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Veröffentlicht am 04.03.2020

Neuauflage, alter Charme

Son of Darkness 1: Göttliches Gefängnis
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Inhalt:

»Wir leben in der Dunkelheit und warten auf den einen Tag, an dem wir endlich strahlen können.«

Für die ehrgeizige Archäologie-Absolventin Emma zählt nach der Trennung von ihrem Ex nur eins: ...

Inhalt:

»Wir leben in der Dunkelheit und warten auf den einen Tag, an dem wir endlich strahlen können.«

Für die ehrgeizige Archäologie-Absolventin Emma zählt nach der Trennung von ihrem Ex nur eins: die finanzielle Unabhängigkeit. Von der ist sie jedoch durch die schlecht bezahlten Praktikantenjobs meilenweit entfernt.

Während einer Expedition auf einer isländischen Vorinsel wird sie von ihrem Ausgrabungsteam getrennt und trifft auf den mysteriösen Mann Wulf, dessen Erscheinung nicht ganz menschlich ist, und sie sofort fasziniert. Emma wittert ihre Chance, mit Wulf eine sensationelle Entdeckung gemacht zu haben, die ihr die Türen zur Welt der reichen und erfolgreichen Wissenschaftler öffnen wird. Doch auf die Gefühle, die der seltsame Fremde in ihr hervorruft, ist sie nicht vorbereitet.

Als Emma schließlich erkennt, wer Wulf wirklich ist, gerät nicht nur ihre Welt ins Wanken. Ohne es zu ahnen, gerät sie zwischen die Fronten eines uralten Krieges, und schnell lernt sie, dass nicht jeder, der in der Dunkelheit kämpft, gleichzeitig ein Schurke ist.
Quelle: drachenmond.de

Meinung:

„Dies ist keine Geschichte, in der sich das Mädchen in den strahlenden Helden verliebt und alle glücklich bis ans Ende ihrer Tage leben.“

Das Cover ist wieder mal sehr gelungen, sowie alle anderen Cover von Asuka Lionera auch. Es zeigt einen Wolf der heult und unter ihm einen Baum, bei dem ich sich, denke ich, um Yggdrasil handelt, der sich zu einem Berg entwickelt auf dem der Wolf steht. Alles also sehr passend zu dem Inhalt und auch die Farben sind sehr schön, ein wahrer Blickfang also.

Der Schreibstil der Autorin ist einfach so schön, ich bin diesem schon beim ersten Buch von ihr verfallen. Asuka Lionera schreibt etwas anspruchsvoller vom Satzbau her, verwendet aber keine zu komplizierten Wörter. Ihre Dialoge sind aussagekräftig und beschränken sich auf das Wesentliche und ziehen sich nicht über Seiten, wobei sie dann nichts aussagen. Das Buch ist in der Ich-Form geschrieben, somit bekommt man als Leser einen guten Einblick in die Gefühle und Denkweise von Emma, der Protagonistin.

Zu Beginn lernt man als Leser Emma kennen, sie ist Archäologin und wird mit ihrem Team gerade zu einem neuen Auftrag gerufen, nach Island. Da sie aber getrennt von den anderen anreist weiß sie nicht wo sie hin muss, verirrt sich im Wald und findet in einer Höhle Schutz. Doch dort erwartet sie ein Wolf, der allerdings gefesselt ist. Emma befreit den Wolf also, doch dabei wird sie ohnmächtig, da der Wolf sie anspringt und umreißt. Als sie wach wird beginnt ein Abenteuer, mit dem sie nie gerechnet hätte.

Bei Asukas Büchern muss ich nicht lange überlegen, ob ich sie lese. Bei diesem habe ich nicht mal den Klappentext gelesen, ich habs einfach vorbestellt und sofort begonnen zu lesen, als es ankam. In diesem Buch nimmt uns die Autorin mit in die Welt von den nordischen Göttern (das habe ich dann so nebenbei auch mitbekommen), dies hat meine Vorfreude gleich noch mehr gesteigert, da ich alle Geschichten mit Göttern liebe. Ich bin auch ein sehr großer Fan von Rick Riordan, auch wenn seine Bücher als Kinderbuch eingestuft sind.

Zuerst hatte ich keine Ahnung was mich also erwartet und wie Emma irgendwas mit Götter zu tun haben soll. Der Titel hätte es mir verraten müssen, leider kenne ich mich mit den Sagen rund um Asgard nicht wirklich aus. Emma war mir sofort sympathisch, da sie auch echte Probleme hat und nicht perfekt ist. Sie schafft es gerade so jeden Monat über die Runden zu kommen, ist eifersüchtig auf das Aussehen ihrer besten Freundin und hat sich erst vor Kurzem von ihrem Freund getrennt. Mit Emma hat Asuka Lionera einen Charakter geschaffen, mit dem sich sicherlich viele Leserinnen identifizieren können, dadurch wird automatisch eine Verbindung zwischen Leser und Figur geschaffen. So bin auch ich sofort in denn Bann der Geschichte gezogen worden und hatte richtig Lust weiter zu lesen.

Auf Isalnd geht es dann richtig los und ich begann Vermutung anzustellen, wie sich die Geschichte nun entwickelt, mit ein paar Dingen hatte ich Recht, aber bei den meisten lag ich weit daneben. Bei dem Wolf war sofort klar, dass er kein normaler Wolf ist. Ab da ging es dann also rasant weiter und die Geschichte entwickelt sich ganz, ich kann es nicht anders sagen, Asuka-typisch. Sie hat eine ganz eigene Art Geschichten zu erzählen, dies habe ich in den anderen 4 Büchern, die ich bereits von ihr gelesen habe, auch bemerkt. Ich versuche es so gut wie möglich zu beschreiben.

Zuerst macht die Autorin ihre Leser mit den Figuren vertraut, so auch hier. In den ersten 100-200 Seiten geht es hauptsächlich darum Wulf und Emma kennen zu lernen, damit baut man als Leser eine Bindung auf. Danach geht es weiter mit Spannungsaufbau. Diesen Teil kann ich am schwersten erklären, da etwas passiert, aber auch nicht. Die Geschichte geht weiter, doch sie ist nicht überladen mit unsinnigen Actionszenen, rumgeknutsche oder unnötigen Szenen, daher kann schon bei manchen Lesern das Gefühl aufkommen, dass nichts passiert. Ich allerdings liebe gerade diese Eigenart der Autorin, sie macht ihre Sache wirklich toll. So war es auch in Fenrir, dass ungefähr 300 Seiten lang nichts und doch alles passiert ist. Es gibt so viele wichtige Szenen, die wesentlich zum Ende der Geschichte beitragen, aber auch Szenen bei denen man einfach lachen muss oder auch mal mit Emma mitfiebert. In diesem Teil habe ich auch am meisten über Asgard und die nordischen Götter gelernt, somit kenne ich mich hier nun auch etwas besser aus. Nach diesem Teil kommt das Ende. Und das hat es immer in sich. Es passieren so viele Dinge und zwischendurch hasst man die Autorin für das, was sie ihren Figuren antut, nicht anders war es also auch in diesem Buch. Es gab einen Moment, da wollte ich das Buch anzünden, da ich nicht glauben konnte, dass es so enden soll. Hoffentlich versteht man, was ich meine.

Am liebsten mochte ich alle Szenen, in denen Götter vorkommen. Odin, Loki, Thor,.. Wer kennt sie nicht? Ich war gespannt wie die Autorin dies in ihrem Buch umsetzt und sie hat es wirklich toll gemacht. Thor wird zwar nur erwähnt und tritt nicht selber auf, aber er ging gar nicht ab. Sehr gefreut habe ich mich auch auf alle Szenen mit Loki und ich wurde nicht enttäuscht. Es gab mit den Göttern viele schöne, spannende aber auch lustige Momente, da sich Emma auch von diesen nichts sagen lässt. Hier sieht man wieder, dass sie ein starker und dickköpfiger Charakter ist, da sie sogar mit Odin anfangen würde zu streiten.

Irgendwann kam dann auch Helheim mir ihrer Herrscherin Hel ins Spiel und ich muss sagen, dass ich Hel wirklich gern mochte. Auch wenn sie die Königin der Toten ist und ihr Heim nicht wirklich, sagen wir mal schön, ist, war sie doch ein ausgefeilter Charakter der mir auch sehr ans Herz gewachsen ist. Ich hätte gern auch noch die anderen Welten besucht, wie etwa Jotunheim oder Niflheim, aber man kann nicht alles haben. Alle Welten und Orte die in dem Buch erwähnt wurden, konnte ich mir wirklich gut vorstellen, egal ob es nun Plätze auf Midgard, Gebäude in Asgard, Hallen in Helheim, der Bifröst oder Yggdrasil, der Weltenbaum, waren (nein, das liegt nicht daran, dass ich den Film „Thor“ liebe). Die Autorin hat all diesen Orten aber auch einen eigenen Touch verliehen und somit für ihre Bedürfnisse geformt.

Ich habe nicht allzu viel über den Inhalt verraten, da ich finde, dass man dieses Abenteuer selbst erleben muss und ich es nie so gut beschreiben könnte, wie es wirklich war. Da ich selbst die nordische Mythologie liebe, hoffe ich einfach mal, dass Asuka Lionera noch einen Roman in diesem Universum schreibt, da sie mit Fenrir bewiesen hat, dass sie das wirklich sehr gut kann. Mir kamen diese 588 Seiten dann schon zu wenig vor, von mir aus hätte das Buch nochmal so lang sein können.

Emma ist eher eine Einzelgängerin und versucht immer ihr bestes. Im Laufe der Geschichte wird ersichtlich, dass sie alles für die Menschen tun würde, die sie liebt. Sie ist aber auch stark und kämpft bis zum bitteren Ende.

Wulf ist ein sehr geheimnisvoller Mann, der jedoch auch willensstark und widerstandsfähig ist. Mit der Zeit sieht man aber auch seine weiche Seite.

Fazit:

Wieder einmal ein Buch, das mich von der ersten Seite an begeistern konnte. Es ist eine klare Leseempfehlung und ich kann es jedem weiterempfehlen. Volle 5 von 5 Sterne!

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.03.2020

Hatte mir mehr erwartet

Heartbreaker
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Inhalt:

Sein Unternehmen ist seine Welt – bis ein Kuss alles verändert …
Sawyer Carlyle regiert sein Unternehmen mit eiserner Hand. Ein Privatleben kennt ...

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Inhalt:

Sein Unternehmen ist seine Welt – bis ein Kuss alles verändert …
Sawyer Carlyle regiert sein Unternehmen mit eiserner Hand. Ein Privatleben kennt er nicht, und für die Liebe hat er keine Zeit – für ihn zählt nur der nächste Deal. Umso mehr nervt es ihn, dass seine Familie alles daransetzt, ihn zu verkuppeln und ihm eine potenzielle Freundin nach der anderen präsentiert. Um dem einen Riegel vorzuschieben, engagiert der CEO Clover Lee. Die junge Frau soll seine Verlobte spielen und ihm die heiratswilligen Damen – und seine Familie – vom Hals halten. Doch dann stellt ein heißer Kuss zwischen Clover und Sawyer seine Welt auf den Kopf, und aus dem Spiel wird schnell etwas ganz anderes …
Quelle: luebbe.de

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

„Ich werde dich umbringen, Hudson. Langsam. Mit einem Löffel.“

Das Cover gefällt mir sehr gut, es zeigt einen Mann von hinten und er wirkt schon so wie der typische Boss in Büchern. Diese Figure strahlt schon Arroganz und Überheblichkeit aus, genauso, wie es auch Sawyer in dem Buch tut.

Der Schreibstil der Autorin war recht angenehm zu lesen. Hin und wieder war ich von den plötzlichen Sichtwechseln irritiert, da man im ersten Absatz aus Sicht von Sawyer und im nächsten aus Sicht von Clover liest. Da das Buch nicht in der Ich-Form geschrieben ist, war es für mich noch schwerer die beiden Seiten auseinander zu halten.

Zu Beginn lernt man Sawyer kennen. Sein Bruder hat Vorstellungsgespräche für persönliche Puffer eingestellt, doch Sawyer ist nicht begeistert von der Idee. Als Clover seiner Mutter aber die Stirn bietet, stellt er sie prompt ein.

Der Anfang war sehr vielversprechend. Sawyer ist der typische Boss aus Büchern, der für seine Arbeit lebt und keine Zeit für Frauen hat. Aus solchen Charakteren kann man immer so viel machen, daher war ich gespannt, was die Autorin aus ihm machen wird. Recht schnell lernt man auch Clover kennen, die auf den ersten Blick sehr interessant wirkt. Sie hat immer nur Gelegenheitsjobs, reist viel und hat Bindungsängste. Die beiden könnten also ein geniales Paar abgeben.

