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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.03.2026

Auf der Suche nach sich selbst

Zeit für meine Träume
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Unterteilt in 18 Kapitel und unterbrochen von kleinen Skizzen beschreibt Tessa Randau auf 185 Seiten, wie eine zufällige Begegnung und eine gute Tat, das Leben einer jungen Frau und ihrem Umfeld nachhaltig ...

Unterteilt in 18 Kapitel und unterbrochen von kleinen Skizzen beschreibt Tessa Randau auf 185 Seiten, wie eine zufällige Begegnung und eine gute Tat, das Leben einer jungen Frau und ihrem Umfeld nachhaltig verändert.

Eine 38 jährige Frau, deren Namen wir im ganzen Buch nicht erfahren, beschreibt aus der Ich- Perspektive, wie sie nach der Trennung einen Neuanfang wagt.
Zuerst ist sie wütend und am Boden zerstört, als ihr Mann sie wegen einer Anderen verlässt und damit ihren Lebenstraum zerstört. Nach und nach hilft ihr die Begegnung mit drei älteren Menschen, in sich hinein zu horchen und zu überlegen was ihr im Leben wichtig ist und was sie noch vom Leben erwartet.

Tessa Randau hat mal wieder viele Lebensweisheiten in ihr Buch gepackt und mit leisen Tönen, durch drei alte und lebenserfahrene Menschen, dem Leser näher gebracht.

Eine süsse, kurze Geschichte über wahre Freundschaft, das Alt werden und wieder Vertrauen in die eigene Stärke zu finden.

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Veröffentlicht am 26.03.2026

Gefühle zulassen

Eisbär fühlt manchmal mehr
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Eisbär ist verunsichert. Er fühlt zu viel und kann es nicht richtig benennen. Rat sucht er bei verschiedenen Tieren seiner Heimat.

Die Bilder sind ansprechend gemalt. Der Text ist gereimt, wobei hier ...

Eisbär ist verunsichert. Er fühlt zu viel und kann es nicht richtig benennen. Rat sucht er bei verschiedenen Tieren seiner Heimat.

Die Bilder sind ansprechend gemalt. Der Text ist gereimt, wobei hier beim Versmaß stark gewechselt wird, was einem das Vorlesen doch deutlich erschwert, finde ich.

Zum Beispiel schüttelt es mich beim Reim:
Plötzlich entdeckt der Eisbär die Größe des Wals-
er bekommt Angst, die verschnürt ihm den Hals.

Da wäre mir Prosa lieber gewesen.

Auch wird mir nicht so wirklich klar unter was der Eisbär nun leidet. Schämt er sich, das er bei Sonnenuntergängen weinen muss?Dass er errötet?
Er weiß ja selbst nicht was mit ihm los ist. Er traut seinen eigenen Gefühlen nicht und findet sich und seine Reaktionen selbst sonderbar.

Wie schön, dass der Polarfuchs und der Moschusochse ihm Tipps geben können, aber leider hat er das Gefühl dann nicht gemocht zu werden, bis endlich ein Eisbärmädchen kommt und sagt das sie ihn so mag wie er ist.

Ein schwer zu verstehendes Buch mit einem guten, aber schwierigen Inhalt.
Sei du selbst, egal wie es anderen scheinen mag. Man muss nicht von allen verstanden oder gemocht werden. Hauptsache man ist echt, dann kommen die Freunde die einen so mögen wie man ist von ganz alleine.

Wenn jemand in so einer Krise steckt ist es jedoch, genau wie in dem Buch beschrieben, nicht einfach ihm Tipps zu geben, oder mit solch einem Buch zu helfen. Da muss einer kommen, ihn an die Hand nehmen und zeigen, das er so wie er ist geliebt wird.

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Veröffentlicht am 26.03.2026

Eine außergewöhnliche Mücke

Lecker!
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Eine Mücke wird geboren. Eine von Vielen. Alle lieben Blut und suchen sich Menschen oder Tiere, um an das von ihnen Geliebte heran zu kommen.
Nur eben diese eine außergewöhnliche, oder abartige Mücke nicht.
Sie ...

Eine Mücke wird geboren. Eine von Vielen. Alle lieben Blut und suchen sich Menschen oder Tiere, um an das von ihnen Geliebte heran zu kommen.
Nur eben diese eine außergewöhnliche, oder abartige Mücke nicht.
Sie liebt Rotebeetesaft.
Da ist sie bei Ihresgleichen leider unten durch und wird als Rote Beete Tussi oder Gemüsefresser tituliert.
So macht sie sich auf den Weg andere Arten zu finden, die sie so mögen, wie sie ist.
Aber auch Kuh, Frosch, Katze und Hund geben ihr keine Chance sie näher kennenzulernen. Da wird mit dem Schwanz gewedelt, die Zunge entgegen geschleudert oder nach ihr geschlagen.

Bis eines Tages auch das Glück bei ihr Einzug hält und sie durch Zufall einen Freund findet, der sie versteht und der auch von seinesgleichen nicht verstanden wird.

Ein Buch das aufzeigt, was schon die Oma wusste: Zu jedem Tof gibt es den passenden Deckel, man muss halt manchmal lange suchen.

Groflächige Illustrationen unterstreichen das geschriebene Wort, so dass es auch schon die Kleinsten verstehen können, um was es in der Geschichte geht.

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Veröffentlicht am 26.03.2026

Der Vorleser

Papa liest vor
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Papa liest seiner Tochter vor, jeden Tag. Er liest in allen Situationen, sei es im Bett, an der Haltestelle , im Urlaub, beim Essen, egal wo er sich gerade aufhält.
Ein wahres Buchfresserchen also. Seine ...

Papa liest seiner Tochter vor, jeden Tag. Er liest in allen Situationen, sei es im Bett, an der Haltestelle , im Urlaub, beim Essen, egal wo er sich gerade aufhält.
Ein wahres Buchfresserchen also. Seine Mutter hat ihm immer vorgelesen bis er selbst lesen konnte und dieses Ritual möchte er auch bei seiner Tochter weiter leben lassen.
So wird die Liebe zu Büchern weiter gegeben.
Meine Tochter tat sich zunächst schwer mit dem Lesen, liebte es aber vorgelesen zu bekommen. Später haben wir Bücher gemeinsam gelesen.Erst ich ein Stück, dann sie. Dann kam eine lange Zeit ohne viel lesen bei ihr, aber mit 15 fing es wieder an und nun liest sie seit Jahren mit Begeisterung.
Es ist so wichtig und auch so einfach Kinder an Bücher heran zu führen.
Bücher können einen in Traumwelten abgleiten lassen und so auch den Alltag, der manchmal schwer und anstrengend sein kann, vergessen lassen.

Dieses Bilderbuch zeigt auf, wie wichtig die Verbindung zu den Kindern ist und sie an dem was wir lieben teilhaben zu lassen.
Die Bilder sind nicht immer so ganz nach meinem Geschmack, aber der Inhalt mit seinen kurzen Sätzen hat mich gleich abgeholt.

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Veröffentlicht am 26.03.2026

Sein Lieblingwort

Egal, sagt Aal
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Im Buch Egal sagt Aal, lernt man viel über Aale. So wusste ich nicht, das sie viermal anders aussehen und welch weite Reise sie in ihrem Leben machen könnten.
Aal ist alles egal. Unerschrocken durchschwimmt ...

Im Buch Egal sagt Aal, lernt man viel über Aale. So wusste ich nicht, das sie viermal anders aussehen und welch weite Reise sie in ihrem Leben machen könnten.
Aal ist alles egal. Unerschrocken durchschwimmt er die Ozeane, bis er zu einem kleinen Teich kommt.
Ihm ist egal was andere über ihn denken. Er geht gerne neue Wege oder schwimmt gegen den Strom, doch plötzlich merkt er das ihm doch nicht wirklich alles egal ist.

Ein wirklich schön illustriertes Bilderbuch, über einen Aal, der zunächst sehr egoistisch rüber kommt, was er aber auf seiner Reise vielleicht auch sein muss, und später feststellt, das ihm seine Mitbewohner des Teiches doch nicht so ganz egal sind.

Gut gefallen hat mir der Frosch Fritzi, der Aal erklärt hat, das es gut ist sich nicht aus Gewohnheit allem anzuschließen, sondern seinen eigenen Weg zu gehen und sich selbst treu zu bleiben. Allerdings hört die Freiheit des Einzelnen dort auf, wo sie die Freiheit eines Anderen begrenzt.

In diesem Fall litt Fred Flusskrebs darunter, dass Aal bei seinem Schwimmmanöver seinen frisch geputzten Stein wieder durcheinander machte, weil ihm alles egal ist. Das ist Aal auch weiterhin egal, doch Fred ist ihm nicht egal, deshalb hilft Aal sein Malheur wieder zu beseitigen.

Ein schönes Bilderbuch, das aufzeigt, dass man schon gut für sich selbst sorgen darf, aber dabei nicht die Freiheiten anderer einengen sollte.

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