Cover-Bild Einfach Literatur
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22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: S. FISCHER
  • Themenbereich: Biografien, Literatur, Literaturwissenschaft - Biografien und Sachliteratur
  • Genre: Sachbücher / Film, Kunst & Kultur
  • Seitenzahl: 224
  • Ersterscheinung: 25.06.2025
  • ISBN: 9783103977035
Klaus Willbrand, Daria Razumovych

Einfach Literatur

Eine Einladung | Lese-Empfehlungen vom Antiquar und Tik-Tok-Star

Der neue Literaturverführer / bekannt als @buchantiquariat_willbrand auf Instagram und TikTok

»Welche Werke von Thomas Mann sollte man gelesen haben?« »Welche anglo-amerikanischen Schriftstellerinnen sind besonders empfehlenswert?« Wer Antworten auf diese oder ähnliche Fragen sucht oder einfach Lust hat, sich mit Literatur zu beschäftigen, ist bei Klaus Willbrand bestens aufgehoben. In seinem ersten Buch teilt der Antiquar seine eigene Leserbiographie und spricht Empfehlungen aus – gewohnt meinungsstark und mit profundem Wissen. Er erzählt, wie er selbst zur Literatur gefunden hat, welche Schriftsteller:innen und Werke ihn in seinen ersten Lesejahren geprägt haben und was es mit seinem dreijährigen Lesesabbatical auf sich hatte. »Einfach Literatur« ist eine Einladung, sich mit der Weltliteratur zu beschäftigen – klug und unterhaltsam.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.11.2025

Ein sachter Literaturverführer

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“Einfach Literatur” ist ein Literaturverführer des Antiquars Klaus Willbrand, den er gemeinsam mit Daria Razumovych geschrieben hat. Das Buch setzt sich aus drei Teilen zusammen. So skizziert Klaus Willbrand ...

“Einfach Literatur” ist ein Literaturverführer des Antiquars Klaus Willbrand, den er gemeinsam mit Daria Razumovych geschrieben hat. Das Buch setzt sich aus drei Teilen zusammen. So skizziert Klaus Willbrand einerseits seinen Lebensweg, der - sei es als Buchhändler, als Verlagsmitarbeiter oder als Antiquar - eng mit der Buchbranche verknüpft war. Um nur ein paar beispielhafte Episoden zu nennen: Willbrand berichtet von seiner Lehrzeit bei der Buchhandlung Witsch (ein kleiner, wirklich schöner Blick in die Kölner Buchhandelsgeschichte), seiner Arbeit beim Verlag Arno Spitz in Berlin und seinem Lesesabbatical, bei dem Willbrand zehn bis zwölf Stunden pro Tag las. Daneben beschäftigt sich Willbrand in einem zweiten Teil mit lesenswerten Autorinnen/Werken aus Deutschland, Großbritannien/den USA und Frankreich. So gibt es kurze, überblicksartige Einordnungen u.a. zu Thomas Mann und Christa Wolf, Virgina Woolf und Ernst Hemingway, Marguerite Duras und Jean-Paul Sartre. Lebendig wird diese Vorstellung dadurch, dass Willbrand ebenfalls erzählt, wie er als Leser den literarischen Werken/den Autorinnen zum ersten Mal begegnete. Besonders spannend ist dies bei den deutschsprachigen Gegenwartsautor*innen, denn diese traf er z. T. in beruflichen Kontexten tatsächlich persönlich. So berichtet er von Begegnungen mit Heinrich Böll bei Witsch, einem denkwürdigen Zusammentreffen mit Günter Grass und der engen Freundschaft mit dem früh verstorbenen Rolf Dieter Biermann. Der dritte Bestandteil von “Einfach Literatur” sind die Gedanken Willbrands zur Literatur als Kunst. Hier beschäftigt er sich u.a. essayistisch mit der Bedeutung von Büchern, dem Wandel von Literatur und der Lesemotivation. Bei allem beschreibt, erklärt und erzählt Willbrand behutsam und sachte, nicht belehrend. Kurz: “Einfach Literatur” ist ein unaufdringliches wie informatives Buch, das den Lesenden Literatur vorschlägt, aber nicht aufdrängt - perfekt zum Abtauchen in (un)bekannte Literaturwelten. Ein wirklich würdiges Vermächtnis.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

eine schöne Einladung

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Ich habe Klaus Willbrand auf Tiktok verfolgt und seine profunde Sachkenntnis über Literatur sehr genossen. Nach seinem Tod hat es mich erfreut, als ich hörte, dass dieses Buch erscheinen wird. Wer sich ...

