Eislotus. Wasser findet seinen Weg von Liza Grimm
Eislotus. Wasser findet seinen WegAuf dieses Buch bin ich primär wegen des Klappentexts aufmerksam geworden, der mich tatsächlich direkt angesprochen hat. Zu Beginn war ich erst einmal verwirrt, da ich überhaupt nicht verstanden habe, ...
Auf dieses Buch bin ich primär wegen des Klappentexts aufmerksam geworden, der mich tatsächlich direkt angesprochen hat. Zu Beginn war ich erst einmal verwirrt, da ich überhaupt nicht verstanden habe, worum es geht und wie die Welt funktioniert. Nach und nach bin ich dann aber in die Handlung reingekommen und war fasziniert von der Welt und dem Magiesystem. Die Handlung wurde nie langweilig und ich hatte immer das Gefühl, dass ständig etwas passiert. Teilweise ging es mir dann sogar ein wenig zu schnell und ich hatte das Gefühl nicht hinterher zu kommen.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Nara und Katso geschildert, was ich sehr mochte. Beide sind spannende Charaktere mit ganz unterschiedlichen Charakterzügen. Leider wurde ich mit keinem der beiden so richtig warm beim Lesen, was es für mich wirklich schwierig gemacht hat. Neben den beiden gibt es viele weitere Charaktere, die auch alle wichtig für die Handlung sind. Und auch hier hatte ich das Problem, dass ich nicht wirklich einen Zugang zu ihnen gefunden habe. Auf mich wirkten viele Protagonisten recht rau, unfreundlich und zum Teil sogar grob, was es für mich beim Lesen zu einer Herausforderung gemacht hat.
Hinzu kommt, dass die Geschichte in der dritten Person geschrieben ist, was die Distanz noch ein wenig vergrößert hat. Nach etwa dreiviertel des Buches ist die Handlung dann in eine Richtung abgebogen, die ich nicht wirklich habe, kommen sehen. Viele andere Dinge waren leider seit Beginn des Buches ziemlich offensichtlich und so am Ende keine Überraschung mehr. In meinen Augen hat die Geschichte an sich Potenzial, da vor allem die Welt und das Magiesystem einzigartig sind. Für mich persönlich fehlt jedoch jegliche Bindung zu den Protagonisten, was ich wirklich schade fand.