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Veröffentlicht am 03.03.2026

Eine Liebe zwischen Faszination und Abgrund.

Limerence
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Mit "Limerence" legt H. C. Dolores den Auftakt ihrer Fated-Fixation-Dilogie vor. Für mich ist er ins Genre eines düsteren New-Adult-Romans mit deutlichen Dark-Romance-Elementen einzuordnen und ist offiziell ...

Mit "Limerence" legt H. C. Dolores den Auftakt ihrer Fated-Fixation-Dilogie vor. Für mich ist er ins Genre eines düsteren New-Adult-Romans mit deutlichen Dark-Romance-Elementen einzuordnen und ist offiziell ab 18 Jahren freigegeben. Eine Einstufung, die sich weniger durch explizite Szenen erklärt als vielmehr durch die moralischen Grenzüberschreitungen, psychische Abgründe und die schonungslose Darstellung von Gewalt und Manipulation. Persönlich hätte ich die Geschichte jedoch durchaus ab 16 Jahren als lesbar empfunden.

Kurz zum Inhalt: Im Zentrum steht Poppy, Stipendiatin am angesehenen Internat Lionswood Prep, die sich seit vier Jahren in einer Welt behauptet, die nicht die ihre ist. Ohne Geld, ohne Rückhalt, ohne echte Freunde kämpft sie dort um ihre Zukunft – und träumt insgeheim von einer Karriere als Künstlerin. Als der einzige andere Stipendiat, Mickey, tot aufgefunden wird hat sie sofort jemanden in Verdacht. Denn sie glaubt Adrian Ellis gesehen zu haben, wie er aus dem Zimmer des Toten gekommen ist. Adrian Ellis ist reich, einflussreich und unantastbar, der Vorzeigeschüler von Lionswood. Poppy beginnt auf eigene Faust zu ermitteln und gerät dabei immer tiefer in Adrians Bann. Die Frage ist bald nicht mehr nur, ob Adrian schuldig ist, sondern auch, warum Poppy sich trotz aller Warnsignale zu ihm hingezogen fühlt. ...

Einige Entwicklungen waren für mich vorhersehbar, es störte mich jedoch zu keiner Zeit, da die Geschichte mich total mitgerissen hat und ich das Buch nicht zur Seite legen konnte. Der Roman ist aus der Ich-Perspektive von Poppy erzählt, ein Stilmittel, das ich persönlich sehr liebe. Man ist unmittelbar in ihren Gedanken, Zweifeln und Ängsten gefangen. Der Schreibstil ist emotional, atmosphärisch dicht und stellenweise angenehm düster und an vielen Stellen auch humorvoll. Besonders gelungen fand ich die Mischung aus unterschwelliger Bedrohung und spritzigen Dialogen.

Poppy ist keine typische unschuldige Protagonistin. Sie ist schlagfertig, intelligent und besitzt einen trockenen Humor, der mir besonders gut gefallen hat. Trotz ihrer Außenseiterrolle lässt sie sich nicht einschüchtern. Gleichzeitig trägt auch sie ein dunkles Geheimnis mit sich und schreckt nicht davor zurück, moralische Grenzen zu überschreiten, wenn es ihrem Überleben dient. Ihre Entwicklung vom stillen, beobachtenden Mädchen zur selbstbewussten Akteurin ist glaubhaft und spannend umgesetzt. Adrian hingegen ist eine harte Nuss. Lange bleibt er schwer greifbar. Er interessiert sich für Medizin, er erbringt die besten Leistungen in allen Fächern, sogar im Sport. Er ist kein klassischer Love Interest – eher ein moralisch zutiefst ambivalenter Charakter mit psychopathischen Zügen. Und genau das macht ihn so spannend und die Frage, warum er so ist, wie er ist. Die Beziehung der Beiden ist keine romantische Spielerei, sondern hochtoxisch. Und doch – oder gerade deshalb – ist die Chemie zwischen ihnen elektrisierend. Ihre Wortgefechte, das Knistern, das ständige Abtasten von Grenzen: Das war für mich das Herzstück des Romans. Ich kann das Buch definitiv empfehlen – trotz oder gerade wegen seiner Abgründe. Jetzt heißt es warten auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Ein neuer Fall für Fina Plank.

