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Veröffentlicht am 06.04.2021

gelungene Fortsetzung

Anna Konda - Engel der Finsternis
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Anna Konda – Engel der Finsternis

von Christine Ziegler

Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen. Die Sprache bildreich, sodass ich mir alles gut vorstellen konnte. Die jeweiligen Kapitel umfassen ...

Anna Konda – Engel der Finsternis

von Christine Ziegler

Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen. Die Sprache bildreich, sodass ich mir alles gut vorstellen konnte. Die jeweiligen Kapitel umfassen jeweils einen Tag – und waren entsprechend lang.
Die Geschichte wird aus Annas Sichtweise erzählt, sodass ich als Leser ihre Gedanken, Gefühle und Handlungsweisen gut nachvollziehen konnte. Ich mit ihr gemeinsam immer mehr über ihre Welt und ihre Fähigkeiten erfuhr.
Annas Zwiespalt in Bezug auf ihren Gefühlen für Elias und Leo, die Schwierigkeiten eine Entscheidung zu treffen, wem sie vertrauen kann und die zu lösenden Aufgaben und Geheimnisse verbanden sich zu einer überwiegend spannenden Geschichte.

Die Entwicklung der Charaktere, spannend zu beobachten. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzten, verfolgte voller Erwartung wie sie sich weiterentwickelten. Leo, geheimnisvoll und undurchsichtig wie immer, voller Sarkasmus und Humor – konnte ich nur ins Herz schließen.

Fazit:
Ein spannender zweiter Teil für alle die Geschichten über Engel, Dämonen und Bezüge zur Bibel mögen.

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Veröffentlicht am 06.04.2021

emotional berührende tiefsinnige Lovestory

What if we Stay
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konnte mich fesseln und emotional berühren.

Amber, auf den ersten Blick eine junge Frau, die ihren Spaß im Leben haben möchte, sich kaum für ihr Studium interessiert, immer erst im dritten Anlauf ihre ...

konnte mich fesseln und emotional berühren.

Amber, auf den ersten Blick eine junge Frau, die ihren Spaß im Leben haben möchte, sich kaum für ihr Studium interessiert, immer erst im dritten Anlauf ihre Prüfungen erreicht. Wer allerdings auf die leisen Töne achtet, merkt ziemlich schnell – dass sie mit diesem Verhalten etwas überdecken möchte. Nur auf diese Art gelernt hat – weiterzuleben. Ihren Schmerz und Kummer auszublenden.
Emmet verfolgt zielstrebig sein Ziel. Arbeitet hart dafür. Für seine Mitmenschen ein Streber, aber jederzeit nett und hilfsbereit.
Als Leser bereitete es mir viel Freude den Weg der beiden mit zu verfolgen. Ihre Annäherung aneinander. Ihr Misstrauen, ihre Abwehrhaltung langsam abflachen zu sehen. Zu erleben wie insbesondere Amber immer mehr ihre Leidenschaft für das ihr so verhasste Studienfach entdeckt. Wie sie es schafft nach und nach ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen.
Insgesamt waren die Charaktere gut ausgearbeitet. Ihre Gedanken, Gefühle und Handlungen nachvollziehbar. Als Leser konnte ich sie nach- und mitempfinden. Mich emotional in sie hineinfühlen.
Die in der Geschichte angesprochenen Themen, wie der Respekt vor den Grenzen des anderen. Die in unserer Gesellschaft tolerierte Übergriffigkeit (die Signale des Gegenübers bewusst zu ignorieren, seine z.B. alkoholisierte Lage auszunutzen, seine Unerfahrenheit) Werden einfühlsam und anschaulich, mit viel Fingerspitzengefühl thematisiert. Und auch die Handlungsmöglichkeiten, die Gefühle und Gedankengänge einer beobachteten Person beschrieben – die diese Übergriffigkeit bemerkt. Gleichzeitig wird mir als Leser verdeutlicht, dass auch die übergriffige Person meist einen nachvollziehbaren Grund für ihr Verhalten hat. Wie schwierig, gar unmöglich es ist – einzelne Handlungen nur für sich allein zu betrachten. Wie vielschichtig alles miteinander verwoben ist. Wie wichtig und bedeutend es ist – Verletzungen aufzuarbeiten. Damit diese im späteren Leben keine negativen Auswirkungen haben.
Wie bereits beim ersten Band- hätte ich mir auch hier wieder ein etwas ausführlicheres Ende gewünscht.

Fazit:
Für mich eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 25.03.2021

Offen sein für die vielfältigen Lebensweisen und Einstellungen

Zwei Jungs und eine Hochzeit
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Wenn wir groß sind … heiraten wir! Möchtest du mich heiraten?

Ein Wunsch, den viele als Kinder an einen anderen richteten. Vielleicht erinnert sich der ein oder andere sogar an eine „Kinderhochzeit“, ...

Wenn wir groß sind … heiraten wir! Möchtest du mich heiraten?

Ein Wunsch, den viele als Kinder an einen anderen richteten. Vielleicht erinnert sich der ein oder andere sogar an eine „Kinderhochzeit“, in der sie die Hochzeit nachgespielt haben.

In der Geschichte

„Zwei Jungs und eine Hochzeit“ von Andrée Poulin

geht es genau darum. Zwei Jungs, beste Freunde die alles miteinander teilen und als einer der Jungs einen Ring findet – fragt er seinen besten Freund, ob er ihn heiraten möchte.
Aus dieser Idee heraus ergeben sich viele Fragen. Kinder können nicht heiraten, und Jungs schon gar nicht … und den Kindern begegnen die unterschiedlichsten Reaktionen seitens der Erwachsenen.

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen.
Passende Illustrationen begleiten die Geschichte, unterstreichen die Gefühlswelt der Kinder, die sich im Laufe der Geschichte immer wieder verändern.

Die Idee der beiden Jungs zu heiraten, eine Hochzeit zu feiern – die Reaktionen der Erwachsenen auf die Hochzeit der beiden – ihre sich verändernden Gefühle, als sie die Reaktionen der Erwachsenen erfahren – ihr Weg, ihre Erkenntnis.
Einfühlsam, auf Augenhöhe der Kinder vermittelt.
Eine Geschichte die zeigt, wie vorurteilsfrei Kinder sein können.
Wie wichtig es ist ihnen wertschätzend gegenüberzutreten.
Eine Geschichte, die zeigt, dass die Eltern nicht immer Recht haben.

Fazit:
Eine einfühlsame Geschichte, die zeigt wie unterschiedlich die Menschen sein können.
Wie wichtig es ist, diese zu respektieren. Ihnen mit Offenheit zu begegnen.

Von mir eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 25.03.2021

kurzweiliger privater Blick hinter die Kulissen

Bad Company
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#Rezensionsexemplar Bad Company – Meine denkwürdige Karriere bei der Wirecard AG

von Jörn Leogrande

erzählt in flotter, lässiger Sprache den 15-jährigen Werdegang Leograndes bei der Wirecard.
Lässt ...

#Rezensionsexemplar Bad Company – Meine denkwürdige Karriere bei der Wirecard AG

von Jörn Leogrande

erzählt in flotter, lässiger Sprache den 15-jährigen Werdegang Leograndes bei der Wirecard.
Lässt den Leser an der Entwicklung der Wirecard vom kleinen Unternehmen zu einem führenden DAX Unternehmen teilhaben.
Erzählt anhand von Erinnerungen einzelne Begebenheiten die sich hinter den Kulissen abspielten, skizzierte den jeweiligen Charakter der Wirecard-Bosse – bleibt dabei jedoch stets beobachtend und beschreibend.

