Profilbild von Books_have_a_soul

Books_have_a_soul

aktives Lesejury-Mitglied
offline

Books_have_a_soul ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Books_have_a_soul über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.10.2017

Ein Muss für Märchenfans!

Hinter Dornenhecken und Zauberspiegeln
0 0

Das Cover ist einfach nur ein Traum und als Fan vom Drachenmond und von Märchen, war ganz klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss.

Es handelt sich um eine Kurzgeschichtensammlung mit 18 Märchen-Adaptionen. ...

Das Cover ist einfach nur ein Traum und als Fan vom Drachenmond und von Märchen, war ganz klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss.

Es handelt sich um eine Kurzgeschichtensammlung mit 18 Märchen-Adaptionen. Eigentlich müsste man auf jede einzelne Geschichte eingehen, da es unterschiedliche Autoren sind, die alle ihren eigenen Schreibstil haben, aber ich möchte an dieser Stelle keine Angaben zu den einzelnen Storys machen. Man sollte das Werk unvoreingenommen genießen und sich überraschen lassen.

Ich möchte aber ganz klar behaupten, dass hier für jeden Fantasy- und/oder Märchen-Fan etwas dabei ist. Die Auswahl der Geschichten fand ich absolut großartig und es war nichts dabei, das mir überhaupt gar nicht zugesagt hat! Meine Highlights aber waren: „Die Kinderfresserin“, „Das Gewissen der Welt“, „Das Glück lebt still im tiefen Wald“, „Das Rosenkind“ und „Das knöcherne Mütterlein“. Diese habe ich ganz besonders schnell aufgesogen und besonders positiv in Erinnerung behalten.

Fazit: Die Märchen-Anthologie „Hinter Dornenhecken und Zauberspiegeln“ ist eine zauberhafte Ansammlung von 18 Märchen, die, jede für sich, in seinen Bann zieht. Es gibt tolle Schreibstile, da werde ich einige Autoren sicher im Hinterkopf behalten, und vor allem auch geniale Storys, in denen man Altbekanntes ganz neu entdeckt. Einige der Geschichten haben mir mehr gefallen als andere, aber so ein richtiger Flop war für mich nicht dabei. Für jedes Fantasy-Herz findet sich hier etwas und lässt einen träumen. Was auch super ist, man muss nicht unbedingt das ganze Buch sofort lesen, sondern kann sich immer mal wieder in einem Märchen verlieren. Daher kann ich diese Anthologie auch auf jeden Fall empfehlen!

Veröffentlicht am 17.10.2017

Nimmerlands Fluch

Nimmerlands Fluch
0 0

Auf diese „Peter Pan“-Adaption war ich sehr gespannt. Das Cover wirkt magisch und fantasievoll. Die Farbgebung gefiel mir sofort sehr gut und es passt auch toll zur Geschichte.

Nach den ersten Seiten ...

Auf diese „Peter Pan“-Adaption war ich sehr gespannt. Das Cover wirkt magisch und fantasievoll. Die Farbgebung gefiel mir sofort sehr gut und es passt auch toll zur Geschichte.

Nach den ersten Seiten war ich schon mehr als überrascht, gleichzeitig aber auch absolut begeistert. Es wurde schnell deutlich, dass es sich bei dieser Interpretation von Peter Pan um ein deutlich düstereres Werk handelt. Denn dieses Mal ist der Held und Kindheitsgefährte alles andere als freundlich gesinnt. Stellenweise ist das Märchen richtig brutal. Manchmal war ich geschockt und mein Herz ist gebrochen, angesichts der Grausamkeiten. Auch Wendy ist nicht die, als die man sie kennt, dafür gibt es hier einige neue Charaktere, die toll dargestellt wurden. Die Prota,Fay, ist 14 Jahre alt und ahnt erst einmal nichts von ihrem Erbe und der Prophezeiung, die sie bald nach Nimmerland führen wird. Sie hat ein großes Herz und musste in ihren jungen Jahren schon so einige Ungerechtigkeiten ertragen. Auch der altbekannte grausame Hook ist in dieser Version ein gänzlich anderer Mensch, genauso wie Glöckchen, die ebenfalls ein besonderes Schicksal ereilte.

Es war von Anfang an so spannend, dass die Zeit wirklich nur so verflogen ist. Es wurden alte Elemente von Peter Pan mit neuen verknüpft und daraus entstand etwas komplett Neues. Einige neue Dinge haben mich sofort für sich gewonnen, so auch der kleine Jack, der Schwuhuu. Was und/oder wer das ist, müsst ihr allerdings selbst herausfinden, aber ich fand ihn einfach zum Knuddeln. So gibt es also neben den düsteren auch viele zauberhafte Überraschungen.

Eine kleine Kritik gab es für mich dann aber doch. Fay begibt sich auf ihr Abenteuer, um Pan entgegenzutreten, allerdings ging mir dabei, gerade zum Ende hin, Einiges zu einfach und zu schnell. Diese Geschichte des Nimmerlands hat mit so viel Düsternis begonnen, und im Kampf Gut gegen Böse ging diese irgendwie verloren, in meinen Augen. Trotzdem sind die Gefühle im Allgemeinen bei mir angekommen und zum Schluss gab es noch mal einige Momente, bei denen mir richtig warm ums Herz wurde.


