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Veröffentlicht am 22.01.2026

Krimi mit schönen Südtiroler Landschaftsbeschreibungen und viel Vergangenheitsarbeit

Bei den Tannen
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Kommissar Grauner und sein Team ermitteln im siebten Fall "Bei den Tannen". Autor Lenz Koppelstätter bleibt seinem klaren, oftmals wenig emotionalen Schreibstil ebenso treu, wie den schönen Landschaftsbeschreibungen, ...

Kommissar Grauner und sein Team ermitteln im siebten Fall "Bei den Tannen". Autor Lenz Koppelstätter bleibt seinem klaren, oftmals wenig emotionalen Schreibstil ebenso treu, wie den schönen Landschaftsbeschreibungen, durch die man sich das Setting wunderbar vorstellen kann.

Für mich war dies der erste Band rund um Commissario Grauner. Es war wohl nicht der beste Band für den Einstieg in die Reihe. Eigentlich sollte man alle Teile unabhängig voneinander lesen können, doch die Auswirkungen aus dem vorhergehenden Band auf die Ermittler war offensichtlich so groß, dass man diesen Teil zuerst lesen sollte, um den Figurenentwicklungen gut folgen zu können. Vielleicht auch aus diesem Grund blieben mir die Charaktere der Ermittler relativ fremd. Wobei die Anlagen dieser für mich vielversprechend und authentisch sind, so dass ich in fernerer Zukunft vermutlich nochmals ein Buch der Reihe zur Hand nehmen werde.

Insgesamt war die Handlung vielschichtig und führte unter anderem in die Vergangenheit der Hexerei, sowie der Frage, welche Auswirkungen die damaligen Geschehnisse noch heute haben. Das idyllische Sarntal mit seinen speziellen Bewohnern kann dabei als Vergleichsobjekt für viele andere Täler gesehen werden.

Die Lösung des Falles war nicht einfach und kaum zu Beginn abzusehen. Dies lag teilweise vermutlich auch am reduzierten Ermittlerteam, das für mein Gefühl zu wenigen verschiedenen Spuren nachgegangen ist. Schade fand ich, dass der komplexe und tiefgreifende Fall am Ende praktisch durch eine Sache gelöst wurde, die mir nicht so recht zu den ernsten Themen passen will.

Insgesamt ein Südtirolkrimi, der für Reihenkenner sicher besser geeignet ist als für Reiheneinsteiger. Die Thematiken waren sehr gut, jedoch für mich nicht in eine runde Krimihandlung eingebettet.

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Veröffentlicht am 16.01.2026

wenig Tiefe für viele Personen

Winterglanz
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"Winterglanz" von Autorin Elin Hilderbrand ist der erste Roman einer Trilogie.

Im Mittelpunkt steht eine Pension in Nantucket und ihre Betreiber mit Familie. Diese ist durch eine Patchwork-Situation mit ...

"Winterglanz" von Autorin Elin Hilderbrand ist der erste Roman einer Trilogie.

Im Mittelpunkt steht eine Pension in Nantucket und ihre Betreiber mit Familie. Diese ist durch eine Patchwork-Situation mit zahlreichen Stolpersteinen konfrontiert. Ausgerechnet an Weihnachten verlässt Mitzi, die bisherige Chefin der Pension, ihren Mann Kelley. Seine vier erwachsenen Kinder, mit denen Weihnachten gefeiert werden soll, haben jedes eigene Probleme, so dass das Fest, auf der Kippe steht.

Die Handlung ist recht vorhersehbar. Nett zu lesen, aber ohne besonderen Tiefgang. Durch die vielen Charaktere kommt man keiner der Figuren so richtig nah. Schön ist, dass jeweils aus der Sicht der verschiedenen Personen erzählt wird, so dass jedes Kapitel eine neue Sichtweise auf das Geschehen wirft. Einige Handlungsstränge kommen zwar zum Abschluss, jedoch hat das Buch ein offenes Ende, so dass entweder vieles ungeklärt bleibt, oder man praktisch gezwungen ist, den zweiten Band zu lesen. An sich ein guter Gedanke, jedoch hätten etwas weniger offene Stränge dem Buch nicht geschadet.

Was mich am meisten berührt hat, ist die Sichtweise der Angehörigen von Marines, die in den Krieg ziehen. Die Unsicherheiten, der Umgang damit und mit welchen Schwierigkeiten die Zurückgebliebenen konfrontiert sind.

Das Cover ist festlich gestaltet. Der Hintergrund schlicht weiß gehalten, die Deko aus Laterne, Schlitten und Schlittschuhen gestaltet. Verwunderlich insofern, dass keines der Accessoires im Roman eine Rolle spielt. Ebenso erstaunt hat mich, dass das Buch den Aufkleber "Das Winterbuch des Jahres" trägt. Vielleicht habe ich dadurch mehr erwartet.

Insgesamt nette Lektüre, aber nichts herausstechendes und man sollte sich direkt darauf einstellen auch den zweiten Band - und dadurch vermutlich auch den dritten - lesen zu müssen.

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Veröffentlicht am 13.01.2026

leichter Roman mit wenig überraschender Handlung

Ein Sommer für zwei
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Der dritte Teil der Cornwall-Träume-Reihe von Autorin Kathryn Taylor trägt den Titel "Ein Sommer für zwei". Alle Bände der Reihe lassen sich völlig unabhängig voneinander lesen. Deshalb hatte ich überhaupt ...

Der dritte Teil der Cornwall-Träume-Reihe von Autorin Kathryn Taylor trägt den Titel "Ein Sommer für zwei". Alle Bände der Reihe lassen sich völlig unabhängig voneinander lesen. Deshalb hatte ich überhaupt keine Probleme mit den Figuren, die in überschaubarer Anzahl auftauchen. Sicher ist es jedoch nett, die Vorgeschichten der anderen Paare ebenfalls zu kennen.

Das Cover mit dem von farbenfrohen sommerlichen Blumen umrankten Titel, verströmt Romantik pur. Die leicht erkennbare Landschaft Cornwalls mit dem Hund greift den Klappentext sehr schön auf.

Shauna fängt als Angestellte in der Landarztpraxis von David an. Dieser hat die Stelle als Mediziner vorübergehend übernommen und hilft Shauna überraschend, als sie und ihre kleine Schwester, sowie ihr Hund, plötzlich auf der Straße stehen. Zunächst hatte sie David für überheblich gehalten, doch je näher sie ihn kennen lernt, desto mehr träumt sie von ihm und einer gemeinsamen Zukunft. Doch nicht nur Shauna hat ein Geheimnis.

Liebe, Romantik, etwas Dramatik und eine tolle Landschaft sind in diesem Buch zu einem leichten Roman mit wenig überraschender Handlung und den für einen Wohlfühlroman klassischen Figuren verwoben. Ein schönes Buch für eine nette Auszeit, das sich ohne Aufregung lesen lässt. Zum Wohlfühlen und Abschalten auch an einem schönen Sommertag geeignet. Der flüssig zu lesende und leichte Schreibstil trägt seinen Teil zur heimeligen Atmosphäre bei.

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Veröffentlicht am 13.01.2026

chaotisch, überraschend, spannend und schwarzhumorig

All the Other Mothers Hate Me
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Sarah Harman legt mit "All the Other Mothers Hate Me" ihren Debütroman vor.

Florence ist anders als die anderen Mütter. Das ist nicht nur ihr selbst, sondern auch ihren Mitmenschen bewusst. Als plötzlich ...

Sarah Harman legt mit "All the Other Mothers Hate Me" ihren Debütroman vor.

Florence ist anders als die anderen Mütter. Das ist nicht nur ihr selbst, sondern auch ihren Mitmenschen bewusst. Als plötzlich der Mitschüler ihres Sohnes Dylan verschwindet, sieht sie sich völlig unerwartet Fragen gegenüber, die sie sich lieber niemals gestellt hätte. Doch stellen muss sie sich ihnen - ganz gegen ihre üblichen Gewohnheiten - wenn sie Dylan helfen möchte.

Selten habe ich mich mit einer Hauptfigur so wenig identifizieren können und ihre Handlungen trotzdem nachvollziehen können. Man muss Florence nicht mögen, um ihre Beweggründe - teils wider Willen - gutzuheißen. Ein Charakter der so absolut unperfekt ist und gerade deshalb so nahbar und authentisch. Lässt man sich trotz mancher nervigen und vermutlich auch unverständlichen Aktionen ganz auf die Handlung ein, so hält man nicht nur einen Roman, sondern stellenweise einen Krimi, ja sogar einen Thriller, in der Hand, der mit schwarzem Humor nicht geizt. Im Endeffekt treibt Florence bei allem nur eines an: die allumfängliche Liebe zu ihrem Sohn Dylan. Und der Lesende sieht sich der Frage gegenüber: wie weit würde man selbst gehen?

Mich hat der Roman nicht nur bezüglich der Hauptfigur, sondern auch mit seinen unvorhergesehenen Wendungen und tiefgründigen Episoden überrascht. Ein absolut lesenswertes Buch, das sicher zum Nachdenken anregt und dabei vor allem im letzten Drittel sehr spannend ist.

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Veröffentlicht am 05.01.2026

wenn Hochzeiten alle verrückt werden lassen

Hochzeitsglocken auf der kleinen Insel
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Der fünfte Band der "Floras-Küche"-Reihe von Autorin Jenny Colgan heißt "Hochzeitsglocken auf der kleinen Insel".

Hier steht nicht nur für Olivia, sondern auch für Flora die Hochzeit an. Doch der Weg ...

Der fünfte Band der "Floras-Küche"-Reihe von Autorin Jenny Colgan heißt "Hochzeitsglocken auf der kleinen Insel".

Hier steht nicht nur für Olivia, sondern auch für Flora die Hochzeit an. Doch der Weg dorthin ist lang, denn es müssen viele Hindernisse und Missverständnisse geklärt werden, bis der große Tag bevor stehen kann. Allerdings bleibt bis zum Schluss die große Frage: werden beide wirklich heiraten? Und auf welche Art und Weise?

Vorausschicken muss ich, dass dies der erste Band der Reihe ist, den ich lese. Ich liebe die Bücher von Jenny Colgan. Wundervoll finde ich die Einleitung, die rundum gelungen ist, so dass ich sofort alle wichtigen Menschen und Gegebenheiten kannte. Wie immer ist das Buch super zu lesen und man fliegt durch die Seiten. Leider hat mich die Story nicht so recht überzeugt. Es schien, als seien alle verrückt geworden. Agot fand ich total drüber und kann nicht nachvollziehen, warum hier nicht mal die Erwachsenen ernsthafte Grenzen setzen. Saif und seine Entscheidungen machen mich fassungslos. Flora und Joel fand ich zwischendurch wirklich anstrengend und das Hin und Her recht konstruiert. Dazu Jan und Olivia, die ich immer wieder unglaublich nervig fand.
Dies soll der letzte Band der Reihe sein, doch ich hoffe, dass es noch einen weiteren gibt, in dem alle Figuren einen würdigen Abschluss finden. Denn das Setting ist wundervoll und die Charaktere im Grunde vielversprechend.

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