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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.07.2023

Ein unvergesslicher Sommer in Paris

Sommertage im Quartier Latin
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Auf diesen Roman war ich schon sehr gespannt gewesen. Während Frau Stern mir schon sehr vertraut ist mit ihren historischen Romanen, so schlägt sie mit diesem Werk ein neues Kapitel auf und das ist auch ...

Auf diesen Roman war ich schon sehr gespannt gewesen. Während Frau Stern mir schon sehr vertraut ist mit ihren historischen Romanen, so schlägt sie mit diesem Werk ein neues Kapitel auf und das ist auch gut so.

Mit Sommertage im Quartier Latin ist ihr ein Roman gelungen, der vor französischer Leichtigkeit und Raffinesse nur so sprüht. Die Gelassenheit und auch die familiäre Gesellschaft kommen hier sehr gut zum tragen. Mit ihrer feinfühligen Art zeichnet die Autorin voller Tiefgründigkeit die Bewohner des Quartier Latin, eines der ältesten Viertel von Paris, aus und so war es auch nicht verwunderlich, das dieses Buch sich in einem ganzen Film verwandelte.

Nachbarn zu haben, die ehrlich und freundlich miteinander kommunizieren und füreinander da sind, wertschätzend und aufmerksam ihre Mitmenschen beobachten ohne dabei aufdringlich zu sein, all das wird man im Viertel Quartier Latin erleben und zu schätzen wissen. Man taucht dabei tief ab in das Geschehen und begleitet Lola bei ihrer Reise in ihre Heimatstadt.

Die Charaktere wurden von der Autorin so farbig und lebendig gezeichnet, das es für mich ein ein absolutes Riesen Vergnügen war, dieses Buch zu lesen.
Besonders Lola und Fabien mochte ich sehr gerne. Beide wurden mir so nahe gebracht- ihre Emotionen, ihre Gedanken komplett auf mich übertragen und ich muss gestehen, das ich sehr am mitzittern war, welchen Kurs sie beide wohl anstreben.


Dabei erlebt der Leser eine sehr vielfältige Geschichte. Neben viel Romantik, wurden auch viele ernste Themen angesprochen wie die Trauer und der Verlust von einem nahe stehenden Menschen, Familiengeheimnisse oder auch die Freundschaft spielen in dem Roman eine ganz große Rolle. Und natürlich die Liebe.
Dieses alles ist der Autorin 1 A gelungen das so authentisch und bildlich auf mich zu übertragen, das ein tiefes Abtauchen mühelos möglich war.

Manchmal muss man eben einen Umweg nehmen um sein wahres Glück zu finden imd manchmal muss man erst zu sich selber finden, um in dem Gegenüber zu erkennen, was vorher unsichtbar war.

Und so verbrachte ich leicht beflügelt einen fantastischen Sommer in Paris und freue mich schon sehr auf diesen Sommer hier,



Fazit:

Ein leichter und luftiger Sommerroman, der tiefgründig die Geschichte einer Familie erzählt und den Leser dabei voll mitnimmt
4 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.07.2023

Eine großartige und sehr tiefgründige Geschichte- Einfach nur Wow

Elternhaus
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Endlich gibt es wieder einen neuen Roman aus der Feder von Ute Mank und das ist auch gut so. Wer, wenn nicht sie, kann dem Leser eine so tiefgründige Geschichte auf dem Silbertablett servieren, das man ...

Endlich gibt es wieder einen neuen Roman aus der Feder von Ute Mank und das ist auch gut so. Wer, wenn nicht sie, kann dem Leser eine so tiefgründige Geschichte auf dem Silbertablett servieren, das man tagelang später noch so sehr, über das Buch und seinen Inhalt nachdenken muss.
Genauso erging es mir bei ihrem neuesten Werk mit einer Geschichte, wie sie nicht hätte besser geschrieben und verpackt werden hätte können.
Eine Geschichte, die man nicht nur einfach liest, sondern auch mit jedem Wort fühlt.
Jeder von uns wird älter und das Leben ist geprägt von stetigen Veränderungen.
Und genau davon handelt dieser Roman, vom Älterwerden und den verschiedenen Abschnitten des Lebens, die für den einen oder anderen eine Herausforderung darstellen kann und was das auch aus einem macht. In jeder Veränderung im Leben steckt ganz viel Mut und Hoffnung, aber natürlich auch ganz viele Fragen und Zweifel, ob man die auch die richtige Entscheidung getroffen hat.
Frau Mank hätte diesen Roman nicht besser schreiben können, denn das was sie dem Leser mit ihren Worten präsentiert, ist eine Geschichte aus dem Leben- und für das Leben.

Jeder von uns wird älter und auch unsere Eltern bleiben davon nicht verschont. Was dann mit dem Elternhaus geschehen soll, wenn das alleine wohnen nicht mehr tragbar ist, scheint auf den ersten Blick einfach sein, ist es aber nicht.