Fazit:
Insgesamt unterhaltsam, rasant erzählte Erinnerungen an 15 Jahre Wirecard.
Ein privater Blick – hinter die Kulissen, persönliche Momente mit dem Who-is-Who des Wirecard-Unternehmens.


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Veröffentlicht am 24.03.2021

facettenreiche sich bruchstückhaft erschließende Geschichte

The Run 1: Die Prüfung der Götter
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eine fesselnde komplexe Geschichte, deren einzelne Fragmente sich erst spät zu einem großen Ganzen zusammenfügten – den Leser lange Zeit im Ungewissen lassen.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig ...


eine fesselnde komplexe Geschichte, deren einzelne Fragmente sich erst spät zu einem großen Ganzen zusammenfügten – den Leser lange Zeit im Ungewissen lassen.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen. Die Sprache bildreich, sodass ich mir alles gut vorstellen konnte. Die Geschichte wird überwiegend aus Saris Sichtweise erzählt, sodass ich als Leser einen guten Einblick in Saris Gedanken und Gefühlswelt erhielt. Ich ihre Handlungsweisen nachvollziehen konnte und von ihr immer mehr über die Welt in der sie lebt erfuhr. Hin und wieder wechselte die Sichtweise zu Kaaren und ich erhielt einen Einblick in seine Gedanken und Gefühlswelt – die allerdings recht geheimnisvoll blieben. Und ich als Leser durch ihn im Wesentlichen neue Bruchstücke des Puzzles erhielt.
Jedes Kapitel beginnt mit einem Teil der Hamza (die Geschichte der Götter) – deren Bedeutung für die Geschichte sich mir als Leser im Laufe der Geschichte immer mehr erschloss.

Die Charaktere fein ausgearbeitet.
Sari, seit frühester Kindheit dazu gezwungen sich und ihre Familie zu ernähren und die Geheimnisse Ihrer Familie zu wahren. Wird im „Run“ nochmals vor ganz andere Herausforderungen gestellt. Erkennt immer mehr Zusammenhänge zwischen ihrer Welt und der Hamza, erkennt welche Ziele der Monarch verfolgt. Erfährt immer mehr über sich selbst, ihr innerstes Wesen, ihre Schwächen und Stärken – ihre Rolle und Aufgabe in ihrer Welt.
Kaaren bleibt bis zum Schluss geheimnisvoll, undurchschaubar und schwer greifbar – insbesondere seine Handlungen Sari gegenüber – voller Gegensätze und Widersprüche.

Das Worldbuilding – fantastisch und lange Zeit undurchschaubar. Immer wieder überraschend, düster und grausam. Voller Intrigen, Machtgier einer Geschichte über zwei Erzählebenen hinweg – deren Zusammenhang sich dem Leser erst zum Ende der Geschichte erschließt.

Eine Geschichte, für die sich der Leser Zeit nehmen sollte, damit sich ihm die vielschichtigen geheimnisvollen Charaktere und der komplexe sich bruchstückhaft zusammensetzende Weltenaufbau erschließen kann.

Ich selbst habe die Geschichte in Abschnitten gelesen, und mich mit anderen ausgetauscht. Im Nachhinein für mich – keine gute Entscheidung. Da ich immer wieder aus der Geschichte herausgerissen wurde. Ich die Geschichte, die Handlungen immer wieder hinterfragte – und sich so immer wieder vom Eintauchen in die Geschichte abgehalten wurde.
Vielleicht ist dies auch der Grund –warum für mich zum Ende hin noch die ein oder andere Frage offen blieb. Mir das Ende zu schnell ging.

Fazit:
Ein komplexer beeindruckender sich aus vielen Fragmenten, langsam zusammensetzender Weltenaufbau. Mit einer starken Protagonistin und einem geheimnisvollen, widersprüchlichen Gegner. Eine Geschichte für die sich der Leser Zeit und Ruhe nehmen sollte – um in sie einzutauchen, sie erfassen zu können.

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