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Veröffentlicht am 06.10.2021

Familiengeheimnis

Im Bann
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Meine Meinung und Inhalt

„...DU denkst es dir aus, DU erzählst die Geschichte, und dann bist du frei...." (ZITAT)

Irgendwo in Europa treffen sich zwei Cousins auf einer verfallenen Burg. Die Autorin ...

Meine Meinung und Inhalt

„...DU denkst es dir aus, DU erzählst die Geschichte, und dann bist du frei...." (ZITAT)

Irgendwo in Europa treffen sich zwei Cousins auf einer verfallenen Burg. Die Autorin beschreibt die Burg, die Protagonisten sowie Gefühle und Umgebung wirklich authentisch, sodass man beim Lesen einen gewissen Gruselfaktor hat.

Howard ist zu Macht und Ansehen gekommen, während Danny, der Internetfreak, nach immer neuen Ablenkungen sucht.

Schon bald nach seiner Ankunft glaubt Danny, dass sein Cousin ihn an diesen seltsamen Ort gelockt hat. Er ist krankhaft misstrauisch, vor allem was Howards Beweggründe angeht: Geht es wirklich um seine Hilfe oder um eine verspätete Rache?

Spannende Story, guter Schreibstil und gelungenes Ende! Das Buch hat mich wirklich in seinen Bann ziehen können.

Die amerikanische Autorin Jennifer Egan wurde 1962 in Chicago geboren, aber wuchs in San Francisco auf. Nach ihrem Studium an der Universität von Pennsylvania und dem St. John's College in Cambridge, hat sie angefangen Romane und Kurzgeschichten zu schreiben. Außerdem verfasst sie Artikel für den New Yorker und die New York Times Magazine und lehrt Kreatives Schreiben an der Columbia University. Ihr Roman "Look at me" wurde für den National Book Awards nominiert und 2011 wurde sie für "Der größere Teil der Welt" mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Egan lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen in Brooklyn, New York.

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Veröffentlicht am 05.10.2021

Bronski 2.0

GEGENLICHT
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Meine Meinung und Inhalt

"...Der war beinahe unversehrt, ein Wunder nach einem Sturz aus dieser Höhe. War ein Glück, dass er ins Gras gefallen ist und nicht auf die Betonplatten da drüben. Wäre eine ...

Meine Meinung und Inhalt

"...Der war beinahe unversehrt, ein Wunder nach einem Sturz aus dieser Höhe. War ein Glück, dass er ins Gras gefallen ist und nicht auf die Betonplatten da drüben. Wäre eine ziemliche Sauerei gewesen sonst. Da hätte ich stundenlang schrubben müssen, um das wieder sauber zu bekommen. Sie müssen nämlich wissen, dass mein Kärcher kaputt ist. Verdammt praktisch so ein Kärcher. Kennen Sie doch, oder? Ist so ein Hochdruckreiniger, der hätte das alles in null Komma nix weggemacht. Aber wie gesagt, ist kaputt im Moment. Umso besser also, dass der Mann auf die weiche Erde gefallen ist. War irgendwie schön, wie er dagelegen hat.. " (ZITAT)

Nach "Dunkelkammer" (https://www.lovelybooks.de/autor/Bernhard-Aichner/DUNKELKAMMER-Ein-Bronski-Krimi-2793667493-w/rezension/2938209657/) musste ich einfach sein neues Werk "Gegenlicht" lesen. Ich bin ein absoluter Fan von Aichner und seinen Büchern. Der Schreibstil ist unvergleichlich und fesselnd!

Es ist Sommer in Berlin. Ein Mann fällt vom Himmel. Ein blinder Passagier, versteckt im Fahrwerkraum eines Flugzeugs. Ein Leben, das im Garten einer hübschen Jugendstilvilla endet. Noch im Tod wird der Mann beraubt – und eine Geschichte aus Not und Gier nimmt ihren Anfang. Sie wird viele Leben kosten und manche Träume zerstören. Pressefotograf Bronski und seine Kollegin Svenja Spielmann recherchieren in einer Welt der Gewalt und des schönen Scheins. Seit er denken kann, fotografiert Bronski das Unglück. Richtet seinen Blick auf das Dunkle in der Welt. Dort, wo Menschen sterben, taucht er auf. Er hält das Unheil fest, ist fasziniert von der Stille des Todes – und immer wieder auf der Suche nach einem Leben, das Sinn verspricht und auf die Liebe setzt.

Bernhard Aichner schafft es auch diesmal, mich mit seiner Story rund um Bronski in den Bann zu ziehen. Sein toller Schreibstil hat es ermöglicht, dass ich mir die Kulisse, die Geschehnisse und Darsteller bildlich gut vorstellen konnte. Die Beziehungen zwischen den Figuren (bekannt aus dem ersten Bronski Buch) sind aufgegriffen worden und fließen wunderbar in den Folgeband ein.

Kurzum, eine tolle Fortsetzung der Reihe. Die Aufstellung der Figuren am Schluss lässt hoffen, dass sie bei weiteren Fällen wieder gemeinsam tätigen werden. Darauf freue ich mich und empfehle das Buch gerne an Thrillerfans weiter.

Bernhard Aichner, geboren 1972, lebt als Schriftsteller und Fotograf in Innsbruck. Angefangen mit kleinen Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften, widmete er sich später Romanen, Hörspielen und Theaterstücken. Für seine Arbeit wurde er mit mehreren Literaturpreisen und Stipendien ausgezeichnet, so auch unter anderem mit dem Burgdorfer Krimipreis 2014 und dem Crime Cologne Award 2015. Die Thriller seiner Totenfrau-Trilogie standen in Österreich und Deutschland monatelang auf den Bestsellerlisten. Die Romane wurden bisher in 16 Länder verkauft, u. a. auch in die USA und England. Eine US-Verfilmung ist in Vorbereitung.

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Veröffentlicht am 04.10.2021

Verzweiflungstaten

Verzweiflungstaten
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Meine Meinung und Inhalt

„Noch nie hatte ich mich so wenig wie ein Mensch gefühlt, so austauschbar, minderwertig, ganz und gar auf meine Funktion beschränkt. Er rief mir ein Taxi für den Heimweg, ...

Meine Meinung und Inhalt

„Noch nie hatte ich mich so wenig wie ein Mensch gefühlt, so austauschbar, minderwertig, ganz und gar auf meine Funktion beschränkt. Er rief mir ein Taxi für den Heimweg, und ich wusste, ich würde nie wieder von ihm höre, und genauso war es.“ (ZITAT)

Eindringlich, bedrückend, ausdrucksstark, fesselnd und aufwühlend ist das Buch von Megan Nolan für mich gewesen. Der Schreibstil der Autorin ist unglaublich packend und schonungslos.


„Seine Abwesenheit durchtränkte jeden Augenblick meines Tages, hinterließ jede Sekunde klamm, luftleer, erdrückt. Stundenlang starte ich nur in die Gegend, weil ich mich unter der Last kaum rühren konnte. Ich genoss den Schmerz, weil er mich immer weniger werden ließ.“ (ZITAT)

Das Cover ist passend gewählt, ebenfalls ausdrucksstark und farbenfroh.

„Der Verlust eines geliebten Menschen kann einen schon unter normalen Umständen in den Wahnsinn reiben. Aber Ciaran habe ich nicht einfach nur geliebt, sondern auf dunkle, falsche Weise verehrt.“ (ZITAT)

In dem Buch geht es um eine junge Frau, welche in einer Galerie in Dublin auf Ciaran trifft. Dort verliebt sie sich Hals über Kopf in ihn. Sie haben eine intensive Beziehung, dann bleibt sie allein zurück, schwankend zwischen Unabhängigkeit und dem Wunsch, begehrt zu werden, auch wenn sie instinktiv spürt, dass Ciaran nicht gut für sie ist. Man spürt wie sehr die Beziehung ins Toxische übergeht, nachdem sie einen weiteren Versuch starten. Authentisch ist ebenfalls die Verlorenheit, die Angst, das Hadern, die Selbstzweifel der Protagonistin.

„Völlig verängstigt. Das war der perfekte Ausdruck für diese leicht ältliche Angst, mit der ich morgens aufwachte.“ (ZITAT)


Megan Nolan wurde 1990 in Waterford, Irland, geboren. Texte von ihr erschienen in The New York Times, The White Review, The Sunday Times und The Guardian. "Verzweiflungstaten" ist ihr Debutroman. Sie lebt in London.

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Veröffentlicht am 29.09.2021

ewig her und gar nicht wahr

ewig her und gar nicht wahr
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Meine Meinung und Inhalt

Das Hörbuch hat mir gut gefallen, allerdings ist es sehr vollgepackt an Informationen und sprunghaft. Sprachlich ist es sehr verträumt und poetisch. Die Hörbuchsprecherin ist ...

Meine Meinung und Inhalt

Das Hörbuch hat mir gut gefallen, allerdings ist es sehr vollgepackt an Informationen und sprunghaft. Sprachlich ist es sehr verträumt und poetisch. Die Hörbuchsprecherin ist die Autorin selbst, welche eine sehr angenehme Sprecherstimme hat. Es schwebt immer eine gewisse Melancholie in der Story. Die Protagonistn wurde authentisch dargestellt - dauerdepressiv und partentiell unter unter Wirklichkeitsverlust leidend.


