"Mord kennt keine Feiertage" ist ein kurzweiliger Weihnachtskrimi von Christian Humberg mit angenehmem britischem Flair.
Timothy Smart ist Chief Insepector und landet wenige Tage vor Weihnachten wegen ...
"Mord kennt keine Feiertage" ist ein kurzweiliger Weihnachtskrimi von Christian Humberg mit angenehmem britischem Flair.
Timothy Smart ist Chief Insepector und landet wenige Tage vor Weihnachten wegen der Bitte eines Freundes auf einer einsamen britischen Insel. Diese wird auf Grund eines Sturmes von der Außenwelt abgeschnitten, so dass die wenigen anwesenden Personen auf sich allein gestellt sind. Und dann wird der Gastgeber ermordet! Der Täterkreis ist eingeschränkt, aber wer war es?
Unterhaltsam und kurzweilig begleitet der Leser den charismatischen Inspector bei seinen Ermittlungen. Die Anwesenden, die allesamt als Täter in Frage kommen, sind sehr unterschiedliche Persönlichkeiten und nicht nur einer birgt ein Geheimnis oder verschweigt zumindest ein Stück der Wahrheit zu seiner Person. So entwickelt der Autor einen Fall, der mit britischem Flair nicht geizt und einige, zum Teil überraschende, Wendungen bereit hält.
Die Landschaft ist wunderbar beschrieben und das Cover wirkt nicht zuletzt durch seine Farbgebung sehr weihnachtlich.
Ein insgesamt kurzweilig zu lesender Krimi, der jedoch nicht viel weihnachtliches bereit hält.
"Der Weihnachtskater - Tannenduft und Winterglück" ist der zweite Band der Weihnachtskater-Reihe von Elke Schweizer. Auf leisen Pfoten schleicht Kater Kasimir dezent durchs Buch, wie auch durch die Leben ...
"Der Weihnachtskater - Tannenduft und Winterglück" ist der zweite Band der Weihnachtskater-Reihe von Elke Schweizer. Auf leisen Pfoten schleicht Kater Kasimir dezent durchs Buch, wie auch durch die Leben der verschiedenen Familien. Ein kleiner tierischer Held, der den Leser verzaubert.
Hauptsächlich geht es im Buch um zwei Familien, die beide ihren ganz eigenen Problemen und Herausforderungen gegenüberstehen. Verbindend ist, dass sie im gleichen kleinen Schwarzwalddörfchen Tannreuth leben und von Kater Kasimir geliebt werden. Die Figuren sind, ebenso wie das Setting, wunderbar beschrieben. So kann man die Sorgen und Nöte der Zweibeiner ebenso nachvollziehen, wie die der Vierbeiner. Denn außer Kater Kasimir gibt es da noch einen Rottweiler, der für allerhand Trubel sorgt.
Das Cover ist in weihnachtlichem Rot-Weiß gestaltet und zieht mit dem knuffigen Kater mit Weihnachtsmütze sofort die Blicke auf sich. Die Behaglichkeit, die ausgestrahlt wird, spiegelt sich im Roman wider.
Ein gemütlicher leichter Weihnachtsroman mit sympathischen Figuren, der zwar an einigen Stellen sehr vorhersehbar und mit etwas viel "Weihnachtswunder" versehen ist, insgesamt aber eine wohlig warme Atmosphäre schafft. Zur Advents- und Weihnachtszeit auf jeden Fall nicht nur für Katzenfans lesenswert.
„Weihnachten mit Tony“ von Autorin Stella Lucas ist ein Roman, der zur Weihnachtszeit in Schottland spielt und die Themen Tierschutz und Romantik vereint.
Das Cover lässt keinen Zweifel daran, dass Tony ...
„Weihnachten mit Tony“ von Autorin Stella Lucas ist ein Roman, der zur Weihnachtszeit in Schottland spielt und die Themen Tierschutz und Romantik vereint.
Das Cover lässt keinen Zweifel daran, dass Tony ein Wallaby ist, das – wie an Schal und Mistelzweig ersichtlich – in Schottland lebt. Die leichten Schneeflocken sowie die Lichterkette unterstreichen das winterlich-weihnachtliche Gefühl. Die Farbzusammenstellung ist mit dem dezenten grün, das an die schottische Landschaft erinnert, und der weißen sowie roten Kombination sehr ansprechend.
Winterlich-weihnachtliche Geschichten, die in Schottland spielen, wohnt ein ganz eigener Zauber inne, der auch in diesem Roman aufblitzt. Dieser trägt ein Stück weit dieses Buch, das neben den atmosphärischen Naturbeschreibungen und Einblicke in das Leben der Wallabys sowie deren Art, ein gewisses Maß an Romantik mit einer Prise Abenteuer beinhaltet.
Das Buch lässt sich leicht und flüssig lesen. Die ersten Kapitel bestechen durch ihren Humor, der danach jedoch leider ziemlich verloren geht. Zunächst begleitet der Lesende Carrie auf ihrer Flugreise von Australien zurück in ihre winterliche Heimat. Hier wird sie schnell von einem unvorhergesehenen Ereignis ereilt und sie muss sich unter anderem mit ihrem Ex-Partner Marc auseinandersetzen Dabei versucht sie, die Wallabys, die auf einer kleinen abgeschotteten Insel leben, zu retten.
Hauptprotagonistin Carrie hat mich leider nicht überzeugt. Bedauerlicherweise habe ich nach der anfänglichen Sympathie, ausgelöst durch ihre humorvoll-lockere Art, den Zugang zu ihrer Figur sowie das Verständnis für sie zunehmend verloren. Sie wirkt oftmals wie ein verwöhnter Teenager, impulsiv, egozentrisch, nicht konfliktfähig und kommunikationsunfähig.
Marc als zweite Hauptfigur hat mir hingegen sehr gefallen. Er wirkt absolut bodenständig, ruhig, realistisch und durchweg sympathisch. So kontrastieren die beiden Hauptfiguren stark, was natürlich eine gewisse Spannung zwischen ihnen aufrecht hält und den Leser mit in ein Auf und Ab ihrer Beziehung zieht. Unterstrichen wurde dies noch durch die abwechselnd erzählten Sichtweisen, die dem Buch gut getan haben. Die Liebesgeschichte zwischen Carrie und Marc scheint mir am Schluss zu überstürzt zu einem Abschluss zu kommen, nachdem zunächst ein ziemliches Hin und Her mit vielen Missverständnissen herrschte.
Von den Nebenfiguren gefiel mir das exzentrische Ehepaar Dormond besonders zu Anfang in seiner Dynamik und dem Umgang miteinander ausgesprochen gut. Carries Vater ist ein echter Sympathieträger und wird in seinem Sein und Leben sehr realistisch, nahbar und liebenswert beschrieben.
Sehr gut gefallen hat mir das Nachwort, das einige Aspekte der Wallabys und deren Leben deutlich gemacht hat. Auch die tierischen Einschübe fand ich nett, lockerten sie das Geschehen doch auf und brachten eine besondere Perspektive. Wobei ich es schade fand, dass diese auf verschiedene – teils willkürlich erscheinende – Tierarten bezogen waren und nicht ausschließlich auf die Wallabys, was meiner Meinung nach besser zum Buch gepasst hätte.
Insgesamt war das Buch entspannend, allerdings teils etwas seicht. Der Spannungsbogen, der anfangs angelegt wurde, war bereits nach kurzer Zeit kaum mehr vorhanden, denn vieles – vor allem der Ausgang der Geschichte – war zu vorhersehbar. Die Wallabys, besonders Tony, kamen mir ebenso wie die weihnachtliche Atmosphäre persönlich zu kurz. „Ein Weihnachtswunder für die schottischen Wallabys“ wie angekündigt, konnte ich nicht erkennen. Leichte romantische Elemente und teilweise sehr liebenswerte Protagonisten ließen den Lesefluss bestehen. Die unaufdringlich eingestreuten Themen Tierschutz und Aktivismus sind sehr gekonnt eingesetzt und das, was vom Buch am ehesten Nachhallen wird.
Ein netter Roman mit grundsätzlich guten Ideen, aber eher schwacher Umsetzung, und tierischen Aspekten einer Tierart, die den meisten Menschen hierzulande nicht geläufig sein dürfte.
"Schneeflockenträume" ist mein erster Roman, den ich von Autorin Karen Swan lese. Mir gefällt ihr Schreibstil ausgesprochen gut. Leicht und flüssig fliegt man durch die Seiten. Ihre Charakterzeichnungen ...
"Schneeflockenträume" ist mein erster Roman, den ich von Autorin Karen Swan lese. Mir gefällt ihr Schreibstil ausgesprochen gut. Leicht und flüssig fliegt man durch die Seiten. Ihre Charakterzeichnungen sind tiefgründig und man leidet und lacht mit jedem einzelnen Protagonisten mit.
Die Geschichte ist für mich nicht wirklich weihnachtlich, aber auf jeden Fall winterlich. Unerwartet werden alte Freunde während eines Treffens in einem abgelegenen Herrenhaus eingeschneit. Was zunächst eher romantisch klingen mag, wird zunehmend ernst: erst fällt der Strom aus und dann geschehen Dinge, die einige Herausforderungen bereit halten. Dabei kommen Geheimnisse ans Licht, die so manchen zum Nach- und Umdenken bringen.
Mit Humor, Charme und einigen unvorhergesehenen Wendungen erzählt Karen Swan eine Geschichte, die mich zum Lachen wie auch zum Weinen gebracht hat. Das Einfühlungsvermögen, mit dem die Autorin die Figuren zeichnet, ist groß und lässt einen ganz in das Buch eintauchen. Neben einigem Drama ist auch jede Menge Romantik im Spiel und spätestens das Ende lässt einen mit einem warmen und friedlichen Gefühl zurück.
Das winterliche Cover spiegelt sehr schön die wichtigsten Eckpunkte des Romans wider. Es lädt nicht nur durch den Titel zum Träumen ein. Auch die Gesamtgestaltung, mit glitzernden Elementen, verzaubert.
Ein winterlicher Roman, der gemütlich aber auch spannend ist, mit tollen Figuren und angenehm zu lesen.
"Apfelstrudel-Alibi" ist der bereits dreizehnte Fall des bayrischen Provinz-Polizisten Franz Eberhofer. Unglück bringt dieser, dank Autorin Rita Falk, dem heimatverbundenen Ermittler nicht. Auch wenn er ...
"Apfelstrudel-Alibi" ist der bereits dreizehnte Fall des bayrischen Provinz-Polizisten Franz Eberhofer. Unglück bringt dieser, dank Autorin Rita Falk, dem heimatverbundenen Ermittler nicht. Auch wenn er wieder einmal die eine oder andere persönliche Grenze überschreiten muss, um seine Arbeit erledigen zu können und den Mörder der Patentochter von Richter Moratschek zu finden.
Ein Eberhofer-Krimi ist für Fans wie heimkommen. Zurückkehren in das idyllische bayrische Dorf, zum Franz, der Susi, dem Paul, der Oma und allen weiteren liebgewonnen Figuren. Äußerst gekonnt verbindet Rita Falk alle Charaktere miteinander und lässt neben den Ermittlungen auch die persönlichen Irrungen und Wirrungen aber auch Versöhnungen und Entwicklungen nicht zu kurz kommen.
Nachdem der zwölfte Band mich nicht ganz so angesprochen hatte und in mir die Sorge aufkam, dass sich die Geschichten um den Eberhofer Franz vielleicht auserzählt haben könnten, so hat mich der dreizehnte Band glücklicherweise eines besseren belehrt. So freue ich mich auf einen vierzehnten und viele weitere Fälle, in denen neben den Mordermittlungen auch die Familie und Bekannten des Hauptprotagonisten im Mittelpunkt stehen werden.
Gemütlich, spannend, mit Humor und einfach einzigartig garantiert "Apfelstrudel-Alibi" herrliches Lesevergnügen für alle Eberhofer-Fans und Lesende, die einen guten Provinzkrimi zu schätzen wissen.