Profilbild von Books_have_a_soul

Books_have_a_soul

Lesejury Star
offline

Books_have_a_soul ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Books_have_a_soul über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.10.2020

Göttliche Story!

Die Göttinnen von Otera - Golden wie Blut
0

Auf das Buch war ich ab der ersten Sekunde neugierig. Das Cover sticht ins Auge und vor allem der Klappentext hat mich sofort in seinen Bann gezogen.

Mit der Geschichte war es dann genauso. Ich war ab ...

Auf das Buch war ich ab der ersten Sekunde neugierig. Das Cover sticht ins Auge und vor allem der Klappentext hat mich sofort in seinen Bann gezogen.

Mit der Geschichte war es dann genauso. Ich war ab der ersten Seite in dieser Welt gefangen und wollte gar nichte mehr auftauchen. Wir lernen Deka kennen, die an einem Ort lebt, an dem Frauen so gut wie keine Rechte haben. Oberstes Gebot ist, dass sie sich den Männern unterordnen. Sie dürfen sich nicht enthüllt bewegen, sie sollten nicht einmal ohne männliche Begleitung unterwegs sein. Das Wichtigste ist aber, dass eine Frau als rein gilt. Deka hat Angst vor diesem Ritual, dem sich jeder Teenager irgendwann stellen muss und als sich alle ihre Befürchtungen bewahrheiten, ändert sich ihr Leben für immer.

Was für eine Story kann ich nur sagen! Ich konnte mich in Deka sofort hineinfühlen. Sie ist mit den Geboten ihres Dorfes aufgewachsen und ich konnte ihre Ängste sehr gut nachvollziehen. Emotional gesehen habe ich die komplette Palette durchgefühlt. Es war alles authentisch und glaubwürdig dargestellt, auch wie sich sogar Dekas Familie und Freunde von ihr abwenden und ihr mit einer Brutalität begegnen, die mich beim Lesen einfach nur wütend gemacht hat. Von Hass über Faszination bis pure Begeisterung war im weiteren Verlauf alles dabei. Als Weißhand in der Geschichte auftaucht, fragt man sich sofort, woran man bei ihr ist, und das sollte sich auch nicht ändern.

Die Handlung ist so unvorhersehbar und gespickt voller Twists und man hat keine Ahnung von dem großen Ganzen. Erst spät entwickelt sich die ein oder andere Vermutung, und am Ende kommt doch vieles ganz anders. Neben Deka gibt es noch weitere Charaktere, die mir ans Herz gewachsen sind. Vor allem ihre Freundinnen, die mit ihr zu Alaki-Kriegerinnen ausgebildet werden, stehen ihr loyal zur Seite und diese Verbindung fand ich sehr berührend dargestellt. Auch Keita, ihr Kampf-Partner, war von Anfang an eine interessante Figur. Der gesamte Zusammenhalt des Teams war toll zu lesen und ich mag sowas in Büchern einfach total, vor allem, wenn dabei auch zum Leser eine Bindung geschaffen wird, wie es hier der Fall war. In der Geschichte gibt es auch eine kleine Liebesgeschichte. Diese spielt sich in diesem ersten Band allerdings so im Hintergrund ab, dass man sie lange kaum wahrnimmt. Das hat hier super gepasst, denn es wirkt dadurch glaubhaft, nicht zu schnell oder kitschig und gibt der Hauptstory den nötigen Raum.

Das Buch war so voller Spannung, immer wieder voller Brutalität, voll von Kämpfen und Geheimnissen. Manchmal war ich regelrecht geschockt von den Wendungen und ich bin mehr als gespannt, was da noch kommen wird in den Fortsetzungen.

Fazit
Die Göttinnen von Otera haben mich schon lange im Vorfeld neugierig gemacht. Doch ich muss ehrlich gestehen, dass nicht damit gerechnet hätte, dass ich dem Buch dann so komplett verfalle. Denn das war hier ab der ersten Seite der Fall. Man wird durch den einnehmenden, bildhaften Schreibstil so tief in die Geschichte gezogen, dass man alles um sich herum vergisst und es schwer fällt, das Buch aus der Hand zu legen. Überrascht hat mich auch häufig die Brutalität in der Geschichte, die allerdings perfekt zum Inhalt passt und meiner Ansicht auch die Grenze zur Geschmacklosigkeit in keinster Weise überschreitet. Die Autorin hat nur wirklich alles so authentisch und emotional dargestellt, dass ich mich in die Figuren, vor allem in die Prota, Deka, absolut hineinfühlen konnte. Die Handlung ist ebenfalls perfekt durchdacht, voller Machtspielchen, Geheimnisse, überraschender Wendungen. Wie sich am Ende alles entwickelt hat, fand ich einfach nur grandios und ich bin mehr als gespannt, wie es weitergehen wird. 5 Sterne!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.10.2020

Magisches Hexen-Abenteuer!

