommen hat, dass er in der Stadt mehr als unbeliebt zu sein scheint. Das Geheimnis, welches ihn umgibt, scheint schwerwiegend und Kenzie muss entscheiden, ob sie ihr Herz für Lyall öffnet oder besser Abstand zu ihm hält.

„Don’t Love Me“ ist nach „Knights“ erst das zweite Buch, welches ich von Lena Kiefer gelesen habe und auch wenn es sich hier um ein anderes Genre handelt, bin ich mehr als begeistert. Die Handlung hatte eine gewisse Sogwirkung auf mich derer ich mich nicht entziehen konnte. Kenzie finde ich als Charakter bewundernswert. Ich mag ihre Einstellung und Sicht auf die Welt. Dass sie unterwegs lieber in ihrem ausgebauten Van lebt, als in einem Hotel oder bei entfernten Bekannten unterzukommen, hat sie mir direkt noch nähergebracht. Lyall bin ich mit Haut und Haaren verfallen. Sein innerer Zwiespalt und die Zwänge, welche ihm auferlegt wurden, haben auch mein Herz ein wenig zerrissen und ich liebe die Person, die er tief in seinem Herzen zu sein scheint. Alle Charaktere, darunter auch Lyalls Geschwister, sind einzigartig und detailliert ausgearbeitet. Ich habe mit jedem mitgefiebert und freue mich alle in noch zwei weiteren Bänden begleiten zu dürfen.

Die Handlung hat mir wirklich gut gefallen. Ich mag die Konstellation eines reichen Hotelerben und einer jungen Frau, die aus einer wesentlich bodenständigeren Familie stammt. Einzig und allein das Geheimnis, über welches scheinbar nicht gesprochen werden darf, hat mich ab einem gewissen Punkt gestört. Jeder erwähnt es aber niemand darf oder will drüber reden. Auch wenn die Begründung dafür durchaus plausibel ist, war es mir irgendwann ein wenig zu viel. Ansonsten kann ich nur Gutes über dieses Buch berichten und ich bin schon unendlich gespannt auf Band zwei, da mich der Cliffhanger etwas sprachlos zurückgelassen hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.04.2022

Rette mich vor dir von Tahereh Mafi

Rette mich vor dir
0

Rezension enthält Spoiler, falls ihr Band 1 noch nicht gelesen habt!

Nachdem Juliette und Adam aus Warners Fängen entkommen sind, haben sie Zuflucht im Omega Point gefunden. Im Stützpunkt der Rebellen ...

Rezension enthält Spoiler, falls ihr Band 1 noch nicht gelesen habt!

Nachdem Juliette und Adam aus Warners Fängen entkommen sind, haben sie Zuflucht im Omega Point gefunden. Im Stützpunkt der Rebellen lernt Juliette weitere Menschen mit übernatürlichen Kräften kennen. Auch wenn die Einsamkeit langsam schwindet, ihre totbringende Gabe bleibt und nun scheint auch Adam nicht mehr vollkommen immun zu sein. Ein Strudel aus Liebe, Tot und Geheimnissen erfasst Juliette und als Warners Fassade bröckelt und sie den Menschen hinter der kalten und gefühllosen Oberfläche erkennt, droht Juliette vollends zu versinken.

Band zwei der Shatter Me Reihe beginnt genau an dem Punkt, an welchem der erste Band geendet hat und gleich zu Beginn erfährt man endlich mehr über den Omega Point und dessen Bewohner. Trotz allem bleiben Juliette, Adam, Kenji und Warner die wichtigsten Protagonisten. Juliette entwickelt sich im Laufe des Buches, doch häufig war ich überrascht, wie sehr sie weiterhin unter ihren Fähigkeiten und der Situation leidet. Hier hätte mich mir ein wenig mehr Selbstbewusstsein und Pragmatismus gewünscht. Wesentlich besser konnte ich Adam verstehen, der es wirklich nicht einfach hatte. Kenji entwickelt sich langsam, aber sicher zu meinem Lieblingscharakter. Seine witzige und lockere Art, sowie die Fähigkeit in den richtigen Momenten für Ruhe und Ordnung zu sorgen, treffen bei mir ins Schwarze. Was Warner betrifft bin ich zwiegespalten. Seine Wandlung finde ich definitiv am interessantesten im Buch und ich bin gespannt, wo der nächste Teil hinführen wird.

