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Veröffentlicht am 14.06.2026

Dunkle Versprechen und der Preis der Geheimnisse

Weavingshaw
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Manche Geheimnisse sollten verborgen bleiben. Andere kosten uns alles, wenn sie ans Licht kommen..

Moore, Geister, dunkle Geheimnisse, ein verfluchtes Anwesen und ein morally grey Charakter? - ja, manchmal ...

Manche Geheimnisse sollten verborgen bleiben. Andere kosten uns alles, wenn sie ans Licht kommen..

Moore, Geister, dunkle Geheimnisse, ein verfluchtes Anwesen und ein morally grey Charakter? - ja, manchmal reicht wohl schon eine Handvoll Schlagworte, damit ein Buch genau meinen Nerv trifft. Und Weavingshaw hat genau das geschafft.

Besonders die Atmosphäre hat mich schnell für sich eingenommen. Die Autorin erschafft eine düstere, stellenweise fast melancholische Stimmung, die immer wieder an die Grenze des Beklemmenden reicht … und irgendwo unter der Oberfläche lauert noch etwas, etwas nicht ganz Greifbares…

Gerade das Anwesen Weavingshaw, die umliegenden Moore und die Schatten verleihen der Handlung dabei eine ganz eigene Präsenz, die perfekt zu dieser Gothic-Romantasy passt.
Auch die Idee, mit Geheimnissen zu handeln, fand ich unglaublich spannend. Worte haben Gewicht, Wahrheiten haben Konsequenzen - und genau das macht die ganze Idee hinter dieser Welt so spannend.

Leena mochte ich dabei auch sehr. Sie wirkt stark, ohne so unnahbar zu sein, mutig, entschlossen und nicht perfekt, was sie für mich greifbar macht. Vor allem aber versteht man schnell, warum sie tut, was sie tut… denn.. wie weit würde man selbst gehen, wenn es um die Menschen geht, die man liebt?
Und Saint Silas? Nun, ich bin für morally grey Charaktere ohnehin immer zu haben - sie sind wirklich meine Schwäche (wenn sie gut durchdacht sind!) und er ist bis jetzt nah dran, so eine Figur für mich zu sein. Mit seiner verschlossenen Art, seinen Geheimnissen und all den Dingen, die er offensichtlich nicht ausspricht, hat er mich jedenfalls sehr neugierig gemacht. Ich hoffe sehr, dass die Geschichte seine Grauzonen weiter auslotet und uns noch tiefer blicken lässt!

Dazu kommt der bildhafte Schreibstil, der die Welt für mich lebendig werden lässt - stimmungsvoll und genau richtig für diese Geschichte. Die Autorin nimmt sich Zeit für ihre Welt, für ihre Figuren und für all die Dinge, die zwischen den Zeilen verborgen liegen - und genau das hat dafür gesorgt, dass ich immer mehr wissen wollte. Für mich lebt Weavingshaw aber vor allem von seiner Atmosphäre, seinen Figuren, den vielen offenen Fragen und dem Gefühl, dass hinter allem noch mehr verborgen liegt.

Also für mich ein wirklich gelungener Auftakt mit viel Potenzial. Je mehr man über diese Welt erfährt, desto mehr neue Fragen tun sich auf. Und genau deshalb möchte ich wissen, welche Wahrheiten noch verborgen liegen - und welchen Preis am Ende wirklich dafür bezahlt werden muss. (Starke 4,5 Sterne.)

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Veröffentlicht am 22.05.2026

Der Preis schöner Versprechen

Hof der Dornen, Band 1: The Rose Bargain
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„Wenn man erst einmal eine Ewigkeit lang existiert hat, gibt es nur noch Langeweile oder deren Abwesenheit.“

Ein Krieg, mit dem alles begann, ein unbedachter Handel, eine Fae-Königin regiert über das ...

„Wenn man erst einmal eine Ewigkeit lang existiert hat, gibt es nur noch Langeweile oder deren Abwesenheit.“

Ein Krieg, mit dem alles begann, ein unbedachter Handel, eine Fae-Königin regiert über das Menschenvolk - wer bezahlt am Ende den Preis?..