Ich habe Klaus Willbrand auf Tiktok verfolgt und seine profunde Sachkenntnis über Literatur sehr genossen. Nach seinem Tod hat es mich erfreut, als ich hörte, dass dieses Buch erscheinen wird. Wer sich mit Weltliteratur beschäftigen will, soll und kann gerne zu diesem Buch greifen. Besonders wertvoll für mich war das Kapitel über französischsprachige Literatur, weil ich hier noch die meisten lesetechnischen Defizite aufweise, die ich jetzt auch ausgleichen möchte. Das Buchcover ist sehr schlicht, natürlich mit Foto von Klaus Willbrand um auf den Social-Media-Wiedererkennungswert zu setzen. Inhaltlich hat mir dieser Literaturführer viele Ideen gegeben, meine Liste an Büchern, die ich noch lesen möchte, hat sich sehr stark vergrößert. Ich kann dieses Buch nur empfehlen - außer denjenigen, die keine neuen Inspirationen für Bücher wollen. Ein schönes Werk, schade dass Klaus Willbrand die Veröffentlichung nicht mehr erlebt hat.

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Veröffentlicht am 25.09.2025

Ein Leben für die Literatur

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Gestaltung:
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Das Cover ist sehr nüchtern gehalten: Es zeigt ein Porträtfoto des Antiquars Klaus Willbrand mit einem auffordernden Blick zum Leser hin. Es sieht aus, als wolle er einen ...

Gestaltung:
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Das Cover ist sehr nüchtern gehalten: Es zeigt ein Porträtfoto des Antiquars Klaus Willbrand mit einem auffordernden Blick zum Leser hin. Es sieht aus, als wolle er einen (heraus)fordern. Mich hat es angesprochen und daher gereizt, das Buch in die Hand zu nehmen. Das dunkelrote Lesebändchen rundet das wertig gestaltete Hardcoverbuch perfekt ab.

Inhalt:
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"Es ist ein Buch, das sich nicht aufdrängen will. Das keine Vorgaben macht, was man zu lesen oder zu ignorieren hat. Es konserviert einfach das Wissen eines Buchmenschen, der sich mit fünf Jahren das Lesen selbst beigebracht und seitdem ungefähr 6000 Bücher gelesen hat. Eines Menschen, für den Bücher Kunstwerke sind, die eine eigene Aura haben, egal wie oft man sie nachdruckt.
Dieses Buch führt die Lesenden durch die wichtigsten Stationen in Klaus Willbrands Leben und reichert sie mit seinen Buchempfehlungen an. Als Grundlage dienen unzählige Gespräche und Videos, über 30 Interviews und zahlreiche Diktieraufnahmen."
(S. 26)

Dieses Zitat gibt den Inhalt des Buches perfekt wieder, daher möchte ich nur folgendes ergänzen:

Klaus Willbrand hat in seinen insgesamt 83 Lebensjahren bestimmt mehr gesehen und vor allem mehr gelesen als die meisten Menschen, die ich kenne. Erstaunlicherweise erinnerte er sich auch an die meisten Dinge und kam darüber mit der Germanistikstudentin Daria Razumovych ins Gespräch. So entwickelte sich eine tiefe Freundschaft und später auch ein Tiktok-Kanal über Literatur, der bis zu Willbrands Tod sehr erfolgreich war. Die wichtigsten Erlebnisse und literarischen Leseempfehlungen hat Daria nun in diesem Buch verewigt.

