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Veröffentlicht am 18.06.2025

Meine Rezension zu "Vom Ende der Einsamkeit"

Vom Ende der Einsamkeit
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Eigene Meinung
Zugegeben: Ich habe mich ein wenig vor diesem Buch gedrückt. Ob das die richtige Entscheidung war – oder ob ich mir nun doch wünsche, es früher gelesen zu haben – erfahrt ihr wie immer in ...

Eigene Meinung
Zugegeben: Ich habe mich ein wenig vor diesem Buch gedrückt. Ob das die richtige Entscheidung war – oder ob ich mir nun doch wünsche, es früher gelesen zu haben – erfahrt ihr wie immer in dieser Rezension.

Der Einstieg fiel mir sehr leicht. Erzählt wird aus der Ich-Perspektive von Jules – dem jüngsten von drei Geschwistern –, dessen Welt bis zu einem bestimmten Ereignis nahezu perfekt war.
Benedict Wells bringt die Emotionen und Handlungen der Kinder, später Jugendlichen und schließlich Erwachsenen sehr authentisch rüber. Vom Ende der Einsamkeit zielt dabei nicht auf Spannung, sondern auf Trauerbewältigung – und vielleicht auch ein Stück weit auf die Frage: “Was wäre, wenn?”
Gleichzeitig geht es um Selbstverwirklichung, Erfahrungen, die man macht oder machen muss. Das Buch ist in neun Kapitel unterteilt und begleitet Jules durch den Großteil seines Lebens.

Dabei kommt es an manchen Stellen zu kleinen Längen. Manchmal hatte ich das Gefühl, nicht recht voranzukommen – weil sich auch Jules gerne verliert: in Gedanken, in Beziehungen, in seiner Trauer, in Erinnerungen.
Immer wieder im Zentrum stehen auch seine Schwester Liz und sein Bruder Marty. Die Geschwisterdynamik empfand ich dabei teilweise als befremdlich und schwierig.
Liz ist oft das schwarze Schaf, Marty eher der große Unbekannte – und Jules? Jules hängt irgendwie dazwischen.
Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir das sogenannte „Nullsummenspiel“, das von der Figur Alva erwähnt wird. Die Idee, dass man das Hoffen irgendwann leid ist, weil die eigene Vergangenheit so viele negative Erfahrungen bereithielt, hat mich stark berührt.

Jules, der Protagonist, ist zugleich Erzähler – und damit das emotionale Zentrum dieses Buches.
Ich begleite ihn vom Kind bis ins Erwachsenenalter. Werde Zeugin seiner Schicksalsschläge, inneren Konflikte, Entscheidungen.
Er wirkte auf mich stets unruhig – ein Mensch, der nie ganz zur Ruhe kommt und sich sofort wieder eine neue Aufgabe sucht, wenn doch.

Seine Geschwister bleiben dagegen weniger tief beleuchtet. Zwar erfährt man einiges über Liz und Marty, doch vor allem Jules scheint im Zentrum aller Ereignisse zu stehen. Seine Kritik an den beiden fällt dabei mal laut, mal still aus.
Manchmal hatte ich das Gefühl, als sei er in Gedanken der Einzige, der wirklich „leidet“, während seine Geschwister wohl besser durchs Leben kommen – was nicht der Fall war.
Vor allem gegenüber Liz wird viel Kritik laut – dabei habe ich sie persönlich fast besser verstanden als ihre Brüder.



Mein abschließendes Fazit
Ich verstehe, warum dieses Buch so viele Leser begeistert hat – und doch konnte es mich nicht auf ganzer Linie überzeugen.
Es gab viele berührende, ehrliche und tiefgründige Momente. Die Geschichte ist stellenweise hart, aber dadurch auch sehr menschlich.
Gleichzeitig hatte ich mit den Wiederholungen und den vielen emotionalen Stillständen zu kämpfen.

Jules als Erzähler trägt das Buch – und obwohl ich ihn in seiner Zerrissenheit gut nachvollziehen konnte, fehlte mir manchmal die Balance im Blick auf seine Geschwister.
Jeder von ihnen kämpft mit eigenen Dämonen – doch Liz und Marty werden oft kritisiert, während Jules noch vergleichsweise gut wegkommt.

Ein emotionales, nachdenkliches Buch über Trauer, Einsamkeit und das Erwachsenwerden. Stark geschrieben – aber mit Luft nach oben in der erzählerischen Dynamik.

Wenn dich weitere Rezensionen interessieren, besuche mich doch gern auf meinem Buch- Blogg :)
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Veröffentlicht am 17.06.2025

Meine Rezension zu Leather & Lark

Leather & Lark - Hass und Liebe liegen nah beieinander
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Eigene Meinung
Der erste Band Butcher & Blackbird konnte mich absolut begeistern – umso größer war natürlich die Vorfreude auf Band zwei. Nun ist Leather & Lark endlich gelesen! Ob der zweite Teil mit ...

Eigene Meinung
Der erste Band Butcher & Blackbird konnte mich absolut begeistern – umso größer war natürlich die Vorfreude auf Band zwei. Nun ist Leather & Lark endlich gelesen! Ob der zweite Teil mit dem ersten mithalten kann? Das erfahrt ihr wie immer hier …

Wie schon im Vorgänger erzählt auch Leather & Lark aus der Ich-Perspektive – diesmal von den Charakteren Lark und Lachlan. Ich muss gestehen, dass mir der Einstieg etwas holprig vorkam. Zuerst musste ich mich wieder erinnern, was im ersten Band alles passiert ist und wie die Geschichte geendet hatte. Nachdem ich dann wieder im Bilde war, fiel es mir ehrlich gesagt schwer, dranzubleiben. Der Anfang zog sich doch ziemlich, auch wenn diese Längen immer wieder durch witzige Szenen aufgelockert wurden. Die Kapitel hatten eine angenehme Länge und bauten gut aufeinander auf.

Im Mittelpunkt steht diesmal Blackbirds beste Freundin Lark. Durch einen etwas unglücklichen „Unfall“ ist sie plötzlich auf die Hilfe von „Pseudobatman“ angewiesen – so nennt sie liebevoll (oder eher spöttisch) niemand Geringeren als Lachlan „Leather“ Kane, den Bruder von Butcher. Das Problem: Lark und Leather können sich absolut nicht ausstehen. Die Geschichte lebt von dieser Feindschaft und entwickelt sich in einem echten Slow Burn – mit einem emotionalen Showdown, der mir tatsächlich Pipi in die Augen trieb.

Ein Unbekannter mischt sich zunehmend in das Leben von Leather, Lark und deren Familien ein. Trotzdem war die Geschichte für mich nicht durchgängig spannend. Lark und Lachlan liefern sich zwar schlagfertige Dialoge und Reibereien, aber mir hat oft das gewisse Etwas gefehlt, um mit ihnen wirklich mitzufühlen. Bei Butcher & Blackbird ging das deutlich leichter. Es gab viele Hin und Hers, die mir in der Häufung zu viel waren – hier hätte ich mir mehr Klarheit oder Fokus gewünscht.

Natürlich gibt es ein Wiedersehen mit bekannten Gesichtern: Butcher & Blackbird, Rose und auch der dritte Bruder, Fionn, sind wieder mit von der Partie. Ich mag die Charaktergestaltung von Brynne Weaver nach wie vor sehr gern und auch in Leather & Lark habe ich daran nichts auszusetzen. Es war eher das deutlich langsamere Erzähltempo, das mir persönlich nicht so zugesagt hat. Und ja, ich bin einfach kein Fan von Slow Burn – das muss man mögen.



Mein abschließendes Fazit
Mit einer guten Portion Witz und mörderischen Vibes führt uns Brynne Weaver erneut in ihr Universum zurück. Butcher & Blackbird hat mich absolut überzeugt, Leather & Lark war eher etwas für das ruhige Gemüt. Ich kam nur schleppend voran und habe das langsame Tempo nicht ganz verstanden. Diesmal dreht sich alles um Leather & Lark – und wenn die beiden etwas nicht können, dann ist es, sich zu mögen. Enemies to Lovers trifft hier auf Slow Burn. Die Handlung konnte mich dabei leider nicht dauerhaft fesseln – erst im letzten Drittel nimmt die Geschichte deutlich Fahrt auf und entwickelt sich endlich in bekannter Weaver-Manier. Trotzdem freue ich mich auf Band drei und hoffe, dass mich dieser wieder ein kleines bisschen mehr begeistern kann.

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Veröffentlicht am 11.06.2025

Meine Rezension zu If we were Gods

If We Were Gods
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Eigene Meinung
Ich glaube, es war der Titel, der mich so gefesselt hat. If We Were Gods erinnerte mich sofort an If We Were Villains – ein Buch, das ich geliebt habe. Der Klappentext versprach eine ähnliche ...

Eigene Meinung
Ich glaube, es war der Titel, der mich so gefesselt hat. If We Were Gods erinnerte mich sofort an If We Were Villains – ein Buch, das ich geliebt habe. Der Klappentext versprach eine ähnliche Gruppendynamik, vor allem aber jede Menge Dark Academia. Ob es mich genauso begeistern konnte? Ich erzähle es euch …

Der Einstieg war bereits sehr stark und gab mir direkt eine grobe Richtung für die Geschichte vor. Mit diesem Einstieg im Hinterkopf wurde es auch tatsächlich immer spannender. Aber ich greife vorweg: Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht der Protagonistin Olivia. Autorin Lara Große hat ein tolles Worldbuilding geschaffen, das mich problemlos abgeholt hat. Die Arkanen Ebenen, die die Schüler der Arcane Academy erklimmen müssen, werden detailliert und für mich sehr anschaulich beschrieben. Der Detailgrad war für meinen Geschmack genau richtig – sowohl bei den Charakteren als auch bei den Szenerien. Besonders schön fand ich, dass jedes Kapitel mit Auszügen aus Lehrbüchern eingeleitet wird, die subtil andeuten, welches Thema als Nächstes eine Rolle spielt.

Im Zentrum stehen natürlich die Arkanen Ebenen, die Olivia mit ihren Kommilitonen durchlaufen muss. Dabei gerät sie an eine Gruppe, von der sie sich eigentlich fernhalten wollte – zu groß ist die Gefahr, dass ihre Geheimnisse ans Licht kommen. Doch schnell wird klar: Es geht um viel mehr als nur das Arkan-System. Es geht um Freundschaft, um Entscheidungen und deren Konsequenzen. Die Autorin schafft es auf beeindruckende Weise, beides miteinander zu verweben. Während des Lesens entwickeln sich die Charaktere spürbar weiter, es entsteht eine Bindung – zwischen Olivia und den anderen, aber auch zwischen mir und den Figuren in If We Were Gods. Ich hatte wirklich das Gefühl, Teil dieser Gruppe zu sein, und das schätze ich immer besonders, wenn ein Buch das schafft.

Wie bereits erwähnt, sind die Entwicklungen klar erkennbar – allen voran Olivia, die mich absolut überzeugt hat, aber auch Nasir, der mir besonders im Gedächtnis geblieben ist. Die Figuren sind nicht glattpoliert (höchstens nach außen), sondern haben Ecken, Kanten, Fehler. Es sind die Entscheidungen, die sie treffen – oft nicht gut, selten moralisch eindeutig. If We Were Gods hat mich dazu gebracht, über manche dieser Entscheidungen nachzudenken: Wie hätte ich gehandelt? Genauso? Die erschreckende Wahrheit: Ja, vermutlich. Zumindest größtenteils. Und auch die Frage Was wäre, wenn …? steht hier mehr als einmal im Raum.



Mein abschließendes Fazit
Ein Buch mit Magie – über eine Gruppe junger Erwachsener, die trotz aller Unterschiede eng zusammenwächst. Das Worldbuilding ist klar und durchdacht, die Dark-Academia-Vibes haben mich sofort abgeholt. Zu Beginn wirkt manches vielleicht etwas klischeehaft oder “zu viel”, aber das verfliegt schnell, weil die Autorin es versteht, Tiefe zu schaffen. Ich hatte keine Sekunde des Stillstands beim Lesen. Die Charaktere wachsen an ihren Aufgaben, und ich als Leserin musste mich immer wieder fragen, wie ich selbst entschieden hätte. If We Were Gods ist für mich rundum gelungen und absolut empfehlenswert für alle, die Fantasy mit düsterem, akademischem Flair und starken Charakteren lieben.

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Veröffentlicht am 10.06.2025

Meine Rezension zu "Das Kalendermädchen"

Das Kalendermädchen
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Eigene Meinung
Da hat sich doch tatsächlich ein Fitzek in meine Sammlung geschlichen. Zugegeben: Vor allem das Cover hat mich in jedem Buchladen angelächelt. Da ich aber kein allzu großer Fitzek-Fan bin, ...

Eigene Meinung
Da hat sich doch tatsächlich ein Fitzek in meine Sammlung geschlichen. Zugegeben: Vor allem das Cover hat mich in jedem Buchladen angelächelt. Da ich aber kein allzu großer Fitzek-Fan bin, habe ich mich zunächst nur für das E-Book entschieden. Ob mich die Geschichte überzeugen konnte, erfahrt ihr hier…

Meine Buddy-Read-Partnerin und ich haben Das Kalendermädchen aus verschiedenen Perspektiven gelesen – aber immer in der Erzählperspektive. Dabei springt die Geschichte zwischen Vergangenheits- und Gegenwartsform, was uns als Leser*innen mehrere Eindrücke liefert und wohl auch Tiefe erzeugen soll. Viele Kapitel enden mit Cliffhangern – was ich in Thrillern eigentlich liebe. Leider hat das bei uns eher zu Seufzern geführt. Gerade, wenn wir uns in einer Sicht oder Zeitlinie eingespielt hatten, war das Kapitel vorbei – und wir mussten uns erst mal wieder neu orientieren.

Was mir (nach ein wenig Bedenkzeit) aber echt gut gefallen hat, war die Idee mit dem Kalender. Meine Freundin fand das von Anfang an cool, und ich muss ihr da inzwischen zustimmen: Das Konzept ist wirklich cool, und auch die Verknüpfung damit hat Fitzek spannend aufgezogen. Die Umsetzung war für mich aber an einigen Stellen leider etwas dürftig. Ich hätte mir gewünscht, dass wir bestimmte Dinge – vor allem in der Vergangenheit – direkter miterleben können, zum Beispiel wie Valentina damit umgeht. Klar, es wurde erzählt, aber oft nur ziemlich kurz. Der Strang rund um Olivia, Alma und Elias war da für mich greifbarer. Auch wenn ich ehrlich sagen muss: Da hat sich manches ganz schön im Kreis gedreht. Zwischendurch hatte ich das Gefühl, dass es nicht wirklich weitergeht – was schade war, weil die Geschichte das eigentlich gar nicht nötig gehabt hätte.

Und obwohl Fitzek sonst so ins Detail geht, blieben mir die Charaktere leider etwas zu oberflächlich. Klar, es gab auch hier und da ein paar Hintergrundinfos, aber mir hat einfach die Tiefe gefehlt. Ich konnte Olivias Verzweiflung zwar nachvollziehen – wie sie mit Händen und Füßen versucht, Alma zu retten, das hat er wirklich gut eingefangen – aber trotzdem ist sie mir insgesamt eher negativ in Erinnerung geblieben. Irgendwie hat ihre Persönlichkeit mich nicht richtig erreicht. Dafür mochte ich Elias total! Er wirkte auf mich sehr authentisch, und die Art, wie er denkt und hilft, hat mir richtig gut gefallen.



Mein abschließendes Fazit
Das Kalendermädchen von Sebastian Fitzek hat mich ehrlich gesagt vor allem durch das Cover angelockt. Die Geschichte war nicht schlecht, hatte für mich aber noch einiges an Luft nach oben. Die vielen Verstrickungen (auch wenn sie am Ende ganz gut aufgelöst wurden) haben mich an einem bestimmten Punkt eher dazu gebracht, etwas resigniert weiterzulesen. Auch die vielen Details bei den Beschreibungen haben es mir nicht gerade leichter gemacht.
Nichtsdestotrotz war die Grundidee richtig gut! Die Auflösung war in Ordnung und irgendwo auch befriedigend – aber das Miträtseln kam für mich leider zu kurz.

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Veröffentlicht am 03.06.2025

Meine Rezension zu Defy Me

Defy Me
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Eigene Meinung
Endlich habe ich es geschafft! Der fünfte Teil wurde nun auch endlich von mir gelesen – und ich bin erschlagen von den Ereignissen. Aber bitte lest selbst, was ich meine…

Ich beginne Defy ...