Die Welt die Tahereh Mafi kreiert fasziniert mich ein ums andere Mal. Zusammen mit ihrem unglaublich bildgewaltigen Schreibstil habe ich einfach so viele Bilder vor Augen und ich liebe es, dass ich mir die Welt so genau vorstellen kann. Hinzu kommt die Poesie, welche jede einzelne Seite des Buches mit sich bringt. Selten habe ich einen solch poetischen und in Teilen beinahe melodischen Schreibstil erlebt. Ich liebe es in die Welt einzutauchen und mich in den Zeilen zu verlieren. Eine rundum gelungene Fortsetzung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.04.2022

Partem. Wie der Tod so ewig von Stefanie Neeb

Partem - Wie der Tod so ewig
0

Rezension enthält Spoiler, falls ihr Band 1 noch nicht gelesen habt!

Xenia begreift langsam, dass ihre Gabe mehr als nur ein Fluch für sie ist, dass sie Gutes damit bewirken und Menschen helfen kann. ...

Rezension enthält Spoiler, falls ihr Band 1 noch nicht gelesen habt!

Xenia begreift langsam, dass ihre Gabe mehr als nur ein Fluch für sie ist, dass sie Gutes damit bewirken und Menschen helfen kann. Doch befindet sie sich genau wegen ihrer Gabe in größter Gefahr. Jael ist der Schlüssel, der den Unterschied zwischen Leben und Tot ausmacht und nur wenn sie sein Herz berühren und die Mauer der Gefühlslosigkeit einreißen kann, gibt es eine Chance auf ein Morgen für Xenia.

Ich habe mich sehr auf den zweiten Band der Partem Dilogie gefreut, da mich der erste Teil mit unglaublich vielen Fragen zurückgelassen hat. Band zwei beginnt direkt an der Stelle, an welcher Band eins geendet hat. Nach kurzem überfliegen der letzten Seiten des ersten Buches war ich wieder im Geschehen angekommen doch zunächst einmal blieb das Gefühl erhalten nicht wirklich zu verstehen, um was es bei der Geschichte geht. Habe ich den ersten Teil noch als eine Art Einleitung gesehen, war ich nun verwirrt, dass immer noch kein Licht ins Dunkle gebracht wurde. Erst nach gut der Hälfte des Buches hatte ich das Gefühl zu wissen auf welcher Seite die Protagonisten stehen und was wirklich hinter dem Partem steckt. Da es etwas länger gedauert hat die Hintergründe zu verstehen, konnte sich für mich auch erst im letzten Drittel des Buches wirklich Spannung aufbauen.

Die Thematik und Grundidee finde ich weiterhin sehr gelungen und für mich war die Ganze Idee und das Magiesystem vollkommen neu. Auch die Charaktere mochte ich Großteils und besonders Felix hat sich in mein Herz geschlichen. Weiterhin haben die Charaktere in diesem Buch eine starke Wandlung durchlaufen, was mir generell sehr gut gefallen hat. Bei einigen kam diese für mich dann jedoch zu plötzlich und ich konnte die Personen vor und nach dem einschneidenden Ereignis kaum noch zusammenbringen. Das Ende hätte ich mir vielleicht noch ein wenig detaillierter gewünscht, da so viel geschehen ist und vieles einfach übersprungen wurde. Ein Buch, welches sein Potenzial in meinen Augen nicht komplett ausgeschöpft hat, dessen Grundidee mir aber wirklich gefallen hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere