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Veröffentlicht am 31.12.2025

gekonnte Mischung aus Spannung, Humor und Lokalkolorit

Unterm Schinder
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Andreas Föhr legt mit "Unterm Schinder" den neunten Band der Reihe rund um seine Kommissare Wallner und Kreuthner vor.

Eigentlich will Kreuthner eine Kollegin beeindrucken. Doch in gewohnter Kreuthner-Chaos-Manier ...

Andreas Föhr legt mit "Unterm Schinder" den neunten Band der Reihe rund um seine Kommissare Wallner und Kreuthner vor.

Eigentlich will Kreuthner eine Kollegin beeindrucken. Doch in gewohnter Kreuthner-Chaos-Manier führt das Ganze zur Entdeckung einer Leiche. Dabei ist das Mordopfer keine Unbekannte. Schnell sehen sich die Ermittler einem Fall gegenüber, der einige Überraschungen und Wendungen bereit hält, mit denen weder die Kommissare noch die Lesenden gerechnet haben.

Spannend entwickelt sich der Fall, so dass man gefesselt vom Geschehen sowie den Geheimnissen ist, die zu Tage kommen. Andreas Föhr versteht es dabei meisterhaft, den nötigen Ernst des Falles mit humorvollen Dialogen und Aktionen zu kombinieren, bei denen der Lokalkolorit keineswegs zu kurz kommt. Die Figuren sind sehr gut beschrieben, so dass man sich in jede einzelne einfühlen und die Beweggründe nachvollziehen kann. Herrlich authentisch ist Manfred, Wallners Großvater, der eine wunderbare Nebenhandlung bietet.

Das Cover sowie der Titel können beim Lesen des Klappentextes nicht direkt erschlossen werden. Die Zusammenhänge werden im Verlauf des Buches jedoch klar und sind dann folgerichtig. Doch auch ohne diese Kenntnisse machen Titel und Cover neugierig darauf, was sich hinter ihnen verbirgt. Der lokale Zusammenhang ist auf jeden Fall gegeben und sofort erkennbar.

Ein komplexer Fall, dem man zu jeder Zeit wunderbar folgen kann und der eine gelungene Mischung aus Spannung, Humor und Lokalkolorit bietet. Mit wunderbaren Figuren. Absolut lesenswert!

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.12.2025

Unterhaltsamer Cosy Crime, der allerdings noch „durchgewischt“ hätte werden sollen

Der Tod wischt mit
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„Der Tod wischt mit – Tilly Blich ermittelt“ ist der zweite Band der Reihe rund um die von Autor Andreas Suchanek erschaffene Putzfrau und Hobbyermittlerin Tilly Blich.

Das Cover mit Wischmop, Eimer und ...

„Der Tod wischt mit – Tilly Blich ermittelt“ ist der zweite Band der Reihe rund um die von Autor Andreas Suchanek erschaffene Putzfrau und Hobbyermittlerin Tilly Blich.

Das Cover mit Wischmop, Eimer und dem Bassett vor der Straßen-Kulisse inklusive Fachwerkhaus ist sehr ansprechend. Es drückt hervorragend die wichtigsten Eckpunkte des Buches aus. Toll ist dazu auch der Buchrücken gestaltet, der im Bücherregal sicher ins Auge fallen wird. Sehr gelungen ist außerdem der Wiedererkennungseffekt zum ersten Band.

Im Innenteil fällt sofort die Gestaltung mit Pfotenabdrücken und Wasserflecken bzw. Putzmittelspritzern auf. Ein liebevolles Detail, das das Gesamterscheinungsbild gekonnt abrundet.

Tilly Blich muss ihre Putzfirma weiter etablieren. Dies möchte sie unter anderem mit einem Auftrag im ortsansässigen Gymnasium erreichen. Allerdings stößt sie dort ausgerechnet auf die Leiche des Direktors. Wenig hilfreich für ruhige Putzstunden ist zudem, dass sich nach und nach weitere Abgründe auftun, die nicht nur die Gegenwart betreffen. So stecken Tilly und ihr Team Gerdy, Leon und Antonia nicht nur schnell mitten im Geschehen, sondern auch den Ermittlungen.

Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und mit amüsanten Details versehen, die nur manchmal etwas in den Bereich des Klamauks abrutschen. Klischees werden reichlich bedient und mit ihnen gespielt, wobei dies auf unterhaltsame und nicht herabwürdigende Weise geschieht.

Die Figuren Tilly und auch ihr Team sind sehr sympathisch und glaubwürdig dargestellt. Insgesamt wirken die Charaktere realistisch und rufen beim Leser in gewünschtem Maße Sympathien bzw. Antipathien hervor. Die Spannung im Mordfall bleibt auf jeden Fall über die Seiten hinweg bestehen. Von der Personenzahl bleibt es zwar recht übersichtlich, aber die Auflösung ist nicht vorhersehbar.

Persönlich hätte ich es gut gefunden, wenn vor Veröffentlichung nochmal jemand durchs Buch „gewischt“ hätte. So wären einige Schreib- und Logikfehler vermeidbar gewesen. Auch das bisweilen etwas überschäumende Erzähltalent des Autors hätte dadurch in Bahnen gelenkt werden können, die die Geschichte runder und trotzdem nicht langweiliger werden lassen hätte können.

Am Ende bleibt zu sagen, dass für mich im Geschehen und der Geschichte nicht alles rund ist. Trotzdem war der Cosy Crime spannend zu lesen und der Schluss nicht vorhersehbar, so dass mich die Auflösung überrascht hat und sogar noch ein Cliffhanger für den nächsten Band gesetzt wurde.

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Veröffentlicht am 26.12.2025

gemütlicher Weihnachtsroman vor allem für Liebhaber von Weihnachtsdekoration

Weihnachtsherzen im Schneegestöber
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"Weihnachtsherzen im Schneegestöber" ist ein Weihnachtsroman von Nancy Naigle, der für gemütliche Lesestunden sorgt.

Joy, eine karriereorientierte Powerfrau, möchte ihrer Tante Ruby helfen. Diese ist ...

"Weihnachtsherzen im Schneegestöber" ist ein Weihnachtsroman von Nancy Naigle, der für gemütliche Lesestunden sorgt.

Joy, eine karriereorientierte Powerfrau, möchte ihrer Tante Ruby helfen. Diese ist gestürzt und muss nach einem Krankenhausaufenthalt auch noch in Reha. Joy übernimmt die Versorgung ihrer Tiere und auch die Vorbereitungen auf ihrer Farm für das legendäre weihnachtliche Dorffest. Dabei helfen soll ihr Ben, ein vielseitig begabter Mann, mit dem Joy zunächst überhaupt nicht zurecht kommt.

Sehr vorhersehbar entwickelt sich das Geschehen, so dass das Ende des Romans nicht überrascht: ein klassischer Liebesroman, der zur Weihnachtszeit spielt. Bis dahin sorgt der leichte und flüssig zu lesende Schreibstil der Autorin für gemütliche, teils herzerwärmende und wenig aufregende Lesestunden.
Schön ist, die Dorfgemeinschaft zu erleben, der Zusammenhalt und die Herzlichkeit, die vor allem Ruby ausstrahlt. Einige Zusammenhänge bzw. Geschehnisse in der Vergangenheit wurden leider nicht ganz klar, weshalb das Eine oder Andere in Joys Verhalten nicht ganz so gut nachvollziehbar wurde. Alle Charaktere wirken sympathisch und sind recht leicht zu durchschauen.

Insgesamt ist es ein leicht zu lesender Roman, der vor allem Liebhaber und Fans von grandioser Weihnachtsdekoration begeistern wird. Die Beschreibungen hierzu sind detailliert und ausführlich, so dass man sich diese sehr gut vorstellen kann.

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Veröffentlicht am 23.12.2025

Wenn zwischen Büchern und Pflanzen die Liebe erwacht.

Botanic Hearts
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Melanie Sweeney legt mit „Botanic Hearts“ ihr zweites Buch vor. In diesem Roman geht es um Tansy und Jack. Sie liebt Bücher, er Pflanzen. Zwei Gegensätze, aber bei weitem nicht die einzigen, die für allerlei ...

Melanie Sweeney legt mit „Botanic Hearts“ ihr zweites Buch vor. In diesem Roman geht es um Tansy und Jack. Sie liebt Bücher, er Pflanzen. Zwei Gegensätze, aber bei weitem nicht die einzigen, die für allerlei Turbulenzen sorgen.

In den Bann gezogen hat mich zunächst das wunderschöne Cover. Auf den ersten Blick sieht man, dass es im Buch um Bücher und Pflanzen sowie eine Liebesgeschichte gehen wird. Mit dem grünen Farbverlauf und der Gesamtgestaltung hat das Ganze eine frühlingshafte Ausstrahlung. Sehr gut gefallen hat mir zudem der hübsch gestaltete Lageplan des botanischen Gartens zu Beginn des Buches.

Während eines Hurrikans wird die Bibliothek, in der Tansy arbeitet, zerstört. Jack, der angehende Chef des benachbarten botanischen Gartens, rettet zunächst Tansy und kurz darauf Tansy und ihre Tochter Briar. Als die Bibliothek dann ein neues Zuhause in den Gärten finden soll, müssen die beiden sich zusammenraufen. Doch leichter gesagt als getan, denn beide sind ziemlich stur und Tansy fällt es nicht leicht Hilfe anzunehmen.