Eigene Meinung
Endlich habe ich es geschafft! Der fünfte Teil wurde nun auch endlich von mir gelesen – und ich bin erschlagen von den Ereignissen. Aber bitte lest selbst, was ich meine…

Ich beginne Defy Me mit der neuen Perspektive von Kenji. Zumindest neu, wenn man Join Me, den Sammelband der Reihe mit Kapiteln aus anderen Perspektiven als Juliettes, nicht gelesen hat. Und ich liebe Kenji! Der Charakter, den Tahereh Mafi ihm verliehen hat – genauso wie eigentlich allen anderen Figuren – ist großartig! Auch dieses Mal hat Mafi beibehalten, dass ich zusätzlich aus der Sicht von Warner lesen darf. Natürlich ist auch Juliettes Perspektive wieder vertreten. Die Autorin hat erneut perfekt die Stimmung eingefangen. Es ist bedrückend. Die Frage, wer Freund und wer Feind ist, stellt man sich nicht nur einmal. Die vielen Geheimnisse, die hier nicht nur aufgedeckt, sondern auch näher erklärt werden, heben die Geschichte rund um Juliette noch einmal auf ein ganz neues Level!

Auch wenn ich dachte, inzwischen alles über das Reestablishment zu wissen – oh Leute – weit gefehlt! Es ist ein Strudel, der alle Beteiligten mit sich reißt und sich immer weiter verheddert. Dabei schafft es Mafi absolut souverän, dass ich nicht á la „Hä?“ zurückbleibe. Ich bin die ganze Zeit voll im Geschehen. Dinge werden aufgeklärt – von Juliette selbst oder einem der anderen Charaktere. Mit jeder Seite hatte ich das Gefühl, dass gleich der nächste Schlag in die Magengrube folgen würde (meist war es auch so). Es geht auch hier – wie in Restore Me – wieder ein wenig um Politik, aber nur am Rande. Viel stärker im Fokus steht Juliettes Vergangenheit. Aber nicht nur ihre wird hier so offen filetiert, sondern auch die von Aaron. Aus seiner Perspektive erleben wir viele Rückblicke, die ich extrem wichtig für die Geschichte fand. Allgemein finde ich es genial, dass man rückblickend bei jedem Buch der Shatter Me-Reihe Dinge aus anderen Teilen noch einmal komplett überdenken muss. Es erinnert mich an Juliettes Anfang: Wenn sie Erfahrungen gemacht hat, hat sie die Dinge auch gern noch einmal „überdacht“ und dabei ihre ersten Gedanken durchgestrichen. Und ähnlich ging es mir auch. Unweigerlich habe ich gewisse Situationen noch einmal “überdenken” müssen.

Aber ich möchte noch kurz über meinen zweitliebsten Aspekt dieser Geschichte sprechen: die Charaktere! Ich liebe sie. Ich könnte es dabei belassen, aber sind wir ehrlich – das werde ich nicht 😀 Ich habe das Gefühl, schon ewig mit diesen Figuren unterwegs zu sein. Unweigerlich hat es die Autorin geschafft, mich als Teil dieser Gruppe zu integrieren. Ich kenne mittlerweile die Eigenheiten der Charaktere, ihre Sorgen und Ängste, ihre Stärken. Und ich rede nicht nur von Protagonistin Juliette, sondern auch von Aaron, Kenji, Warner oder Adam. Durch Join Me rutsche ich noch tiefer in die Shatter Me-Bubble (ohne Werbung machen zu wollen) und genieße es, weitere Hintergrundinformationen und Gedanken aufzusammeln.



Mein abschließendes Fazit
Ich habe an Defy Me nichts auszusetzen. Die Kürze des Buches täuscht! Es passiert so viel – und doch wirkt nichts davon gehetzt oder „reingedrückt“. Im Mittelpunkt stehen vor allem die Vergangenheit von Juliette und Warner. Außerdem darf ich (abseits von Join Me) auch aus Kenjis Perspektive lesen. Viele Fäden laufen hier zusammen und zeigen die Komplexität der Geschichte. Die Enthüllungen sind stark umgesetzt und haben mich förmlich durch das Buch „geschossen“. Die Charaktere entwickeln sich weiter, wachsen an ihren Herausforderungen – und wirken dabei so authentisch!
Ich für meinen Teil kann es kaum erwarten, jetzt erst einmal Reveal Me zu lesen und dann in den sechsten Band abzutauchen!

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