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Veröffentlicht am 17.05.2017

Rockherz

Rockherz (Band 1)
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Inhalt:

Miami, London, München: Das ist die Welt von Almond. Die Siebzehnjährige ist ein Scheidungskind und lebt für die Momente, die sie bei ihrem Vater verbringen darf. Als Manager von Rockbands hat ...

Inhalt:

Miami, London, München: Das ist die Welt von Almond. Die Siebzehnjährige ist ein Scheidungskind und lebt für die Momente, die sie bei ihrem Vater verbringen darf. Als Manager von Rockbands hat er Almonds Musikstil geprägt und sie träumt heimlich davon, einmal in seine Fußstapfen zu treten. Bei einem ihrer Besuche lernt sie Burnside Close, die neue Band ihres Vaters, kennen und verliebt sich in deren Leadsänger Morris. Mehr denn je ist Almond daraufhin überzeugt, dass Rockmusik ihr Leben ist. Doch ihre Mutter ist davon so gar nicht begeistert. Als dann auch noch ein schwerer Schicksalsschlag Almonds Leben völlig auf den Kopf stellt, weiß sie bald selbst nicht mehr, was sie eigentlich will und begibt sich auf eine lange Reise, um herauszufinden, was ihr wirklich wichtig ist.
Quelle: drachenmond.de

Meinung:

„Unsere erste Begegnung wird für immer in mein Herz tätowiert sein. Es war an einem vierten Juli.“

Das Cover finde ich wunderschön, es strahlt so viel Energie aus, ebenso wie den Kern des Buches, die Rockmusik. Darauf sehen wir ein Mädchen, dass ihren Kopf zurück wirft, dies wird Almond sein, die Protagonistin des Buches. Im Vordergrund ist noch eine Gitarre mit schönen Ornamenten herum zu sehen, da sich das Buch hauptsächlich um Musik dreht, passt dies super. Auch die verschiedenen Farben im Hintergrund gefallen mit sehr gut.

Dies ist das zweite Buch von Alexandra Fischer, das ich lese und auch bei diesem ist der Schreibstil sehr angenehm. Das Buch wird in der Ich-Perspektive von Almond geschrieben, dadurch bekommt man einen guten Einblick in ihre Gedanken und kann ihre Entscheidungen leichter nachvollziehen. Die Autorin benutzt wenige Stilmittel, was mich persönlich gar nicht stört. Die Dialoge sind schön ausgearbeitet und die Sätze nicht zu kompliziert, dadurch ist der Lesefluss gewährt.

Zu Beginn lernt man hier Almond, kurz Al, kennen, die ihren Vater in den USA besucht. Dieser ist Manager einer neuen Band, Burnside Close, und macht seine Tochter mit den Bandmitgliedern bekannt. Al mag die vier Jungs sofort und würde am liebsten bei ihnen bleiben, vor allem bei dem Leadsänger Morris, doch ihre Mutter will, dass sie wieder nach London kommt., Trotzdem besucht sie ihren Vater und die Band so oft wie möglich, aber dann verändert sich alles für sie und sie muss ihren eigenen Weg suchen.

Ich bin an das Buch heran gegangen, ohne den Inhalt zu lesen, denn in letzter Zeit kommen mir Inhaltsangaben zu detailreich vor, dadurch wurde ich schon mal gespoilert, daher hatte ich hier keine Ahnung und ließ mich ganz einfach auf das Buch ein. Ich war guter DInge, dass es mir gefällt, da ich den Schreibstil der Autorin sehr mag und ich wurde nicht enttäuscht.

Zuerst habe ich Al um ihr Leben bewundert, sie lebt in London, ihr Vater in den USA und ihre Granny in München, sie kann sein wo immer sie will und ist doch nicht allein. Bei ihrem Vater lernt sie dann die Band Burnside Close kennen und Al, ebenso wie ich, hat sich sofort in die Band verliebt. Die Jungs sind wirklich einzigartig, wenn auch nur näher auf Matt und Morris eingegangen wird. Von den beiden anderen Mitgliedern hat man leider eher wenig erfahren, aber sie haben auch nicht aktiv zur Handlung beigetragen. Matt habe ich sofort ins Herz geschlossen, da er ein richtiger Kumpel-Typ ist, mit dem man immer reden kann und der einen versteht. Al allerdings hat sich in Morris verguckt, den gutaussehenden Leadsänger (wer kann es ihr verübeln?).

Die Beziehung von den beiden ist eigentlich der Kern der Geschichte und bietet immer wieder Wendungen. Ich fand es wirklich gelungen, wie die Autorin die beiden immer wieder die Wege kreuzen ließ und sie doch nicht zusammen gefunden haben. Ihnen wurden viele Steine in den Weg gelegt, aber ich fand es toll zu lesen, wie sie sich trafen oder auseinander gingen.

Das gesamte Buch spielt in einem längeren Zeitraum, zu Beginn ist Al 17 Jahre alt und am Ende glaube ich schon 23. In diesem sechs Jahren ist viel passiert und Al hat viel erlebt. Die Dinge, die sich die Autorin für Al ausgedacht hat sind wirklich einzigartig, da sie einige schlechte, aber auch gute Erfahrungen machen konnte und sich so ihr Charakter weiterentwickelt und sie zu sich selbst findet. Als Leser kann man ihren Zwist mit sich selbst gut verfolgen und ich dachte mir öfter, dass sie einfach tun soll, was sie will und nicht immer das, was andere von ihr wollen. Eigentlich stören mich Zeitsprünge in Büchern, aber bei diesem war es notwendig, um Al ihren Weg finden zu lassen. Ich empfand es an keiner Stelle störend, dass einfach mal ein paar Wochen und Monate ausgelassen wurden, hatte auch nie das Gefühl, dass ich etwas Wichtiges verpasst habe.

Besonders gefallen hat mir die Zeit, nach dem, im Klappentext schon erwähnten, Schicksalsschlag. Al hat so viel gemacht, das ich mich nie getraut hätte und ich habe sie gern auf ihrer Reise begleitet. Auf jeden Fall hat sie diese Reise auch wieder zurück zu Morris geführt. Kurz zurück zum Anfang, die beiden waren ja Teenager, als sie sich begegnet sind, und wie man in einem solchen Alter eben ist, haben sie miteinander geschlafen, ohne größere Gefühle ins Spiel zu bringen. Zuerst dachte ich, dass das doch gar nicht dazu passen kann, aber die Autorin hat diese Szenen wirklich schön beschrieben, auch wenn sie nicht ins Detail gegangen ist, dies hat mir gut gefallen. Später haben sie und die Band sich auseinander gelebt und es war schade, dass sie nicht mehr so ungezwungen wie damals miteinander umgehen konnten, da tat mir Al dann auch leid.

Ihre Beziehung mit Matt hat mir fast am besten gefallen, da die beiden wirklich wie beste Freunde sind und jeder einen Matt in seinem Leben braucht. Auch wenn sie länger nicht miteinander geredet haben, waren sie doch füreinander da. Diese Freundschaft hat das Buch gleich nochmal besser gemacht.

Manchmal ging mit Al aber auf den Keks, da sie genau wusste, was sie will, es aber nie gemacht hat. Sie hat sich verstellt und sich eingeredet, dass alles gut ist, so wie es ist, obwohl jeder sieht, dass es nicht so ist. Hier dachte ich mir öfter, dass sie einfach über ihren Schatten springen und ihren eigenen Weg gehen sollte. Sowie Barbara, eine Freundin von Al. Sie ist ein wirklich liebenswerter Charakter und ich habe gerne Szenen mit ihr gelesen, da sie frischen Wind in die Story gebracht hat.

Gegen Ende hat sie endlich ihren Traum gelebt und ich bewundere sie, dass sie das geschafft hat. Alexandra Fischer hat hier einen willensstarken Charakter geschaffen. Auch wenn das Buch keinen wirklich Höhepunkt hat, wurde es nie langweilig und die Seiten flogen nur so dahin, ich konnte es nicht aus der Hand legen.

Al kam mir manchmal verwöhnt vor, sie nahm alles als selbstverständlich an, doch mit der Zeit wurde es besser. Sie will es jedem recht machen und stellt ihre eigenen Wünsche hinten an, doch sobald sie Mut gefasst hat, steht sie zu ihren Entscheidungen.

Morris ist mit Leib und Seele Musiker und stellt alle anderen Dinge hinten an, aber er ist auch nett und einfühlsam und kann sich gut durch seine Musik ausdrücken.

Fazit:

Wieder ein tolles Buch der Autorin, das mich wirklich fesseln konnte. Ich freue mich schon auf mehr Lesestoff von ihr und gebe diesem Buch 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 17.05.2017

Regenbogenamsel

Lost City 1.0
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Inhalt:

Ein neues, fantastisches Abenteuer in der magischen Welt! Für Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene Das Buch ist ein Spin off zur Zauber der Elemente-Reihe, kann aber unabhängig davon gelesen ...

Inhalt:

Ein neues, fantastisches Abenteuer in der magischen Welt! Für Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene Das Buch ist ein Spin off zur Zauber der Elemente-Reihe, kann aber unabhängig davon gelesen werden!

Eigentlich wollte Yuma nach dem Abi in Frankreich jobben, weit weg von ihrem nervigen Stiefbruder Linus, der die ganze Nacht Games zockt. Doch plötzlich taucht bei ihm Amon auf, ein seltsamer Typ mit türkisen Augen. Yuma erscheint er bedrohlich, gleichzeitig ist sie fasziniert von ihm. Garantiert machen sie was Illegales und Yuma beschließt, dem auf die Spur zu kommen. Ein schwerer Fehler: Ihre Nachforschungen katapultieren sie in eine unbekannte Welt, die nach riskanten Regeln funktioniert. In einer geheimnisvollen Stadt muss Yuma ums Überleben kämpfen, findet jedoch Freunde und verstrickt sich in eine gefährliche Liebe. Wer steuert diese Welt? Wie lässt sich ihr Untergang aufhalten? Und wie kann Yuma ihre Freunde und vor allem Amon retten?
Quelle: amazon.de

Meinung:

Vielen Dank, dass ich bei der Leserunde bei Lovelybooks mitmachen durfte!

„Gebannt starre ich auf den Bildschirm meines Laptops und beobachte, wie er sich in ein offenes Fenster verwandelt. Schon hebe ich ab und fliege hindurch. Sofort schließt sich die Wirklichkeit hinter mir wie ein Leg in einer Wolke.“

Das Cover ist wunderwunderschön! Allein schon die Farben sind traumhaft! Obwohl nicht viel darauf zu sehen ist, außer den Blumen in Regenbogenfarben, ist ein super schönes Cover, das ich gerne in meinem Regal und nicht nur auf meinem eReader hätte. Die Schrift gefällt mir auch sehr gut und passt zu dem, ein wenig verspielten, Rest.

Daphne Unruhs Schreibstil ist traumhaft. Buchstäblich. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen und die Umgebung von Lost City wurde wirklich sehr gut beschrieben. Ihr Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und ich hatte nie das Gefühl, durch zu lange oder verschachtelte Sätze behindert zu werden. Das Buch ist aus Sicht von Yuma in der Ich-Perspektive geschrieben und somit wird sich wirklich auf sie und ihre Gefühle bzw. Gedanken konzentriert, was ich persönlich lieber mag als allwissende Erzähler.

Ich muss zugeben, ich habe mich gegen den Hype von „Himmelstiefer“ gewehrt. Plötzlich sah man wirklich überall das Buch und ich versuche mich nicht immer von diesem Hype anstecken zu lassen, aber als ich dann die Leserunde zu „Regenbogenamsel“ gesehen hab und mir den Inhalt durchgelesen habe, war ich begeistert und hab natürlich gleich mitgemacht. Dazu gabs auch noch „Himmelstiefe“ in der alten Ausgabe als Taschenbuch und mittlerweile freue ich mich schon sehr auf das Buch.

Es ist zu beachten, dass es sich hier um die Gesamtausgabe der Lost-City-Dilogie handelt, daher werde ich versuchen nicht zu viel aus Teil 2 zu verraten.

Zu Beginn lernt der Leser Yuma kennen. Sie wohnt mit ihrem Vater und ihrer Stiefmutter sowie ihrem Stiefbruder zusammen. Dieser ist anscheinend spielesüchtig, da er Tag und nicht vor dem PC sitzt. Er spielt immer wieder das Spiel Lost City und als er ein Paket von einem mysteriösen Typen erwartet, wird Yuma misstrauisch und guckt hinein, als es ankommt. Darin befindet sich ein Armband mit einem kleinen Bildschirm und den Tasten W, A, S, D. Natürliche legt sie es an, doch dann wird sie in eine andere Welt gezogen und muss plötzlich um ihr Überleben „spielen“.

Als ich begann zu lesen, wusste ich den Inhalt nicht mehr, daher ich ließ ich es einfach auf mich zukommen und war sofort gefesselt. Ich dachte, dass ich für diese über 400 eBook Seiten sicher lange brauchen würde, aber es war so spannend, dass ich nie aufhören konnte zu lesen und sehr schnell durch war.

Yuma tat mir sofort sehr leid, da ihre Stiefmutter immer auf der Seite von Linus, ihrem Stiefbruder steht und da auch schon mal mit Yuma schimpft. Linus behandelt sie auch nicht gerade nett, eher wie ein nötiges Übel, einzig ihr Vater steht immer zu ihr. Da ist es verständlich, dass Yuma nicht gut auf ihre Familie zu sprechen ist, keiner würde das ewig aushalten. Kurz bevor sie Linus Post angekommen hat, hatten die beiden wieder eine kleine Auseinandersetzung, daher war ich nicht verwundert, als sie das Paket aufmachte. Bis dahin war das Buch ja noch recht unspektakulär, doch sobald sie das Armband anlegte, wurde es richtig spannend.

Lost City ist eigentlich ein Computerspiel in dem Buch und Yuma spielt sowas nicht, doch nach anlegen des Armbands findet sie sich in genau der Welt von Lost City wieder. SIe hat nichts und weiß nicht, was sie nun tun soll. Auch das Armband hilft ihr nicht, da es ihr nur ihre Lebensenergie anzeigt. Doch bald trifft sie dort auf Amon, der ihr kurz die Welt erklärt: es gibt Gefahren wie Dämonen, Käfer und spezielle Tage und sie muss sich eine Wohnung suchen und Essen um zu überleben.

Ich war total fasziniert von dieser Welt und dieser Idee allgemein. Bücher, in denen Leute in Spiele, Bücher oder Filme hineingezogen werden fand ich immer schon sehr spannend, so auch dieses Buch. Ich wollte jedes Geheimnis von Lost City lüften und somit habe ich immer mit Yuma mitgefiebert und sie in Gedanken auf ihrer Reise unterstützt. Die speziellen Regeln und Eigenschaften von dieser Welt waren wirklich sehr gut durchdacht, wie etwa, dass man alles in einen Rucksack tun kann und es kommt neu wieder raus.

Als erstes stellte sich mir dann die Frage, wer denn Amon ist. Ist er ein Spieler oder ein Teil dieser Welt? Dieses Geheimnis wird im Laufe des Buches gelüftet und im zweiten Teil erfährt man noch mal sehr viel über ihn, mit dem ich wirklich nie im Leben gerechnet hätte. Allerdings greife ich hier nicht zu weit vor um niemandem den Spaß zu verderben.

Bald schon findet Yuma andere Spieler, nachdem sie die ersten Hürden gemeistert hat, und ich habe sofort alle ins Herz geschlossen. Jeder von ihnen hat eine Geschichte, die erklärt warum sie in dieser Welt sind und viele davon waren wirklich herzzerreißend.

Yuma lebt sich also langsam ein und weiß, wie sie in dieser Welt überlebt. Ich konnte alle ihre Entscheidungen nachvollziehen und empfand nichts als unlogisch oder dumm von ihr, da hat die Autorin ganze Arbeit geleistet! Später im ersten Teil spielt dann auch Amon eine immer größere Rolle und ich wollte ihn verstehen, warum er das alles tut. DOch meine Fragen wurden erst in Teil zwei beantwortet.

Der zweite Teil war meiner Meinung nach schwächer als Teil 1, ich habe ihn nicht so sehr genossen, da ich vieles, vor allem gegen Ende hin, nicht verstanden habe. Das hängt wsl. aber damit zusammen, dass dort immer mehr Elemente aus der „Himmelstiefe“ Reihe dazu kommen. Würde man „Himmelstiefe“ vorher lesen, würde man alles besser verstehen und ich werde versuchen, das Buch möglichst bald zu lesen, damit ich diese Elemente in „Regenbogenamsel“ besser verstehen kann.

Daher hat mir auch das Ende nicht so gut gefallen, aber das ändert sich hoffentlich, nachdem ich „Himmelstiefe“ gelesen habe. NIchtsdestotrotz war es sehr spannen und konnte mich wieder richtig fesseln.

Yuma ist eine starke Persönlichkeit. Sie hat sich wirklich gut in diese böse Welt eingelebt, obwohl sie ein sehr guter Mensch ist und eigentlich auch gar keine Gamerin. Ich fand ihre Wandlung, die sie in dem Buch durchgemacht hat wirklich bemerkenswert.

Meine allerliebster „Charakter“ im Buch war auf jeden Fall Tin, eine Regebogenamsel. Er war einfach so süß und ich habe immer gelächelt, wenn wieder eine Szene mit ihm kam.

Amon wird auch immer wichtiger, er war mir allerdings etwas suspekt. Er wirkte oft unbeholfen und auch sehr verschlossen, doch auch dies änderte sich. Mit der Zeit wurde er weicher und konnte andere Leute besser verstehen.

Das Ende hat mir wieder gefallen, es war ein sehr schönes Ende und ich habe mich für alle Charaktere gefreut.

Fazit:

Ein sehr tolles Buch, das mich wirklich in seinen Bann gezogen hat. Im empfehle es wirklich allen, die gerne spannende Bücher mit Fantasy Elementen lese. Es bekommt 4 von 5 Sterne von mir.

Veröffentlicht am 17.05.2017

Raukland

Raukland Trilogie
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Inhalt:

** Du allein bestimmst, wer du bist ** Ronan ist Sohn des Königs von Raukland. Sein Vater ist der mächtigste Herrscher im Nordmeer: ein machtgieriger Mann, der sein Land von einem Krieg in den ...

Inhalt:

** Du allein bestimmst, wer du bist ** Ronan ist Sohn des Königs von Raukland. Sein Vater ist der mächtigste Herrscher im Nordmeer: ein machtgieriger Mann, der sein Land von einem Krieg in den anderen führt. Ronan hat nie gelernt, das infrage zu stellen: Freundschaften sind ihm unbekannt und die einzige Liebe, die er kennt, gilt seinem Schwert. Doch dann fällt Ronan in Ungnade und wird auf die nordische Insel Lannoch verbannt. Das Eiland muss er einnehmen oder er verliert den Thron. Mit Waffengewalt ist das aussichtslos: Ronan braucht nicht nur einen Freund an seiner Seite, er muss auch die Achtung der Prinzessin von Lannoch gewinnen. Wie man das anstellt, kam in seinem Schwerttraining jedoch nicht vor. „Rauklands Sohn“ ist der erste Band der Raukland Trilogie.
Quelle: amazon.de

Meinung:

Vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar!

„“Was hast du getan?“ Der Schrei trieb durch seine bleierne Müdigkeit. Ein Schatten wuchs über im´hm, Hände krallten sich in sein Haar und rissen seinen Kopf zurück.“

Das Cover wäre mir so nie aufgefallen. Es ist eher unscheinbar und lässt nicht auf die wunderbare Geschichte darin schließen. Man sieht darauf ein Schwert und eine Burg, also eher unspektakulär. Trotzdem hat es doch etwas ganz eigenes an sich und sobald man die Geschichte kennt, weiß man, dass die abgebildeten Dinge auf dem Cover wichtig sind.

Der Schreibstil von Jordis Lank hat mir sehr gut gefallen. Sie schreibt den Roman aus der allgemeinen Erzählperspektive, mit Hauptaugenmerk auf Ronan. Diese Perspektive passt bei diesem Buch perfekt und ich könnte mir keine andere vorstellen. Die Autorin schreibt sehr bildlich, ich konnte mir wirklich alles sehr gut vorstellen und habe mich so in Lannoch verliebt. Durch den tollen Schreibstil ist es nicht mehr einen schönen Lesefluss zu finden und kommt somit auch rasch voran.

Zu Beginn des Buches lernt der Leser Ronan kennen. Er ist der Thronfolger von Raukland, doch als er eine Schlacht verschläft, da er zu viel Wein intus hatte, bestraft sein Vater ihn. Er schickt ihn auf die Insel Lannoch, welche er einnehmen will. Der König dort überlässt die Insel demjenigen, der alle Aufgaben, die er stellt, erfüllt, somit muss Ronan ein Jahr dort bleiben und alle Aufgaben lösen um seinen Vater wieder zu gefallen.

Als Ronan auf die Insel kam, mochte ich ihn nicht. Er wirkte viel zu hochnäsig und von sich selbst überzeugt. Dies ist aber, denke ich, von der Autorin so beabsichtigt. Es ist sehr gut beschrieben, wie er sich auf der Insel einleben zu versucht und die Bewohner ihn nur schief angucken, da konnte man als Leser schon ein wenig Mitleid mit ihm empfinden. Für die Aufgaben, die der König ihm stellt, braucht er einen Freund und durch Zufall findet er einen. Liam. Liam war sofort mein Liebling, er hatte von Beginn an eine so liebenswerte und offene Art, dass man ihn einfach mögen muss.

Die Aufgaben des Königs erscheinen einem zu Beginn unmöglich, ebenso wie sie Ronan unmöglich erscheinen. Manche davon haben mich auch zum schmunzeln gebracht, da sie einfach komisch waren. Diese Idee mit den Aufgaben, fand ich aber richtig toll, da dadurch alles ein wenig aufgelockert wird und das Buch nicht ganz so ernst ist (es geht ja eigentlich darum, dass Rauklands König Lannoch haben will).

Ein sehr wichtiger Aspekt in dem Buch ist die Freundschaft. Endlich mal nicht die Liebe. Hier steht die Freundschaft wirklich im Vordergrund und das hat mir gut gefallen. Man konnte richtig miterleben, wie Ronan und Liam immer enger zusammen gewachsen sind und sich angefreundet haben. Die einzelnen Aufgaben haben sie immer mehr zusammen gebracht und ich wollte keine Szenen mit beiden missen.

Natürlich muss es auch Spannung geben, diese wird hier eingebaut indem drei Männer einen Streit mit einem Bürger anfangen. Sie wollen den Ziehsohn von diesem kaufen, doch Ronan lässt das nicht zu und kämpft mit ihnen. Einer von diesen leistet einen Blutschwur, dass er Ronan töten wird. Dieser Schwur wird gegen Ende des Buches noch sehr wichtig, allerdings verrate ich nicht warum. Ab diesem Kampf weg sind die Dorfbewohner Ronan auch besser gesinnt und sind netter zu ihm. Dieser Prozess von Hass über Akzeptanz bis hin zur Freundschaft war toll erdacht. Die Dorfbewohner haben sich, ebenso wie Ronan und Liam weiterentwickelt und das hat mich seht gut gefallen. Auch hier sieht man wieder, dass die Freundschaft in diesem Buch im Vordergrund steht. Nach einiger Zeit haben die Dorfbewohner Ronan auch geholfen mit seinen Aufgaben.

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Ein wenig Liebe muss aber auch in diesem Buch sein, allerdings spielt sich diese eher im Hintergrund und nebenbei ab. Diese Liebesgeschichte fand ich ganz amüsant, da sie mit Hass begann. Hier gab es zwischen den beiden (ich verrate nicht wem) oftmals witzige Streitereien und Situationen, aber es war mir sofort klar, dass sich da etwas entwickeln wird.

Gegen Ende wurde es dann super spannend. Das Buch hat zwar keine Spannung nötig, da es auch so super ist, aber hier wollte ich dann wissen wie es weiter geht. Ich saß bis ich die Augen fast nicht mehr offen halten konnte und habe gelesen. An dem Tag an dem ich das Buch beendet habe, plante ich eigentlich nur 100 Seiten zu lesen und dann alles andere zu erledigen, aber ich konnte nicht aufhören und dann las ich 240 Seiten und hab das Buch beendet. Das Ende hat mich sehr überrascht. Mit dem hätte ich nie im Leben gerechnet. Es passierte so viel auf den letzten Seiten und alles hat mir Gänsehaut verschafft. Es gab Enthüllungen, Kämpfe und Täuschungen und all das zusammen hat einen tollen Abschluss für Band eins gebildet. Nun möchte ich unbedingt Band zwei und drei lesen und wissen wie es mit Ronan und Liam weiter geht. DIe beiden sind mir wirklich ans Herz gewachsen, ebenso wie das Buch selbst.

Ronan ist ein sehr starker Charakter. Er musste schon viel in seinem Leben aushalten und trotzdem hat er nie aufgegeben. Er tut für seine Freunde auch alles und ist nicht so engstirnig wie sein Vater.

Liam ist ein guter Mensch. Er hilft den Leuten, ist zu allen nett und freundlich und auch sehr witzig. Er hat sich, ebenso wie Ronan, in dem gesamten Buch weiterentwickelt.

Fazit:

Ein sehr gutes Buch, das es wert ist gelesen zu werden. Ich empfehle es wirklich jedem. Das Buch bekommt von mir 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 17.05.2017

Rat der Neun

Rat der Neun - Gezeichnet
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Inhalt:

In einer Galaxie, in der Gewalt und Rache das Leben der Völker beherrschen, besitzt jeder Mensch eine besondere Lebensgabe, eine einzigartige Kraft, die seine Zukunft mitgestaltet. Doch nicht ...

Inhalt:

In einer Galaxie, in der Gewalt und Rache das Leben der Völker beherrschen, besitzt jeder Mensch eine besondere Lebensgabe, eine einzigartige Kraft, die seine Zukunft mitgestaltet. Doch nicht jeder profitiert von seiner Gabe …

Cyra ist die Schwester des brutalen Tyrannen Ryzek. Ihre Lebensgabe bedeutet Schmerz, aber auch Macht – was ihr Bruder gezielt gegen seine Feinde einsetzt. Doch Cyra ist mehr als bloß eine Waffe in seinen Händen: Sie ist stark und viel klüger, als er denkt.

Akos stammt aus einem friedliebenden Volk und steht absolut loyal zu seiner Familie. Als Akos und sein Bruder von Ryzek gefangen genommen werden, trifft er auf Cyra. Er würde alles dafür tun, seinen Bruder zu retten und mit ihm zu fliehen, doch mächtige Feinde stehen ihm im Weg. Akos und Cyra müssen sich entscheiden: sich gegenseitig zu helfen oder zu zerstören …
Quelle: randomhouse.de

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

„Die Rauschblumen blühten nur in der längsten Nacht. Die ganze Stadt feierte, wenn sich die Blütenblätter zu einem satten Rot entfalteten – zum einen, weil die Rauschblumen das Herzblut des Volkes darstellten, zum anderen – das vermutete Akos -, damit nicht alle in der Kälte den Verstand verloren.“

Das Cover ist ein richtiger Eye-Catcher! Ich habe es zuerst auf englisch gesehen und war sofort begeistert, darum habe ich mich auch umso mehr gefreut, als sie es übernommen haben, für die deutsche Ausgabe. Durch die Schlichtheit gefällt es mir nochmal besser und man guckt zuerst auf den Titel. Diesen hätte ich aber nicht geändert, denn im englischen heißt das Buch „Carve the mark“, was wirklich toll zum Inhalt passt. „Rat der neun“ ist ein schlecht gewählter Titel, da der Rat in diesem Teil noch keine richtige Rolle spielt.
Die Schnitte im Buch, aus denen goldene Flüssigkeit herausrinnt, sollen, meiner Meinung nach, die Tötungsmale darstellen (wieder passt der englische Titel besser zum Bild), was wirklich gelungen aussieht.

Der Schreibstil hat sich, im Gegensatz zu „Die Bestimmung“, wirklich gebessert. Die Autorin beschreibt alles sehr genau, manchmal zu genau, und erzählt wichtige Geschehnisse oftmals sehr kurz. Dies hat mich gestört, die spannenden Stellen, oder die Stellen bei denen Geheimnisse aufgedeckt wurden, waren in oftmals 3-5 Sätzen abgespeist. Aber natürlich braucht man eine 10 Seiten Beschreibung von einem Zimmer, das nur einige Quadratmeter hat. Ansonsten ist die Sprache ein wenig komplexer als bei anderen Jugendbüchern, was ich persönlich ganz gut finde, da das das Buch anspruchsvoller macht.

Das Buch habe ich wieder mit der lieben Neyla zusammen gelesen.

Zu Beginn lernt man hier Akos und Cyra kennen. Akos gehört den Thuvesi (schreibt man das so?) und Cyra den Shotet an. Beide Völker leben auf dem selben Planeten getrennt durch Federgras.(heißt das so?). Ryzek, Cyras Bruder, möchte sein Schicksal verhindern. Einige Menschen haben Schicksale, die sich immer erfüllen, und Ryzek möchte seines verhindern, daher entführt er Akos und seinen Bruder, da Eijeh, Akos Bruder, das neue Orakel ist. Akso bleibt ein Gefangener und ist von nun an Cyras Diener, der ihr mit ihrer Gabe hilft.

Ich kann den Inhalt nicht sehr gut zusammen fassen, da das Buch zuerst nur verwirrend war und rund 600 Seiten hat. Der Beginn war sehr kompliziert und ich habe mir sehr schwer getan, in das Buch zu finden. Es waren so viele neue Begriffe und Orte und erst die Namen, von denen kann ich genau 3 aussprechen. Es wäre sehr hilfreich gewesen, wenn es eine Karte von den Planeten gegeben hätte und ein längeres Glossar, in dem auch alle Namen und Personen verzeichnet sind. Nach ungefähr 200 Seiten habe ich dann alles halbwegs verstanden und konnte der Geschichte folgen.

Da ich schon sehr viele Rezensionen zu dem Buch gelesen habe, bin ich natürlich mit vielen Vorurteilen ran gegangen. Von diesen habe ich persönlich aber nicht viel mitbekommen, vielleicht, weil ich mich nicht so auf Kleinigkeiten konzentriert habe, oder aber, weil ich das nicht unlogisch fand. Ja, es gibt ein Volk, dass eine dunklerer Hautfarbe hat und aggressiver dargestellt wird, aber bei den Thuvesi ist es immer eiskalt und die haben keine Sonne, da hätte sogar ich eine dunklere Hautfarbe. Also ich kann diese Vorurteile wirklich nicht bestätigen, da sie mir erstens nicht so aufgefallen sind und zweitens waren dies alles logische Dinge, die nicht etwas mit Beleidigungen von der Autorin, sondern einfach mit den Völkern selbst, der Umgebung und ihrer Kultur zu tun haben. Aber jeder sieht das anders, dies ist nur meine Meinung.

Die Idee mit den Gaben fand ich ziemlich cool, auch wenn dieses Potentials hier oftmals nicht genutzt wurde. Jetzt kann ich mich nur noch an ungefähr 5 Gaben erinnern, von den 30 Leuten, die in dem Buch eine Rolle gespielt haben. Hauptsächlich ging es um Cyras Gabe anderen Schmerz zuzufügen, Akos Gabe den Strom zu unterbrechen, Ryzeks Gabe Erinnerungen zu tauschen und Eijehs Gabe, der ja das Orakel ist. Kurz zum Strom, damit ihr versteht, was das ist: Neyla und ich sind zum Schluss gekommen, dass der Strom ähnlich wie Energie ist. Er fließt überall auf den Planeten herum und auch durch die Menschen durch. Wegen dem Strom haben sie ihre Gaben und können Geräte betreiben. Akso ist immun gegen den Strom, somit auch gegen alle Gaben,l daher kann es Cyras Schmerzen unterdrücken und sie von ihrem Leiden befreien. Ich hatte das Gefühl, dass es 200 Seiten lang nur darum ging, wie sehr sie ihre Gabe hasst, dass sie Schmerzen hat, dass sie anderen Schmerzen zufügen muss, dass Akos ihr helfen muss und allgemein um sie. Oftmals hätte ich mir gewünscht, dass die Gaben von anderen genauer erklärt werden oder überhaupt mehr Wissen über die Gaben an den Leser weiter gegeben wird.

Dann waren da noch die Schicksale. Diese leuchteten mir sofort ein, da es nicht so kompliziert beschrieben wurde. Einige Menschen sind mit einem Schicksal gesegnet, welches sich, in welcher Zukunft auch immer, unumstößlich erfüllt. Die Schicksale werden von den Orakeln vorhergesagt und alle Hauptfiguren in dem Buch sind mit einem Schicksal gesegnet. Man kann sagen, dass der zweite große Handlungsstrang, neben Cyras, der war, dass Ryzek versucht sein Schicksal auszutricksen. Schon zu Beginn als er Eijeh entführt ist dies klar, da er ein Orakel braucht um seine Zukunft vorherzusehen. Akos und Cyras Schicksale spielen in diesem Band eine noch eher unwichtige Rolle, sie sind zwar bekannt, allerdings noch nicht von Bedeutung. Ryzek versucht also Eijeh dazu zu überreden, dass er ihm hilft, was dieser logischerweise nicht tut. Daraufhin setzt Ryzek seine, wie ich finde, eigentlich sehr coole Gabe ein. Ich weiß, dass er böse ist, aber seine Gabe Erinnerungen zu tauschen finde ich faszinierend. Er kann eine seiner Erinnerungen jemand anderem geben und dafür eine Erinnerung von dieser Person erhalten. Welche kann sich Ryzek aussuchen.

Hier kommen wir zu einem Punkt, den ich nicht verstanden habe. Eijeh und Ryzek tauschen immer mehr Erinnerungen. Eijeh wird immer mehr wie Ryzek, er geht wie er, spricht wie er und hasst die selben Leute wie er, gut. Aber dann müsste doch Ryzek immer mehr wie Eijeh werden, denn Erinnerungen formen einen Menschen und wenn Ryzek stets seine schlechten Erinnerungen hergibt und dafür schöne von Eijeh bekommt, müsste er ja netter oder sogar ein ganz anderer Mensch werden. Dies finde ich wirklich unlogisch, da Eijeh sich verändert aber Ryzek immer gleich bleibt.