Leider war es das auch schon. Sie blieben einfach sehr flach für mich, man erfährt nicht mehr viel von Sawyer und von Clover auch nicht. Es gab keine argen Überraschungen von den beiden und ich konnte mich mit keinem von ihnen wirklich identifizieren. Irgendwie ist meine EInstellung gegenüber den beiden einfach gleichgültig. Sie wurden einfach nicht greifbar und haben keine Entwicklung durchgemacht. Hier hätte man vieles anders machen können, dann wäre das gesamte Buch schon viel besser geworden.

Die einzigen Charaktere, die mir gefallen haben, waren Hudson, Sawyers Bruder, und seine Mutter. Seine Mutter hatte Feuer und je näher man sie im Buch kennen lernte, desto mehr verstand man ihre Schritte und ihr Wesen. Von Hudson hätte ich gerne mehr gelesen. Ich hab da so meine Theorien über ihn, aber ich kenne ihn zu wenig um da wirklich was sagen zu können. Er wirkte auf jeden Fall sehr nett und ich hoffe, dass er im zweiten Teil auch so bleibt.

Die Geschichte selbst ist sehr vorhersehbar. Man weiß schon, worauf das alles hinauslaufen wird und es gab keine großen Überraschungen. Sogar das Drama wurde gering gehalten. Der Auslöser für das Drama war aber ein bisschen übertrieben, denn ich glaube nicht, dass irgendein Mann so dämlich ist, wie es Sawyer hier war. Seine Entschuldigung am Ende war auch, naja. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass er mir zu viel Geschäftsmann war, oder ob ich ihn einfach nicht mag.

Das gesamte Buch ist sehr sexuell. Also die beiden schließen ihren Deal ab und bereits da denkt Sawyer nur mit seinem besten Stück, welches so etwas wie eine eigene Figur im Buch war, da Sawyer immer auf ihn gehört hat und mit ihm geredet hat. Hört sich übertrieben an? War es auch. Die sexuelle Spannung zwischen ihnen wird auch nicht aufgebaut, sie ist einfach da und wird ausgelebt. Das ging mir persönlich zu schnell, da die Annäherungsphase übersprungen wurde und alles ein wenig gehetzt gewirkt hat.

Am Ende gab es eine süße Familienszene, von beiden Familien. Das hat mir gut gefallen und auch, wie es dann schlussendlich ausgegangen ist.

Fazit:

Ich wollte das Buch so gerne mögen und habe mich so sehr darauf gefreut, aber durch die flachen Charaktere und die sehr vorhersehbare Storyline, konnte mich das Buch einfach nicht fesseln. Ich habe mir einfach ein bisschen mehr Tiefe erwartet und auch, dass ich eine Verbindung zu den Charakteren aufbauen kann, was beides nicht der Fall war. Dennoch werde ich Band zwei lesen, da ich Hudson sehr gerne mag. Das Buch bekommt von mir leider nur 2 Sterne.

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Veröffentlicht am 18.02.2020

Hat mir gut gefallen

Kissing Lessons
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Inhalt:

Küssen sollte einfach sein. Jeder tut es. Es ist nicht viel dabei. Aber Stella kommt sich jedes Mal vor wie ein Hai, dem gerade ein paar Pilotfischchen ...

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Inhalt:

Küssen sollte einfach sein. Jeder tut es. Es ist nicht viel dabei. Aber Stella kommt sich jedes Mal vor wie ein Hai, dem gerade ein paar Pilotfischchen die Zähne reinigen. Und das ist nicht schön, weder für sie noch für den Mann. Sie hat die Sache mit der Liebe schon beinahe aufgegeben – als Asperger-Autistin mag sie ohnehin nichts, was ihre Routine stört –, doch dann bringt ein dahingesagter Satz sie ins Grübeln: Übung macht den Meister. Stimmt das? Braucht sie einfach mehr Erfahrung? Und wenn ja, wer bringt einem das Küssen bei – und mehr? Vermutlich ein Profi, ein Escort. Wie Michael Phan. Auch wenn der eine ganz eigene Vorstellung von ihrem Unterricht hat …
Quelle: rohwolt.de

Meinung:

«Ich weiß, du hasst Überraschungen, Stella. Um dir also unsere Erwartungen mitzuteilen und eine vernünftige Zeitspanne vorzugeben, möchten wir dich wissenlassen, dass wir bereit für Enkelkinder sind.»

