Profilbild von Buchgarten

Buchgarten

Lesejury Star
offline

Buchgarten ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Buchgarten über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.07.2020

Selbstbehauptung. für seinen Glauben einstehen

V is for Virgin
0

Meine Meinung:

Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen. Die Sprache bildreich, sodass ich mir alles gut vorstellen konnte. Ich flog nur so durch die Seiten und war gespannt wie die Geschichte ...

Meine Meinung:

Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen. Die Sprache bildreich, sodass ich mir alles gut vorstellen konnte. Ich flog nur so durch die Seiten und war gespannt wie die Geschichte mit Valerie und Kyle sich entwickelt. Die Geschichte wird aus Valeries Sichtweise erzählt, sodass ich ihre Gedanken Gefühle und Handlungsweisen besser nachvollziehen konnte.

Die Charaktere allen voran Valerie, handelten ihrem Alter entsprechend – stellenweise unreif und übertrieben. Valerie selbst hat für sich beschlossen jungfräulich in die Ehe zu gehen. Sicherlich ein Punkt den man kontrovers diskutieren kann. Für Valerie spielt ihre eigene Vergangenheit eine entscheidende Rolle – sie möchte in meinen Augen mit ihrer Kampagne aber dazu aufrufen – sich nicht unter Druck setzten zu lassen. Gerade in ihrem Alter 16/17 auf sich selbst zu hören – und für sich herauszufinden – ob beide Parteien es wirklich wollen – oder ob sie sich nur „weil man es eben so macht“, dem Erwartungsdruck beugen.
Gleichzeitig möchte sie dazu aufrufen – Sex nicht über zu bewerten – eine Beziehung sollte sich nicht allein darauf reduzieren lassen.
Die Dialoge zwischen Valerie und Kyle – amüsant und unterhaltsam.
Kyle konnte ich nicht ganz einordnen – ich denke da wird im zweiten Teil vielleicht noch etwas mehr erläutert werden – warum er zu seiner Einstellung gekommen ist.
Valeries Klassenkameraden – hier tat sich sehr viel, Feinde wurden zu Freunden, Freunde zu Feinden. Ihre jeweiligen Entwicklungen – spannend – vor allem gefiel mir verdeutlicht wurde – dass das Äußere Bild – nicht mit dem inneren wahren Charakter übereinstimmen muss. Wieviel Show dabei ist – um in den Highschool-Cliquen zu bestehen.

Die Handlung selbst – konnte mich von sich überzeugen. Highschool-Flair mit den typischen Klischees und Problemen. Valeries Berühmtheit, sicherlich an der ein oder anderen Stelle übertrieben – wobei es natürlich durch Kyles Berühmtheit befeuert wird. Die Liebe der beiden – spürbar.

Fazit:

Für mich eine unterhaltsame Geschichte, in der für mich der Focus darauf liegt, zu seinen Entscheidungen zu stehen. Standfest zu bleiben – gegen alle Widerstände. Ins ich hineinzuhören – und sich dazu gezwungen zu fühlen etwas zu tun – wozu man noch nicht bereit ist, nur weil alle dies von einem erwarten.


  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.07.2020

berührend emotional Lesehighlight

WimpernschlagMomente
0

Meine Meinung:

Wo fange ich an?
Der Schreibstil – gerade am Anfang recht schwierig und gewönungsbedürftig. Aber in meinen Augen auch überaus genial - da ich das Gefühl hatte als Leser in den Gedanken, ...

Meine Meinung:

