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Veröffentlicht am 27.04.2026

Verdrehte (Märchen-)welt

Deadly Ever After – Blut und Schnee
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Meine Meinung

Für alle, die der Klappentext anspricht -> Ihr werdet nicht enttäuscht, denn beim Lesen von "Deadly Ever After Blut und Schnee" hat man sofort das Gefühl in eine vertraute und gleichzeitig ...

Meine Meinung

Für alle, die der Klappentext anspricht -> Ihr werdet nicht enttäuscht, denn beim Lesen von "Deadly Ever After Blut und Schnee" hat man sofort das Gefühl in eine vertraute und gleichzeitig völlig verdrehte Märchenwelt gezogen zu werden. Die Orgel Brüder erzählen eine Geschichte, die düster wirkt, aber immer mit einem Hoffnungsschimmer. Besonders die Kaiserin Katharina hat mich beeindruckt, weil sie eine Schneewittchen Figur zeigt, die jede Sanftheit abgelegt hat und mit kalter Konsequenz herrscht. Tristan, der junge Neffe des tapferen Schneiders, ist für mich der emotionale Kern des Romans.

Die Gruppe, die ihn begleitet, fand ich auch ganz toll beschrieben. Eine alte Witwe, eine entschlossene Metzgerin, eine Hündin und der Froschkönig, der mit seiner Mischung aus Humor und Tragik für besondere Momente sorgt. Die vielen Märchenanspielungen haben mir ebenfalls extrem gut gefallen, da ich Märchen liebe! Der Stil von T.S.Orgel ist klar, die Spannung bleibt hoch und besonders das letzte Drittel hat mich sehr überzeugt und nochmal alles aus dem Buch herausholen können.


Klappentext

In einer Welt, in der alle Märchenfiguren versammelt sind, geht das Leben nach dem „… und wenn sie nicht gestorben sind“ weiter. Schneewittchen hat als weiße Kaiserin die Macht an sich gerissen und überzieht das Land mit Krieg, um allen die Magie zu rauben. Allein Streich, der tapfere Schneider, und seine Rebellen stellen sich ihr entgegen. Doch sie scheitern – und nur sein Neffe, völlig magielos, überlebt. Jetzt muss er Verbündete suchen, um seinen Onkel zu rächen und die grausame Herrschaft Schneewittchens zu beenden.

Über den Autor / die Autoren

T.S. Orgel ist das Pseudonym der Brüder Tom und Stephan Orgel, den Autoren der Fantasy-Romanreihen Orks vs. Zwerge und Die Blausteinkriege. Mit dem SPIEGEL Bestseller „Der verborgene Turm“ war 2017 ihre zweite Trilogie beendet. Seitdem haben sie sich auch mit Science-Fiction-Romanen über die Zukunft unseres Sonnensystems und Historien-Mystery-Thriller um Goethe und Schiller einen Namen gemacht. (Quelle: https://ts-orgel.de/tso/)

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Veröffentlicht am 22.04.2026

dystopisches Reality-TV

Das Spiel
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Meine Meinung

Bereits die ersten Seiten von "Das Spiel" fesseln. Zehn Frauen, neun Männer, eine künstlich angelegte Wüstenanlage und viele Challenges.

Diese Konstellation hat mich sofort an Formate,bzw. ...

Meine Meinung

Bereits die ersten Seiten von "Das Spiel" fesseln. Zehn Frauen, neun Männer, eine künstlich angelegte Wüstenanlage und viele Challenges.

Diese Konstellation hat mich sofort an Formate,bzw. eine Mischung aus diesen, wie "Temptation Island" oder "Der Bachelor" erinnert, nur viel extremer und viel kontrollierter. Mit Aufgaben die weit über Prüfungen der "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" Kandidaten gehen

Lilly ist die Protagonistin (und Erzählerin), sie versucht herauszufinden, wem sie trauen kann, während überall Kameras hängen und jede Entscheidung beobachtet wird. Wer nachts ohne Partner im Bett einschläft, fliegt raus.

Besonders spannend fand ich die Aufgaben, die die Gruppe erledigen muss, um Belohnungen zu bekommen. Diese Aufgaben wirken wie Reality Show Challenges, aber hier sind sie viel manipulativer und dienen eher dazu, Druck aufzubauen und die Gruppe zu steuern. Ohne Rücksicht.

Am Ende kann ich sagen, dass mich Lilly teilweise zwiegespalten zurückgelassen hat. Einerseits wirkt sie menschlich, widersprüchlich, manchmal berechnend, manchmal verletzlich.

Manche Szenen fand ich zu wiederholend, dennoch ein toller Roman mit einer fesselnden Grundidee und hoher Dynamik.