Das Cover zu dem Buch gefällt mir richtig gut, es ist sehr schlicht und trotzdem sehr süß gestaltet. Durch die Blumen weiß man sofort, dass es sich hier um einen Liebesroman handelt. Es ist für mich einfach sehr stimmig.

Der Schreibstil der Autorin ist wirklich gut zu lesen. Man kommt sehr schnell weiter und die Ängste und Sorgen von Stella sind super beschrieben, ich konnte alles mit ihr zusammen fühlen und habe jede Handlung von ihr verstanden. Man liest auch aus Sicht von Micheal wodurch man merkt, dass die Autorin auch gut aus Sicht eines Mannes schreiben kann. Er hat dadurch erst Gestalt für mich angenommen.

Zu Beginn lernt man Stella, eine Ökonometrikerin und Autistin kennen. Sie möchte ihre Fähigkeiten in sexueller Hinsicht verbessern und angagiert dafür einen Escort, Michael.

Ich muss gestehen, dass ich Angst vor dem Buch hatte. Mein erster Titel von Kyss war ein totaler Reinfall und ich hatte die Befürchtung, dass das hier wieder so sein wird, aber es kam ganz anders. Das Buch hat mich ab der ersten Seite gefesselt. Ich war gerade in einer totalen Fantasy-Phase und wollte einen Liebesroman nicht einmal anschauen, aber hier war ich in wenigen Tagen durch und mir hat es sogar gefallen.

Stella ist einmal ein anderer Charakter. Sie ist nicht perfekt, sie hat aber auch keine schwere Vergangenheit, Geldprobleme, Komplexe oder sonstiges, sie ist einfach Autistin. Hier ist eher Michael das Problemkind, obwohl er sich sehr viele Probleme auch selber schafft. Die beiden haben mir wirklich gefallen, Stella mit ihrer, manchmal sehr unbeholfenen Art, aber auch Michael mit seiner offenkundigen Liebe für Stella. Selten habe ich in einem Buch Charaktere, die mir von Beginn an gefallen, aber hier war es einfach so.

Ich weiß gar nicht, was ich mir von der Geschichte erwartet habe. Sicher nicht das, was ich bekommen habe, denn sie gehen sehr schnell vom geschäftlichen über in eine romantische Phase. Zumindest für den Leser, denn sie selber glauben immer noch, dass es nur ums Geschäft geht. Stella wird sich erst mit der Zeit bewusst, was sie eigentlich für Michael empfindet und mit ihr zusammen ihre Gefühle zu ergründen, war eine ganz neue Erfahrung, da durch ihre Krankheit einiges anders dargestellt wird. Ich habe mich nie wirklich mit Autismus beschäftigt, aber durch Stella lernt man Menschen mit dieser Krankheit zu verstehen, zumindest bis zu einem gewissen Maß.

Mit der Zeit kommt dann auch recht viel Sex dazu. Das kann für viele störend sein, sogar mir war es Zwischendurch schon zu viel, obwohl ich sonst nie ein Problem damit habe. Aber es gehört auch irgendwie zu der Beziehung von Michael und Stella dazu, irgendwie passt es und irgendwie ist es auch zu viel. Hier hätte die Autorin ein bisschen sparen können. Dafür gabs mir dann am Schluss ein bisschen zu wenig. Es kommt der große Knall und dann die große Versöhnung. Stella hat im Laufe des Buches eine tolle Wandlung durchgemacht, sie hat neue Dinge gelernt und ihr Leben ein bisschen anders gesehen, aber mir fehlte noch was. Das Ende war schön, aber nicht perfekt.

Trotzdem freue ich mich schon auf die nächsten Teile und werde sie auch sicher lesen, allein schon weil der Schreibstil so toll ist.

Fazit:

Ich wurde wirklich positiv überrascht. Das Buch konnte mich in einer Phase begeistern, in der mich nur Fantasy begeistern hätte sollen. Der Schreibstil, die Charaktere und die Geschichte an sich sind anders und sehr schön geschrieben. Hätte man ein bisschen was anders gemacht, wäre das Buch perfekt, so bekommt es 4 Sterne von mir.

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Veröffentlicht am 07.02.2020

Gelungen

Das Erbe der Elfen
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Seit dem blutigen Überfall auf Cintra ist Cirilla, die Thronerbin des Reiches, verschollen. Gerüchte werden laut, dass sie vom Hexer an einen geheimen ...