Wo fange ich an?
Der Schreibstil – gerade am Anfang recht schwierig und gewönungsbedürftig. Aber in meinen Augen auch überaus genial - da ich das Gefühl hatte als Leser in den Gedanken, Gefühls- und Handlungs-Wirrwarr der Protagonistin Rica hineingezogen zu werden – und selbst darin zu versinken. Es war nicht leicht – dieses Gedankenkarussell, die vielfältigen Gedankenspiralen der Protagonistin mit zu verfolgen.
Ihre Gedankensprünge in die Vergangenheit – zu Akutphasen ihrer Angststörung, dann wieder der Schwenk zu ihrer aktuellen Situation, ihre Zwangshandlungen mitzuerleben ob gerade geschehen – oder in ihren Gedanken. Ihre Gespräche mit ihrem inneren Selbst.
Andererseits vermittelte mir gerade diese Gedankenspiralen, der innere Monolog mit sich selbst – einen intensiven Einblick in die Lebenswirklichkeit Ricas. Wie einschneidend diese Angstattacken sein können, mit welchen Gedanken sich Menschen mit dieser Erkrankung auseinandersetzten müssen.
Als Leser konnte ich so, in Rückblicken, Ricas Weg aus dem vollständigen Zusammenbruch hin zu einem Weg zurück ins Leben mitverfolgen. Mir wurden als Leser die unterschiedlichsten Strategien zur „Angstbewältigung“ mit auf den Weg gegeben. (Und zwar so detailliert, dass ich mir selbst für meine eigenen Ängste – den ein oder anderen „Weg“ mitnehmen kann).
Faszinierend und spannend zu lesen – wie Rica einerseits nach außen ein völlig normales Leben führen kann – in ihrem Job überaus erfolgreich ist – andererseits in Situationen gerät – wo sie die Kontrolle vollständig verliert – und kaum bis gar nicht mehr handlungsfähig ist.
Im weiteren Verlauf der Geschichte rückten diese Gedankenspiralen etwas mehr in den Hintergrund und ich begleite Rica auf ihrem Weg ins Unbekannte.
Ab diesem Zeitpunkt wurde es viel leichter der Geschichte zu folgen (die Gedankenspiralen, Gedankenwirrwarr nahm ab).
Im späteren Verlauf der Geschichte wird die Geschichte sowohl aus der Sichtweise des männlichen Protagonisten, als auch Ricas Sichtweise weitererzählt, sodass ich neben Ricas auch einen guten Einblick in seine Gedanken und Gefühlswelt erhielt. Und voller Spannung den weiteren Verlauf der Geschichte verfolgte.

Insgesamt waren die Charaktere fein ausgearbeitet. Ricas Lebenswirklichkeit, das Leben mit ihrer Krankheit wurde mir als Leser eindringlich vermittelt – ich konnte gerade zu Beginn „hautnah“ miterleben – wie es in Ricas Gedankenwelt aussieht“ – und so ihre Krankheit und dessen Bedeutung für Ihr Leben ein gutes Stück weit besser verstehen. Mich in sie hineinversetzen.
Umso gebannter verfolgte ich Ricas Weg zu einem privaten und beruflichen Neuanfang.
Besonderes Augenmerk lag auch hier auf den inneren Gedankengängen und Überlegungen der Charaktere.
Denn nicht nur Ricas Charakter bestach durch seine intensive und in die Tiefe gehende Ausarbeitung. Auch bei den anderen Charakteren war dies zu spüren.
Sodass die Geschichte insgesamt nicht nur durch die Handlung an sich, sondern insbesondere durch die tiefsinnige, detaillierte Ausarbeitung der inneren Gedanken bestach.

Das Ende der Geschichte – stimmig.
Andererseits würde ich Rica und ihre Freunde gerne noch weiter begleiten. Den ein oder anderen in der Geschichte angesprochenen Punkt noch miterleben.


Fazit:
Für mich ein Lesehighlight. Eine unbedingte Leseempfehlung.

Einfühlsam und eindringlich erhielt ich als Leser einen Einblick in das Leben mit einer Angststörung in Verbindung mit Zwangshandlungen, in die unterschiedlichsten Strategien mit dieser umzugehen und ein Leben mit dieser Krankheit zu führen. Gleichzeitig wird die Wichtigkeit betont sich professionelle Hilfe zu suchen – und auch eventuell benötigte Medikamente nicht prinzipiell auszuschließen – sondern einen individuellen, für sich richtigen Weg zu finden.

Von mir eine klare Leseempfehlung.


  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.06.2020

lasst Euch entführen in eine märchenhafte Welt voller Zauber und Magie

Ein Kleid aus Seide und Sternen (Ein Kleid aus Seide und Sternen 1)
0

Meine Meinung:

Das Cover und Klappentext machten neugierig auf die Geschichte. Wobei der Klappentext in meinen Augen schon viel von der Geschichte preisgibt.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu ...

Meine Meinung:

Das Cover und Klappentext machten neugierig auf die Geschichte. Wobei der Klappentext in meinen Augen schon viel von der Geschichte preisgibt.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen. Die Geschichte wird aus Maias Sichtweise erzählt, sodass ich als Leser die Welt durch ihre Augen kennenlernte. Die Landschaftsbeschreibungen blieben der Fantasy des Lesers überlassen, während die Beschreibungen der Werke der Schneider detailliert und lebendig beschrieben wurden- sodass ich mir diese sehr gut vorstellen konnte.