Die Mischung aus London 1848, dem Volk der Fae und dieser fast schon düster-glamourösen Heiratssaison hat mich doch schon neugierig gemacht. Also wir bekommen Regency-Vibes kombiniert mit Fantasy? Ja, ja bitte! Und obwohl ich anfangs ein wenig skeptisch war, ob diese Mischung wirklich für mich funktionieren kann, hat mich ‘The Rose Bargain‘ doch überraschend schnell mitgerissen.

Besonders die Darstellung der Fae - allen voran der Fae-Königin - hat mir richtig gut gefallen. Ihre Wirkung auf die Menschen, diese Mischung aus Schönheit, Gefahr und Macht, wurde wirklich faszinierend und gleichzeitig beunruhigend eingefangen.
In der ganzen Geschichte wird sehr deutlich: Worte haben Bedeutung, Worte haben Macht - und jeder Handel fordert einen Preis. Ob Erinnerungen, die Fähigkeit zu träumen oder der Verlust eines Sinnes … vieles wirkt zunächst klein oder sogar bedeutungslos - und genau das verleiht der Geschichte eine angenehm düstere Atmosphäre, denn wie unbedeutend ist ein kleiner Teil seiner Selbst wirklich?

Auch die Dynamik und die einzelnen Beziehungen zwischen den Favoritinnen mochte ich wirklich gerne. Jede bringt ihre eigene Geschichte, ihre eigenen Beweggründe und Unsicherheiten mit hinein, wodurch sich der Wettstreit doch überraschend lebendig angefühlt hat.
Ivy selbst war stellenweise zwar sehr ich-bezogen, auch die Beziehung zu Emmett und Bram konnte ich anfangs noch nicht ganz erfassen - aber gleichzeitig versteht man mit der Zeit immer mehr, warum sie so handelt. Gerade ihr familiärer Hintergrund und der Druck, unter dem sie steht, machen sie greifbarer und letztendlich ist sie eben noch jung und wird viel zu schnell in eine Rolle gedrängt, in der sie funktionieren und schnell agieren muss.

„Das ist doch ein Anfang“, sage ich leise.
„Gut. Denn es war nicht mein Ansinnen, dass dies bereits das Ende ist.“

Ja, gerade durch solche kleinen Szenen und den angenehmen Schreibstil ließ sich die Geschichte wirklich gut lesen und besonders halt die Mischung aus höfischen Intrigen, Bällen, Geheimnissen und dieser stetig düsterer werdenden Stimmung hat für mich richtig gut funktioniert.
Auch wenn ich manche Entwicklungen bereits geahnt habe, hat das meinem Lesespaß nicht geschadet - besonders das Ende hat für mich nochmal einiges herausgerissen und sorgt definitiv dafür, dass ich Band zwei schnell lesen muss. Die letzten Entwicklungen machen mich jedenfalls sehr neugierig darauf! - und erst recht, wohin uns die Autorin noch führen wird. Also ja - ich hoffe sehr, dass die Fortsetzung uns noch tiefer in die dunkleren Seiten der Fae eintauchen lässt, uns noch mehr Intrigen zeigt und sich nicht davor scheut, wirklich grausam und herzzerreißend zu werden. Denn genau darin liegt für mich gerade der Reiz dieser Geschichte: nicht zu wissen, wem man eigentlich vertrauen kann und welches Wort unbedacht gesprochen wurde und welchen kleinen Hinweis man vielleicht trotz aller Vorsicht übersehen hat.

Für mich ein atmosphärischer Auftakt mit ab und an kleinen Schwächen, aber einer Welt, in die ich sehr gerne zurückkehren werde - und zum Glück lässt Band zwei nicht allzu lange auf sich warten. Starke 4 bis 4,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Legenden, Stürme und ein Meer voller Dunkelheit

Born of Salt and Storm
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„So ist das Leben. Manchmal wirft es uns dorthin, wo wir nicht sein wollen.“

Aber genau in diese Geschichte wollte ich - und das schon nach wenigen Sätzen. Ich wollte tiefer eintauchen, verweilen, den ...

„So ist das Leben. Manchmal wirft es uns dorthin, wo wir nicht sein wollen.“

Aber genau in diese Geschichte wollte ich - und das schon nach wenigen Sätzen. Ich wollte tiefer eintauchen, verweilen, den aufkommenden Stürmen trotzen, das Salz auf meinen Lippen schmecken, den Grund des Meeres erforschen und in den Legenden leben - sie erleben. Ich habe die Segel gerne gesetzt, das bedrohlich schwankende Deck unter meinen Füßen gespürt und dem Flüstern der Wellen gelauscht - ich war mittendrin, Teil von vielem, Teil von allem.

Wir haben hier einen spannenden Start - ein Prolog, der sich am Ende wunderbar schließt, ein starkes Worldbuilding und eine dicht gewebte, raue, intensive Atmosphäre. Ein wirklich gelungener Auftakt in eine Welt, aus der man sich nicht so leicht wieder lösen kann, in der man sich schnell verfängt - wie in einem Netz, in dem man sich unweigerlich verstrickt und je mehr man sich bewegt, desto dichter und tiefer wird sein Sog.

„Was willst du von mir hören? Ich bin Fischerin, unbedeutend, ein Niemand.“

Tavi ist eine Protagonistin, die bei weitem keine klassische Heldin ist - und auch keine sein will. Sie ist stellenweise naiv, handelt impulsiv, manchmal geradezu egoistisch, aber genau das macht sie so greifbar, glaubhaft und erfrischend. Ihre Handlungen sind nicht immer leicht nachzuvollziehen und doch versteht man sie, baut Verständnis auf, weil wir ihre Vergangenheit kennenlernen… man versteht, warum sie handelt, auch wenn man nicht immer mit ihr mitgeht und ja - auch ich war mehr als einmal kurz davor, wegen Tavi die Augen zu verdrehen.
Die Dynamik zwischen ihr und Eero hat mir ebenfalls richtig gut gefallen: Misstrauen, Widerstand, unausgesprochene Spannungen - ein nicht nur anfangs stetiges Gegeneinander, das sich langsam entwickelt, ein Schlagabtausch, der gerne auch weiterhin bestehen bleiben darf! Und dazu ein Romance-Anteil, der dabei angenehm im Hintergrund bleibt - ein Slow Burn, der sich Zeit lässt und genau dadurch funktioniert.

Der Schreibstil war für mich ein echtes Highlight. Bildgewaltig, lebendig, stimmungsvoll - fast schon fordernd. Ja, man muss sich am Anfang ein wenig einfinden, man muss es mögen - viele Begriffe, viel Welt, viel Input, viel Komplexität. Aber genau das macht diese Geschichte auch aus. Für mich hat sich alles stimmig angefühlt, durchdacht und atmosphärisch dicht. Ich habe mich freiwillig in die Fluten geschmissen, um in diese Geschichte zu versinken, bin regelrecht in den Worten untergegangen - im besten Sinne.

Wer sich nicht vor komplexem Worldbuilding, Begriffen, Strukturen, verschiedenen Perspektiven und einer Geschichte scheut, die sich Zeit nimmt - und dabei Legenden, Intrigen, Ängste und einen nahenden Krieg miteinander verwebt und das alles erleben möchte, der sollte hier unbedingt an Bord gehen. Denn nicht in diese Geschichte einzutauchen, wäre fast so, als würde man das Meer nur vom Ufer aus betrachten - statt sich von den Wellen tragen zu lassen.

Meine Segel sind auf jeden Fall gesetzt - und zwar auf Band zwei.
Denn ich will zurück auf dieses schwankende Deck, zurück in diese Welt und hoffe auf mehr Antworten, auf Vergebung, auf weitreichende Entscheidungen, auf mehr Legenden - die zu echt sind, zu bedeutend -, auf Stärke, Verlust, Rache und Verbundenheit.
Ich hoffe auf eine schicksalshafte Reise, auf tosende Stürme und darauf, mich wieder von den Wellen dieser epischen Welt mitreißen zu lassen.


Kurzfazit:
Atmosphärisch dicht, bildgewaltig - eine Geschichte wie ein Sturm auf offener See: rau, intensiv und voller Tiefe. Für mich ein Highlight, in dem ich nur zu gerne untergegangen bin.

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Veröffentlicht am 17.04.2026

Alte Wunden - Neues Blut: Ein Kampf ums Überleben

We Who Will Die
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„Der erste Tag von egal was ist für gewöhnlich der schlimmste.“

Der Einstieg in "We Who Will Die - Empire of Blood“ konnte mich direkt überzeugen und hat mir sogar noch besser gefallen als der Auftakt ...

„Der erste Tag von egal was ist für gewöhnlich der schlimmste.“

Der Einstieg in "We Who Will Die - Empire of Blood“ konnte mich direkt überzeugen und hat mir sogar noch besser gefallen als der Auftakt der anderen Reihe der Autorin. Der Schreibstil lässt sich wirklich angenehm lesen und sorgt dafür, dass man schnell in die Geschichte eintaucht und einfach dranbleiben möchte. Auch wenn der viele Input zur Welt am Anfang - und stellenweise auch im Verlauf der Story - für manche vielleicht etwas zu viel sein könnte, empfand ich das alles als sehr ansprechend.

Besonders das vom antiken Rom inspirierte Setting hat mir richtig gut gefallen. Die Welt wirkt düster, lebendig und ungeschönt - gerade die Erbarmungslosigkeit und die Brutalität der Kämpfe, des Überleben-wollens, verleiht der Geschichte eine gewisse Härte, die einfach passt. Auch Arvelles innere Gedanken, vor allem die Flashbacks in ihre Vergangenheit, haben mich emotional abgeholt und sie für mich noch greifbarer gemacht.
Das Magiesystem rund um die Sigillen empfand ich als erfrischend und spannend. Es kommen viele verschiedene Elemente zusammen - Vampire, Intrigen, Götter, Machtspiele, innere Kämpfe, Egoismus - und trotzdem wirkt es an sich nicht überladen, sondern genau dadurch lebendig, glaubwürdig. Für mich hat gerade diese Mischung, dieses „Viele“, die Geschichte richtig getragen.

Auch die Nebencharaktere haben bei mir Eindruck hinterlassen. Gerade Maeva und Leon fand ich wirklich gelungen - beide sind mir schnell ans Herz gewachsen und ich hoffe sehr, dass wir noch mehr von ihnen sehen werden.
Und Rorrik…ja Rorrik.. ich muss gestehen, er ist für mich bisher der spannendste Charakter. Unberechenbar, kalkuliert, düster, perfide, irgendwie immer einen Schritt voraus, nicht ganz greifbar, ruchlos.. - und genau das macht ihn so interessant.
„Es überrascht nicht, dass du Leute siehst, die sich amüsieren, und den Drang verspürst, das zu ruinieren.“
Und genau dieses Zitat, dieses Gefühl, fasst ihn für mich ziemlich gut zusammen - unberechenbar, interessant und definitiv jemand, bei dem ich noch sehr viel mehr erwarte und erhoffe!!

Ein wenig gefehlt hat mir stellenweise die wirklich greifbare, spürbare Tension zwischen Arvelle und Tiernon sowie ein klarerer roter Faden, da sich der Band teilweise wie ein längerer Einstieg in die eigentliche Handlung angefühlt hat. Mich persönlich hat das aber nicht wirklich gestört - im Gegenteil, ich mochte es, dass sich hier anders Zeit für Welt und Charaktere genommen wurde - für mich hat das so als Reihenauftakt dadurch gut funktioniert.

Ich freue mich auf jeden Fall auf mehr schmerzhafte Zerrissenheit, mehr Einblicke, mehr Verwundbarkeit und Stärke und darauf, noch tiefer in diese Welt einzutauchen.
Also ja - für mich war Band 1 ein gut stimmiger, dichter Auftakt mit spannender Welt, starken Ansätzen, einem (vielleicht) moralisch verwerflichen Lieblingscharakter und viel Potenzial für die Fortsetzung - knappe, aber gute 4,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 08.04.2026

Rache, Risiko und ein Spiel im Nebel

The Crane and the Nightjar
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Der Einstieg konnte mich wirklich packen - düster, mystisch angehaucht und mit dem Versprechen einer rauen Fantasy-Geschichte. Auch das Tempo zu Beginn hat mir gefallen - wir lernen Crane und Zara ohne ...