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Inhalt:

Seit dem blutigen Überfall auf Cintra ist Cirilla, die Thronerbin des Reiches, verschollen. Gerüchte werden laut, dass sie vom Hexer an einen geheimen Ort gebracht wurde. Es scheint, als besitze sie großes magisches Potenzial. Oder ist sie nur das Medium einer bösen Macht?
Quelle: dtv.de

Meinung:

Die Stadt brannte.

Das Cover ist einfach nur der Hammer. In Echt sieht es noch viel besser aus und fühlt sich auch ganz toll an. Es passt atmosphärisch auch gut zum Inhalt und strahlt auch schon Düsternis aus. Ich finde sie auch sehr viel schöner als die vorherigen Ausgaben.

Der Schreibstil des Autors ist sehr gewöhnungsbedürftig, aber mit der Zeit wurde es immer besser und ich kam dann auch schneller voran. Es sind sehr viele Perspektivenwechsel und komische Satzbauten vorhanden, doch man gewöhnt sich relativ schnell daran.

Zu Beginn lernt man Ciri und Geralt kennen. Cintra wurde zerstört und das Mädchen genießt eine Ausbildung in Kaer Morhen.

Puh ja, ich weiß gar nicht, wo ich hier beginnen soll. Wenn ihr das Spiel, die Serie oder die Vorgeschichte zu diesem Buch nicht kennt, würde ich euch empfehlen, eines davon zuerst zu schauen, lesen oder zu spielen. Die Welt an sich ist sehr verwirrend, es gibt viele Figuren und Zusammenhänge, die man ohne Vorwissen nicht versteht.

Der Aufbaue der Geschichte ist einzigartig. Man liest nicht eine zusammenhängende Geschichte, sondern immer wieder Ausschnitte aus dem Leben von Ciri oder Geralt. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass die Kapitel gar nicht wirklich zusammen hängen, sondern einfach koexistieren. Man muss hierzu sagen, dass die Kapitel sehr lang sind und immer mindestens 50 Seiten umfassen, das Buch besteht nur aus 7 Kapiteln. Ich habe also pro Tag ein Kapitel gelesen und es gab für mich nie Schwierigkeiten ins nächste Kapitel einzusteigen.

Ciri ist hier eindeutig die Hauptperson, von ihr liest man am meisten. Sie entwickelt sich in der Geschichte wirklich weiter und auch ihre Beziehung zu Yennefer und Geralt wird wirklich gut dargestellt. Was genau allerdings ihre Rolle in dem Ganzen ist und was noch auf sie zukommen wird, bleibt noch unklar. Geralt kommt mir persönlich zu kurz. Ich liebe den Kerl einfach, mit seiner nachdenklichen, aber auch direkten Art. Er geht Dinge ganz anders an als andere und versucht immer das richtige zu tun. In einigen Dialogen kommt das ganz gut hervor.

Allgemein punktet das Buch durch seine ausdrucksstarken Dialoge. Es reden nicht immer die gleichen Menschen miteinander, zweimal sind es sogar große Menschengruppen, aber der Inhalt von diesen Gesprächen konnte mich fesseln. Man konzentriert sich nicht direkt auf die Geschichte, indem man sie erzählt, sondern man redet darüber in Dialogen. So habe ich vieles Erfahren, was ich vorher nicht wusste, oder bekam Bestätigungen zu Dingen, die nur angedeutet wurden bis dahin. Für mich waren die Dialoge einfach das allerbeste an dem Buch. Besonders gegen Ende, als sich Yennefer und Ciri viel unterhalten haben, konnte man die Persönlichkeiten von beiden besser ergründen. Allein durch die Beschreibungen wäre mir das nicht gelungen.

Als ich begonnen habe, hatte ich recht bald Angst, dass das Buch langweilig wird, weil wirklich nicht viel passiert. Aber als ich mich an den Schreibstil gewöhnt hatte, ging es rasch weiter und ich wurde auch immer mehr in die Geschichte hinein gezogen. Ich finde aber auch, dass man diese Art von Buch mögen muss und es sicherlich nicht für jeden geeignet ist.

Fazit:

Als Einstieg in die Hexer-Welt eignet sich dieses Buch wirklich nicht. Man sollte zumindest die Serie vorher gesehen haben, wenn man schon die Vorgeschichte nicht lesen möchte. Auf der einen Seite ist das Buch sehr anspruchsvoll, aber auf der anderen passiert nicht viel und man kann jedes Kapitel relativ unabhängig von den anderen lesen, man muss also nicht alles an einem Stück durchlesen. Besonders die Figuren sind aber sehr gut ausgearbeitet und man bekommt einen sehr schönen Einblick in ihren Charakter, allein schon durch die Dialoge. Mich konnte das Buch auf jeden Fall fesseln und ich vergebe 4 Sterne.

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Veröffentlicht am 03.02.2020

Band eins war für mich besser

Someone Else
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Ist ein Moment des Glücks wirklich den Preis unserer Freundschaft wert?
Eigentlich könnten Cassie und Auri das perfekte Paar sein: Sie sind beste ...

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Inhalt:

Ist ein Moment des Glücks wirklich den Preis unserer Freundschaft wert?
Eigentlich könnten Cassie und Auri das perfekte Paar sein: Sie sind beste Freunde, wohnen zusammen und teilen ihr größtes Hobby – die Fantasyliteratur. Und obwohl Cassie das Gefühl hat, dass niemand auf der Welt sie besser kennt als Auri, scheinen die beiden manchmal Welten zu trennen. Während Auri Football spielt, viele Bekanntschaften hat und gern unter Menschen geht, zieht Cassie sich lieber von der Außenwelt zurück und pflegt einen kleinen, aber engen Freundeskreis. Doch je mehr Zeit vergeht und je stärker ihre Gefühle für Auri werden, desto größer ist ihre Angst, dass das, was sie und Auri verbindet, vielleicht nicht so stark ist wie das, was sie trennt …


Quelle: luebbe.de

Meinung:

Ich stieß ein Quietschen aus und zappelte aufgeregt in meinem Bett herum – meine Version eines Freudentanzes.

Das Cover unterscheidet sich nur leicht vom ersten Band. Es hat andere Farben, aber das war es dann auch schon. Ich persönlich mag die Cover aber sehr gern, dieses rauchige und die leichten Farben passen einfach gut.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen. Das komplette Buch ist aus Cassies Sicht geschrieben, wodurch man Auri leider nur durch ihre Augen sieht und seine Gedanken nicht lesen kann. Einige Dinge wurden mir etwas zu ausführlich beschrieben oder in die Länge gezogen, ansonsten kann ich beim Stil aber nichts anmerken.

Man kennt Auri und Cassie bereits aus dem ersten Band. Sie sind Mitbewohner, aber da war schon immer ein kleiner Funke zwischen ihnen.

Zuerst einmal muss ich sagen, dass ich den ersten Band sehr gerne mochte. Er hatte seine Längen, aber insgesamt war er gut. Bereits da mochte ich Cassie und Auri sehr gern und habe mich daher auf ihr Buch gefreut. Der Einstieg fiel mir leicht, man braucht nicht unbedingt Vorkenntnisse und Cassie ist an sich ein toller Charakter. Recht schnell merkt man als Leser, dass da mehr zwischen ihr und Auri ist, auch wenn sie es immer als beste Freunde abschreiben versuchen. Noch offensichtlicher geht es ja gar nicht. Auri ist einfach perfekt für sie.

Und damit komme ich auch schon zu meinem ersten Kritikpunkt. Auri ist perfekt. Also mehr als perfekt, so einen perfekten Typen gibts gar nicht. Ich mag Auri ja wirklich, aber er ist in dem ganzen Buch so bemüht, dass er es Cassie recht macht, er stellt alles was er will hinten an und schaut auf ihre Gefühle, er will sie nicht mit seinen Sorgen belästigen und versucht immer gut drauf zu sein. Sogar wenn sie streiten bleibt er ruhig und nimmt die Schuld auf sich. Ehrlich, ich mag ja nette Kerle, aber es ging mir dann schon irgendwie auf den Keks, dass er sich selbst immer hinten an stellt und sich alles nur um Cassie dreht. Manchmal war es recht süß, aber ich hätte mir einfach mehr von Auri gewunschen.

Das ist wahrscheinlich auch ein Grund, wieso er für mich so blass blieb. Er hatte keine Ecken und Kanten, ich kann ich nicht einmal richtig beschreiben. Da hätte man so viel heraus holen können, aber man weiß im Prinzip nichts von Auri, außer dass er fame ist auf Instagram, Football spielt, seinen Cousin nicht mag und ein Fanboy ist. Über seinen Charakter kann man eher wenig sagen.

