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Veröffentlicht am 05.02.2025

Ophelia Scale - Die Welt wird brennen von Lena Kiefer

Ophelia Scale - Die Welt wird brennen
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Nachdem der selbsternannte König jegliche Technologie per Gesetzt hat verbieten lassen, ist es nicht verwunderlich, dass sich die 18-jährige Ophelia dem Widerstand angeschlossen hat. Nun hat sie die einmalige ...

Nachdem der selbsternannte König jegliche Technologie per Gesetzt hat verbieten lassen, ist es nicht verwunderlich, dass sich die 18-jährige Ophelia dem Widerstand angeschlossen hat. Nun hat sie die einmalige Chance den Geheimdienst des Königs zu infiltrieren. Dafür muss sie sich in einem harten Wettkampf gegen viele andere Konkurrenten durchsetzen. Ophelia sinnt auf Rache doch die Rechnung hat sie ohne Lucien, den geheimnisvollen Bruder des Königs, gemacht….

Viel zu lange stand dieses Buch auf meiner Wunschliste. Ich war so gespannt und hatte auf Grund der ganzen positiven Kritiken wirklich hohe Erwartungen. Und was soll ich sagen: Das Buch ist diesen definitiv gerecht geworden, auch wenn es nicht ganz zu einem Jahreshighlight gereicht hat. Als erstes muss ich sagen, dass mir die Thematik unglaublich zugesagt hat und ich noch mehr gecatched war, nachdem Ophelia den wahren Grund für die Abkehr von der Technologie erfahren hat. Ich habe genau diese Hauptthematik nicht kommen sehen und so hat mich dieser Plot Twist wirklich mitgerissen. Natürlich blieb es nicht bei dieser einen Wendung und so gab es im Verlaufe der Handlung einige Überraschungen und kleine Schockmomente für mich.

Nicht nur die Handlung, auch die Charaktere sind großartig. Ophelia mochte ich wirklich sehr gern und ich konnte das ganze Buch über mit ihr mitfühlen. Auch Lucien hat mich direkt zu Beginn in seinen Bann gezogen und ich bin ihm komplett verfallen. Da das Buch tatsächlich sehr gehyped wurde, möchte ich noch kurz darauf eingehen, wieso es am Ende nicht zu einem Highlight gereicht hat, obwohl das Buch wirklich sehr gut ist! Auch wenn ich die Charaktere sehr mochte, hatte ich nicht ganz so eine innige Bindung zu ihnen, wie zu Protagonisten aus anderen Büchern. Weiterhin war mir das Ende etwas zu offensichtlich. Auch wenn ich nicht ganz sicher wusste, was Wahrheit und Lüge ist und der Cliffhanger mich sprachlos zurückgelassen hat, hatte ich eine ziemlich genaue Idee im Kopf, was passiert sein könnte. Trotz allem ein grandioses Buch und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 05.02.2025

Der andere Sohn von Peter Mohlin

Der andere Sohn
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John kehrt, nach einem missglückten Undercover-Einsatz, mit einer neuen Identität in seine Heimat zurück. Zehn Jahre zuvor wurde sein Bruder Billy beschuldigt eine junge Frau getötet zu haben. Auch wenn ...

John kehrt, nach einem missglückten Undercover-Einsatz, mit einer neuen Identität in seine Heimat zurück. Zehn Jahre zuvor wurde sein Bruder Billy beschuldigt eine junge Frau getötet zu haben. Auch wenn die Schuld nie bewiesen werden konnte, ist er seit dieser Zeit ein Außenseiter. John beginnt bei der örtlichen Polizei zu arbeiten, bei welcher der Fall erneut aufgerollt wird. Dass diese Entscheidung ein Risiko für ihn selbst und auch für andere birgt, wird für John nach und nach deutlich.

Um ehrlich zu sein hat mich dieses Buch vor allem wegen seines Covers magisch angezogen. Hinzu kommt, dass es in Schweden spielt und ich die nordischen Länder wirklich gern mag. Zu Beginn spielt das Buch auf zwei Zeitebenen (2009 & 2019), so dass der Leser auch erfährt, was vor 10 Jahren passiert ist. Schnell konnte ich mich in die Handlung rein lesen und die wichtigsten Protagonisten lernt man schnell kennen. Ich muss gestehen, dass ich selten ein Buch mit so vielen unsympathischen Protagonisten gelesen habe, doch in diesem Fall war es der besondere Reiz des Buches. John selbst ist sehr intelligent aber auch sehr oberflächlich und arrogant. Billy empfand ich als einen deprimierenden Charakter und Heimer (der Vater der jungen Frau) steht unter dem Pantoffel seiner herrischen Ehefrau. Einzig Trevor mochte ich wirklich gern und ich fand es schade, dass er nur recht selten im Buch vorkam. Auch wenn sich das vielleicht negativ anhört, war die Kombination all dieser Charaktere in meine Augen unglaublich gelungen.