Die Worte des Windes
0

Das war mein erstes Buch der Autorin und ich war sehr gespannt auf die Geschichte. Klappentext und Cover sind toll aufeinander abgestimmt, die beiden haben ein magisches Jugend-Abenteuer versprochen.

Der ...

Das war mein erstes Buch der Autorin und ich war sehr gespannt auf die Geschichte. Klappentext und Cover sind toll aufeinander abgestimmt, die beiden haben ein magisches Jugend-Abenteuer versprochen.

Der Schreibstil ist locker und leicht verständlich, man kann sofort ins Geschehen eintauchen. Die Geschichte beginnt mit Robin und ihrer Vergangenheit, die Stück für Stück ans Licht kommt. Sie ist aus ihrer alten Heimat, Atlantis, geflohen und lebt seither als Mensch in einer betreuten Jugendwohngruppe. Die kompletten Hintergründe ihrer Flucht erfährt man bruchstückhaft im Laufe der Handlung, doch vieles konnte man auch erahnen. Sie hat ihr altes Leben komplett hinter sich gelassen, bis plötzlich Aaron auftaucht und ihr Leben auf den Kopf gestellt wird.

Das Buch bietet eine schöne Mischung aus Magie, Drachen, Gefahr und Kampf, Freundschaft und ein bisschen Liebe. Gerade die Kontrolle des Windes fand ich faszinierend und schön dargestellt. Man wird auch gleich ins Geschehen geworfen und lernt die Donnerdrachen kennen, die den Menschen das Leben schwer machen würden, wenn die Wetterhexen nicht wären.

Die Story an sich fand ich richtig toll, nur auf zwischenmenschlicher Ebene blieb es mir zu oberflächlich. Emotional hat es mich oft nicht so erreicht, wie ich es mir gewünscht hätte. Dazu kommt, dass doch vieles sehr vorhersehbar war. Allerdings muss ich auch sagen, dass gerade zum Ende hin noch eine überraschende Wendung dabei war, mit der ich nicht so gerechnet hätte. Insgesamt war es ein schönes Abenteuer, mit kleinen Schwächen.

Fazit
Die Worte des Windes hat auf jeden Fall eine tolle Grundidee mitgebracht. Es war zwar nicht neu, doch die Art der Magie und vor allem die Mischung mit Drachen und Wetterhexen hat mir hier sehr gut gefallen. Dazu bringt der Schreibstil der Autorin eine Leichtigkeit mit sich, die einen beim Lesen schnell die Zeit vergessen lässt. Der Verlauf an sich war mir stellenweise etwas zu vorhersehbar, wobei doch gerade im letzten Drittel noch mit der ein oder anderen Überraschung gerechnet werden kann.
Was mir allerdings am meisten gefehlt hat, war die emotionale Komponente. Die Gefühle sind bei mir leider nicht so richtig angekommen. Mir waren die Personen zwar sympathisch und ich hatte meinen Spaß beim Lesen, doch vieles hat mich leider nicht erreicht. Weiterempfehlen kann ich die Geschichte trotzdem, denn die Autorin hat einfach mit der Gesamtheit gepunktet. Es war alles schön durchdacht, sie hat alles toll beschrieben und auch Spannung war durchwegs vorhanden. Deshalb gibt es von mir 4 Sterne!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.10.2020

Dystopisches Highlight!

Vortex – Das Mädchen, das die Zeit durchbrach
0

Band 1 dieser Reihe hat mich komplett überzeugt und ich war von der gesamten Idee mit den Vortexen fasziniert und begeistert. Die Cover sind wunderschön, vor allem natürlich der farbige Buchschnitt ist ...

Band 1 dieser Reihe hat mich komplett überzeugt und ich war von der gesamten Idee mit den Vortexen fasziniert und begeistert. Die Cover sind wunderschön, vor allem natürlich der farbige Buchschnitt ist etwas ganz Besonderes, weil diese in Deutschland immer noch sehr selten sind.

