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Veröffentlicht am 04.04.2025

Musik und Stockholm

Verliebt in Stockholm
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Das Cover verspricht einen wunderschönen Wohlfühlroman. Ich mag generell auch sehr Settings, die in Skandinavien spielen. Deswegen hat alleine schon das Setting in Stockholm mein Interesse geweckt.

Mira ...

Das Cover verspricht einen wunderschönen Wohlfühlroman. Ich mag generell auch sehr Settings, die in Skandinavien spielen. Deswegen hat alleine schon das Setting in Stockholm mein Interesse geweckt.

Mira spielt als Violistin im Stockholmer Orchester. Mit dem erfolgreichen Geiger Alessandro verbindet sie eine Beziehung, die zwar durch Leidenschaft geprägt ist, durch seine Karriere aber schwierige Zukunftsaussichten hat.

Dann tritt William wieder in ihr Leben. Er ist ihre Jugendliebe und ihr auf eine Art vertraut, wie sie es mit Alessandro vernutlich niemals sein würde. Mira ist hin- und hergerissen.

Obwohl ich es auch nach dem Lesen als Wohlfühlroman beschreiben würde, hatte "Verliebt in Stockholm" doch einige tiefergehende Stellen, die ich so erst nicht vermutet hätte. Mira wird als sympathische Figur beschrieben, deren Handlungen ich zwar nicht immer ganz verstehen konnte, ihr Handeln wird dafür jedoch stets nachvollziehbar in die Geschichte eingebettet.

Für mich war "Verliebt in Stockholm" eine schöne Geschichte für Zwischendurch.

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Veröffentlicht am 03.04.2025

Fesselnder Einzelband

If We Were Gods
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"If We Were Gods" ist ein Buch, das mir schon einfach durch die gelungene Gestaltung aufgefallen ist. Das Cover, der Farbschnitt und die illustrierten Innenklappen sind echt schön und ergänzen zudem die ...

"If We Were Gods" ist ein Buch, das mir schon einfach durch die gelungene Gestaltung aufgefallen ist. Das Cover, der Farbschnitt und die illustrierten Innenklappen sind echt schön und ergänzen zudem die Geschichte.

Olivia Dušková ist überglücklich, als sie eines der begehrten Stipendien für die Arcane Academy erhält. Von Prag aus zieht sie zu der angesehenen und exklusiven Hochschule nach Schottland, denn nur dort können die Arkanen Ebenen studiert werden.

Zusammen mit Oskar, Tamara, Milo, Nasir und Saxa ist sie in einer Klasse mit den talentiertesten Studierenden des Jahrgangs und versucht sich ihren Platz in dieser verschworenen Gemeinschaft zu erkämpfen. Doch dann erfährt sie, dass die Gruppe auf die letzte der Arkanen Ebenen vordringen möchte - ein Unterfangen, das wahnsinnig ist und trotzdem das ewige Leben versprechen könnte ...

Für mich ist schon der Titel gelungen, unterstreicht er doch die anmaßende Gefährlichkeit für das Vorhaben der Gruppe, in die tiefste der Arkanen Ebenen zu reisen.

Das von Lara Große entworfene Magiesystem hat mich fasziniert. Durch Erläuterungen in der Handlung war es beim Lesen leicht zu fassen, obwohl es sehr dezidiert ausgearbeitet worden ist.

Olivia war mir gleich sympathisch und Oskar, Nasir, Tamara, Milo und Saxa hatten alle so ihre Eigenarten und Charakterzüge, die sie in der Geschichte unverkennbar machten.

Die Spannung wurde durch die Reisen in die Arkanen Ebenen stets aufrecht erhalten und das Ende ging mir dann fast etwas zu schnell.

Für mich war "If We Were Gods" ein spannendes Dark-Academia-Standalone, das durch ein faszinierendes Magiesystem und überraschende Wendungen von sich zu überzeugen weiß.


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Veröffentlicht am 19.03.2025

Ein richtig toller Auftakt

The Serpent and the Wolf
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Die Königstochter Vaasa ist nicht als gefügige Frau erzogen worden, sondern verfügt über eine spitze Zunge, tödliche Waffen und einen eiskalten Charakter.

Als sie von ihrem Bruder nach dem Tod ihrer Eltern ...

Die Königstochter Vaasa ist nicht als gefügige Frau erzogen worden, sondern verfügt über eine spitze Zunge, tödliche Waffen und einen eiskalten Charakter.

Als sie von ihrem Bruder nach dem Tod ihrer Eltern in eine arrangierte Ehe gezwungen wird, schwört sie sich, dass ihr Ehemann die Hochzeitsnacht nicht überleben wird. Doch der scheinbar so grobschlächtige Reid überrascht sie mit seinem Charme und sie lässt sich widerwillig auf einen Handel ein, denn nur Reid kann ihr helfen, ihre zerstörerische Magie zu kontrollieren. Von nun an beginnt ein gefährliches Spiel zwischen zwei verfeindeten Königreichen und Königstochter Vaasa muss schnell feststellen, dass nichts ist wie es scheint ...

Nachdem ich einmal mit "The Serpent and the Wolf" angefangen habe, konnte ich es kaum wieder aus der Hand legen. Die Tropes Fake Dating und Arranged Marriage haben mich sowieso schon angesprochen, ganz besonders im Fantasysetting.

Hier haben wir nicht nur eine starke, durchsetzungsfähige Protagonistin, sondern auch ein spannendes Worldbuilding und eine Romance, die uns die Tension zwischen den Figuren ab der Hochzeitsnacht spüren lässt - und die ist auf den ersten Seiten.

Deswegen empfehle ich das Buch allen Fans von Romantasy und insbesondere denen, die die Tropes Slow Burn, Arranged Marriage, Fake Dating und Enemies-to-Lovers gerne mögen!

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Veröffentlicht am 10.03.2025

Slow-Burn-Romantasy

The Stars are Dying
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Wie schön kann ein Buch nur aussehen?

Das Cover, der Farbschnitt, die illustrierten Innenklappen und die kleinen Illustrationen an den Kapitelanfängen - ich habe mich sofort in die Gestaltung verliebt! ...

Wie schön kann ein Buch nur aussehen?

Das Cover, der Farbschnitt, die illustrierten Innenklappen und die kleinen Illustrationen an den Kapitelanfängen - ich habe mich sofort in die Gestaltung verliebt!

Astraeas Welt besteht aus lauter Geheimnissen, Magie und Verrat. Vampire durchstreifen die verschiedenen Reiche auf der Suche nach Blut oder um den Opfern ihre Seelen zu nehmen.

An ihre Vergangenheit kann Astraea sich nicht erinnern. Nur über die letzten fünf Jahre weiß sie noch bruchstückhaft Bescheid. Ihre einzige Gewissheit besteht darin, dass sie bei Hektor in Sicherheit ist. Er hat sich ihrer angenommen, als sie verwirrt und verletzlich war und hält sie nun in seinem goldenen Käfig gefangen.

Astraea versucht sich in ihr Schicksal einzufügen und schleicht sich nur gelegentlich hinaus, um eine Freundin zu besuchen.

Ihre Welt wird eines Abends völlig auf den Kopf gestellt, als sie Nyte begegnet.
Er ist geheimnisvoll, mächtig und ein Vampir. Von nun weicht sein Schatten nicht mehr von ihrer Seite und begleitet sie auf ihrer Suche nach Freiheit.

Ausgerechnet beim Libertatem, einer Reihe tödlicher Prüfungen, könnte Astraea die Antworten zu ihrer Vergangenheit finden, nach denen sie sich schon so lange sehnt. Doch es gibt so vieles, dass sie noch nicht weiß und ihre Konkurrenten trachten nach ihrem Leben, um selbst zu gewinnen ...

Astraea ist als Figur angelegt, die oft verletzlich wirkt, in gefährlichen Situationen aber ihre innere Stärke findet. Sie ist gezeichnet von den letzten fünf Jahren in Hektors Gegenwart und spürt seine bedrohliche Präsenz auch dann, wenn er nicht in ihrer Nähe ist. Zu sehr hat er sie von sich abhängig gemacht, als dass sie sich nun einfach so von ihm lösen könnte.

Auch sonst weiß sie nicht, wem sie trauen soll. Nyte gibt nicht viel von sich Preis, doch sie spürt eine Anziehung zu ihm, die oftmals jegliche Zweifel in den Hintergrund treten lassen.

Über die Handlung hinweg möchte Astraea auf keinen Fall jemals wieder von jemandem abhängig sein oder sich hilflos fühlen. Leider ist sie jedoch häufig der Spielball der anderen Figuren und kann sich mit ihrem unzureichenden Wissen über ihr eigenes Schicksal auch nur unzureichend aus ihrer unglücklichen Lage befreien oder davon emanzipieren.