Böses Licht
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Mit „Böses Licht“, dem zweiten Band der Mordgruppe-Reihe, knüpft Ursula Poznanski an den erfolgreichen Auftakt an und schickt ihre Ermittlerin erneut in einen atmosphärisch dichten Wien-Krimi. Nach "Stille ...

Mit „Böses Licht“, dem zweiten Band der Mordgruppe-Reihe, knüpft Ursula Poznanski an den erfolgreichen Auftakt an und schickt ihre Ermittlerin erneut in einen atmosphärisch dichten Wien-Krimi. Nach "Stille blutet" war ich gespannt, wie sich die Reihe weiterentwickelt – und wurde insgesamt gut unterhalten.
Der Mord am Wiener Burgtheater ist ein spektakulärer Einstieg: Während einer Aufführung von Shakespeares „Richard III.“ wird der Garderobier Ulrich Schreiber tot auf einem Thron sitzend ins Rampenlicht gefahren – zunächst kaum von der Theaterblut-Inszenierung zu unterscheiden. Diese makabre Szene setzt sofort ein starkes Bild und macht neugierig auf die Hintergründe. Dass es nicht bei diesem einen Opfer bleibt und das Ensemble wenig später zu den Salzburger Festspielen weiterzieht, sorgt zusätzlich für Bewegung im Plot.
Wie schon im ersten Band steht Kommissarin Fina Plank im Mittelpunkt – engagiert, ehrgeizig und in der männlich dominierten Mordgruppe nicht immer auf Rosen gebettet. Ihre Konflikte im Team und im Privaten nehmen erneut Raum ein. Manchmal hätte ich mir gewünscht, dass die Ermittlungsarbeit noch stärker im Fokus steht, denn gerade die klassischen Krimi-Elemente – Spuren, Motive, falsche Fährten – sind es, die mir hier am besten gefallen haben. Besonders in der zweiten Hälfte zieht das Tempo spürbar an, und die Auflösung ist durchdacht sowie nachvollziehbar konstruiert.
Spannend bleibt auch der übergeordnete Handlungsstrang rund um die anonyme, bedrohliche Stimme im Hintergrund. Zwar werden Fragen aufgeworfen, doch nicht alle beantwortet – das weckt Neugier auf den nächsten Band, ohne den aktuellen Fall unbefriedigend wirken zu lassen.
Ein großes Plus des Hörbuchs ist Sprecherin Julia Nachtmann. Mit ihrer klaren, nuancierten Stimme verleiht sie Fina Glaubwürdigkeit und fängt sowohl die Theateratmosphäre als auch die düsteren Untertöne gekonnt ein. Dialoge wirken lebendig, Emotionen authentisch, und selbst ruhigere Passagen behalten durch ihre Interpretation eine gewisse Spannung.
Insgesamt ist „Böses Licht“ ein solider, gut konstruierter Kriminalroman mit starker Kulisse und überzeugender Hörbuch-Umsetzung. Nicht jede Passage erreicht die Intensität des Auftakts, doch insbesondere das letzte Drittel und die stimmige Auflösung haben mich gepackt.

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Veröffentlicht am 28.02.2026

Düster, fesselnd und emotional.

Nightshade
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Mit "Nightshade" entführt uns Autumn Woods an einen Ort, der ebenso schön wie gefährlich ist: die abgeschottete Eliteuniversität in den schottischen Highlands. Alte Gemäuer, kalter Nebel, Machtspiele hinter ...