Die Geschichte setzt nathlos an Teil 1 an und wir sind sofort wieder mittendrin. Hawthorne hält weiter an seinem Ziel fest, die Vermengten auszulöschen und Elaine und Bale versuchen mit ihren Freunden alles, um dies zu verhindern. Ein Auftrag führt sie dieses Mal bis weit in die Vergangenheit zurück und das Buch war vor Spannung kaum aus der Hand zu legen. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, die Autorin hat an alles gedacht. Gerade mit diesen ganzen Zeitsprüngen könnten leicht Logikfehler unterlaufen, doch ich empfand alles absolut grandios konstruiert und auch umgesetzt.

Die komplette Mischung aus Action, Kämpfe, Liebe und auch Zusammenhalt und Freundschaft war einfach perfekt. Die Figuren sind mir noch mehr ans Herz gewachsen und einige von ihnen sind zudem über sich hinausgewachsen. Man hatte ein Ziel vor Augen, aber der Weg war immer wieder mit überraschenden Wendungen gespickt. Natürlich gibt es in der Geschichte auch ein paar Klischees, vor allem im zwischenmenschlichen Bereich, doch diese sind authentisch integriert und die Gefühle kamen vollständig bei mir an.

Dann kam das letzte Drittel! Und hier haut die Autorin Wendungen raus, die mich nicht nur schockiert haben, ich dachte auch einfach nur “Wie genial!”. Nie im Leben wäre ich auf einige Machenschaften gekommen. Das Ende hat mir dann auch echt das Herz gebrochen und ich kann es kaum erwarten, den dritten und finalen Band in den Händen zu halten.

Fazit
Band 1 von Vortex konnte mich schon total begeistern, mit dieser Fortsetzung hat die Autorin sogar noch einen drauf gelegt. Wie hier alles durchdacht wurde und die Fäden am Ende zusammenlaufen, hat mich einfach komplett aus den Socken gehauen. Ich liebe es, wenn es eine Geschichte schafft, mich komplett an der Nase herumzuführen und das war hier absolut der Fall. In dieser Dystopie hab ich alles, was ich mir von einem Buch wünsche: einen bildhaften, mitreißenden Schreibstil, wundervolle Charaktere, Emotionen pur, Action, Spannung, Liebe, Freundschaft und Zusammenhalt. Und wenn dann noch jede Menge Überraschungen dazu kommen, mit denen man niemals gerechnet hätte, ist die Mischung perfekt. Ich sehne das Finale geradezu herbei und vergebe natürlich 5 Sterne!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.10.2020

Wundervolles Setting!

Die Nebel von Skye
0

Dieses Buch hat nicht nur mit einem traumhaften Cover verführt, der Klappentext hat ein bildhaftes Setting versprochen und ich war sehr gespannt darauf.

Von der ersten Seite an habe ich mich beim Lesen ...

Dieses Buch hat nicht nur mit einem traumhaften Cover verführt, der Klappentext hat ein bildhaftes Setting versprochen und ich war sehr gespannt darauf.

Von der ersten Seite an habe ich mich beim Lesen sehr wohl gefühlt. Enya war mir auf Anhieb sympathisch, die Autorin hält sich nicht mit unwichtigen Details auf und schafft es gleichzeitig, alle nötigen Einblicke in die Familiengeschichte zu geben. Die Geschichte spielt in einem wundervollen Setting und ich habe die malerischen Beschreibungen der Insel Skye inhaliert. Nicht nur die Umgebung ist toll beschrieben, auch das Schloss und seine Vergangenheit kommen perfekt zur Geltung. Dazu wurden ebenfalls die schottischen Mythen gut mit eingebaut.

Im Gegensatz zu ihrer Schwester ist Enya ganz begeistert von der Reise nach Schottland. Mit ihr zusammen die Insel und das Schloss zu erkunden, hat großen Spaß gemacht. Auf dem Anwesen kommt es immer wieder zu Vorkommnissen, die mir eine Gänsehaut beschert haben. Immer mehr taucht man dabei auch in die Geschehnisse der Vergangenheit ein und merkt bald, dass Enya scheinbar mehr damit in Zusammenhang steht, als sie angenommen hatte.

Jona hat mir durchwegs einige Rätsel aufgegeben. Den Charakter an sich fand ich sofort interessant und geheimnisvoll. Doch ich wusste auch oft nicht, woran man bei ihm ist. Seine Motive zu durchschauen, ist mir schwer gefallen, was von der Autorin super inszeniert war.
Obwohl die Geschichte im Großen und Ganzen wunderschön dargestellt wurde, hätte sie an manchen Stellen, gerade im Mittelteil, einen kleinen Tick mehr Spannung vertragen können, und die Figuren sind zwar sympathisch und gut beschrieben, aber die Tiefe hat teilweise ein wenig gefehlt.