Der Einstieg konnte mich wirklich packen - düster, mystisch angehaucht und mit dem Versprechen einer rauen Fantasy-Geschichte. Auch das Tempo zu Beginn hat mir gefallen - wir lernen Crane und Zara ohne große Umschweife kennen, auch wenn „kennenlernen“ fast schon zu viel gesagt ist, denn Fragen gibt es von Anfang an natürlich mehr als Antworten.

Leider konnte das Buch meine anfängliche Faszination nicht ganz so halten. Während ich anfangs noch sehr gut durch die Seiten geflogen bin, hat es mich besonders in der Mitte ein wenig verloren - und auch zwischendrin immer mal wieder. Der Schreibstil, der zu Beginn noch angenehm „schlicht“ wirkte - also nicht überladen und eigentlich passend für das Setting - war mir auf Dauer dann doch nicht bildlich genug und stellenweise etwas zu „holprig-knapp“. Ein wenig mehr Umschreibungen hätte es insgesamt runder gemacht.

Crane und Zara sind beide interessante Charaktere (Crane vielleicht noch einen Hauch mehr) aber irgendetwas hat mir hier trotzdem gefehlt. Vor allem die Dynamik zwischen den beiden blieb für mich schwer greifbar, geradezu distanziert. Auch den Romance-Anteil konnte ich bis zum Ende hin nicht wirklich spüren, obwohl ich ein großer Fan von Slow Burn bin - hier fehlte mir jedoch irgendwie einfach die knisternde, verständliche, sich richtig anfühlende Chemie. Und das Thema „morally grey“ blieb für mich deutlich hinter meinen Erwartungen zurück - wurde aber dennoch stimmig eingebaut.

Was ich dagegen aber wirklich spannend fand, war das Magiesystem und die Grundidee der Welt. Wir befinden uns schnell in einem gefährlichen Spiel um Freiheit und Überleben, in dem Misstrauen eine große Rolle spielt und nie ganz klar ist, wem man eigentlich trauen kann. Diese düstere, teils bedrückende Atmosphäre hat für mich gut funktioniert und zieht sich auch durch große Teile der Geschichte.
Niemand ist hier wirklich perfekt - alles fühlt sich wie ein falsches, makabres Spiel an: jeder gegen jeden und gleichzeitig geht es doch irgendwie um Freiheit, um mehr, um sich selbst… vielleicht auch um andere, vielleicht sogar um alle und vielleicht um so viel mehr…

Immer wieder gab es dann Momente, die mein Interesse geweckt haben, stark formuliert waren -nur um mich an anderer Stelle wieder etwas zu verlieren - wie ein kleiner Schlagabtausch, ein Auf und Ab. Manche Entwicklungen gingen mir zu schnell, während mir gleichzeitig an vielen Stellen mehr Details und Tiefe gefehlt haben. Gerade die Welt an sich - da hätte ich mir einfach mehr, viel mehr Hintergrund gewünscht. Mehr Einblicke, mehr Lebendigkeit.
Auch die Perspektivwechsel haben mir grundsätzlich gefallen, weil sie einfach andere Einblicke geben - aber dann waren sie mir stellenweise fast wieder etwas zu viel. Hier hätte ich mir gewünscht, öfter länger bei einer Figur zu bleiben. Und der Plot-Twist konnte mich nicht ganz so überraschen - gut gefallen hat er mir trotzdem!!

Zusammenfassend lässt mich die Geschichte - auch wenn vieles noch offen ist oder vielleicht gerade deswegen - nicht ganz los. Vielleicht, weil ich finde, dass noch so viel Potenzial darin steckt. Ich bin neugierig, wie es weitergeht und hoffe, dass Band zwei mehr Tiefe, mehr Details und vor allem mehr greifbare Momente für Alles und gerade für Zara und Crane mit sich bringt.

Also.. insgesamt ist es für mich ein solider Auftakt, der mich nicht durchgehend überzeugen konnte, bei dem ich aber über einiges hinwegsehen kann, weil mein Interesse genug geweckt wurde, um weiterzulesen!

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