Mit "Nightshade" entführt uns Autumn Woods an einen Ort, der ebenso schön wie gefährlich ist: die abgeschottete Eliteuniversität in den schottischen Highlands. Alte Gemäuer, kalter Nebel, Machtspiele hinter verschlossenen Türen – die Atmosphäre ist von der ersten Seite an greifbar. Man spürt förmlich das Gewicht der Vergangenheit in den dunklen Fluren und ahnt, dass hier mehr begraben liegt als nur alte Geschichten.
Im Mittelpunkt steht Ophelia, die ein Stipendium an der Sorrowsong University erhält – genau jener Ort, an dem ihre Eltern gearbeitet haben, bevor sie unter tragischen Umständen ums Leben kamen. Doch sie kommt nicht nur zum Studieren. Sie kommt mit einem Plan. Mit Wut. Mit Fragen. Und mit dem festen Vorsatz, die Wahrheit ans Licht zu bringen.
Ophelia ist keine klassische Heldin. Sie ist verschlossen, misstrauisch und oft von ihrer Trauer geleitet. Genau das macht sie so authentisch. Ihre innere Zerrissenheit zwischen Rache und dem Wunsch nach Nähe ist spürbar und verleiht der Geschichte emotionale Tiefe.
Und dann ist da Alex. Sohn eines Mannes, der womöglich für den Tod ihrer Eltern verantwortlich ist. Er ist charmant, kontrolliert, geheimnisvoll – und alles andere als leicht zu durchschauen. Zwischen Ophelia und Alex entwickelt sich eine intensive Slow-Burn-Dynamik, die von unterschwelliger Spannung lebt. Kein überstürztes Drama, sondern ein vorsichtiges Annähern, voller Blicke, unausgesprochener Fragen und gefährlicher Nähe. Dieses Knistern zieht sich durch das gesamte Buch.
Besonders gelungen ist die Mischung aus Romance und Thriller-Elementen. Ein Stalker sorgt für zusätzliche Bedrohung, Intrigen ziehen sich durch die Elitekreise der Universität und immer wieder stellt sich die Frage: Wem kann man hier eigentlich trauen? Die Spannung bleibt konstant hoch, auch wenn man manche Entwicklungen erahnen kann. Viel wichtiger als der reine Überraschungseffekt ist hier das emotionale Mitfiebern.
Autumn Woods schreibt atmosphärisch dicht und bildhaft. Ihr Stil ist flüssig, ohne überladen zu wirken, und sie versteht es, dunkle Themen wie Verlust, Trauma und moralische Grauzonen sensibel einzubinden. Die Dark-Academia-Ästhetik dient nicht nur als Kulisse, sondern verstärkt die zentralen Motive von Macht, Schuld und Zugehörigkeit.
Das Ende? Ein echter Cliffhanger. Einer dieser Momente, in denen man das Buch zuschlägt und sofort Band zwei braucht.
Fazit: Nightshade ist ein intensiver, emotionaler Reihenauftakt, der Dark Academia mit einer spannungsgeladenen Liebesgeschichte verbindet. Wer Geschichten über Rache, Geheimnisse und verbotene Gefühle liebt, wird hier vollkommen auf seine Kosten kommen – und sehnsüchtig auf die Fortsetzung warten.

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Veröffentlicht am 26.02.2026

In kürze tot - ein Verbrechen kann nicht ausgeschlossen werden.

Stille blutet
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Mit dem Hörbuch „Stille blutet“ eröffnet Ursula Poznanski eine neue Thriller/Krimi-Reihe rund um die Wiener Ermittlerin Fina Plank.
Julia Nachtmann verleiht dem Hörbuch eine sehr angenehme und zugleich ...