Die Handlung fand ich sehr interessant, wenn auch nicht durchweg spannend. Ich mag es, wenn in Krimis ein wenig mehr erzählt wird als unbedingt nötig und man mehr Hintergründe kennen lernt. Ich war die ganze Zeit neugierig was noch kommen mag und so habe ich das Buch tatsächlich recht schnell verschlungen. Die Schreibweise hat mir sehr gut gefallen und auch die Übersetzung aus dem Schwedischen scheint gut gelungen. Das Ende hat mir ein wenig das Herz gebrochen und dank des Cliffhangers möchte ich unbedingt und schnellstmöglich den zweiten Band lesen. Ein gelungener Auftakt.

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Veröffentlicht am 05.02.2025

Fuchsmädchen von Maria Grund

Fuchsmädchen
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In einem Kalksteinbruch wird die Leiche eines jungen Mädchens gefunden. Ein Video der Tat zeigt, dass das Mädchen bei ihrem Selbstmord eine unheimliche Fuchsmaske trug. Als die Ermittlerinnen Eir und Sanna ...

In einem Kalksteinbruch wird die Leiche eines jungen Mädchens gefunden. Ein Video der Tat zeigt, dass das Mädchen bei ihrem Selbstmord eine unheimliche Fuchsmaske trug. Als die Ermittlerinnen Eir und Sanna ein Tag später in der Wohnung einer zweiten Leiche einen weiteren Hinweis auf die Masken finden, breitet sich die Angst vor einem Serientäter aus. Doch was versteckt sich hinter den Tiermasken? Dass auch Sanna einiges an Last zu tragen hat, vereinfacht die Aufgabe nicht und bald muss Eir sich neben den Morden auch um ihre Kollegin kümmern.

Der Titel, das Cover und der Klappentext haben mich sofort angesprochen und ich wollte unbedingt wissen, was sich hinter der Geschichte verbirgt. In die Handlung bin ich schnell reingekommen, auch wenn ich mich erst an den etwas anderen Schreibstil gewöhnen musste. Dieser ging für mich schon beinahe in die nüchterne und analytische Richtung, was ich bei nordischen Thrillern nicht das erste Mal erlebe. Trotz allem war die geschaffene Atmosphäre unglaublich spannungsgeladen und düster und es gab nur sehr wenig Lichtblicke im Buch. Im Laufe der Geschichte tun sich nach und nach immer mehr menschliche Abgründe auf und das Buch hat es geschafft auch ohne blutige Szenen unglaublich grausam und brutal zu sein.

Das vermutlich ungewöhnlichste an diesem Buch waren die zwei Ermittlerinnen, Eir und Sanna. Beide haben ungewöhnlich viel Last in der Vergangenheit auf sich geladen und kämpfen zum Teil mit ihren ganz eigenen Dämonen. Ich hatte Schwierigkeiten die beiden richtig zu greifen, da sie auf mich persönlich recht kühl und distanziert gewirkt haben. Auch die Beziehung zwischen den beiden, wollte auf Grund der genannten Punkte für mich nicht so ganz klar werden. Ich bin gespannt, wie sich die Geschichte in den noch kommenden Bänden entwickeln wird und ob ich nach und nach einen besseren Zugang zu Eir und Sanna finden kann. Alles in allem ein wirklich gut aufgebauter Thriller der mich gespannt auf den zweiten Teil warten lässt.

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Veröffentlicht am 05.02.2025

A Song of Wraiths and Ruin. Die Spiele von Solstasia von Roseanne A. Brown

A Song of Wraiths and Ruin. Die Spiele von Solstasia
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Im Königreich Sonande findet alle zehn Jahre das sogenannte Solstasia-Tunier statt, in welchem sich zuvor ausgewählte Champions drei unterschiedlichen Aufgaben stellen müssen. Königin Karina hat jedoch ...

Im Königreich Sonande findet alle zehn Jahre das sogenannte Solstasia-Tunier statt, in welchem sich zuvor ausgewählte Champions drei unterschiedlichen Aufgaben stellen müssen. Königin Karina hat jedoch nur ein Ziel im Sinn und auch die Champions sind nicht alle das, was sie vorgeben zu sein.