Die beiden Protagonisten Maia und Edan, waren gut ausgearbeitet und wuchsen mir schnell ans Herz. Maia, die schon viele Schicksalsschläge meistern musste – und Edan, der geheimnisvolle Zauberer.
Die anderen Charaktere waren gut skizziert, sodass ich mir als Leser einen umfassenden Eindruck ihrer Persönlichkeit machen konnte. Der ein oder andere Charakter blieb bis zum Schluss recht geheimnisvoll – sodass ich mit Spannung den zweiten Teil der Geschichte erwarte.
Die Handlung selbst, erinnerte mich immer wieder an bekannte Märchen sodass ich die Geschichte bei den Märchen ansiedeln würde. Und ich einige „Ungereimtheiten“ als „märchenhaft“ behandelte und so ohne Probleme ausblenden konnte.
Insgesamt konnte mich die Handlung überzeugen und ich wurde immer mehr in die Geschichte hineingezogen. Bestand mit Maia die verschiedensten Prüfungen und machte mich mit Maia und Edan auf die Reise um die Elemente für die Kleider zu finden. Die charakterliche Entwicklung der beiden, insbesondere auch die Entwicklung der Liebesgeschichte konnte mich verzaubern und berühren. Die aufgedeckten Geheimnisse änderten immer wieder den Verlauf der Geschichte – konnten mich überraschen, eröffneten neue Handlungsstränge – deren Auflösung ich gespannt erwarte.


Fazit:

Lasst euch entführen in eine märchenhafte, orientalische Welt – voller Magie und Zauber.

Von mir eine klare Leseempfehlung.


  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.06.2020

schwacher Anfang - starkes Ende - polarisierend

Whitefeather (Legende der Schwingen 1)
0

Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen. Die Sprache bildreich, sodass ich mir alles gut vorstellen konnte. Die Geschichte wird zu Beginn aus Liz Sichtweise erzählt, sodass ich die Welt und Geschichte ...

Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen. Die Sprache bildreich, sodass ich mir alles gut vorstellen konnte. Die Geschichte wird zu Beginn aus Liz Sichtweise erzählt, sodass ich die Welt und Geschichte der Whitefeather durch ihre Augen kennenlernte. Und einen Einblick in ihr Leben erhielt. Ihre Gedanken, Gefühle und Handlungsweisen besser nachvollziehen konnte. Im weiteren Verlauf wird die Geschichte dann auch immer mal wieder aus Fabs Sichtweise erzählt, sodass ich auch seine Erlebnisse, Gedanken und Gefühle ein Stückweit miterleben konnte.

Leider konnte mich der Beginn der Geschichte nicht wirklich überzeugen. Und ich war darauf und dran die Geschichte beiseite zu legen.
Dann kam jedoch zum Ende des ersten Drittel ein Wendepunkt. Ab diesem Zeitpunkt gewann die Geschichte an Dynamik, Spannung und ich verfolgte gebannt den weiteren Verlauf der Geschichte, konnte mit den beiden Protagonisten Fab und Liz mitfiebern, mitleiden und mitempfinden. Wurde in ihre Welt hineingezogen.

Die Charaktere – zu Beginn konnte ich nicht wirklich eine Beziehung zu ihnen aufbauen und es wurden reihenweise Klischees bedient. Es fiel mir schwer der Geschichte zu folgen – wobei mich Liz und Fabs Beziehung von Beginn an interessierte – und ich ihnen zuliebe (am Anfang) „am Ball blieb“ und darauf hoffe – mich doch noch auf sie einlassen zu können. Was ihren Reiz ausmachte, kann ich objektiv gar nicht beschreiben. Liz entwickelt sich im Laufe der Geschichte zwar weiter, wird immer tougher und steht mehr zu sich und ihren Gefühlen. Fab selbst konnte mich von Beginn an begeistern, allerdings lernte ich ihn nur durch Liz Beschreibungen kennen.

Die Handlung selbst, gerade zu Beginn – hier wäre weniger mehr gewesen. Es zog sich und ich war das ein oder andere Mal stark versucht die Seiten zu überfliegen. In meinen Augen unwichtiges wurde zu detailliert erzählt. Und nahm so die Lust an der Geschichte. Nach dem Wendepunkt zog die Geschichte in meinen Augen stark an. Und vor allem Liz entwickelte sich stetig weiter, erfuhr immer mehr über die Welt der White- und Blackfeather. Schaute hinter die Fassaden – gewann an Stärke und Selbstvertrauen. Viele Geheimnisse, unerwartete Wendungen – und Freundschaft bestimmten den weiteren Verlauf – und konnten mich begeistern.