Mit großer Empathie zeichnet Frau Mank die Geschwister aus und übergibt sie den Leser. Im Mittelpunkt stehen Sanne und Petra. Die dritte im Bunde Gitti bleibt eher im Hintergrund. Ausgekleidet mit viel Farbe und Emotionen begleitet der Leser die Charaktere dann auf ihren Weg und ich kann eines versichern, das bringt den Leser beim lesen auch zum nachdenken und innehalten. Man dringt so tief in die Schwestern ein und in deren Gedankenwelt ein und erlebt hautnah ein absolutes Gefühlschaos mit. Konflikte sind da vorprogrammiert und wie wichtig das miteinander zu reden doch ist, wird auch hier einmal sehr deutlich.

Das Buch behandelt ein so ernstes Thema so authentisch und bildhaft- mit all seinen verschiedenen Emotionen und das nicht nur von der einen Seite.
Für mich persönlich eine ganz große Kunst, alles so präzise zu verpacken ohne den Leser damit zu erdrücken.
Ich kann nur sagen- Wow.




Fazit:

Wieder einmal hat es Frau Mank gekonnt verstanden, den Leser mit ihre Worten einzufangen und fortzutragen, in diesem Fall mit einem großartigen Roman über as Älterwerden und die mit sich mitbringenden Veränderungen im Leben. Hier bekommt die Magie des Lesens eine ganz große
Bedeutung!
5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.07.2023

Eine falsche Entscheidung kann die letzte sein...

Zwei Fremde
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Einer will dir helfen. Der andere dich töten.
Aber du weißt nicht wer……

Mal ganz ehrlich, wer mag nicht dieses Buch lesen, bei diesen Worten?
Als ich zum ersten mal das Cover und die Worte gelesen habe, ...

Einer will dir helfen. Der andere dich töten.
Aber du weißt nicht wer……

Mal ganz ehrlich, wer mag nicht dieses Buch lesen, bei diesen Worten?
Als ich zum ersten mal das Cover und die Worte gelesen habe, war mir sofort klar, dass ich dieses Buch lesen muss. Wenn das Cover schon solche eine Spannung verursachen kann, dann muss das Buch doch mega sein, oder?

Auf jeden Fall bin ich federleicht in die Geschichte gestartet und war sofort gefesselt von dem spannenden Geschehen. Es ging gleich spannend los und sollte so auch erst einmal bleiben. Gebannt verfolgte man das Geschehen im Hotel- fernab vom prallen Leben in der Einsamkeit.
Die Autorin hat es gut geschafft dass sich bei mir die Bilder zu dem Hotel und die Ortschaft in meinen Kopf brannten
Und auch die Gedanken ratterten dabei mächtig im Salto. Ständig kamen neue Informationen zum Vorschein oder Situationen, wo man sich dann fragte, wer hier denn nun eigentlich wirklich wer ist. Wer hat was zu verbergen und warum? Und wer ist hier der gute und wer ist der böse? Ein Spiel der Gedanken, welche mich gut auf Trab gehalten haben. Für meinen Geschmack ist die große Frage, welcher Cop der Richtige ist, doch viel zu früh gelöst worden und hat damit auch einen Teil der Spannung eingebüßt.
Es war nicht so, dass ich das Buch dadurch dann weniger gelesen habe, denn es ging weiter actionreich zu. Und doch …

bin ich mit dem Hauptcharakter Remie nicht so ganz warm geworden. Sie wirkte auf mich zu kühl und ich bekam sie dadurch nicht wirklich zu fassen. Gar fühlte es sich für mich so an, als wenn ich hinter einem Vorhang stehen würde- ganz nah dran und doch ganz weit weg.
Gerade ihre Entwicklung im zweiten Abschnitt des Buches war so ziemlich überraschend- gänzlich unerwartet.

Dem Autor ist in dieser Hinsicht hervorragend gelungen, den Leser in Hinsicht auf die Charaktere auf die falsche Spur zu schicken, so dass so einige Puzzleteile aufgedeckt worden sind, mit denen so gar nicht zu rechnen war.

Allerdings wurde für mich persönlich am Ende wieder unheimlich viel Potenzial verschenkt, denn das Ende kam so abrupt. Und zum anderen war es aus meiner Sicht völlig übertrieben und unrealistisch dargestellt. Das war echt schade.



Fazit:
Alles in einem ein Buch, mit viel Action und leider auch verschenkten Potenzial, welches ich dennoch in einem Rutsch durchgelesen habe
3 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 25.06.2023

Einfach nur normal sein, kann total einfach sein!

Genial normal
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Wer von uns hat sich noch nie minderwertig gefühlt, obwohl wir eigentlich doch fast alle von unseren Eltern einprägt bekommen, das wir einzigartig sind?
Da haben wir es- auch ich verfalle bei manchen Situationen ...

Wer von uns hat sich noch nie minderwertig gefühlt, obwohl wir eigentlich doch fast alle von unseren Eltern einprägt bekommen, das wir einzigartig sind?
Da haben wir es- auch ich verfalle bei manchen Situationen in dieses Denkmuster hinein.
Aber, ich sage Euch, wenn ihr das Buch gelesen habt, macht ihr das garantiert nicht mehr.

William Sutcliffe hat mit diesen besonderen Jugendroman ein ganz wichtiges Thema perfekt verpackt zu einer lustigen Geschichte, so dass ich das Buch ratzi fatzi durchgelesen hatte.

Das Buch ist perfekt für Kinder ab 11 Jahren geeignet und lässt sich auch dank des lockeren und leichten Schreibstils des Autors gut lesen.

Die Charaktere sind allesamt sehr gut ausgearbeitet und besonders Sam wird bei mir in guter Erinnerung bleiben. Er ist so witzig und so herrlich normal- im Gegensatz zu seiner Familie, die irgendwelche Begabungen haben und dadurch Sam doch sehr unter Druck setzen, wenn auch unbewusst.
Besonders amüsant empfand ich auch die Mutter von Sam- die mit dem Umzug auf die Idee kam einen eigenen Blog zu führen ( da musste ich doch auch gleich mal bei meiner Mama heimlich auf ihr Insta Konto gucken- ob da auch so komische Sachen über mich drinne stehen- aber Schwein gehabt)

Und trotz dass dieses Buch nur so voller Witz strotzt, so behandelt es dennoch sehr ernste Themen- wie Freundschaft, Neuanfang, Ausgrenzung, Mobbing und auch das Verliebtsein. Dem Autor ist es 1 A gelungen, das alles so miteinander zu verbinden und hat daraus eine rasante Geschichte gestrickt, die einen zum lachen bringt, aber auch zum nachdenken und gleichzeitig auch sehr inspirierend ist.


Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen und freue mich schon auf das nächste Werk des Autors


Fazit:

Total Normal ist einfach ist einfach Genial Normal! Wir müssen uns nicht verstellen oder gar anders sein, als wir eigentlich sind. Denn jeder einzelne von uns ist einfach Genial und ist besonders!
5 Sterne

(Silias- Robert 12 Jahre

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.06.2023

Ein müheloses Abtauchen in eine längst vergangene Zeit

Das Pensionat am Holstentor: Frühlingstöchter
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Wer gerne die Bücher von dem Trotzkopf gelesen hat und sein Herz zudem noch für historische Bücher schlägt, der ist bei dem Auftakt der neuen Reihe Das Pensionat am Holstentor, an der richtigen Stelle.

Mit ...

Wer gerne die Bücher von dem Trotzkopf gelesen hat und sein Herz zudem noch für historische Bücher schlägt, der ist bei dem Auftakt der neuen Reihe Das Pensionat am Holstentor, an der richtigen Stelle.

Mit einem leichten Schreibstil gleitet man Dank der Autorin mühelos tief ab und begibt sich auf eine Zeitreise in vergangene Zeiten, in Zeiten, die auf der einen Seite eine unheimlich starke Anziehungskraft ausüben und auf der anderen Seite gleichzeitig auch froh machen, dass man in der heutigen Zeit leben darf und gerade als Frau in unserem Land so große Freiheiten genießen zu können. Vor über 100 Jahren sah das alles noch ganz anders aus und schon von klein auf, war das Leben eines Mädchen strikt vorgezeichnet gewesen und durfte nur Träumen. All das hat die Autorin hervorragend geschafft aufzuzeichnen und voll und ganz auf den Leser zu übertragen.

Das lag zum anderen an den tollen Charakteren, die unterschiedlicher nicht hätten sein können. Besonders Nora mochte ich persönlich sehr gerne- rebellisch, natürlich und voller Selbstbewusstsein wehrt sie sich gegen die steife Etikette, so dass man als Leser wie gebannt die Geschichte liest und man automatisch mitfiebert.
Aber auch die junge Lehrerin Gesche heimst ordentlich Sympathiepunkte ein. Offen, ehrlich und sehr temperamentvoll kämpft sie für die Rechte der Frauen bzw, der Mädchen und will ihnen Wissen herantragen, was sie laut der steifen Ettikette nicht wissen müssen.
Aber auch alle weiteren Charaktere sind sofort vor Augen entstanden und haben die Geschichte und das Geschehen so bunt werden lassen.

Während man die Charaktere voll und ganz zu greifen bekommt, lassen auch die Erzählungen rund um Lübeck keine Wünsche offen. Ich hatte die gesamte Zeit das Gefühl selber vor Ort zu sein und durch Lübecks Gäßchen zu gehen. Mit ganz viel Charme und historischen Wissen punktet die Autorin auch hier voll und ganz. Das alles hat sie perfekt eingebunden mit den Themen, Freundschaft, den Träumen und der Liebe mit einem sehr spannenden Geschehen, dass ich die 384 Seiten viel zu schnell durchgelesen hatte.



Fazit:

Mit historischen Wissen perfekt eingebunden in das spannende Geschehen präsentierte die Autorin mit ihren Auftakt einen hervorragenden Debütroman, der sich sehen lassen kann und für tief abtauchende Lesestunden sorgt.
4,5 Sterne


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