Mein Eindruck:
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"Der Literatur haftet immer etwas Pionierhaftes an. Sie wagt sich auf unbekanntes Terrain und öffnet Türen, wo andere nicht einmal welche vermuten. Das kann die Thematisierung eines Gegenstands sein, an den sich zuvor niemand herangewagt hat. Es kann die Geburt eines neuen Genres sein oder die Neuerfindung eines bestehenden. Manchmal ist es die Sprache selbst, die forschend und rebellisch voranschreitet. In solchen Momenten kann die Handlung gänzlich in den Hintergrund treten, wie etwa in Marcel Prousts 'Auf der Suche nach der verlorenen Zeit'.
Was jedoch alle großen literarischen Werke vereint, ist ihre Fähigkeit, die Zeit zu überdauern. Sie schafft es, ein Momentum einzufangen, das in ihrer Epoche tief verwurzelt ist, und doch ruft dieses Momentum auch bei der nächsten und übernächsten Generation ähnliche Assoziationen und Empfindungen hervor. So entstehen Klassiker - Werke, die motivisch zeitlos, aber zugleich so unverwechselbar mit der Ära verbunden sind, in der sie entstanden. Große Literatur bewahrt etwas von ihrer Zeit, bleibt dabei aber unvergänglich. (S. 47f.)

Ich kannte bisher weder Klaus Willbrand noch Daria oder den Tiktok-Kanal - leider, wie ich im Anschluss an diese Lektüre anfügen muss. Denn Herr Willbrand versteht es vorzüglich, Literatur schmackhaft zu machen. Seine Empfehlungen sind nicht streng am Mainstream orientiert, sondern basieren auf seiner Leseerfahrung. Zudem gibt er Einblicke das Leben vieler Autoren und deren Werke. Dabei fasst er den Fokus bestimmer Erzählungen so zusammen. So kann jeder Leser selbst entscheiden, ob das Buch etwas für ihn sein könnte oder nicht. Es gibt keinen erhobenen Zeigefinger und kein Must-Read. Neben vielen bekannten Büchern wurde durch diese Lektüre mein Horizont erweitert und meine Leselust, insbesondere auf Klassiker, wiedererweckt.
Besonders erwähnenswert waren die Leselisten eingeteilt in deutsche, angloamerikanische und französische Literatur.
Was dieses Buch jedoch so liebenswert macht, ist die Tatsache, dass auch die bewegte Biografie von Herrn Willbrand erzählt wird. So streut er immer wieder Anekdoten mit Schriftstellern, Erlebnisse aus der Kindheit, dem späteren Berufsleben im Verlagswesen und im Buchhandel und als Rätselerfinder ein. Sein Leben war reichhaltig und einfach der Wahnsinn und bei alldem hat er sich stets einen gewissen Humor bewahrt. Schade, dass ich ihn erst jetzt durch das Buch kennenlernen durfte und nicht die Gelegenheit hatte, ihn live in seinem Antiquariat besuchen zu können.
Eine klare Empfehlung für alle, die Literatur lieben, ich bin sicher, es gibt für jeden noch was Neues zu entdecken!

Fazit:
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Liebenswerte Mischung aus Biografie und Literaturempfehlungen für alle, die Bücher lieben!

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Veröffentlicht am 24.09.2025

Sympathisch und motivierend

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Freundschaft kennt kein Alter, ging mir bei dieser anrührenden Einführung durch den Kopf, in der Dara Razumovych ihre Begegnungen mit mit 83-jährige Antiquar Klaus Wilbrand beschreibt. Ich finde es faszinierend, ...

Freundschaft kennt kein Alter, ging mir bei dieser anrührenden Einführung durch den Kopf, in der Dara Razumovych ihre Begegnungen mit mit 83-jährige Antiquar Klaus Wilbrand beschreibt. Ich finde es faszinierend, was sich aus einer Social-Media-Idee für Möglichkeiten ergeben haben und wie zwei Freunde zu ganz außergewöhnlichen Bookfluencern wurden. Auch dadurch ist dieses konservierte Wissen in Buchform entstanden, welches von Klaus Wilbrands Leben erzählt und einige Buchempfehlungen gibt.

Das Buch liegt seit mehreren Wochen auf meinem Nachtschrank und ich habe es immer wieder genossen, darin zu lesen. Mir hat besonders gefallen, dass der Titel Programm ist und die leicht zugängliche Sprache auf kluge und unterhaltsam Weise Hürden abbaut. Jeder der Literatur und Bücher liebt, wird Klaus Wilbrands Gedanken dazu gern lesen. Es fühlt sich nicht starr und beschränkend an, sondern wie es gedacht ist: als Einladung, die Mut macht, sich mit Weltliteratur zu beschäftigen.

Es gibt eigentlich nichts, was ich nicht mit Interesse gelesen habe. Ob Anekdoten aus dem Literaturbetrieb und seine Anfänge als gelernter Buchhändler, vorgestellte Schriftsteller und Schriftstellerinnen und einige ihrer Werke, Stationen aus dem Leben von Klaus Willbrand oder welchen Rat er Buchliebhabern geben würde.
In seiner unverwechselbaren ehrlichen Art legte er Wert auf Sprache und Schreibstil, während der Inhalt nur zweitrangig war, ebenso wie die optische Ausstattung. Das Wort zählte für ihn und das merkt man auch an seiner eigenen Leserbiographie. Mich hat beeindruckt, wie Klaus das Lesen gelernt hat und ich kann nachvollziehen, warum die beiden sich stundenlang in Gesprächen verlieren konnten.

Es ist ein wertvolles und zeitloses Vermächtnis, was mich inspiriert, berührt und motiviert hat, und das ohne Dara Razumovych nicht möglich gewesen wäre. Eine würdige Hommage und wunderbare Geschichte eines leidenschaftlichen Lesers.

Veröffentlicht am 22.09.2025

Lust auf Literatur

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Dieses Buch macht einfach Lust auf Literatur! Doch vorab: Ich finde die Geschichte rund um die Beziehung zwischen Klaus Willbrand und Daria Razumovych einfach wunderbar. Zwei Menschen, die viele Lebensjahre ...

Dieses Buch macht einfach Lust auf Literatur! Doch vorab: Ich finde die Geschichte rund um die Beziehung zwischen Klaus Willbrand und Daria Razumovych einfach wunderbar. Zwei Menschen, die viele Lebensjahre trennen, aber doch eines verbindet: die Literatur. Die Idee, Klaus Willbrand und sein Kölner Antiquariat über Social Media bekannt zu machen, war toll und ich mochte die Videos unglaublich gern.

„Einfach Literatur“ weist eine tolle Mischung aus Informationen über Klaus Willbrands Leben und seinen literarischen Tipps auf. Dabei sind die Literaturtipps in „deutschsprachige Literatur“, „angloamerikanische Literatur“ und „französischsprachige Literatur“ unterteilt. Als Germanistin interessiere mich sehr für Literatur und habe mich sehr über die persönlichen Empfehlungen des Antiquars gefreut. Einige Autor*innen haben es nach dem Lesen des Buches auf jeden Fall auf meine Wunschliste geschafft. Neben den Empfehlungen hat mich aber insbesondere die Schilderung des Lebenswegs von Klaus Willbrand und seines Zugangs zur Literatur begeistert. So lernt man nicht nur etwas über die vorgestellten Bücher, sondern entdeckt auch, wie diese mit dem Leben des Antiquars verwoben waren. Es ist unglaublich schade, dass dieser die Veröffentlichung des Buches nicht mehr miterleben konnte. Mir gefällt auf jeden Fall sehr, was Daria Razumovych aus all den gemeinsamen Gesprächen und aufgenommenen Videos geschaffen hat! Dieses Buch macht definitiv Lust auf Literatur und ist etwas für alle, die sich gern mit Büchern auseinandersetzen.

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