Ein weiterer Kritikpunkt neben dem langweiligen Start – war Lijans Vergangenheit – und der Grund für sein Verhalten. Hier hätte ich mir einen anderen Grund gewünscht. Er ist in meinen Augen ein Schlag ins Gesicht derjenigen, die so eine Vergangenheit am eigenen Leib erfuhren. Hier hätte eine anderer Verlauf gewählt werden müssen. So kann ich nur hoffen, das Lijans Vergangenheit im neuen Teil noch aufgearbeitet wird – und sein Schicksal einen anderen Verlauf nimmt.


Fazit:
Schwierig. Eine Geschichte, die polarisiert da sie in meinen Augen zu viele Klischees bedient, mit schwachen, langweiligen Start aufwartete und ein Tabuthema ansprach, das hoffentlich im zweiten Teil noch einmal aufgegriffen und angemessen verarbeitet wird. (Triggerwarnung wäre hier zwingend nötig gewesen, insbesondere da hier wenig sensibel mit dem Thema umgegangen wird)
Andererseits eine Geschichte die mich ab dem Ende des ersten Drittels (mit Ausnahme von Lijuns Vergangenheit) fesseln und begeistern konnte – sodass ich dem Ende der Geschichte entgegenfiebere und den zweiten Teil nicht mehr erwarten kann.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.06.2020

eine besondere Liebesgeschichte

Der Trauzeuge - Liebe und andere Handicaps
0

Der Schreibstil ist überwiegend leicht und flüssig zu lesen. An der ein oder andere Stelle wird jedoch Johns Behinderung und die Auswirkungen auf sein Leben fast wortwörtlich wiederholt. Das ist etwas ...

Der Schreibstil ist überwiegend leicht und flüssig zu lesen. An der ein oder andere Stelle wird jedoch Johns Behinderung und die Auswirkungen auf sein Leben fast wortwörtlich wiederholt. Das ist etwas schade – da es in diesem Moment den Lesefluss hemmt. Die Sprache bildreich, sodass ich mir alles gut vorstellen konnte. Die Geschichte wird aus Kirbys und Johns Sichtweise erzählt, sodass ich die Gedanken, Gefühle und Handlungsweisen der beiden sehr gut nachvollziehen konnte. Und insbesondere Johns Reaktionen besser einschätzen konnte.

Die Charaktere wurden gut ausgearbeitet. Ihre Handlungsweisen nachvollziehbar die Entwicklung der Charaktere – insbesondere die Gefühlsentwicklung von Kirby sehr schön herausgearbeitet.
Die „Sogwirkung“ – die das Umfeld auf einen hat – die dann dazu führt, Entscheidungen mit einem eher mulmigen Bauchgefühl zu treffen. Die Vorbehalten und Unsicherheiten die viele Menschen haben, wenn sie auf „Menschen mit Behinderung“ treffen – und diese überwinden, wenn sie sich eine Chance geben und sich gegenseitig kennenlernen.
Wie die Behinderung, recht schnell in den Hintergrund trifft – und die beiden entdecken, wie ähnlich sie sich sind – und ich als Leser die beginnende Freundschaft beobachten konnte, die Entwicklung der Gefühle …. berührend.
Ein weiterer Focus lag für mich auf Johns „Leben mit seiner Behinderung“. Dies wurde mir als Leser sehr detailliert bildhaft und eindringlich beschrieben. Sodass ich als Leser ein eindrückliches Bild vor Augen hatte – seine Gedanken und Handlungsweisen nachvollziehbar wurden – ich einen tiefen Einblick in die Lebenswirklichkeit eines „Rollstuhlfahrers“ erhielt.


Fazit:

Für mich eine Leseempfehlung – für alle, die eine Liebesgeschichte mögen – die sich langsam, unbemerkt entwickelt. Die zeigt, dass es nicht der große Knall sein muss. Die „Schmetterlinge“ im Bauch – die einem zeigen – der Gegenüber ist mir wichtig – ich liebe ihn. Eine Liebe, die leise ist, sich unbemerkt entwickelt – und plötzlich – da ist.
Für alle, die sich auf die Lebenswirklichkeit, mit all ihren Facetten, eines Menschen einlassen – der eine hochgradige Behinderung hat.


  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere