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Veröffentlicht am 14.09.2025

Lang erwartet – endlich auf Deutsch

Georgie 01
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Australien im 19. Jahrhundert: Georgie verbringt eine unbeschwerte Kindheit auf einer Farm zusammen mit ihren Brüdern Abel und Arthur. Doch als sie älter wird merken beide Brüder immer deutlicher, dass ...

Australien im 19. Jahrhundert: Georgie verbringt eine unbeschwerte Kindheit auf einer Farm zusammen mit ihren Brüdern Abel und Arthur. Doch als sie älter wird merken beide Brüder immer deutlicher, dass Georgie nicht ihre echte Schwester ist und die Mutter der Jungs beobachtet die Entwicklungen immer misstrauischer. Georgie weiß von nichts, doch aus dieser seligen Unwissenheit wird sie jäh gerissen als sie sich in Lowell J. Grey, den Enkel des Generalgouverneurs von Sydney, verliebt. Damit wird eine Ereigniskette ausgelöst, die nicht nur Georgies Familie auseinanderreißt.

Ich bin mit der Animeserie aufgewachsen und habe nie damit gerechnet, dass ich den Manga dazu mal auf Deutsch in Halten werde. Ein großer Dank an den Panini-Verlag! Die großformatige Ausgabe gibt den bildschönen, filigranen Zeichnungen viel Raum ihre Wirkung zu entfalten. Zahlreiche Farbseiten lassen den Anime wieder aufleben und machen diese Ausgabe noch mal zu etwas besonderem.

Inhaltlich hat mich die Geschichte gleich wieder mitgenommen. Ein bisschen überrascht, wenn auch positiv, war ich, dass der Kindheit Georgies im Manga tatsächlich relativ wenig Raum gegeben wurde. Die Geschichte beginnt mit Abels Rückkehr nach Hause und der ersten Begegnung mit Lowell. So liegt der Fokus des Mangas auf den abenteuerlichen Ereignissen, die damit in Gang gesetzt werden, was dem Spannungsbogen sehr gut tut.

Endlich kommt die wunderschöne Geschichte über das Waisenmädchen Georgie auf Deutsch heraus. Der erste der 5 Bände beginnt bereits sehr vielversprechend. Panini hat für eine qualitativ hohe Ausstattung gesorgt und gibt dem Manga so in Format und Farbgebung Raum sich zu entfalten und dem Leser nicht nur ein wunderschönes Leseerlebnis zu bescheren, sondern auch die Zeichnungen in ihrer Komplexität zu genießen.

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Veröffentlicht am 14.08.2025

Eine exotische und magische Geschichte

Das Mädchen aus der Schwebenden Welt (Floating World-Dilogie, Band 1)
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Ren verbirgt schon lange ihre wahre Identität und ist völlig glücklich mit ihrer Wahlfamilie als Schauspieler durch die Welt zu ziehen und die Vergangenheit zu vergessen. Doch als ihre Familie von Dämonen ...

Ren verbirgt schon lange ihre wahre Identität und ist völlig glücklich mit ihrer Wahlfamilie als Schauspieler durch die Welt zu ziehen und die Vergangenheit zu vergessen. Doch als ihre Familie von Dämonen angegriffen wird, bricht ihre Lichtmagie unvermutet aus ihr hervor – heller und strahlender und unkontrollierbarer denn je – ein Licht, dass ihre Feinde nicht übersehen können. Während diese eine ganze Truppe Meuchelmörder auf Ren ansetzen, macht diese sich auf, um ein Heilmittel für ihren Onkel zu finden, der von den Dämonen vergiftet wurde. Auf ihrer Suche begegnet ihr Sunho, einer der Kopfgeldjäger, doch er weiß noch nicht, dass er seiner Beute näher ist als er glaubt.

Ein wunderbarer Auftakt zur Dilogie „The Floating World“. Das exotische Flair macht die Geschichte zu etwas besonderem. Die Charaktere sind zart gezeichnet und sehr schön ausgearbeitet. Mir haben der Weltenaufbau und die Sprache sehr gut gefallen. Trotzdem konnte der letzte Funke nicht überspringen. Vieles fand ich vorhersehbar, altbekannte Motive, Charaktere mit wenig Komplexität - Ausnahme ist Jaeil. Die Geschichte ist farbenprächtig, exotisch, mit einer eigenen Magie und mir doch gleichzeitig zu glatt, zu runtergstrickt, zu sehr einer bekannten Schablone verpflichtet. Ich habe mir mehr Originalität erhofft wie ich sie in „Das Mädchen, das in den Wellen verschwand“ von derselben Autorin gefunden habe.

Fazit: Der letzte Funke ist nicht übergesprungen, aber es bleibt eine schöne Geschichte.

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Veröffentlicht am 14.08.2025

Düster, fesselnd und rasant – Eine tolle Geistergeschichte

Unheilige Zeiten
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Eine Welt wie unsere – und doch nicht, denn Geister gehören zum Alltag und stellen für jeden Menschen eine reale Bedrohung dar. Gut, dass es Menschen mit einer besonderen Gabe gibt, die sich dieser Bedrohung ...

Eine Welt wie unsere – und doch nicht, denn Geister gehören zum Alltag und stellen für jeden Menschen eine reale Bedrohung dar. Gut, dass es Menschen mit einer besonderen Gabe gibt, die sich dieser Bedrohung stellen können: die Totenbändiger. Aus unbekannten Gründen und auffallend gezeichnet, mit dieser Fähigkeit geboren und von den gewöhnlichen Menschen gleichermaßen gehasst wie gefürchtet wie gebraucht.
Camren Hunt gehört zu den Totenbändigern, doch er ist etwas Besonderes: vor 13 Jahren, der letzten Unheiligen Zeit, in der die Geister am gefährlichsten sind, wurde er als Kleinkind gefunden: inmitten von Leichen mit durchschnittenen Kehlen. Niemand weiß, was dort passiert ist, doch jetzt in der neuen Unheiligen Zeit, scheinen sich die Ereignisse zu wiederholen und die Totenbändiger stehen vor einer großen Herausforderung.

Eine fesselnde, düstere Geistergeschichte, die sich komplex, mysteriös und sehr originell aufbaut. Fernab von gängiger John Sinclair-Manier, die sich gerne in Splatter und Obszönitäten verliert, wird hier mit viel Talent eine Urban-Fantasy-Welt aufgebaut, mit glaubwürdig ausgearbeiteten Figuren, vielen Facetten und Andeutungen, dass sich an allen Ecken und Enden weitere Geschichten entwickeln (können) ohne, dass der Leser überfordert wird oder ein Erzählstrang zu kurz käme.

Das Figurenpersonal ist groß, aber nicht unübersichtlich, was zur Komplexität der Geschichte passt. Die Geschichte selbst ist düster, bringt das Unaussprechliche aller Verbrechen auf den Punkt ohne in Splatter oder Voyeurismus abzudriften.

Wie es sich für einen guten ersten Band gehört endet die Geschichte in einem fiesen Cliffhanger. Es gibt natürlicherweise nicht viele Antworten, aber diverse Mysterien und viel Raum für Spekulationen.

Mir gefiel das Buch sehr gut, wenn mir auch die Gegenspieler so gegen den Strich gingen, dass ich ihre Szenen kaum lesen konnte. Intoleranz, Selbstgerechtigkeit und eine arrogante Einfältigkeit, die in verstörender Brutalität gipfeln können haben mir oft fast die Luft zum Atmen genommen.
Mit dem Gegenentwurf der Hunt-Familie, die als Totenbändiger unterwegs ist, .wurde allerdings ein sehr gutes Gegengewicht aufgestellt. Für ihre Szenen habe ich gelebt.

Alles in allem eine rund erzählte Geschichte, die mich gepackt hat und neugierig auf die Fortsetzung macht.

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Veröffentlicht am 06.07.2025

Ein Leben für und mit Literatur

Einfach Literatur
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Man könnte sagen, dass der Werdegang eines Büchermenschen von der Buchhändlerlehre bis zum Antiquar gewöhnlich und wenig interessant sei – Klaus Willbrands Leben war alles andere als das. Seit er sich ...

Man könnte sagen, dass der Werdegang eines Büchermenschen von der Buchhändlerlehre bis zum Antiquar gewöhnlich und wenig interessant sei – Klaus Willbrands Leben war alles andere als das. Seit er sich als 5jähriger – in der unmittelbaren Nachkriegszeit, in der Bücher keineswegs ohne weiteres verfügbar waren - das Lesen selbst beigebracht hat, haben ihn Bücher begleitet. So unkonventionell er zum Lesen kam so außergewöhnlich setze sich sein Leben fort – von Zufällen, Glück und einem großen Talent für die Buchwelt gezeichnet. Er traf Heinrich Böll, war mit Rolf Brinkmann befreundet und rasselte mit Günter Grass zusammen. Klaus Willbrand verkaufte Bücher, produzierte Bücher, zog mit der Schriftsellerelite der 60er/ 70er um die Häuser, gestaltete den Aufstieg und Höhepunkt des Literaturhandels mit und legte gegen Ende seines Lebens, in einer Zeit in der der Buchhandel, das gedruckte Werk und die großen Klassiker einen neuen Tiefpunkt in der Gesellschaft erreicht haben, einen unverhofften Überraschungserfolg mit einem Tik-Tok und Instgramm- Kanal hin, der tausende Abonnenten wieder zum Buch und vor allem zu Klassikern brachte. So wie sein ganzes Leben von der Liebe zu Büchern und Zufällen wie Glück gleichermaßen gesäumt war, so kam auch dieser letzte Erfolg zustande: In Daria Razumovych fand er eine Kundin, eine Freundin, eine begeisterte Leserin – und eine Medienexpertin, die ihn dazu brachte Literatur noch mal neu und auf untypische Art zu inszenieren.

In diesem Buch erzählt Klaus Willbrand seinen gewöhnlichen und doch nicht so gewöhnlichen Lebensweg, der immer von Büchern, Literatur und der Buchbranche geprägt war. Er zeigt, dass Klassiker und das Lesen immer zeitgemäß sind, dass man außergewöhnliches findet, wenn man sich auf sie einlässt und niemals Angst haben darf sich auf ein Leseabenteuer oder auch das Abenteuer der Buchbranche einzulassen. Zum Leidwesen seiner Fans und des Lesers dieses interessanten Buches, ist dieses Werk zu einem Nachruf geworden, da Klaus Willbrand Anfang 2025 verstorben ist. Doch Dank Daria Razumovych lebt er in diesem Buch weiter: Optimistisch, heiter und auch durchaus mal bissig berichtet er von seinem Leben, seinem Eindruck von der Welt der Bücher wie er sie kennengelernt, ihren Wandel erlebt und heute empfindet.

Eine Biographie, ein Literaturführer ein außergewöhnliches Leseerlebnis , dieses Buch macht Mut, dass die Welt der Klassiker, der antiquarischen Werke und die Kunst des Lesens nicht verloren ist. Es gibt Menschen, die die Türen dazu offen halten, mit Sachkenntnis und Begeisterung, wie Klaus Willbrand, Menschen, die die „alte Buchwelt“ kennen und schätzen und diese ins 21. Jahrhundert bringen, wie Daria Razumovych, und es gibt Menschen, die davon inspiriert werden, sich begeistern und den Weg zum Buch zurückfinden, wie die vielen Fans des TikTok/ Instagramm-Kanals. Dieses Buch ist in vielerlei Hinsicht ein außergewöhnliches: Ein außergewöhnlicher Mann, eine außergewöhnliche Freundschaft, ein außergewöhnliches Projekt.

Ganz große Klasse!

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Veröffentlicht am 12.06.2025

Eine fesselnde Geistergeschichte

Guardian 1. Seelenwächter
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Guo Changcheng weiß gar nicht wie ihm geschieht als ihm durch die Beziehungen seines Onkels ein neuer Job zufällt, der auch noch verspricht wenig Arbeit und dafür großen Lohn zu bieten. Gut, dass das Vorstellungsgespräch ...

Guo Changcheng weiß gar nicht wie ihm geschieht als ihm durch die Beziehungen seines Onkels ein neuer Job zufällt, der auch noch verspricht wenig Arbeit und dafür großen Lohn zu bieten. Gut, dass das Vorstellungsgespräch nachts stattfindet, hätte ein Hinweis sein können, dass die Abteilung des Ministeriums für öffentliche Sicherheit vielleicht nicht die üblichen Aufgaben hat. Zhao Yunlan, der junge Leiter dieser Abteilung, die sich mit Übernatürlichem befasst, ist fassungslos, was für ein unfähiger Trottel ihm als neuer Mitarbeiter zugeteilt worden ist. Doch weder er noch Guo Changcheng haben viel Zeit sich aufeinander einzustellen, denn ein Todesfall an der Universität ist der Auftakt zu einem düsteren Fall. Auf sein restliches Team kann Zhao Yunlan allerdings zählen, so den sprechenden, zynischen Kater Daqing – doch nichts hat den selbstbewussten Ermittler auf den gut aussehenden, mysteriösen Professor Shen Wei vorbereitet.

Nachdem ich die ersten Seiten etwas holprig fand – Guo Changcheng ging mir ziemlich schnell auf den Keks, was sich im Laufe der Geschichte nicht geändert hat – hat mich die Geschichte völlig gepackt. Eine spannende Geistergeschichte, die ihre Magie auch daraus zieht, dass es sich hier um chinesische Mythologie und die chinesische Geisterwelt handelt, also in keinem Punkt vertraut ist.
Zhao Yunlan hat mich begeistert. Der etwas arrogante, schnöselige und dabei brillante Ermittler hat genau meinen Geschmack getroffen. Shen Wei ist genauso genial gezeichnet mit seiner kühlen Distanziertheit, Professionalität und dem Nimbus des Geheimnisvollen. Das gesamte Ermittlerteam vom Kater bis zum Geist hat mich begeistert. Die Charakterzeichnung ist durch die Bank brillant, selbst der nervtötende Guo Changcheng. Von letzterem erwarte ich übrigens noch was. Für einen Sidekick wirkt er zu präsent, da muss noch mehr dahinterstecken.

Was mich besonders begeistert ist, die Liebesgeschichte, die wunderbar zart und geradezu zum Miterleben aufgebaut wird ohne in die heute so gehypte Spice-Richtung zu driften. Das gefiel mir sehr gut. Zhao Yunlans Gefühle sind trotzdem deutlich genug und sein Charakter als rücksichtloser Lebemann kommt auch gut zum Ausdruck.

Die vereinzelten Illustrationen im Manga-Stil geben dem Buch noch mal einen ganz besonderen Charakter.

Dieses Buch hat mich völlig überrascht und überwältigt. Es hat mich voll auf begeistert und ich kann den zweiten Band nicht erwarten! Großartige Mystery-Crime vom Feinsten!

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