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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.02.2017

Hat mich nicht ganz so überzeugt wie Teil 1 – aber ich werde weiterlesen!

Das Vermächtnis des Vaters
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Der zweite Band der Clifton-Saga spielt zum großen Teil in New York und es geht vorrangig um Harrys Gefangenschaft und wie er aus dieser wieder in die Freiheit kommt. Daneben erfährt man, was Harrys Freund ...

Der zweite Band der Clifton-Saga spielt zum großen Teil in New York und es geht vorrangig um Harrys Gefangenschaft und wie er aus dieser wieder in die Freiheit kommt. Daneben erfährt man, was Harrys Freund (und vielleicht Halbbruder?) Giles Barrington während der Zeit des zweiten Weltkriegs erlebt. Auch Emmas wesentliche Rolle, um Harry wieder zur Freiheit zu verhelfen, wird thematisiert.

Damit erschöpft sich aber die Handlung, nur wenig findet daneben Platz und im Gegensatz zu Teil 1 ist die Geschichte auch geradliniger aufgebaut. Es werden nicht mehr die gleichen Ereignisse nacheinander aus verschiedenen Perspektiven erzählt, was das Buch für mich grundsätzlich besser les- bzw. (in meinem Fall) hörbar machte.

Trotzdem konnte es mich nicht ganz so fesseln wie der Beginn der Saga. Da aber auch dieser Band wieder mit einem ziemlich fiesen Cliffhanger endet, werde ich mir (natürlich!) möglichst bald den Nachfolgeband „Erbe und Schicksal“ (OT: „Best kept secret“) zu Gemüte führen Schließlich muss ich unbedingt wissen, ob Giles oder Harry Erbe des Barrington-Titels wird und wie es für Emma und die beiden Männer nach dem 2. Weltkrieg weitergeht!

Man kann also trotzdem sagen: eine Reihe mit Suchtpotential!

Veröffentlicht am 14.02.2017

Der krönende Abschluss – Happy End xxl ;-)

Calendar Girl - Ersehnt (Calendar Girl Quartal 4)
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Der vierte und letzte Band der „Calendar Girl“ – Reihe ist anders aufgebaut als die bisherigen Bücher. Zwar wird die Geschichte immer noch monatsweise erzählt, es gibt also die Trennung Oktober – November ...

Der vierte und letzte Band der „Calendar Girl“ – Reihe ist anders aufgebaut als die bisherigen Bücher. Zwar wird die Geschichte immer noch monatsweise erzählt, es gibt also die Trennung Oktober – November – Dezember. Allerdings sind ja bereits im vorigen Band (Achtung, Spoiler! – wer den dritten Band noch nicht kennt bitte diesen Absatz überlesen!) Mias Schulden komplett abbezahlt worden, so dass sie den Job als Escort Girl an den Nagel gehängt hat und statt dessen ihre eigene Fernsehkarriere vorantreibt. Insofern ist die Handlung in diesem letzten Band fließender und folgt nicht mehr dem Motto „Neuer Monat – neuer Kunde“.

Zudem gab es in diesem Buch das gefühlt längste Happy End, das ich je gelesen habe Zwar wird natürlich, um die Spannung zu halten, noch eine Episode um Mias Mutter eingeflochten, aber über das ganze Buch hinweg ist bekannt, dass und wann Mia und Wes heiraten wollen und so ziehen sich das Happy End und die Hochzeitsvorbereitungen ebenfalls durch das ganze Buch. Happy End xxl quasi.

Aus diesem Grund ging für mich im letzten Teil etwas die Spannung verloren. Es ließ sich immer noch sehr gut lesen und ich fand es als Urlaubslektüre sehr angenehm. Aber ein richtiges Highlight war dieser letzte Band für mich dann doch nicht. Auch wenn drei Sterne oft schon als kritische Rezension eingestuft werden – diese 3 Sterne sind durchaus positiv gemeint.

Veröffentlicht am 13.02.2017

Im dritten Quartal ist das Motto „Blut ist dicker als Wasser“

Calendar Girl - Begehrt (Calendar Girl Quartal 3)
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Im dritten Teil der „Calendar Girl“-Reihe verschiebt sich der bisherige Aufbau der Bücher. Zwar ist die Handlung noch immer nach Monaten aufgeteilt, aber es geht nicht mehr weiter nach dem bisher üblichen ...

Im dritten Teil der „Calendar Girl“-Reihe verschiebt sich der bisherige Aufbau der Bücher. Zwar ist die Handlung noch immer nach Monaten aufgeteilt, aber es geht nicht mehr weiter nach dem bisher üblichen Motto „Neuer Monat – neuer Kunde“.

Im Juli ist es noch so – da ist Mia für einen Hip Hop-Star tätig, der sehr von sich überzeugt ist. Im August aber wendet sich das Blatt und der Kunde, für den Mia tätig wird, stellt sich als etwas ganz anderes heraus als sie erwartet hatte… Ich muss dazu sagen, es war ziemlich leicht zu durchschauen, schon als Mia Maxwell kennenlernt gab es ein paar eingestreute Sätze, die ziemlich offensichtlich durchblicken ließen, wohin sich die Geschichte entwickeln würde (vgl. Überschrift der Rezension, mehr will ich nicht verraten, sonst wird’s ja langweilig). Gestört hat das letztlich aber nicht, denn das Buch wird durch diese Entwicklung vielseitiger und geht nicht nur „nach Schema F“ weiter.

Nach wie vor finde ich Mias beste Freundin Ginelle einfach nur furchtbar nervig und vulgär. Aber sei’s drum – die Seiten mit ihr habe ich dann halt etwas großzügiger und schneller gelesen

Ansonsten war es aber eine gelungene Fortsetzung, die genau das Richtige war für meinen Urlaub am Meer…

Veröffentlicht am 13.02.2017

Souveränes Debüt

Der Mörder und das Mädchen
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Für ein Erstlingswerk fand ich diesen Kriminalroman aus Schweden wirklich gut. Er hat alles, was ein spannender Plot braucht: undurchschaubare Charaktere, unvorhergesehene Wendungen und eine sympathische ...

Für ein Erstlingswerk fand ich diesen Kriminalroman aus Schweden wirklich gut. Er hat alles, was ein spannender Plot braucht: undurchschaubare Charaktere, unvorhergesehene Wendungen und eine sympathische Polizistin, mit der man gern durch dick und dünn geht.

Der Roman besticht durch eine flüssige Erzählweise, die einen bei der Stange hält, auch wenn die Handlung gerade nicht Schlag auf Schlag vorangeht. Mit diesem Schreibstil habe ich mich gut anfreunden können. Die zwischengeschobenen, sehr rätselhaften Kapitel aus der Sicht des Mörders waren ebenfalls ein gutes Element, um Spannung aufzubauen. Bis zum Schluss versucht man aus diesen Aussagen etwas zu konstruieren, das einem offenbart, wer dieser Ich-Erzähler ist. Doch zumindest in den ersten zwei Dritteln des Buches bin ich immer wieder gescheitert und als sich ganz, ganz, ganz zum Schluss die Lösung offenbarte, war ich sehr traurig, dass mein merkwürdiges Gefühl aus dem letzten Drittel schließlich doch stimmte… Aber diese letzten Seiten sorgten trotzdem für das „i-Tüpfelchen“ des Spannungsbogens.

Nur am Titel muss ich herumkritisieren. Ich finde ihn nicht besonders passend, da es kaum um die Beziehung des Mörders zu der kleinen Astrid geht, wie man vermuten könnte. Das Mädchen meint zwar den Mörder nachts gesehen zu haben, aber ein besonderer Handlungsstrang ergibt sich daraus nicht und die Beziehung des Mörders zu dem Kind ist auch in keiner Weise ausschlaggebend für die Entwicklungen im Buch. Da hätte man doch sicher einen passenderen Titel finden können!?

Davon sollten sich potentielle Leser aber nicht abschrecken lassen – zu empfehlen ist dieses Buch und diese neue Krimiautorin aus Schweden allemal.

Veröffentlicht am 29.01.2017

Bittersüße Geschichte vor exotischer Kulisse

Die Töchter des Roten Flusses
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Das große Plus dieses Buches ist sein exotisches Flair, finde ich. Vietnam wird nicht häufig als Schauplatz einer Geschichte gewählt, und so sticht „Die Töchter des roten Flusses“ aus der Masse der Familiengeschichten ...

Das große Plus dieses Buches ist sein exotisches Flair, finde ich. Vietnam wird nicht häufig als Schauplatz einer Geschichte gewählt, und so sticht „Die Töchter des roten Flusses“ aus der Masse der Familiengeschichten heraus. Mit viel Sachkenntnis und noch mehr Gefühl erzählt die Autorin eine bittersüße Geschichte: es ist die Geschichte eine zerrissenen Familie, deren Mitglieder lange brauchen, um zu merken, wo sie hingehören.

Die Umstände für die jungen Vietnamesen Hanh und Phong sind dramatisch. Als Kinder erleben sie die Bombardements mit und sehen Familienmitglieder sterben. Als junge Erwachsene erhalten sie die Chance, in der DDR zu studieren bzw. zu arbeiten – und ergreifen sie, wenn auch aus unterschiedlichen Motiven. Ihre Liebe kann den Umständen leider nicht standhalten und so geht Hanh mit der älteren Tochter zurück nach Vietnam, während Phong mit der jüngeren Tochter Tuyet in Deutschland bleibt.
Tuyet sieht ihre leibliche Mutter nie wieder und begibt sich ein Vierteljahrhundert später auf Spurensuche, nachdem ihre Stiefmutter verstorben ist. Was sie dabei erfährt, lässt sie reifen, wachsen und schließlich zu sich selbst und ihren Wurzeln finden.

Das Buch greift die Situation von Gaststudenten in den letzten Jahren der DDR auf und auch ihre schwierige Situation in der Zeit der Wende. Gleichzeitig erfährt man viel über Vietnams gebeutelte Kriegsvergangenheit und die Lebensumstände der Menschen, die in diesem schlimmen Alltag aufgewachsen sind. Insofern ist das Buch nicht einfach nur Unterhaltungslektüre, sondern vermittelt mit seinem geschichtlichen Hintergrund auch Wissen. Das hat mir an dem Buch besonders gefallen. Man merkt, dass die Autorin, die selbst in Hanoi lebt, gute Sachkenntnis besitzt bzw. tiefgründig recherchiert hat.

Einen Stern Abzug habe ich nur deshalb gegeben, weil mir der Aufbau der Handlung an einigen Stellen zu konstruiert war. Ich möchte jedoch darauf nicht im Einzelnen eingehen, da das zuviel über die Handlung verraten würde.

Trotzdem empfehle ich das Buch gern weiter – es ist sowohl als entspannende Unterhaltungslektüre geeignet als auch, um einen näheren Blick auf das Vietnam der 1970er Jahre bis heute zu werfen.