Auf den letzten Seiten kann die Autorin allerdings noch mal mit ein paar überraschenden Wendungen sorgen und hier kamen dann auch die Gefühle mit geballter Ladung bei mir an. Da musste ich mir ein paar Tränen verdrücken und empfand es als perfekten Abschluss.

Fazit
Die Nebel von Skye konnte vor allem mit einem fantastischen Setting punkten. Ich konnte mir alles perfekt vorstellen, es war authentisch, bildhaft und detailreich beschrieben. Beim Lesen habe ich große Lust verspürt, unbedingt selbst dorthin zu reisen. Auch die Figuren sind liebevoll gestaltet, so konnte ich Enya direkt ins Herz schließen. Allerdings ist der Mittelteil ein bisschen zu ruhig gewesen für meinen Geschmack, doch trotzdem auch niemals langweilig. Die schottische Insel Skye mit seinen Mythen wurde einfach perfekt integriert, sodass nie Langeweile aufkam. Nur hätte ich mir manchmal ein klein wenig mehr Tiefe bei den Charakteren gewünscht. Das Schloss, die gesamte Umgebung, das ging alles mitten ins Herz, doch die Personen blieben dabei stellenweise etwas zurück. Die letzten Seiten im Buch zeigen allerdings, dass es auch anders geht, denn hier hat mich die Autorin wirklich zu Tränen gerührt. Die Emotionen sind komplett bei mir angekommen und mit diesem Ende hat sie mich auf ganzer Ebene gekriegt. Von mir gibt es eine klare Empfehlung und 4,5 Sterne, 5 auf den gängigen Portalen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.10.2020

Wer jagt hier wen?

Get Even 2
0

Nach einem gelungen ersten Band, war ich natürlich mehr als neugierig, wie das Ganze weitergehen und vor allem enden wird.

Das Buch fügt sich nahtlos an den ersten Teil und ich war sofort wieder in der ...

Nach einem gelungen ersten Band, war ich natürlich mehr als neugierig, wie das Ganze weitergehen und vor allem enden wird.

Das Buch fügt sich nahtlos an den ersten Teil und ich war sofort wieder in der Welt der DGM. Die Idee der Geschichte ist nicht neu und es gibt mittlerweile zahlreiche Storys in diese Richtung, doch nicht jede ist so einnehmend und undurchschaubar erzählt.

Es ging erst mal weiter wie im Vorgänger, dass ich sämtliche Verdächtige hatte, die ich immer wieder verworfen habe. Die Lage spitzt sich zu, man merkt, wie die Autorin gekonnt mit der Spannung spielt und es gibt immer neue Vorkommnisse, immer heftigere Angriffe und auch weitere Opfer. Es war in der Tat so, dass der Killer wirklich jeder hätte sein können. Man stößt auf neue Spuren, neue Möglichkeiten und denkt, endlich hat man ein paar Ansätze, bis diese plötzlich wieder im Sande verlaufen.

Natürlich spielt auch das Leben der Jugendlichen und deren persönliche Geschichten eine Rolle, doch dies wurde von der Autorin so eingebaut, dass nie das Wesentliche verlorenging. In meinen Augen war kein unnötiges Drama vorhanden, kein nerviges Teenie-Geplänkel, es war insgesamt eine tollen Mischung, der man sich nicht entziehen konnte.

Im letzten Drittel kamen ein paar Wendungen, die Licht ins Dunkel bringen sollten. Hier habe ich wieder neue Schlüsse gezogen, und war fast schon etwas enttäuscht, als sich diese bewahrheiten sollten. Doch der große Knall kam noch, ich wurde an der Nase herumgeführt und ich war einfach nur begeistert.

Fazit
Get Even 2 konnte die Spannung und Finesse des ersten Bandes mit Leichtigkeit halten. Selten hatte ich bei solchen Büchern so viele Verdächtige im Visier und gleichzeitig auch wieder niemanden. Immer wieder bin ich zu neuen Erkenntnissen gekommen und habe diese genauso schnell wieder verworfen. Es war von Anfang an Spannung da, doch die Autorin hat diese gekonnt immer weiter gesteigert, bis man gar nicht mehr schnell genug durch die Seiten blättern konnte. Nach einigen Wendungen, war ich mir absolut sicher, das Rätsel um den Täter gelöst zu haben, doch weit gefehlt, am Ende war ich einfach nur überrascht und begeistert, wie sich alles gefügt hat und vor allem, wie genial konstruiert alles war. Von mir bekommt dieser Zweiteiler eine absolute Leseempfehlung und 5 Sterne!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere