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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.01.2026

Düsterer Standalone

Rabid
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Das Cover von "Rabid" scheint erstmal unscheinbar, die Geschichte lässt aber sofort den typischen, düsteren Stil von Raven Kennedy erkennen, den ich schon bei "The Darkest Gold" so mochte. Die Atmosphäre ...

Das Cover von "Rabid" scheint erstmal unscheinbar, die Geschichte lässt aber sofort den typischen, düsteren Stil von Raven Kennedy erkennen, den ich schon bei "The Darkest Gold" so mochte. Die Atmosphäre ist dunkel und emotional aufgeladen, und genau das macht ihre Bücher für mich so fesselnd.

Die Grundidee fand ich stark. Raven Kennedy schafft es wieder, eine Welt zu zeichnen, die sich gefährlich anfühlt und in der man nie ganz sicher ist, wem man trauen kann. Die Figuren sind kaputt und innerlich zerrissen, an einigen Stellen geht es brutal und emotional her. Auch das erinnert sehr an "The Darkest Gold" und war für mich ein klarer Pluspunkt.

Dafür fühlten sich manche Konflikte allerdings etwas überzogen an und die Spannung im Verlaufe der Handlung flachte auch immer wieder ab. Ob man viel Spice mag, den es ab dem Mittelteil ausführlich gab, ist Geschmackssache.

"Rabid" ist ein starkes, düsteres Buch, das Fans von moralisch grauen Charakteren definitiv abholt, für mich aber auch einige Schwächen hatte.


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Veröffentlicht am 09.01.2026

Von Büchern und Pflanzen

Botanic Hearts
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Das Cover von „Botanic Hearts“ von Melanie Sweeney macht Lust auf eine süße, gemütliche Geschichte.
Bibliotheksleiterin Tansyn verliert bei einem Hurricane über Houston nicht nur ihre geliebte Bibliothek, ...

Das Cover von „Botanic Hearts“ von Melanie Sweeney macht Lust auf eine süße, gemütliche Geschichte.
Bibliotheksleiterin Tansyn verliert bei einem Hurricane über Houston nicht nur ihre geliebte Bibliothek, sondern auch noch ihr Zuhause, das sie sich mit ihrer Tochter Briar teilt.
Während des Hurricanes eilt ihr Jack zu Hilfe, dem sie fortan häufiger begegnen wird, denn ihre Bibliothek wird vorübergehend in den botanischen Garten verlegt, dessen angehender Direktor er ist. Eigentlich scheint sie nichts mit dem zurückhaltenden Jack zu verbinden, trotzdem klopft ihr Herz jedes Mal schneller in seiner Nähe.
Die Kombination aus Büchern und Pflanzen hat mir wirklich gut gefallen. Tansyns herzlicher Charakter scheint grumpy Jack gleich zu bezaubern, auch wenn er anfangs nur in seiner Liebe zu Pflanzen eine gewisse Offenheit zeigt. Das war wirklich süß zu lesen.
Allerdings hat sich die Geschichte dann doch für mich gezogen. Es braucht nicht immer Drama und darf auch mal ruhiger sein, aber hier gab es des Öfteren nicht so den richtigen Anreiz weiterzulesen. Das Setting und die Figuren gefielen mir aber sehr.

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Veröffentlicht am 08.01.2026

Olympia und Fake Dating

One Date to Gold
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„One Date to Gold“ hat mich sofort angelacht. Wenn man Lesestoff braucht, um sich auf die olympischen Winterspiele im Februar in Mailand einzustimmen, dann ist dieses Buch ja wohl die perfekte Geschichte!

Amie ...

„One Date to Gold“ hat mich sofort angelacht. Wenn man Lesestoff braucht, um sich auf die olympischen Winterspiele im Februar in Mailand einzustimmen, dann ist dieses Buch ja wohl die perfekte Geschichte!

Amie tritt als Snowboarderin bei den Olympischen Spielen an. Sie spürt den Erfolgsdruck, möchte aber unbedingt beweisen, dass sie gut genug für Gold ist. Als sich ihre größte Konkurrentin verletzt, gerät sie ungewollt in den Fokus der Öffentlichkeit. Eishockeykapitän Hunter bietet ihr an, sie vor der Presse abzuschirmen, solange sie sein Image als Fake-Freundin aufbessert. Amie stimmt zu und das Geplänkel zwischen ihnen scheint bald gar nicht mehr so gespielt.
„One Date to Gold“ hat einen super schönen, flüssigen Schreibstil, der mich leicht in das Setting rund um Olympia entführt hat. Amie ist eine sympathische Protagonistin und man merkt auf jeder Seite die Tension zwischen ihr und Hunter. Den Trope Fake Dating mag ich sowieso sehr gerne. An einige Stellen hat sich die Geschichte ganz leicht für mich gezogen, ansonsten hat die Kombi aus Leistungssport und Lovestory echt für gute Unterhaltung gesorgt.

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Veröffentlicht am 06.01.2026

Absolute Wohlfühlgeschichte

New Beginnings
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Als Lena sich als Au-Pair in den USA bewirbt, hat sie eine große Stadt wie New York City oder L.A. im Sinn. Stattdessen verschlägt es sie nach Green Valley in den Rocky Mountains.
Obwohl Lena skeptisch ...

Als Lena sich als Au-Pair in den USA bewirbt, hat sie eine große Stadt wie New York City oder L.A. im Sinn. Stattdessen verschlägt es sie nach Green Valley in den Rocky Mountains.
Obwohl Lena skeptisch ist, wird sie herzlich von Jack, Amy und dem kleinen Liam aufgenommen und verliebt sich auch immer mehr in das kleine Städtchen Green Valley.
Einziger Wehrmutstropfen ist die Anwesenheit von Ryan, dem jüngeren Bruder von Jack. Er hatte einen schweren Ski-Unfall und musste daraufhin seine Karriere beenden. Auf seine geplatzten Träume reagiert er mit Rückzug und einer ablehnenden Art, die Lena auch sofort zu spüren bekommt. Als sie Ryan jedoch immer wieder Kontra gibt, scheint dieser langsam aufzutauen und sie nähern sich unweigerlich an ...

Jedes von Lillys Büchern hat sich bisher mit seinen Wohlfühl- und Sehnsuchtsorten in mein Herz geschlichen und natürlich war es bei "New Beginnings" nicht anders.

Lena ist eigentlich eine Berliner Großstadtpflanze, die dem Charme von Green Valley dann doch ganz schnell erliegt - genauso wie ich beim Lesen!
Die Geschäfte, die BewohnerInnen, das Bed & Breakfast der Familie Cooper und die wunderschöne Natur wurden so anschaulich beschrieben, dass ich mich selbst auch nach Green Valley gewünscht habe.

Eine mögliche Beziehung von Lena und Ryan steht wegen Ryans Schicksalsschlag und Lenas nur einjährig geplantem Aufenthalt in Colorado vor einigen Herausforderungen und ihr Kennenlernen ist deswegen ab und zu eine Achterbahn der Gefühle, die ich sehr gerne mitgefahren bin!

Ich freue mich schon so darauf, im 2. Band nach Green Valley zurückzukehren und neue und altbekannte Figuren wiederzutreffen 💘

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Veröffentlicht am 15.12.2025

Eine blutige Geschichte über Sirenen

Das Lied der Tiefe
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Imogen lebt als Mündel eines grausamen Königs in einem abgelegenen Königreich. Dass sie eine Sirene ist, muss sie unbedingt verbergen, denn in ihrem Königreich sind Sirenen verhasst und werden gejagt.
Auch ...

Imogen lebt als Mündel eines grausamen Königs in einem abgelegenen Königreich. Dass sie eine Sirene ist, muss sie unbedingt verbergen, denn in ihrem Königreich sind Sirenen verhasst und werden gejagt.
Auch der Kapitän, ihr Verlobter, jagt und verachtet Sirenen.

Imogen hat trotzdem versucht, sich möglichst gut in diesem Leben einzurichten. Dann trifft sie zu ihrer Verlobungsfeier Theodor, den König eines benachbarten Reiches. Als ihr in der gleichen Nacht ein verhängnisvoller Fehler passiert, hilft er ihr zu fliehen. Dafür müssen sie ein folgenreiches Band knüpfen ...

Ich möchte die aufgebaute Atmosphäre in "Das Lied der Tiefe" gerne. Imogen sehnt sich sehr nach dem Wasser, das sie gleichzeitig ihr Leben lang gemieden hat, um die Sirene in sich zu unterdrücken.

Es gibt stellenweise allerdings brutale oder gruselige Szenen - ihr Verlobter ist ihr gegenüber beispielsweise gewalttätig.
Theodor hilft Imogen dabei, die Rätsel ihrer Herkunft zu lösen und mehr für sich einzustehen. Dabei nähern sie sich unweigerlich an, denn weit voneinander entfernen können sie sich nicht.
Ich muss sagen, dass ich die Verbindung zwischen den beiden lange als zu gewollt empfunden und nicht wirklich gefühlt habe.

Auch das Worldbuilding scheint nicht wirklich ausgereift.

Dafür passiert in der Handlung immer etwas. Fragen werden aufgeworfen und beantwortet, nur um wieder vor dem nächsten Rätsel zu stehen. Das war gut gemacht.

Imogen wird zudem vor eine große Entscheidung gestellt. Obwohl sie ihre Gründe hatte, handelt sie gegen den Willen oder Ratschlag verschiedener Figuren und ich konnte ihr Handeln ebenfalls nicht ganz nachvollziehen.

Das Ende des Buches lässt mit einem Cliffhanger abermals Fragen offen.

"Das Lied der Tiefe" hatte einen schönen, atmosphärischen Erzählstil, aber doch auch einige Schwächen.

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