Es ist mir nicht leicht gefallen eine Rezension zu diesem Buch zu schreiben, da ich die Arbeit, die hinter dem Verfassen eines Buches steckt, wirklich zu schätzen weiß und mir negative Rezensionen immer im Herzen weh tun. Dennoch hatte ich einige Schwierigkeiten beim Lesen des Buches. Als erstes muss ich sagen, dass mir der offizielle Klappentext bereits unglaublich viel verraten hat und dadurch die ersten gut 100 Seiten für mich kaum noch spannende Elemente beinhalten haben. Die Charaktere haben mich gleich zu Beginn überrascht, da ich mit vollkommen anderen Persönlichkeiten gerechnet habe. Ob es an meiner Erwartung oder an etwas anderem lag, dass ich bis zum Ende nicht mit den Protagonisten warm werden konnte, vermag ich leider nicht zu sagen.

Die Idee hinter dem Buch hat mir wiederum unglaublich gut gefallen und auch die geschaffene Welt war komplex und einfallsreich. Ich finde es bewundernswert eine solche Welt zu erschaffen und diese dem Leser so bildlich zu vermitteln. Trotz allem habe ich mich leider etwas durch das Buch gequält, da mir die Spannung oft gefehlt hat. Auch Logik-Fehler haben mich beim Lesen zum Stolpern gebracht und auch wenn bei manchen später Erklärungen folgten, fühlte sich diese lediglich wie ein Lückenfüller an. Mir persönlich haben auch bei vielen Begrifflichkeiten die Erklärung gefehlt und so konnte ich bis zum Ende nicht mit allen Begriffen etwas anfangen. Ein Glossar hätte an dieser Stelle vermutlich Wunder bewirkt. Auch wenn es am Ende noch einmal spannend wurde, passierte auf einmal so unglaublich viel, dass ich das Gefühl hatte, kaum noch hinter zukommen. Für mich persönlich war das Buch leider nicht das richtige, doch wie bei allen Büchern gilt: Geschmäcker sind verschieden und jeder sollte sich eine eigene Meinung bilden.

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Veröffentlicht am 05.02.2025

Ophelia Scale - Der Himmel wird beben von Lena Kiefer

Ophelia Scale - Der Himmel wird beben
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Inhaltsangabe (erster Absatz) enthält Spoiler, falls ihr Band 1 noch nicht gelesen habt!

Nachdem Ophelia einen Anschlag auf den König verübt hat, ist sie zum Tode verurteilt. Sie scheint nicht nur ihre ...

Inhaltsangabe (erster Absatz) enthält Spoiler, falls ihr Band 1 noch nicht gelesen habt!

Nachdem Ophelia einen Anschlag auf den König verübt hat, ist sie zum Tode verurteilt. Sie scheint nicht nur ihre Freiheit und ihr Leben, sondern auch ihre Liebe verloren zu haben. Als der Chef des königlichen Geheimdienstes ihr einen Handel anbietet, muss Ophelia eine Entscheidung zwischen Liebe und Glauben treffen. Wird sie als Spion zu ReVerse zurückkehren, um das zu retten, was ihr wichtig ist?

Der zweite Band der Ophelia Scale-Reihe hat es definitiv in sich. Der Cliffhanger in Band eins, hat mich etwas sprachlos zurückgelassen, auch wenn für mich eigentlich klar war, was zum Ende von Band eins tatsächlich passiert ist. Aus diesem Grund war der Spannungs-Faktor in Band zwei für mich nicht ganz so hoch, aber dennoch habe ich das Buch sehr genossen. Auch wenn ich im Grunde geahnt habe, wie sich die ganze Geschichte entwickeln wird, hat mich der Weg dorthin immer wieder überrascht.

Ich liebe den Schreibstil von Lena Kiefer und aufgrund der wirklich interessanten Thematik, habe ich das Buch ziemlich schnell durchgelesen. Es gab keine überflüssigen oder langatmigen Passagen, die ganze Handlung ist relativ knackig gehalten. In Lucien habe ich mich ja bereits in Band eins verliebt und auch im Band zwei bin ich ihm erneut voll und ganz verfallen. Ophelia mag ich auch sehr gern, auch wenn sie für meinen Geschmack manchmal etwas überstürzt handelt und viele Zweifel mit sich rumträgt. Für ihr junges Alter ist sie eine überraschend starke Person, die eine sehr interessante Entwicklung in den Büchern durchläuft. Einige Charaktere haben sich in Band zwei ganz überraschend in mein Herz geschlichen, andere wiederrum fand ich überraschend unsympathisch.

Alles in allen ist Band zwei ein großartiges Buch, welches mich wirklich begeistern konnte. Auch wenn das Buch für mich Großteils vorhersehbar war, besticht es durch eine super interessante Thematik und tolle Charaktere.

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