Klappentext

Lily wacht zusammen mit neun anderen jungen Frauen in einer künstlichen Anlage mitten in der Wüste auf. Bald treffen zehn Männer ein – falls sie den Marsch zu Fuß durch die Wüste überleben. Sie sollen sich zu Paaren zusammentun, jeweils eine Frau und ein Mann. Alle sind jung und schön, alle wollen der echten Welt eine Zeit lang entfliehen. Unzählige Kameras übertragen jede Bewegung, unsichtbare Producer geben Anweisungen und stellen Regeln auf, denen unbedingt Folge geleistet werden soll. Die Kandidat:innen treten in sinnentleerten Challenges gegeneinander an. Langsam verschwimmen die Grenzen zwischen Verlangen und Verzweiflung. Was muss Lily tun, um zu gewinnen? Welchen Preis zahlt sie dafür? Welche Allianzen schmiedet sie? Und was passiert mit den Verlierern, die nach und nach ausscheiden?


Über die Autorin

Aisling Rawle, 1998 geboren, ist in einem kleinen Dorf im Westen Irlands aufgewachsen. Heute lebt sie in Dublin. Sie arbeitet als Englischlehrerin und liebt die Arbeit mit Kindern. In ihrer Freizeit gibt sie Klavierunterricht. »Das Spiel« ist ihr erster Roman. Quelle: Verlag / vlb

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Veröffentlicht am 20.04.2026

Humorvolles Unsichtbar werden

Mit anderen Augen
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Meine Meinung

"Und ehe Tilda sich versah, war sie plötzlich fünfzig und merkte, was für eine tolle Frau sie mit vierzig war. ... Ihr wurde klar, dass sie das Gefühl zu verschwinden, schon lange gehabt ...

Meine Meinung

"Und ehe Tilda sich versah, war sie plötzlich fünfzig und merkte, was für eine tolle Frau sie mit vierzig war. ... Ihr wurde klar, dass sie das Gefühl zu verschwinden, schon lange gehabt hatte, bevor ihr kleiner Finger es wirklich tat." (ZITAT)

"Mit anderen Augen" von Jane Tara sticht vor allem aufgrund des Klappentextes ins Auge, der sofort neugierig macht.

Die Protagonistin Tilda Finch,52, erfolgreiche Geschäftsfrau, Mutter, verliert nach und nach Körperteile und genau dieser ungewöhnliche Ansatz macht sofort deutlich, wie sehr sie sich selbst aus den Augen verloren hat.

"Wenn ich verschwinde, sind auch meine Falten weg, meinte Tilda trocken." (ZITAT)

Die Geschichte wirkt humorvoll und gleichzeitig ernst, denn hinter der skurrilen Idee steckt eine sehr menschliche Wahrheit. Ich mochte Tilda wirklich sofort, sie gerät nicht in totale Panik, sondern sieht alles mit Humor. Sie ist eine Frau, die funktioniert, die für andere da ist und die trotzdem (oder vielleicht auch deshalb) das Gefühl hat, unsichtbar zu werden. Besonders berührend ist die Art, wie Tilda langsam begreift, dass sie sich selbst wieder wahrnehmen muss, bevor es andere tun können. Die Freundschaften, die sie tragen, habe ich gerne mit begleitet.

Die Zitate an den Kapitelanfängen finde ich ganz großartig!

Das Buch liest sich super angenehm und unterhaltsam. Die Geschichte lädt dazu ein, über die eigene Sichtbarkeit nachzudenken und darüber, wie schnell man sich selbst im Alltag verlieren kann.


Klappentext

Tilda Finch ist zweiundfünfzig, eine erfolgreiche Geschäftsfrau und Mutter von erwachsenen Zwillingstöchtern. Als sie sich eines Morgens an den Schreibtisch setzt, bemerkt sie, dass ihr kleiner Finger verschwunden ist. Kein Blut, keine Schmerzen, aber definitiv nicht mehr zu sehen. Von ihrer Ärztin bekommt sie die Diagnose: Unsichtbarkeit. Die Krankheit würde bei Frauen ab einem gewissen Alter häufig auftreten, sei aber noch nicht erforscht und auch nicht heilbar. Wenn Tilda ehrlich ist, ist sie nicht sonderlich überrascht: Sie hatte sich selbst schon vor Jahren aus den Augen verloren, hatte sich seit langer Zeit schon unsichtbar gefühlt. Nachdem der erste Schock verklungen ist, stemmt sich Tilda mit Witz und Mut gegen ihr langsames Verblassen aus der Welt.

Über die Autorin

Jane Tara, aufgewachsen in Byron Bay, Australien, hat über 100 Kinderbücher veröffentlicht sowie Jugendbücher, Drehbücher und Romane. Sie ist Mutter zweier Söhne und war dreizehn Jahre in der Welt unterwegs, bevor sie sich als freie Autorin in Sydney niedergelassen hat. ›Mit anderen Augen‹ ist ihr erster Roman im Diogenes Verlag.

Quelle: Verlag / vlb

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Veröffentlicht am 13.04.2026

Spannung mit viel Emotion

Fool Me Once
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Meine Meinung

"Fool Me Once" mochte ich von Beginn an.Die Mischung aus Spannung und Emotion funktioniert für mich richtig gut. Ich mochte besonders, wie intensiv die Atmosphäre wirkt. Alles fühlt sich ...

Meine Meinung

"Fool Me Once" mochte ich von Beginn an.Die Mischung aus Spannung und Emotion funktioniert für mich richtig gut. Ich mochte besonders, wie intensiv die Atmosphäre wirkt. Alles fühlt sich gleichzeitig glamourös und bedrohlich an, was perfekt zu der Geschichte passt.

Malia als Hauptfigur hat mich schnell abgeholt. Ihre Neugier, ihre Unsicherheit und ihre Faszination für die Bailey Brüder wirken authentisch.

Der Schreibstil ist flüssig und sehr bildhaft. Die Spannung bleibt konstant hoch, und die Wendungen haben mich mehr als einmal überrascht. Das Ende hat ich wirklich überrascht!

Fazit-> "Fool Me Once" ist ein fesselnder Roman, der Emotionen und Nervenkitzel sehr gut verbindet.


Über die Autorin

Janina Pohl wurde in Augsburg geboren und liebt nichts mehr, als sich in fiktiven Welten herumzutreiben. Schon in der Schule ließ sie sich von ihren Freundinnen regelmäßig Stichworte zustecken, um daraus kreative Geschichten zu basteln. Ihre Romanideen arbeitet sie am liebsten bei ausgedehnten Spaziergängen oder mit einer Tasse Cappuccino in der Hand aus, während ihre Notizbuchsammlung ins Unermessliche wächst. Auch sonst spielt Kreativität in allen Formen eine große Rolle in ihrem Leben. Ihren Schreiballtag teilt sie unter @janina.pohl.autorin auf Instagram.

Quelle: Verlag / vlb

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Veröffentlicht am 13.04.2026

Machtspiele

Toxibaby
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Meine Meinung

Toxibaby ist ein Roman, der mich gleichzeitig angezogen und ermüdet hat. Dana von Suffrin schafft es, eine Beziehung zu zeichnen, die so unheimlich intensiv, grausam ehrlich und gleichzeitig ...

Meine Meinung

Toxibaby ist ein Roman, der mich gleichzeitig angezogen und ermüdet hat. Dana von Suffrin schafft es, eine Beziehung zu zeichnen, die so unheimlich intensiv, grausam ehrlich und gleichzeitig bitterlustig ist, dass ich mich ihr kaum entziehen konnte. Herzchen und Toxi taumeln durch ein emotionales Labyrinth, das zwischen Nähe und Abgrund pendelt – ein klassisches On‑Off, das mich anfangs fasziniert hat.

Doch genau dieses On‑Off‑Prinzip zieht sich für meinen Geschmack zu sehr in die Länge. Nach einer Weile hatte ich das Gefühl dieselben Muster zu durchlaufen: Trennung, Drama, Rückfall, Hoffnung, erneuter "Absturz". Natürlich ist das realistisch – viele Beziehungen funktionieren genau so –, aber erzählerisch hätte ich mir mehr Verdichtung gewünscht.

Trotzdem hat mich der Roman nicht kaltgelassen. Er ist provokativ, manchmal schmerzhaft direkt, und er scheut sich nicht davor, seine Figuren unsympathisch, verletzlich und widersprüchlich zu zeigen. Die Autorin zielt mit den Ausagen der Figuren auch über die Grenzen hinaus.

Sprachlich mochte ich das Buch, es ist wie ein wilder Strom, ironisch, chaotisch, manchmal komisch. Die beiden Protagnisten nehmen sich beide nichts. Die Machtspiele schaukeln sich hoch und beiden ist klar es geht nicht mit und es geht nicht ohne.


Klappentext

Herzchen liebt Toxibaby und Toxibaby liebt Herzchen, die zwei ziehen sofort zusammen und adoptieren einen Hund – und trotzdem funktioniert überhaupt nichts. Herzchen ist die gefeierte Millennial-Schriftstellerin, die alles hat, noch mehr will, und doch unglücklich ist, Toxibaby ist Anfang vierzig und meint, die Last der gesamten Welt auf seinen Schultern zu tragen.

Doch für Herzchen ist er der Mann, der ihr alles bedeutet und der ihr alles nimmt. Er ist schön, brillant, wütend auf die Welt – und auf sie. Was als rauschhafte Liebe beginnt, wird zu einem Kampf um Nähe und Selbstbehauptung, ein Spiel aus Hingabe, Abhängigkeit und intellektuellem Kräftemessen.

Über die Autorin

Dana von Suffrin wurde 1985 in München geboren. Studium in München, Neapel und Jerusalem. 2017 Promotion mit einer Arbeit zur Rolle von Wissenschaft und Ideologie im frühen Zionismus. Sie wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. dem Klaus-Michael-Kühne-Preis (2019), dem Ernst-Hoferichter-Preis (2020), dem Förderpreis des Friedrich-Hölderlin-Preises (2020), dem Tukan-Preis (2024) und dem Chamisso-Preis (2025). Sie lebt in München.

(Quelle KiWi)

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