Die junge Künstlerin Kira lebt mit Marc und dem gemeinsamen Sohn Karl in Berlin. Ihre Beziehung zu Marc ist sprach- und berührungslos.

Ihre leicht verrückte Freundin Nele fragt manches, versteht viel und lacht gern, während Kira glaubt, in die Zukunft zu sehen und die Vergangenheit zu erfinden.

In den neunziger Jahren ist sie mit ihren Eltern aus Moldawien nach Deutschland gezogen, irgendwo angekommen ist aber keiner in ihrer russisch-jüdischen Familie.

Kira betrachtet nicht nur das eigene Leben, mitunter zynisch und distanziert, sondern auch das ihrer Vorfahren, die sie teilweise nur von Fotos kennt.


Marina Frenk wurde 1986 in Moldawien geboren und lebt seit 1993 in Deutschland. Sie ist Schauspielerin und Musikerin, unter anderem am Schauspiel Köln, am Maxim Gorki Theater und am Schauspielhaus Bochum. 2016 erhielt sie zusammen mit Sibylle Berg den 65. Hörspielpreis der Kriegsblinden für »Und jetzt: die Welt!«. Ihr Hörspiel »Jenseits der Kastanien« wurde mit dem Europäischen CIVIS Radiopreis 2017 ausgezeichnet.

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Veröffentlicht am 28.09.2021

Kontrolle

SCHWEIG!
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Meine Meinung und Inhalt

"Und er betet, dass sie ihre Schwester nicht mitbringt. Denn er weiß: Noch ein Weihnachtsfest zu dritt würde alles ans Licht bringen. Und seine Familie in Schutt und Asche ...

Meine Meinung und Inhalt

"Und er betet, dass sie ihre Schwester nicht mitbringt. Denn er weiß: Noch ein Weihnachtsfest zu dritt würde alles ans Licht bringen. Und seine Familie in Schutt und Asche legen." (ZITAT)

Das Cover ist sehr gut gewählt und wirkt eindrucksvoll. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut und ist fesselnd. Die Protagonisten werden sehr authentisch dargestellt und man bekommt als Leser teilweise Wut und Unverständndis und möchte am Liebsten eingreifen.

Das Buch beginnt sofort spannend und mit einem Cliffhanger. Man möchte sofort weiterlesen und ist augenblicklich im Bann des Spannungsbogens.

Am Tag vor Heiligabend fährt Esther in den Wald zum Haus ihrer Schwester, um ihr ein Geschenk zu bringen. Ein Schneesturm setzt ein.

Dinge werden gesagt, die besser ungesagt blieben. Und Taten werden begangen, die nie mehr rückgängig gemacht werden können. Während der Schnee alles verdeckt und jedes Geräusch erstickt ...

Durch einen raffinierten Wechsel der Erzählperspektiven gepaart mit zeitlichen Rückblenden zeigt Merchant, wie sich hinter kleinen Grausamkeiten der Neid der beiden Schwestern verbirgt, der sich Jahr für Jahr zu einem familiären Kampf hochgestachelt hat.

"Jetzt weiß das Mädchen, was Menschen tun, wenn man nicht genug auf sie aufpasst. Wenn man ihren Worten glaubt, statt sie zu kontrollieren. Wenn man sie nicht im Auge behält. Die ganze Zeit." (ZITAT)

Nachdem „Atme“ es auf die Bestsellerlisten geschafft hat, legt Judith Merchant mit einem neuen Psychothriller nach, welches mich überzeugen konnte und eine Leseempfehlung bekommt.


Judith Merchant wurde im Jahr 1976 in Bonn geboren und wuchs in Sankt Augustin auf. Danach studierte sie in Bonn und Münster Germanistik. Als sie während ihrer Doktorarbeit eine Schreibkrise bekam, begann sie erste Kurzgeschichten zu verfassen. 2008 wurde ihre Kurzgeschichte "Monopoly" für den Kärntner Krimipreis nominiert und sie gewann 2009 dafür den Friedrich-Glauser-Preis, ebenso wie im Jahr 2011 für die Kurzgeschichte "Annette schreibt eine Ballade". 2009 erhielt sie für ihren Krimi „Der Himmel über Krefeld“ den Krefelder Kurzkrimipreis. "Nibelungenmord" ist Judith Merchants erster Kriminalroman. Heute arbeitet Sie als Dozentin für Literaturwissenschaft an der Universität Bonn und lebt auch in der Stadt.



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