Weiters hat mich gestört, dass es in diesem Buch viele Lückenfüllerszenen gab. In dem Buch passiert allgemein nicht sehr viel und es konzentriert sich hauptsächlich auf die zwischenmenschliche Beziehung von Auri und Cassie. Aber dann gab es Szenen, die den Lesern Gefühle vermitteln, oder Spannung aufbauen sollten, die dann aber nie mehr erwähnt wurden. So gibt es den geheimnisvollen Ex von Cassie, der sie ein paar Mal anruft. Nachdem sie einmal abhebt, wird der Kerl nie wieder erwähnt. Dann erhält Auri einen Anruf, ist danach down, aber man erfährt nie, warum. Außerdem stirbt der Hund von Cassie und als sie das erfährt, weint sie sich bei Auri aus. Immer wieder kommen solche Szenen ohne Sinn vor. Es wird angeschnitten und danach ist es komplett egal. Man hätte die auch locker weglassen können und es wäre aufs gleiche hinausgelaufen.

Auris Teamkollegen sind auch so eine Sache. Sie sind da, reißen dumme Sprüche damit sich Auri oder Cassie schlecht fühlen und das wars. Es ist so, als hätten sie nie existiert. Manche Leute und Dialoge wurden einfach eingebaut, damit sie rassistische Kommentare gegenüber Auri, oder abwertende Kommentare gegenüber Cassie fallen lassen. Dann können sie sich gegenseitig trösten. Aber keines von diesen Themen, Rassismus oder für sich selbst einstehen, wurde näher behandelt. Dabei hat Someone new eine so tolle Botschaft behinhaltet, welche hier einfach nicht vorhanden ist. Man hätte so viel aus diesem Buch machen können, einfach weil Auri eine dunkle Hautfarbe hat, aber außer den paar Kommentaren, auf die nicht einmal näher eingegangen wurde oder aufgearbeitet wurden, gab es dazu nichts. Wirklich schade.

Wie schon gesagt passiert in dem Buch nicht viel. Es konzentriert sich auf die Beziehung zwischen Auri und Cassie. Doch das Drama am Ende darf nicht fehlen und das war mir dann einfach zu viel. Cassie reagiert hier total über, hält es nicht für notwendig mit Auri darüber zu reden, obwohl dadurch alles geklärt werden könnte, und zieht sich stattdessen zurück. Wäre ich Auri, ich wäre angepisst, aber er, der good boy, nimmt die Schuld auf sich und versucht durch eine süße Aktion alles wieder gut zu machen. Ehrlich, Cassie ging mir hier richtig auf die Nerven. Es wirkte alles so gekünstelt, als müsse man auf den letzten 30 Seiten noch schnell irgendwas einbauen, damit es spannend wird. Viel zu übertrieben und unrealistisch, wie ich finde.

Das mag sich jetzt alles recht negativ anhören, aber es gab auch schöne Szenen in dem Buch. Immer wenn Auri und Cassie sich näher kamen, war es so schön und romantisch beschrieben, dass ich selber auf Wolke sieben dahingeschwebt bin. Dann die Hochzeit, auf der die beiden waren. Hier gab es viel zu wenig Info, aber was man bekommen hat, hat sich einfach nur schön angehört. Dann natürlich Lucien. Er ist der tollste Freund, den man haben kann und ich mag seine Figur sehr gerne. Auf sein Buch freue ich mich wirklich schon, denn in Someone else konnte man ihn gut kennen lernen und auch, wie in meinem Fall, ins Herz schließen.

Fazit:

Nach Someone new hatte ich hohe Erwartungen an das Buch, die leider nicht erfüllt wurden. Es gab zu viele unnötige Szenen, viel zu viel, das nur angeschnitten und nie richtig bearbeitet wurde, ein übertriebenes Drama und irgendwie auch Auri. Man hätte eine tolle Botschaft gegen Rassismus und Vorurteile in das Buch einbauen können, was leider nicht passiert ist. Man hätte mehr Story darin verpacken können und sich nicht nur auf die Beziehung konzentrieren können, aber insgesamt war es ganz gut. Es kommt für mich aber bei weitem nicht an den ersten Band heran, darum kriegt das Buch 3 Sterne.

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