Mit dem Hörbuch „Stille blutet“ eröffnet Ursula Poznanski eine neue Thriller/Krimi-Reihe rund um die Wiener Ermittlerin Fina Plank.
Julia Nachtmann verleiht dem Hörbuch eine sehr angenehme und zugleich eindringliche Atmosphäre. Ihre Stimme passt hervorragend zur Protagonistin Fina: jung, engagiert, stellenweise unsicher, aber mit klarem moralischem Kompass. Besonders gelungen sind die feinen Nuancen – die Unsicherheit in Finas Gedanken, Tibors zunehmende Verzweiflung und die kühle Distanz einzelner Nebenfiguren werden stimmlich glaubwürdig transportiert.
Der Einstieg ist packend: Eine Nachrichtensprecherin kündigt vor laufender Kamera ihre eigene Ermordung an – und stirbt kurze Zeit später tatsächlich. Dieser starke Beginn zieht sofort in die Handlung hinein.
Im weiteren Verlauf wird das Tempo etwas ruhiger. Die Ermittlungen nehmen Raum ein, Verdachtsmomente werden diskutiert, verworfen und neu bewertet. Als Hörbuch funktioniert das dennoch gut, weil die Perspektivwechsel für Abwechslung sorgen. Kurze Kapitel und wechselnde Blickwinkel halten die Spannung aufrecht, auch wenn der Mittelteil stellenweise etwas ausführlicher geraten ist und sich etwas zieht. Gegen Ende zieht das Tempo wieder an und führt zu einer überraschenden, wenn auch vergleichsweise nüchtern inszenierten Auflösung.
Kurz zum Inhalt: Den Anfang macht die aufstrebende Wiener Nachrichtensprecherin Nadine Just, die während einer Livesendung ihren eigenen Tod ankündigt. Zwei Stunden später wird sie ermordet aufgefunden. Kurz darauf wiederholt sich das Muster bei einem Blogger. Unter dem Hashtag #inkürzetot verbreiten sich Spekulationen, Nachahmer und geschmacklose Memes rasend schnell im Netz. Der Verdacht fällt bald auf Nadines Ex-Freund Tibor Glaser, der sich durch eigene Nachforschungen immer tiefer in ein Netz aus Indizien verstrickt. Während die Öffentlichkeit ihn längst verurteilt hat, beginnt die junge Ermittlerin Fina Plank an der Eindeutigkeit der Beweislage zu zweifeln. ...
Der Schreibstil von Ursula Poznanski ist klar, modern und dialogstark. Sie erzählt sachlich, ohne übertriebene Brutalität, und konzentriert sich stärker auf psychologische Spannung als auf blutige Details.
Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt: vor allem aus Sicht von Fina Plank und Tibor Glaser. Ergänzt wird das Ganze durch die Kapitel einer anonymen Figur, die den Leser teilweise direkt anspricht. Diese Perspektive sorgt für zusätzliche Spannung und wirft Fragen auf, die über den eigentlichen Fall hinausgehen.
Fina Plank ist eine sympathische, aber noch unsichere Ermittlerin. Sie muss sich in einem von Männern dominierten Team behaupten, insbesondere gegen einen Kollegen, der sie immer wieder herabsetzt. Im Laufe der Handlung gewinnt sie zunehmend an Selbstvertrauen und beginnt, stärker auf ihre Intuition zu hören. Ihre Entwicklung ist glaubwürdig angelegt und bietet viel Potenzial für Folgebände.
Tibor Glaser hingegen ist als Hauptverdächtiger eine tragische Figur. Seine Verzweiflung ist spürbar, auch wenn man sein Verhalten nicht immer nachvollziehen kann. Gerade seine unüberlegten Handlungen treiben die Spannung voran, weil sie ihn immer tiefer in Schwierigkeiten bringen.
Die Nebenfiguren bleiben teilweise etwas klischeehaft, erfüllen aber ihre Funktion innerhalb der Geschichte.
Als Hörbuch hat mir „Stille blutet“ gut gefallen. Besonders die Sprecherleistung von Julia Nachtmann hebt die Geschichte noch einmal an und macht kleinere Längen im Mittelteil wett. Der Plot ist aktuell und regt zum Nachdenken an, auch wenn der Thriller-Anteil etwas zurückhaltender ausfällt, als man es vielleicht erwartet.
Die Auflösung kam für mich überraschend, wirkte jedoch etwas schnell abgehandelt. Dennoch überzeugt das Hörbuch durch seine Thematik, die interessante Ermittlerin und den gelungenen Auftaktcharakter.
Ich würde das Hörbuch vor allem Hörern empfehlen, die spannende Krimis mögen und Wert auf eine starke Sprecherleistung legen. Für eingefleischte Thrillerfans könnte es etwas zu ruhig sein – für alle anderen ist es ein gelungener, zeitgemäßer Reihenstart mit viel Potenzial nach oben.

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Spannendes Finale.

Die Elite von Ashriver - Bittersweet Revenge
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Mit „Bittersweet Revenge – Die Elite von Ashriver“ legt Valentina Fast den krönenden Abschluss ihrer Dark-Academia-Fantasy-Trilogie vor. Auch dieser dritte Band vereint Magie, Intrigen, gesellschaftliche ...

Mit „Bittersweet Revenge – Die Elite von Ashriver“ legt Valentina Fast den krönenden Abschluss ihrer Dark-Academia-Fantasy-Trilogie vor. Auch dieser dritte Band vereint Magie, Intrigen, gesellschaftliche Abgründe und eine intensive Enemies-to-Lovers-Romance.
Gesprochen wird das Hörbuch von einem ganzen Ensemble: Hannah Schepmann, Louis Friedemann Thiele, Jenny Laura Bischoff, Leonie Landa, Nils Kretschmer, Lena Tiemann und Markus J. Bachmann. Besonders die Stimmen von Hannah Schepmann und Louis Friedemann Thiele tragen diesen Band emotional. Schepmann verleiht Leah eine Mischung aus Verletzlichkeit, Entschlossenheit und innerer Zerrissenheit. Ihre Interpretation macht Leahs Schmerz und ihre Wut greifbar, ohne sie unsympathisch wirken zu lassen. Louis Friedemann Thiele trifft Vincents charismatische, zunächst leicht überhebliche Art sehr gut. Die Nebenfiguren werden durch die weiteren Sprecher lebendig und abwechslungsreich gestaltet. Insgesamt entsteht ein atmosphärisch dichtes Hörerlebnis, das die düstere Stimmung der Akademie eindrucksvoll transportiert.
Der Erzählfluss ist dynamisch und gut strukturiert. Durch die wechselnden Perspektiven – insbesondere zwischen Leah und Vincent – entsteht eine starke emotionale Nähe zu beiden Figuren. Die Sprecherwechsel sind fließend und unterstützen die unterschiedlichen Sichtweisen hervorragend. Spannung und ruhigere, gefühlvolle Momente wechseln sich gelungen ab. Gerade die Enthüllungen und Wendungen gegen Ende erhöhen das Tempo spürbar, sodass man das Hörbuch kaum pausieren möchte.
Valentina Fast schreibt atmosphärisch dicht und emotional intensiv. Ihr Stil ist flüssig, bildhaft und stark dialogorientiert. Sie versteht es, dunkle Akademie-Atmosphäre mit zwischenmenschlicher Spannung zu verweben.
Die Geschichte wird überwiegend aus der Ich-Perspektive erzählt. Dadurch erhält man direkten Zugang zu den Gedanken, Zweifeln und Gefühlen der Figuren.
Leah ist eine starke, aber innerlich verletzte Protagonistin. Ihre Entwicklung vom rachsüchtigen, isolierten Mädchen hin zu jemandem, der Vertrauen zulassen kann, ist authentisch dargestellt. Besonders ihre moralischen Konflikte machen sie greifbar. Vincent wirkt zunächst wie das klassische Klischee des charmanten Elite-Sohnes. Doch hinter seiner Fassade verbirgt sich weit mehr: Loyalitätskonflikte, familiärer Druck und eigene Geheimnisse. Seine Entwicklung ist überzeugend und emotional.
Auch bekannte Figuren aus den vorherigen Bänden fügen sich stimmig in die Handlung ein und sorgen für ein rundes Gesamtbild der Reihe.
Für mich ist „Bittersweet Revenge“ ein intensiver, spannungsgeladener und emotionaler Abschluss der Reihe. Besonders die Kombination aus Racheplot, romantischer Entwicklung und den übergeordneten Intrigen der Akademie hat mich überzeugt.
Die Sprecher machen das Hörbuch zu einem echten Erlebnis – atmosphärisch, lebendig und emotional tiefgehend.
Ein kleiner Kritikpunkt bleibt für mich das etwas knappe Ende, das emotional gern noch etwas mehr Raum hätte bekommen dürfen. Dennoch laufen die wichtigsten Fäden zusammen und sorgen für einen gelungenen Abschluss.
Ich kann das Hörbuch allen Fans von Dark Academia, magischen Intrigen und intensiven Enemies-to-Lovers-Geschichten absolut empfehlen.

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