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Veröffentlicht am 13.08.2025

Meine Rezension zu Infernas - Queen of Embers

Infernas 2: Queen of Embers
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Eigene Meinung
Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie sehr ich mich auf den zweiten Teil der Reihe gefreut habe. Und trotzdem habe ich ihn erst jetzt gelesen. Ob er mich begeistern konnte und wie ich die ...

Eigene Meinung
Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie sehr ich mich auf den zweiten Teil der Reihe gefreut habe. Und trotzdem habe ich ihn erst jetzt gelesen. Ob er mich begeistern konnte und wie ich die Dilogie allgemein fand, erfahrt ihr hier …

Selten wurde ich so extrem ins kalte Wasser geworfen. Natürlich wusste ich noch, wie der erste Band geendet hatte, aber die Auswirkungen jetzt schwarz auf weiß zu lesen, war … anders wild! Gefühlt passiert in Infernas – Queen of Embers alles gleichzeitig und dennoch gab mir die Autorin immer genug Zeit, um alles zu verarbeiten. Nachdem der erste Schreck also verdaut war, brachte mich Melanie Lane schnell dazu, ihren Charakteren weiter durch diese absolut spannende Geschichte zu folgen. Mit einem sehr angenehmen Schreibstil, cleveren Plot Twists, Spannung, noch mehr Gefühl und Charakteren, die sich wie ein Zuhause anfühlen. Die kurzen Kapitel ließen mich mühelos durch das Buch sprinten, ohne dass ich merkte, wie schnell ich vorankam.

Die ganze Welt von Infernas rückt hier noch deutlicher in den Fokus. Ihre komplette Schönheit und auch ihre Härte werden von der Autorin wunderbar aufgegriffen und für mich als Leserin greifbar gemacht. Natürlich versuchen Everly, Dante, Amida und Roarke nicht nur Infernas, sondern die Dämonen allgemein vor Imir zu retten. Besonders mochte ich, dass hier nicht nur Everly und Dante im Mittelpunkt stehen, sondern auch Amida und Roarke große und wichtige Rollen spielen. Dieser „Kreis“ aus Freunden bzw. Familie wirkt absolut authentisch und gibt der Geschichte dieses warme Found Family-Gefühl. Es gab einige Gänsehaut-Momente, die nicht kitschig oder übertrieben wirkten, sondern genau richtig dosiert waren. Gleichzeitig blieb bei mir immer eine unterschwellige Vorsicht – und das zu Recht. Es war schwer, die nächsten Schritte vorherzusehen, und irgendwann habe ich es einfach aufgegeben und mich komplett von der Geschichte mitreißen lassen.

Wie schon erwähnt, habe ich den Fokus auf die Charaktere sehr gemocht. Jeder einzelne hat hier seine Daseinsberechtigung, wirkt durchdacht und lebendig. Besonders Everly hat eine starke Entwicklung hingelegt – sie wird mutiger, selbstbewusster und scheut sich nicht, auch der mordlustigen Amida die Stirn zu bieten. Sie wird nahtlos Teil dieser Freundesgruppe, integriert sich in die Welt und ist für mich zu einem absoluten Lieblingscharakter geworden. Auch bei Dante gibt es eine Entwicklung, die mir allerdings etwas kleiner vorkam. Ich hatte das Gefühl, er wollte immer wieder in den „alten“ Dante zurückfallen, der sich ein wenig im Selbstmitleid suhlt. Zum Glück haben die anderen das nicht zugelassen.



Mein abschließendes Fazit
Ich habe so gut wie alles an Infernas geliebt. Wie schon im ersten Teil überzeugt auch hier das wunderschöne, bildreiche Worldbuilding. Dazu kommen starke Plot Twists, viel Spannung und hochkochende Emotionen. Die Freundesgruppe steht immer wieder im Mittelpunkt – und das mit Charakteren, die Herz und Seele besitzen und keine stummen Nebenfiguren sind. Der letzte Kampf hätte für meinen Geschmack noch ein kleines bisschen länger oder intensiver sein dürfen – nicht falsch verstehen, er war trotzdem großartig.
Und auch wenn Dante und Everly die Protagonisten sind, rücken Roarke, Amida und die Welt selbst stark in den Fokus – und konnten mich vollkommen überzeugen.
Ich bin jetzt schon gespannt auf die nächste Geschichte von Melanie Lane und freue mich sehr darauf.

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Veröffentlicht am 12.08.2025

Meine Rezension zu Indigo Ridge

Indigo Ridge | Die Edens 1 |
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Eigene Meinung
Dieses Buch hat mich einfach angelacht – und auch der Klappentext konnte mich sofort für sich gewinnen.
Ob mich die komplette Geschichte letztlich ebenfalls überzeugen konnte? Ich erzähle ...

Eigene Meinung
Dieses Buch hat mich einfach angelacht – und auch der Klappentext konnte mich sofort für sich gewinnen.
Ob mich die komplette Geschichte letztlich ebenfalls überzeugen konnte? Ich erzähle es euch …

Zu Beginn lese ich aus der Sicht von Willow, einer der beiden Protagonisten. Sie kehrt in das kleine Örtchen Quincy zurück, um dort ihren neuen Posten als Polizeichefin anzutreten. Abwechselnd wird die Geschichte aus ihrer Ich-Perspektive erzählt, später kommt auch Griffin zu Wort.
Der Ort wird von Autorin Devney Perry sehr detailliert dargestellt. Es entsteht schnell das typische Kleinstadt-Feeling mit dem bekannten „jeder kennt jeden“. Besonders die Familie Eden – also Griffin und Co. – ist in Quincy sehr präsent.

Was mir direkt aufgefallen ist: Die Dialoge sind relativ kurz gehalten. Das sorgt für einen flüssigen Lesefluss, allerdings wirkten manche Gespräche auf mich etwas zu knapp und „detaillos“ – vor allem im Kontrast zu den liebevoll beschriebenen Orten und Emotionen.

„Indigo Ridge“ plätschert zunächst etwas vor sich hin, bis wirklich etwas passiert. Bis dahin werden mir jedoch wichtige Schauplätze und Charaktere nähergebracht, die vermutlich in den Folgebänden noch eine Rolle spielen werden. Besonders gut fand ich dargestellt, wie sehr Willow sich bemüht, in dem Ort Fuß zu fassen – auch wenn ihr das von einigen Bewohnern alles andere als leicht gemacht wird.
Dass sie immer wieder auf Griffin trifft und es dabei gehörig knistert, macht das Ganze natürlich nicht einfacher.
Als dann eine Leiche gefunden wird – ausgerechnet auf Indigo Ridge, dem Land von Griffin – wird es zunehmend schwer, sich gegenseitig aus dem Weg zu gehen. Trotzdem steht für mich eindeutig die Liebesgeschichte im Vordergrund.

Die zahlreichen Charaktere wirken durchweg sauber ausgearbeitet. Für meinen Geschmack gab es etwas zu viel Drama und Hin und Her zwischen Willow und Griffin – nur um am Ende dann doch recht schnell zusammenzufinden.
Bitte nicht falsch verstehen: Ich fand die beiden als Protagonisten wirklich gut gewählt! Nur fällt es mir generell schwer, mit anzusehen, wie erwachsene Menschen so lange umeinander herumtänzeln und sich dabei selbst belügen.
Leider gerät der Mordfall um die tote junge Frau immer wieder aus dem Fokus – zugunsten der Liebesgeschichte. Die Spannung wird zwar immer mal wieder eingestreut, aber selten konstant gehalten.
Auch wenn es für meinen Geschmack etwas spät kam, war der Plot insgesamt dennoch interessant.



Mein abschließendes Fazit
Für alle Liebhaber von Smalltown Romance mit einer Prise Spannung und Thrill bietet „Indigo Ridge“ genau das richtige Leseerlebnis.
Ich persönlich hätte mir etwas mehr Spannung gewünscht – vielleicht sogar einen Twist, der mich wirklich überrascht. Dafür gibt es reichlich Romantik, allerdings ohne übertriebene Spicy-Szenen.
Die detaillierten Ortsbeschreibungen sind malerisch, die Charaktere vielleicht nicht besonders tiefgründig, aber stimmig – und insgesamt liefert das Buch ein solides Allround-Paket.
Der „Mythic“-Anteil konnte mich nicht so richtig packen, wird aber im Buch immer wieder eingeflochten – auch wenn er nie im Zentrum steht.