Zum Ende des Buches blieben sowohl für Astraea als auch für uns LeserInnen viele Fragen offen, die hoffentlich im nächsten Band beantwortet werden.

Die von der Autorin beschriebene Welt hat mir ansonsten richtig gut gefallen und hatte wirklich viele spannende Ansätze und Figuren, die ich gerne durch die Geschichte begleitet habe! Einzig von Astraea hätte ich mir gewünscht, dass sie entschlossener ihr eigenes Schicksal in dieser gefährlichen und faszinierenden Welt in die Hand nimmt.



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Veröffentlicht am 08.03.2025

Märchen-Retelling mit guten Ansätzen und teilweise schwieriger Umsetzung

Never
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Daphne ist die Enkelin von Wendy Darling und deswegen von klein auf mit dem Wissen aufgewachsen, dass Peter Pan sie eines Tages besuchen und ins magische Neverland holen wird.

Tag für Tag lassen ihre ...

Daphne ist die Enkelin von Wendy Darling und deswegen von klein auf mit dem Wissen aufgewachsen, dass Peter Pan sie eines Tages besuchen und ins magische Neverland holen wird.

Tag für Tag lassen ihre Urgroßmutter Mary oder ihre Großmutter Wendy das Fenster offen, damit Peter hineinschlüpfen und Daphne mitnehmen kann. Doch er kommt nicht - bis zu ihrem 17. Geburtstag.
Es ist dann auch kein Junge, der ihr nachts in ihrem Zimmer entgegenblickt, sondern ein junger Mann. Daphne ist gleichermaßen erschrocken und fasziniert und begleitet Peter Pan schließlich in sein Reich hinter den Sternen. Doch dort ist nichts so, wie Daphne es sich vorgestellt hat ...

Peter Pan wird als Charakter beschrieben, der nun dem Aussehen nach in der Altersspanne eines 18- bis 20-Jährigem liegt. Sein Verhalten ist jedoch häufig noch das des 13-Jährigen Jungen, der er über die Jahrhunderte war.
Laut diesem Buch eine bewusste Entscheidung, da der Jungbrunnen zwar das Aussehen einfriert, jedoch nicht an emotionalem Wachstum hindert.

Auch ansonsten lässt die Handlung Peter selten gut dastehen: Er ist naiv und egozentrisch bis zu dem Punkt, dass jeder Mensch, jedes Tier und jede Pflanze nur existiert, um seinem Leben dienlich zu sein oder seinen Zwecken zu nutzen.

Im direkten Umgang beschreibt Daphne dennoch, welchen Charme Peter ausstrahlen kann, wenn er denn möchte.

Peter Pan ist jedoch nicht der einzige Mann, der um Daphnes Herz buhlt: Auch zu Jameson Cook, dem Sohn des berüchtigten Piraten James Cook, verspürt Daphne eine Anziehung.

Er macht sie darauf aufmerksam, dass es nicht normal ist, dass sie in Neverland ständig alles vergisst oder dass Peters Verhalten von Egozentrik getrieben wird.

Und auch wenn die Chemie an sich zwischen Daphne und Jameson so stimmt, wie es zwischen ihr und Peter nie der Fall war, so endet doch fast jedes ihrer Treffen in einem Streit.

Während der Handlung geht es wie in einem Ping-Pong Spiel hin und her: Wenn einer der beiden Männer sie verletzt, flüchtet sie zu dem anderen.

Gefallen hat mir der Schreibstil von Jessa Hastings, der Neverland als magisches Abenteuerparadies erscheinen lässt, in dem mehr dunkle Geheimnisse lauern, als man für möglich gehalten hätte.
Zudem ist Daphne durchaus zur Reflexion der gesellschaftlichen Umstände und ihrer eigenen Situation in der Lage: Sie gibt Peters sexistischem Weltbild "nur ein Mädchen zu sein" Kontra und beschreibt, dass ihre Berufswahl als Geologin in ihrem konservativem Umfeld im London der 1960er auf wenig Verständnis stößt.

Doch letztendlich gibt es wenig Emanzipation von ihrer Situation - was auch dadurch bedingt ist, dass es für Daphne in Neverland eher ein Überleben als ein Leben ist.

Ich habe mich so auf dieses Buch gefreut, weil ich auch einfach die Magnolia Parks-Reihe der Autorin sehr liebe.

Leider hat mich dann doch sehr gestört, dass dieses Märchen-Retelling so düster ist und zudem schwierige Werte oder Verhaltensweisen vermittelt, die nicht richtig erklärt oder aufgearbeitet werden.

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