Wenn ich schon bei unlogischen Dingen bin, kann mir jemand erklären, warum die Kapitel von Cyra in der Ich-Perspektive und die Kapitel von Akos in der Erzählperspektive geschrieben sind? Ich konnte mich viel besser in Cyra hineinversetzen, da man ihre Gedanken besser mitbekommt und nicht wie bei Akos nur das liest, was er gerade tut. Das wäre mir zuerst gar nicht aufgefallen, doch als ich einige Kapitel von Cyra und dann wieder eines von Akso gelesen habe, fand ich das schon komisch. Gegen Ende hin hätte ich mir sowieso mehr Kapitel von Akos gewünscht, da ich ihn immer lieber mochte. Zu beginn wirkte er wie ein unfähiger 10 Jahre alter Junge, der sich nicht selbst verteidigen kann und sich auch nichts sagen traut. Mit der Zeit wurde er mir aber immer sympathischer und ich muss sagen, dass er gegen Ende meine liebste Figur wurde. Übrigens sind die Protagonisten 16 Jahre alt, was ich schrecklich finde, da sie sich wie mindest 20 aufführen und ja „so viel Lebenserfahrung“ haben. Das Alter ist ziemlich schlecht gewählt, da die Figuren auch nicht mehr so jung wirken und hätte die Autorin geschrieben, dass die beiden schon 20 sind, wäre vieles glaubwürdiger geworden.

Der Punkt, der mich am meisten gestört hat ist, dass so viele Dinge unnötig lang beschrieben wurden, so als wolle die Autorin das Buch unnötigerweise in die Länge ziehen. Man kann sich das so vorstellen, dass 20 Seiten lang beschrieben wurde, wie ein Stück Brot aussieht. Genauso unnötig. Im Gegensatz dazu wurden spannende Stellen viel zu kurz beschrieben. Die Kämpfe, die Geschichten und die Geheimnisse wurden mit höchstens einer Seite abgespeist, und genau solchen Stellen liebe ich zu lesen, aber hier wurden sie einfach am Rande erwähnt. Ich habe in jeder Audio, die ich Neyla zu dem Buch gemacht habe, gesagt, dass dem Buch 300 Seiten weniger nicht geschadet hätten.

Bis jetzt bin ich nicht viel auf die Story eingegangen, das liegt daran, dass diese erst ab Seite 400 spannend wurde, und alles davor eher nicht der Rede wert ist. Aber die letzten 200 Seiten waren wirklich toll und haben mir sehr gefallen. Es ging alles endlich voran und die Charaktere wurden schlauer. Ab hier konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen und habe die letzten 200 Seiten in einem Rutsch durchgelesen, da das Buch ja wirklich flott zu lesen geht. Aber wenn man sich das anhört merkt man, dass NUR die letzten 200 Seiten richtig spannend waren. 200 von 600. Ich will nicht sagen, dass mir der Rest nicht gefallen hat, aber es war einfach nicht ganz so spannend.

Ich mochte es sehr, wie sich Cyra und Akos näher gekommen sind, auch wenn es eigentlich etwas komisch war, dass er es einfach so hingenommen hat, dass er jetzt ihr Diener ist. Er konnte sich die ganze zeit frei bewegen und wurde auch nicht wie ein gefangener behandelt. Ich weiß ja nicht, was in seinem Kopf vorging, aber ich fand das recht komisch.

Das Ende war dein ein richtiger Cliffhanger. Es machte mir richtig Lust auf mehr und darum freue ich mich schon auf Band 2, auch wenn ich hoffe, dass dieser spannender und vielleicht nicht ganz so lang wird.

Ich bin richtig froh, dass ich das Buch auf deutsch und nicht auf englisch gelesen habe. Schon beim Deutschen hatte ich Schwierigkeiten, da mir alles Spanisch vorkam, wie wäre es dann erst beim Englischen gewesen. Ich kann nur sagen, wenn ihr nicht zweisprachig aufgewachsen seit, lest es lieber auf deutsch, es ist so auch schon schwer genug, alles zu verstehen.

Cyra ist ein ganz eigenartiger Charakter. Sie steht zwar immer an der Seite ihres Bruders, will es aber nicht. Sie ist stark und könnte sich gut gegen ihn wehren, tut es aber nicht. Sie hat ein Herz und kann einfühlsam sein, ist sie aber nicht. Mit der Zeit hat sie sich gebessert, aber trotzdem kann ich ihre Entscheidungen nicht immer nachvollziehen.

Akos hingegen ist zu Beginn schwach, kann nicht kämpfen und eher ein Milchbubi. Er lässt alles mit sich machen und setzt sich nicht wirklich zur Wehr, aber mit der Zeit wird es besser rund er wird ein starker Junge (Mann ist bei einem 16-jährigen gar übertrieben).

Fazit:

Ein Buch, das eine spannende Grundidee hat, die aber nicht ganz ausgeschöpft wurde. Ich hoffe, dass Teil 2 besser wird, aber da mich dieser auch recht gut unterhalten hat, bekommt „Rat der Neun“ von mir 3 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 17.05.2017

Prinz der Elfen

Der Prinz der Elfen
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Inhalt:

Die Geschwister Hazel und Ben leben in dem Ort Fairfold, der an das magische Elfenreich grenzt. Seit Jahrzehnten steht dort, mitten im Wald von Fairfold, ein gläserner Sarg, in dem ein Elfenprinz ...

Inhalt:

Die Geschwister Hazel und Ben leben in dem Ort Fairfold, der an das magische Elfenreich grenzt. Seit Jahrzehnten steht dort, mitten im Wald von Fairfold, ein gläserner Sarg, in dem ein Elfenprinz schläft – von Touristen begafft und von der Bevölkerung argwöhnisch beäugt, auch wenn Hazel und Ben die alten Geschichten nicht glauben. Seit Kindertagen fühlen sie sich zu dem schlafenden Jungen magisch hingezogen, ihm vertrauen sie alle ihre Geheimnisse an. Inzwischen ist Hazel 16 und küsst immer neue Jungs, um die Leere in ihrem Herzen zu füllen. Doch als eines Tages der Sarg leer ist und der Prinz erwacht, werden die Geschwister in einen Machtkampf der Elfen gezogen. Hazel muss die Rolle annehmen, in die sie sich als Kind immer geträumt hat: als Ritter gegen ein dunkles Monster kämpfen …
Quelle: randomhouse.de

Meinung:

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

„Am Ende eines Waldwegs, hinter einem Bach und einem ausgehöhlten Baumstamm mit Asseln und Termiten, stand auf dem Erdboden ein Sarg aus Glas. Darin schlief ein Junge mit Hörnern und Ohren, so spitz wie Messer.“

Das Cover gefällt mir persönlich gar nicht. Wäre nicht der Klappentext gewesen, wäre ich nie auf das Buch aufmerksam geworden. Die Jugendlichen auf dem Cover sehen zu erwachsen aus und passen nicht in die Geschichte, denn darin ist Hazel erst 16 Jahre alt. Auch, dass aus dem Umhang des Jungen irgendwie der Wald wird passt für mich nicht zusammen. Hätte man darauf nur einen Wald abgebildet, wäre es für mich ansprechender gewesen.

Ich weiß genau, warum ich noch nie ein Buch von Holly Black gelesen habe. Ihr Schreibstil ist einfach nichts für mich, er ist zu erzählerisch, dadurch werden meiner Meinung keine Gefühle transportiert. Weiters konnte ich dadurch keine Verbindung zu den Figuren aufbauen, nicht einmal mit der Protagonistin, da das Buch auch nicht in der Ich-Form geschrieben ist. Der Satzbau ist aber relativ einfach und unkompliziert.

Zu Beginn lernt man hier Hazel und Ben kennen, Geschwister die in einem Dorf neben dem kleinen Volk leben. Bens bester Freund gehört ebenfalls dem kleinen Volk an, die Geschwister sind fasziniert von ihnen, vor allem von dem Jungen in dem Glassarg. Keiner weiß, warum er dort liegt und nicht aufmacht, aber Ben und Hazel haben sich die verrücktesten Geschichten für ihn ausgedacht. Bis er dann eines Tages verschwunden ist.

Das erste, das mir auffiel war, dass man durch den sehr einfachen Schreibstil schnell vorankommt, die Schrift ist auch sehr groß, daher dachte ich, dass ich bald mit dem Buch durch sein würde. Dies war aber nicht der Fall, da ich es erstens mit Neyla zusammen gelesen habe und zweitens nicht weiter als bis zur Hälfte gekommen bin.

Die Idee, dass es ein Dorf gibt, welches direkt neben einem magischen Wald liegt, fand ich sehr gelungen. DIe Leute in dem Dorf wissen von dem kleinen Volk und auch wie sie sich gegen sie schützen. Mich hätte sehr interessiert, welche Gestalten es alle in dem Wald gibt und was sie ausmacht. Einige Fabelwesen wurden vorgestellt und kurz beschrieben, aber immer nur in ein paar Sätzen, daher konnte ich mir von vielen kein richtiges Bild machen. Der Prinz wurde auch nicht sonderlich gut beschrieben, er liegt eben da und schläft, aber da das Buch ja „Prinz der Elfen“ heißt, hätte ich mir mehr Hintergrundgeschichte oder eine bessere Beschreibung des Prinzen gewunschen.

In den 200 Seiten, die ich ungefähr gelesen habe, ist nichts passiert. Es wird viel aus der Vergangenheit erzählt und einige Erlebnisse von Hazel, jedoch wenig aus der Gegenwart oder vom Prinzen. Als er dann plötzlich aus dem Sarg verschwand wurde es etwas besser, aber trotzdem konnte mich die Story nicht packen, da viele Dinge keinen klaren Zusammenhang für mich aufgewiesen haben und zusammengewürfelt auf mich gewirkt haben. Dadurch, dass es in diesen 200 Seiten keine allzu spannenden, oder meines Erachtens, wichtigen STellen gab, konnte es mich nicht überzeugen und ich wollte mich nicht durch ein Buch quälen, das mich nicht begeistern konnte.

Die Zeitsprünge waren auch eines meiner Probleme, es gab keine Kennzeichnung oder einen sonstigen Hinweis auf die Zeit, in der man sich gerade befindet. Wären diese Sprünge durch Kapitel getrennt gewesen, oder kursiv geschrieben, hätte ich mich sicherlich besser zurecht gefunden. Hin und wieder kam es dann auch vor, dass ein Kapitel nicht von Hazel handelte und ich zuerst nicht wusste, von wem denn nun die Rede ist.

Mein größtes Problem und einer der ausschlagenden Gründe, dass ich das Buch nicht beendet habe, war Hazel selbst. Sie ist 16 Jahre alt, doch redet oft als hätte sie viel Erfahrung und wäre der klügste Mensch auf der Welt, außerdem rennt sie durch die Gegend und küsst einfach alle Jungs, die sie finden kann. Sie macht vor keinem halt und ihr ist es egal, ob sie den Burschen das Herz bricht oder nicht, sie will sie einfach nur küssen, sie macht auch nicht Halt vor dem Freund ihres Bruders, meist macht sie es nur um Aufmerksamkeit zu bekommen. Ich habe Hazel einfach nicht verstanden, wieso sie sich gerade diese Art des Seins aussucht und nicht etwas sinnvolles versucht.

Es kann sein, dass die zweite Hälfte des Buches besser ist als die erste, nur werde ich das nie erfahren, da mich schon die erste Hälfte nicht überzeugen konnte. Der Schreibstil und auch die Erzählweise waren einfach nicht meins, auch wenn sich die Geschichte toll angehört hat.

Fazit:

Leider konnte ich mit dem Buch gar nichts anfangen, darum habe ich es auch nach ungefähr der Hälfte abgebrochen. Es hätte so gut werden können, aber leider war es überhaupt nicht meins, allein schon wegen der Umsetzung und dem Schreibstil. Da ich das Buch nicht fertig gelesen habe, vergebe ich keine Sterne, denn ich kann es nicht im gesamten bewerten.