Fazit: Nimmerlands Fluch ist eine tolle Peter Pan-Adaption, die mich gleich zu Beginn absolut positiv überrascht hat. Zum Teil sehr düster und grausam, aber auch mit viel Gefühl, wird diese Geschichte neu erzählt und punktet mit einem grandiosen Schreibstil und vielen wundervollen neuen und zauberhaften Elementen. Man begibt sich mit Fay auf ein Abenteuer zur Rettung des Nimmerlands und stößt dabei auf viele Überraschungen. Zum Ende hin ging es mir leider etwas zu schnell, das war mir persönlich ein wenig zu einfach dargestellt, aber gleichzeitig haben mich andere Dinge wiederum sehr berührt. Auch alle Fragen wurden nicht vollständig beantwortet, was aber meiner Meinung nach wundervoll zur gesamten Story gepasst hat. Denn gerade in einer etwas düsteren „Märchen-Adaption“ muss ja nicht immer alles eindeutig und perfekt enden, sondern es darf ruhig etwas Raum für eigene Interpretationen bleiben. Insgesamt kann ich dieses Buch also auf jeden Fall empfehlen.

Veröffentlicht am 17.10.2017

Sternenscherben

Sternenscherben
0 0

Dieses wunderschöne Cover hat mich auf Anhieb verzaubert. Als dann auch noch klar war, dass es sich um eine Dystopie handelt, musste ich es einfach unbedingt lesen. Der Klappentext klang richtig toll und ...

Dieses wunderschöne Cover hat mich auf Anhieb verzaubert. Als dann auch noch klar war, dass es sich um eine Dystopie handelt, musste ich es einfach unbedingt lesen. Der Klappentext klang richtig toll und ich war sehr gespannt, was mich erwarten wird.

Nora Stars gehört zu den Besten im perfekten System. Aber ist dieses System wirklich so perfekt? Sie und viele andere werden ausgebildet, um ihrer Regierung zu dienen, ohne zu hinterfragen und am besten auch ohne eigene Meinung.

Manchmal hat sie es mir wirklich nicht einfach gemacht. Im Grunde mochte ich ihr starkes, loyales Wesen, allerdings gab es auch Momente, in denen ich mich wirklich gefragt habe, wie man so übertrieben gutgläubig sein kann. Auf der anderen Seite kannte sie es nicht anders und sie hat ihre Hoffnung, für den Frieden zu kämpfen, nicht aufgegeben. Die Charaktere im Allgemeinen haben es mir schwer gemacht mit ihnen mitzufühlen, ich konnte keine tiefe Verbindung herstellen. Der Einzige, der mich komplett für sich eingenommen hat, war Darian. Man wusste zwar oft nicht, auf welcher Seite er überhaupt steht, aber seine sarkastische, geheimnisvolle Art hat mir gut gefallen.

Diese Zukunftsversion unserer Welt ist absolut erschreckend und das „perfekte“ System war mir von Anfang an zuwider. Die Menschen werden mehr oder weniger zu Robotern gemacht und die, die sich nicht anpassen wollen, werden zu Verstoßenen. Ich fand diese ganze Grundidee super und habe von Beginn an mitgefiebert und es viel mir schwer, meinen Kindle aus der Hand zu legen. Obwohl nicht viele Kämpfe, oder Ähnliches, passieren, war es zu keiner Zeit langweilig oder uninteressant. Es waren auch tolle Wendungen vorhanden und insgesamt war es für mich meist unvorhersehbar. Was mich allerdings etwas gestört hat, waren die Sprünge in der Geschichte. Manche Szenen oder Hintergründe hätte ich gerne ausführlicher gehabt, doch plötzlich springt man zur nächsten Etappe. Allerdings wurden meine wichtigsten Fragen am Ende alle beantwortet und ich war auch mit dem Ausgang sehr zufrieden.

Fazit: Sternenscherben ist eine geniale, wenn auch beängstigende Dystopie, die mich von Anfang an in ihren Bann gezogen hat. Es war durchwegs spannend, der Schreibstil super angenehm und man konnte sich diese Zukunftsversion unserer Welt auch sehr gut vorstellen. Einziges Manko für mich waren die stellenweise fehlende Tiefe der Charaktere und die Sprünge in der Geschichte. Es blieben keine Fragen offen und doch hätte ich manches gerne etwas ausführlicher gehabt. Insgesamt kann ich das Buch aber auf jeden Fall weiterempfehlen und vergebe verdiente 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 17.10.2017

Geniale Fantasy-Komödie!

Götterblut
0 0

Schon die erste Buchvorstellung hat mich total neugierig gemacht. Fantasy mit Göttern und dazu noch mit Humor, darauf war ich wirklich mehr als gespannt.

Nach nur wenigen Seiten hatte ich schon ein Dauergrinsen ...

