"Wenn wir beeinflussen können, wen immer wir lieben, brechen keine Herzen."
Wen immer wir lieben (Immer-Trilogie, Band 1)Wer nach einer witzigen NA-Geschichte mit einer vollkommen anderen Protagonistin sucht (anders als man das aus dem Genre kennt) u. Fan von Filmen wie "Wie werde ich ihn los in 10 Tagen?", ist mit "Wen ...
Wer nach einer witzigen NA-Geschichte mit einer vollkommen anderen Protagonistin sucht (anders als man das aus dem Genre kennt) u. Fan von Filmen wie "Wie werde ich ihn los in 10 Tagen?", ist mit "Wen immer wir lieben" von Michelle Schrenk genau richtig. Kurz gesagt: Bad-Boy-Challenge trifft auf verrückt-skurrile Protagonistin!
Kurz zur Story:
Da Nika, die kleine Schwester von Lina, schon wieder in die Bad-Boy-Falle getappt ist, entscheidet sich Lina dazu, die Frauenwelt in ihrem Blog vor solchen Pick Up Artists zu warnen. Aus diesem Grund startet sie ein Selbstexperiment u. sucht sich in einem Club via Tinder den gutaussehenden Ben aus, der auch auf den ersten Blick der typische Bad Boy zu sein scheint. Anhand von Versuchsobjekt Ben will Lina beweisen, dass alle Bad Boys gleich sind, nach einem Stufenprinzip vorgehen u., sobald sie die Frau ins Bett bekommen haben, wieder fallen lassen.
Und somit beginnt die Challenge. Was Lina dabei aber nicht bedacht hat, ist ihr eigenes Herz.
Der Einstieg in die Geschichte, die aus der Ich-Perspektive von Lina erzählt wird, ist mir sehr leicht gefallen. Leider konnte ich mich mit der Protagonistin sehr wenig identifizieren, da ihr Verhalten bzgl. der Bad-Boy-Challenge wirklich äußerst merkwürdig, verrückt u. verbissen ist. Lina will unbedingt beweisen, dass Ben ein absoluter Bad Boy u. sein Verhalten Masche ist, sodass sie nicht erkennt oder besser die Augen davor verschließt, dass Ben tatsächlich ein liebenswürdiger, zuvorkommender u. netter Kerl ist, der wirkliches Interesse an Lina hat. Ben mochte ich deshalb als Charakter sehr gerne u. meinen höchsten Respekt an ihn, dass er so geduldig u. einfühlsam ist u. sich die vielen verschiedenen Verrücktheiten von Lina gefallen lässt, die mich stark an Filme wie "Wie werde ich ihn los in 10 Tagen?" erinnert haben.
Dass Ben ein richtiges Problem damit hat, als Lina ein paar Mal durchsickern lässt, dass sie ihn für einen Pick Up Artist hält, war für mich spätestens ab dem Zeitpunkt nachvollziehbar, als ich dann selbst ein YouTube-Video zu dem Thema angesehen habe.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, locker u. leicht u. das Nürnberg-Setting grandios, vor allem, wenn man die Stadt selbst kennt! Die Autorin schafft es außerdem wunderbar, dieses heikle Pick-Up-Artist-Thema in eine witzige Geschichte zu packen, die dennoch zum Nachdenken anregen u. vor solchen Kerlen warnen soll. Denn nichts anderes will auch die Protagonistin.
Insgesamt ein witziger NA-Roman mit einer verrückt-skurrilen Protagonistin, die den ein oder anderen Lacher bereithält!
Ich gebe dem Buch 4 von 5 Sternen!
Zitat: Michelle Schrenk: Wen immer wir lieben, S. 349