Wenn dir diese Rezension gefallen hat, besuche mich gern auf meinem Buch-Blogg um mehr über Buchige Themen zu erfahren :)
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Veröffentlicht am 06.08.2025

Meine Rezension zu Vollendet - Die Wahrheit

Vollendet - Die Wahrheit
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Eigene Meinung
Vor zwei Jahren habe ich diese Reihe von Neal Shusterman angefangen. Nun, 2025, habe ich die Reihe beendet und darauf war ich nicht vorbereitet…

Ohne Umschweife starte ich eigentlich direkt ...

Eigene Meinung
Vor zwei Jahren habe ich diese Reihe von Neal Shusterman angefangen. Nun, 2025, habe ich die Reihe beendet und darauf war ich nicht vorbereitet…

Ohne Umschweife starte ich eigentlich direkt wieder in die Geschichte.

Und ohne es zu merken, entfaltet der Abschlussband eine solche Sogwirkung, dass ich das Buch kaum noch aus der Hand legen konnte. Schlag auf Schlag passiert etwas Neues, und wieder müssen nicht nur Connor und Risa eine Umwandlung fürchten, sondern auch Lev, Starkey – oder sogar Cam. Wie gewohnt lese ich abwechselnd aus den Perspektiven der Hauptcharaktere, und natürlich lässt es sich Neal Shusterman nicht nehmen, auch wieder Einblicke in die „allgemeine Welt“ zu geben. Ich bekomme also mit, wie sich die Gedanken und Einstellungen der „normalen“ Bevölkerung verändern – oder eben nicht.

„Vollendet – Die Wahrheit“ ist für mich ein absoluter Page-Turner, der nicht nur einmal ethische Fragen aufwirft, sondern tief unter die Haut geht. Vielleicht wisst ihr ja schon, wie sehr ich Shustermans Dystopien liebe – und das hat sich auch hier wieder bestätigt. Seine Charaktere sind nie nur gut oder böse. Sie sind widersprüchlich, vielschichtig und realistisch. Er erschafft eine Welt, die erschreckend real sein könnte – und genau das macht es so intensiv. Ich war mehr als einmal den Tränen nahe und dachte zwischendurch wirklich: Dieses Buch hat alles – außer ein Happy End.
Die Charaktere entwickeln sich glaubhaft weiter. Aus flüchtenden Jugendlichen werden – wenn auch gezwungenermaßen – junge Erwachsene. Weniger politisch als der Vorgänger, zielt der letzte Band wieder mehr auf Ethik, Gewissen und Emotionen ab.

Jugendliche, die um ihren Platz in der Welt kämpfen – und ums Überleben. Kinder, die aus Glaubensgründen von ihren Familien als „Zehntopfer“ verabschiedet werden. Eine Rebellion, die versucht, das Umdenken der Menschheit zu bewirken. Doch der Weg dorthin ist hart – wenn nicht sogar unmöglich.
Die Figuren, die ich auf diesem Weg begleiten durfte, waren allesamt besonders. Vor allem die Jugendlichen wurden mit so viel Authentizität gezeichnet und weiterentwickelt, dass es mir unglaublich schwerfiel, das Buch am Ende zuzuschlagen. Eine Reihe, die ich wirklich nur wärmstens empfehlen kann!



Mein abschließendes Fazit
Neal Shusterman schafft es auch im finalen Band seiner Dystopie-Reihe, eine mitreißende und erschütternd realistische Welt zu zeichnen. Ich bin durch die Seiten geflogen!
Die erschreckend vorstellbare Realität, die er hier aufzeigt, bleibt lange im Kopf. Wieder begleite ich Connor, Risa, Lev und Cam – und bekomme gleichzeitig viele Perspektiven aus der Welt und anderen Jugendlichen mit. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.
Wenn du Dystopien liebst, kann ich dir eigentlich jedes Buch von Neal Shusterman ans Herz legen – besonders diese Reihe.

Wenn dich weitere Rezensionen von mir interessieren, oder allgemeiner Büchertalk, besuche mich doch gern auf meinem Blogg :)
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Veröffentlicht am 29.07.2025

Meine Rezension zu God of Pain von Rina Kent

God of Pain – Verbotene Liebe
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!Achtung!
“God of Pain” ist ein Dark Romance Roman und beinhaltet eine Triggerwarnung! Diese sollte auf jeden Fall ernst genommen werden! Stell bitte dich und deine geistige Gesundheit dabei in den Vordergrund! ...