Schon die erste Buchvorstellung hat mich total neugierig gemacht. Fantasy mit Göttern und dazu noch mit Humor, darauf war ich wirklich mehr als gespannt.

Nach nur wenigen Seiten hatte ich schon ein Dauergrinsen im Gesicht. Die Autorin hat wirklich einen fantastischen Schreibstil, der nur von Sarkasmus und schwarzem Humor so strotzt. Warrior fand ich einfach nur genial mit ihrem Medusa-Syndrom und ihrer verpeilten, lustigen, aber auch liebevollen Art. Besonders angetan hat es mir Maddox, er ist einfach herrlich. Loyal, ehrlich und mit seinem ausgeprägten Beschützerinstinkt für seine Schwester Warrior hat er sich schnell einen Platz in meinem Herzen ergattert. Peace ist zum Teil ein egoistischer Mistkerl, aber trotzdem hat er irgendetwas Anziehendes an sich und ich bin gespannt, wie er sich weiterentwickeln wird.

Was habe ich bei diesem Buch gelacht. Die Grundidee ist ja wirklich total klasse, Mythologie auf humorvolle Art in eine Fantasy-Geschichte zu packen, ist der Autorin hier mehr als gelungen. Es war auch durchwegs spannend, sodass die Zeit beim Lesen wirklich verflogen ist. Viele Götter haben einem das Schmunzeln häufig mehr als leicht gemacht, nichtsdestotrotz sind auch Hass-Charaktere dabei, denen ich am liebsten den Hals umgedreht hätte. Es gab viele Überraschungen, Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet hätte und ein Ende, das mich sehnsüchtig dem zweiten Band entgegenfiebern lässt.

Fazit: Götterblut ist eine fantastische, humorvolle Fantasy-Geschichte, welche Mythologie mal ganz anders zeigt. Im Laufe des Buches habe ich viel gelacht, ohne dass es zu sehr ins Lächerliche ging. Ich fand nichts davon erzwungen oder übertrieben, es hat einfach perfekt in diese Gesamtheit gepasst und auch die Spannung hat nicht darunter gelitten. Ich konnte mit den Charakteren mitfiebern, konnte mir alles super vorstellen und war von dem Schreibstil einfach restlos begeistert. Das Buch hat alles, was man sich wünschen kann: Witz, Action, die Gefühle kommen an und ein bisschen was fürs Herz ist auch dabei. Die Götter sind zum Teil wirklich zum Schießen und ich kann diese Geschichte nur weiterempfehlen. Das Ende ist offen, der Cliffhanger aber gerade noch zu ertragen. Trotzdem freue mich tierisch auf den zweiten Teil und hoffe, Stella lässt uns nicht allzu lange warten.

Veröffentlicht am 16.10.2017

Schreibstil toll, Story etwas lahm

Das Auge
0 0

Richard Laymon ist einer der Autoren, der seinen ganz eigenen Stil hat. Man zweifelt ja manchmal, was da noch alles so kommen mag, da der Autor selbst schon seit geraumer Zeit nicht mehr am Leben ist, ...

Richard Laymon ist einer der Autoren, der seinen ganz eigenen Stil hat. Man zweifelt ja manchmal, was da noch alles so kommen mag, da der Autor selbst schon seit geraumer Zeit nicht mehr am Leben ist, aber ich kann bei neuen Büchern von ihm trotzdem nie widerstehen.

Nach nur wenigen Seiten habe ich bei dieser Geschichte gemerkt, ja der Schreibstil ist gewohnt brillant und einnehmend. Wir haben hier nicht unbedingt eine typische grausame Story, wie man es vielleicht von dem Autor schon kennt und erwarten würde, aber trotzdem viel es mir zeitweise schwer das Buch aus der Hand zu legen. Allerdings gibt es auch immer wieder Längen, in denen kaum etwas passiert und die mich nur weiterhin gefesselt halten konnten, weil er so gut schreibt.

Seine Charaktere sind gut durchdacht und besonders Melanie hat mich zeitweise halb in den Wahnsinn getrieben. Sie war mir schlichtweg von Anfang an unsympathisch, was bei diesem Genre aber nicht weiter schlimm oder außergewöhnlich ist. Wendungen oder große Überraschungen gab es jedoch leider für mich überhaupt nicht. Ich habe den Verlauf und auch das Ende so erwartet und das fand ich etwas schade.

Fazit: Das Auge ist für mich ein Thriller der softeren Art. Mir ist zu wenig passiert, es war weder besonders blutig, was nicht weiter schlimm wäre, aber die gesamte Handlung hat mir für dieses Genre zu wenig geboten. Die gesamte Grundidee samt Handlungsverlauf war ganz nett, aber einzig Laymons genialer Schreibstil hat mich durch die Geschichte getragen. Es scheint aber allgemein so zu sein, als hätte ich mit Heyne Hardcore nicht viel Glück oder besser gesagt eine unterschiedliche Auffassung von „Hardcore“. Aber zurück zum Buch, es war ok, aber für mich kein Muss und definitiv keines seiner besseren Werke.