Insgesamt haben mich weder Tansy noch Jack überzeugt. Beide Figuren waren mir etwas überzeichnet und ich konnte mich nicht richtig in sie einfühlen. Zudem ging mir der Wandel zwischen Ablehnung hin zu Liebe für die zuvor beschriebenen Details etwas zu schnell. Auch der Spice war mir etwas zu viel. So gelang es mir leider nicht, einen wirklichen Bezug zu den Charakteren aufzubauen. Auch die Nebenfiguren blieben eher blass und oberflächlich, so dass mir bei allen Figuren der Tiefgang fehlte. Tansy und Jack wurden in ihren Beweggründen für ihr Verhalten zum Schluss klarer, jedoch war das Buch dann auch schon fast zu Ende.

In diesem Roman wird gegendert. Im ersten Moment dachte ich an einer Stelle, dass es sich um einen Schreibfehler handelt. Dann wurde mir jedoch schnell klar, dass gendergerechte Sprache verwendet wird. Leider hat dies manchmal den Lesefluss etwas gestört.

Schön war das Nachwort der Autorin, in dem der persönliche Bezug zu den im Buch behandelten Thematiken deutlich wird.

Insgesamt ein netter Roman, der allerdings an Tiefgang vermissen lässt. Die Themen Bücher und Pflanzen sind toll und man spürt die Liebe der Protagonisten sowie der Autorin zu diesen.

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Veröffentlicht am 23.12.2025

Ein bewegender, romantischer Roman, der vor allem im Erzählstrang der Vergangenheit fesselt.

Die verlassene Tochter
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Der sechste Band der Reihe „Die verlorenen Töchter“ von Autorin Soraya Lane heißt „Die verlassene Tochter“. Dabei kann jedes Buch unabhängig von den anderen gelesen werden. Dies ist mein erster Roman der ...

Der sechste Band der Reihe „Die verlorenen Töchter“ von Autorin Soraya Lane heißt „Die verlassene Tochter“. Dabei kann jedes Buch unabhängig von den anderen gelesen werden. Dies ist mein erster Roman der Schriftstellerin, deren Bücher der Saga in über zwanzig Sprachen erscheinen.

Das Cover lädt mit seinen intensiven Farben direkt zum Träumen ein. Dass es hier an Romantik aber auch Dramatik nicht mangeln wird, lässt die Gesamtgestaltung bereits erahnen. Der Widererkennungswert zu den Vorgängerbänden ist absolut gegeben. So ziert jedes Buch eine individuelle Blumenranke, die zu den Hauptprotagonisten bzw. dem Land, in dem der Roman spielt, passt.

Erzählt wird auf zwei Zeitebenen. In der Vergangenheit steht Valentina im Mittelpunkt, in der Gegenwart Rose. Während Valentina nicht nur um Selbstbestimmtheit, ihre Liebe und ihre Tochter kämpft, muss sich Rose nach dem Tod von Großmutter und Mutter selbst finden. Ob ihr die luxuriöse Ranch in Argentinien, die sie scheinbar geerbt haben soll, dabei hilft? Nach einigen Irrungen und Wirrungen finden beide Frauen ihr persönliches Happy End.

Gefesselt hat mich vor allem der Erzählstrang rund um Valentina. Mit welchen Schicksalsschlägen sie bereits in jungen Jahren umgehen muss und die sie in unnachahmlicher Art meistert, ist einfach bewegend. Soraya Lane versteht es meisterhaft, ihren Figuren eine persönliche Tiefe zu geben, die den Lesenden die Emotionen hautnah spüren und miterleben lassen. Eine klare Stärke hat für mich der Faden rund um Valentina. Nicht nur, weil sie eine wunderbare starke Frau war, sondern auch, weil sie nahbarer und nachvollziehbarer erscheint, als Rose.

Wunderbar gelungen sind der Autorin zudem die Nebenfiguren Hope und Jessica. Sie wirken beide rundum sympathisch und man wünscht sich, sie selbst zur Freundin zu haben.

Schade finde ich, dass einige Punkte in den jeweiligen Geschichten offen bleiben. Diese hätten nicht unbedingt auserzählt werden müssen, aber eine kleine Erwähnung in wenigen Sätzen hätte die Geschichte runder gemacht und beim Leser weniger Fragezeichen zurückgelassen. Auch die zeitliche Betrachtung und Einordnung der Geschehnisse lassen mich etwas verwundert zurück, jedoch fallen diese Details und die damit zusammenhängende Fragwürdigkeit sicherlich nicht direkt ins Auge.

Ein gelungener sechster Band der „Töchter-Saga“ mit einigen Schwächen, die dem Lesevergnügen an sich allerdings keinen Abbruch tun und der vor allem mit seinen emotional berührenden und tiefgreifenden Charakterisierungen punktet.

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