!Achtung!
“God of Pain” ist ein Dark Romance Roman und beinhaltet eine Triggerwarnung! Diese sollte auf jeden Fall ernst genommen werden! Stell bitte dich und deine geistige Gesundheit dabei in den Vordergrund! Dieses Buch solltest du erst ab 18 lesen! Es handelt sich hier um den zweiten Teil der “God of Pain” Reihe. Die Bücher können aber unabhängig von einander gelesen werden.

Eigene Meinung
Rina Kent hat mich mit God of Malice schon sehr fasziniert – dementsprechend gespannt war ich, was God of Pain für mich bereithalten würde …

Diesmal geht es um zwei bereits im ersten Band kennengelernte Charaktere: Annika und Creighton. Die Geschichte wird abwechselnd aus ihren Perspektiven erzählt, und ich finde es unglaublich angenehm, wie gekonnt Rina Kent ihren Schreibstil variiert, um den Figuren noch mehr Eigenheit zu verleihen. Auch hier gibt es wieder kurze Kapitel aus der Sicht der Eltern – ein Kniff, der mir schon im ersten Band sehr gefallen hat.

Der Schreibstil ist leicht zugänglich, emotional und wirkt besonders in den spicy Szenen weder aufgesetzt noch gezwungen – im Gegenteil: sie sind teils sehr direkt, zum Teil auch obszön, aber dabei nie unbeholfen.

Die Geschichte von Creighton und Annika erinnert fast an eine düstere Version von Romeo und Julia – ich hoffe, Shakespeare verzeiht mir diesen Vergleich. Während Annika versucht, das Bild ihrer Familie im Freundeskreis zu relativieren, hält sich Creighton eher im Hintergrund. Er spricht wenig, schläft viel und nimmt an den verbotenen Kämpfen der REU teil. Doch Annika gibt nicht auf, und Creighton muss schnell einsehen, dass sie sich nichts ausreden lässt, wenn sie sich einmal etwas in den Kopf gesetzt hat. Was sie nicht ahnt: In welche dunklen Abgründe Creighton sie dabei mitzieht.

Geplagt von der Vergangenheit, getrieben von Rache, sucht er nach den Mördern seiner leiblichen Eltern. Annika versucht währenddessen, zu ihm durchzudringen – auch, um einer bevorstehenden Zwangsheirat zu entkommen.

Die Geschichte spitzt sich zu, getragen von zwei gegensätzlichen Charakteren, die aufeinanderprallen. Kein neu erfundenes Rad, aber in meinen Augen eine solide Idee. Die Universitäten spielen auch hier wieder eine zentrale Rolle, stehen aber nicht so im Fokus wie in Band eins. Vielmehr tragen die Charakterentwicklungen die Geschichte.

Und genau das ist ein Punkt, den ich an Rina Kents Büchern besonders mag: die Figuren. Natürlich geht es vorrangig um Sex, Gewalt und Grenzüberschreitungen – typische Dark Romance eben – aber es geht eben auch um Entwicklung. Charakterliche Tiefe. Annika kann zwar immer noch nicht kochen, aber sie steht für sich und ihre Werte ein. Über Creighton möchte ich nicht zu viel verraten, um nicht zu spoilern – aber auch bei ihm sind klare Entwicklungen erkennbar, die mich überzeugt haben.



Mein abschließendes Fazit
Es geht zurück an die Universitäten der Royal Elite und dem The King’s U – diesmal mit den Perspektiven von Creighton und Annika, die man bereits aus dem ersten Band kennt.
Rina Kent überzeugt erneut mit einem Schreibstil, der perfekt zur dunklen Stimmung und den gebrochenen Figuren passt. God of Pain ist ein typisches Dark Romance Buch – die Triggerwarnungen sollten auf jeden Fall gelesen werden! Grenzen werden überschritten, Spice ist reichlich vorhanden – und doch geht es hier auch um eine spannende Handlung und charakterliche Entwicklung.

Besonders schön fand ich den Perspektivwechsel zwischen den Protagonisten – und die zusätzlichen Einblicke in die Gedankenwelt der Eltern. Ein weiterer Teil des Elite-Universums, der mich neugierig auf mehr macht.

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Veröffentlicht am 05.07.2025

Meine Rezension zu Satan's Affair

Satan's Affair
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!Achtung!
“Satan’s Affair” ist ein Dark Romance Roman und beinhaltet eine Triggerwarnung! Diese sollte auf jeden Fall ernst genommen werden! Stell bitte dich und deine geistige Gesundheit dabei in den ...

!Achtung!
“Satan’s Affair” ist ein Dark Romance Roman und beinhaltet eine Triggerwarnung! Diese sollte auf jeden Fall ernst genommen werden! Stell bitte dich und deine geistige Gesundheit dabei in den Vordergrund! Dieses Buch solltest du erst ab 18 lesen!

Eigene Meinung
Was habe ich mich gefreut, wieder in eine düstere Geschichte von H.D. Carlton eintauchen zu dürfen! Wie mir Satan’s Affair gefallen hat, erfahrt ihr wie immer hier …

In Satan’s Affair begleite ich die Protagonistin Sibel – kurz: Sibby – aus der Ich-Perspektive. Wer bereits das Haunting Adeline-Duett gelesen hat, kennt diesen Charakter bereits. Keine Sorge: Die Bücher sind unabhängig voneinander lesbar! Ich mochte Sibby schon im Cat & Mouse-Duett und habe mich riesig gefreut, nun mehr über sie zu erfahren.

Dabei ist es nicht nur düster, sondern auch sehr blutig. Die Kapitel sind angenehm kurz, das Buch insgesamt eher schmal – und damit ein echter Pageturner, wenn man mit der Thematik klarkommt! H.D. Carlton gelingt es erneut, eine herrlich durchgedrehte Figur zu erschaffen, die ich dennoch total mochte.

Wie bereits erwähnt, erfahre ich viel über Sibels Hintergrund – ihre Kindheit, ihr Aufwachsen und was sie letztlich zu dem gemacht hat, was sie heute ist: eine Dämonenjägerin. Zumindest wird sie so genannt – von niemand Geringerem als Zade selbst. Trotz der Kürze bietet Satan’s Affair überraschende Wendungen und bleibt spannend. An Spice mangelt es ebenfalls nicht – auch wenn die letztendliche Auflösung, ein paar Fragen bezüglich des Spice Anteils aufwirft. Bei mir zumindest.

Zwischendurch blitzen auch menschliche Seiten von Sibby durch: Momente, in denen sie Freundschaften vermisst, sich einsam fühlt – das hat sie für mich greifbarer gemacht. Ich konnte auf einmal eine Verbindung zu ihr aufbauen. H.D. Carlton schafft es bei mir immer wieder, moralisch fragwürdige Charaktere in ein anderes Licht zu rücken – und das liebe ich.

Was ich allerdings schade fand: Das Buch enthält eine sehr umfangreiche Leseprobe zu Haunting Adeline. Nett gemeint – aber für mich, die das Buch schon kennt, leider überflüssig. Ich hätte mir lieber noch ein paar Kapitel mehr zu Sibby gewünscht. Und ja, ich finde den Preis von 18 € für das relativ dünne Buch recht hoch. Ich hatte die Leseprobe im Vorfeld nicht gesehen, sonst hätte ich das vielleicht nochmal überdacht – auch wenn ich die Geschichten von H.D. Carlton wirklich sehr mag.



Mein abschließendes Fazit
Blutig, spannend, brutal – und ordentlich Spice! Satan’s Affair punktet in jeder dieser Kategorien. Im Fokus steht Sibby, die ich bereits aus Haunting Adeline kenne und mag. Dieses Buch zeigt, wer sie eigentlich ist – und auch, warum sie so ist, wie sie ist. Fans des Cat & Mouse-Duetts treffen hier auf bekannte Gesichter, aber: Man kann Satan’s Affair absolut unabhängig davon lesen, denn es enthält keine Spoiler.

Ich wurde definitiv gut unterhalten, hätte mir aber mehr Inhalt statt einer langen Leseprobe gewünscht. 18 € sind ein stolzer Preis – vor allem für ein Buch in dieser Länge. Trotzdem: Wer düstere Geschichten mit abgefuckten, vielschichtigen Charakteren liebt, wird hier fündig.

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