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Veröffentlicht am 25.01.2025

Meine Rezension zu The Girl in the Love Song

The Girl in the Love Song
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Eigene Meinung
Zugegeben, ich habe mich etwas gesträubt dieses, doch recht dicke, Romance Buch zu beginnen. Die damalige Leseprobe hatte mich so gefesselt und berührt, das ich es mir dann Zeitnah nach ...

Eigene Meinung
Zugegeben, ich habe mich etwas gesträubt dieses, doch recht dicke, Romance Buch zu beginnen. Die damalige Leseprobe hatte mich so gefesselt und berührt, das ich es mir dann Zeitnah nach der Erscheinung gekauft habe. Endlich habe ich es auch gelesen. Und gerade das Ende, wie eigentlich auch viele Seiten zwischendrin, haben mich echt berührt.

Der Schreibstil von Emma Scott empfand ich als sehr detailliert, vor allem ihren Charakteren gegenüber. Ich hatte schnell Bilder im Kopf und Vorstellungen wie manche Charaktere drauf sind, wie sie sich geben. Auch waren viele Sachen zwar nicht ausgesprochen/ ausgeschrieben, und dennoch konnte ich als Leser mir denken, warum eben einzelne Charaktere so reagieren, wie sie es eben tun. Abwechselnd lese ich aus den Perspektiven der Protagonisten Miller und Violet. Es sind zwei fast schon komplett unterschiedliche Leben, die aber super zusammengeführt werden.

Als Leser begleite ich Violet und Miller ab ihren dreizehnten Lebensjahren. Dann gibt es einen Sprung und sie sind junge Erwachsene und müssen sich (mehr oder minder) mit den Problemen der “Erwachsenen” auseinandersetzen. Auch gibt es hier ganze klare Kommunikationsschwierigkeiten. Tatsächlich fallen die, aufgrund der vielen Verschiedenen unter Thematiken, aber hinten runter. Tatsächlich ist auch immer dabei, für etwas Spannung gesorgt. Ich muss gestehen, ich hätte es trotzdem vielleicht gerne kürzer gehabt. Für ein New Adult Buch ist es schon sehr stattlich und einige Dinge wiederholen sich und ziehen das Buch leider etwas dabei. Ich hatte insgesamt viermal mit einem Ende gerechnet, bis das tatsächliche Ende da war.

Wie bereits erwähnt, empfand ich die Charaktere durchweg, super detailliert und authentisch beschrieben. Ich hatte ein Bild vor meinem inneren Auge und konnte mir so ein paar “Macken” oder besser gesagt Eigenschaften, von den Charakteren sofort vorstellen. Violet und Miller sind zwar im Buch junge, aber für ihr Alter doch sehr Erwachsene Protagonisten (bis auf die Kommunikationsschwierigkeiten).



Mein abschließendes Fazit
Emma Scott hat mit dem ersten Band ihrer “Lost Boys”- Trilogie, einen wirklich guten Job gemacht. Die Länge wirkte auch mich lange abschreckend. Und ja um ehrlich zu sein, hat sich das Buch hier und da auch wirklich etwas gezogen. Es entstand ein- wenn auch nur minimales hin und her zwischen den Protagonisten und gerade wenn ich dachte, das die größte Hürde nun Ad acta gelegt wurde, kam ein neues Problem. Hier und da ist es etwas “zu viel” aber in so einem Rahmen, das es durchgeht. Neben den Protagonisten machen auch die anderen Charaktere in dem Buch einen guten Job und man bekommt schon eine Ahnung, wie die Trilogie weiter gehen wird, beziehungsweise welche Charaktere hier in den Fokus rücken. Ich glaube, es war bei mir wirklich der Schluss, den ich vielleicht etwas “drüber”, aber so passend für dieses Buch fand.

Wenn dir diese Rezension gefallen hat, besuche mich doch gerne für weitere auf meinem Blogg :)
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Veröffentlicht am 21.01.2025

Meine Rezension zu "The Serpent and the Wings of Night"

The Serpent and the Wings of Night (Crowns of Nyaxia 1)
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Eigene Meinung
Wer kam wohl nicht an dem Hype zu diesem Buch vorbei? Richtig. Ich. Es ist aber auch wirklich ein Schmuckstück. Nun habe ich es auch gelesen und der zweite Teil steht schon Griff bereit…

Der ...

Eigene Meinung
Wer kam wohl nicht an dem Hype zu diesem Buch vorbei? Richtig. Ich. Es ist aber auch wirklich ein Schmuckstück. Nun habe ich es auch gelesen und der zweite Teil steht schon Griff bereit…

Der Einstieg in die Geschichte ist flüssig. Ich lese hauptsächlich aus der Sicht der Protagonistin Oraya und ab und an auch aus der dritten Perspektive eines Erzählers. Wenn ich aus der Erzähl-Sicht lese, erfahre ich mehr über Orayas Vergangenheit. Die Welt wird von der Autorin sehr detailliert beschrieben, mit genügend Platz für eigene Interpretationen. Es wird ebenfalls mit viel Witz gespielt in den Dialogen und dennoch mit genügend Ernsthaftigkeit zwischen den Zeilen. Auffällig war für mich, das Oraya viel dachte, aber ihre Sätze meist sehr kurz oder einsilbig ausfielen. Leider beinhaltet das Buch auch sehr viele Wiederholungen, die hier und da interessant, aber durchgehend doch etwas nervig wurden.

Oraya möchte sich einer Prüfung unterziehen dem sogenannten “Kejari” um endlich einen ehrwürdigen Platz neben ihren Ziehvater Vincent einnehmen zu können und nach vielleicht Hinterbliebenen ihrer Vergangenheit sehen zu können. In der Theorie ist der Plan einfach. In der Praxis verfällt er allerdings in seine Einzelteile. Jede Prüfung ist für mich als Leser spannend verarbeitet, hat mich auch mitgerissen. Die Seiten wurden rapide weniger. In der “Vorbereitungszeit” der Prüflinge, gab es viele Geheimnisse und damit ungesagte Dinge und eine Protagonistin, die ich ihre “Härte” nicht wirklich abnehmen konnte. Vielleicht hat mich gerade deswegen das Ende doch sehr überrascht.

Wie vielleicht schon zu erahnen ist, fand ich Oraya als Protagonistin etwas anstrengend. Die Art und Weise wie sie alles und jeden davon zu überzeugen versucht die harte und taffe zu sein, und ich glaube in fast jeder Prüfung (?) auf Hilfe angewiesen ist und selbst diese nur widerstrebend annimmt. Die zusätzlichen Wiederholungen waren auch etwas ermüdend. (Ja ich habe verstanden, das dein Ziehvater Vincent es anders getan hat oder hätte und das du Zähne zeigen und zubeißen sollst.) Raihn und Mascha, ihre mehr oder minder freiwillig ausgesuchten Teamkameraden waren dagegen eine tolle Abwechslung. Und selbst Vincent fand ich sehr angenehm. Ich kann aber Entwarnung geben: Auch Oraya wurde mir zum Ende hin eine deutliche Spur sympathischer so das ich wirklich zum zweiten Band greife um zu erfahren wie es mit ihr weitergeht.



Mein abschließendes Fazit
Ich bin sehr gespannt wie es weiter geht, auch wenn der Hype Train ein wenig an mir vorbeifährt. Zumindest nach Band Eins. Protagonistin Oraya hat es mir wirklich nicht einfach gemacht. Ihre sich stetig wiederholenden Gedanken, die einsilbigen Antworten und Aussagen… Schlussendlich fand ich, das Autorin Braodbent hier versucht hat eine richtig taffe Frau zu erschaffen, die aber für mich leider zu oft gekünstelt herüberkam. Erst am zum Ende hin, habe ich aus der Sicht einer Protagonistin gelesen, die mich schlussendlich auch mehr Lust auf den weiteren Teil gegeben hat. Die Geschichte rund um das Kejari fand ich hingegen klasse ausgearbeitet, mochte die detaillierten Beschreibungen der Umgebungen und auch die Kampfszenen waren spannend und brutal beschrieben. Auch wenn ich noch nicht so gehyped bin, freue ich mich zu erfahren wie es mit Raihn, Oraya und allgemein der Welt Obitraes weiter geht.

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Veröffentlicht am 15.01.2025

Meine Rezension zu "Written in Blood"

Written in Blood
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Eigene Meinung
Dieses Buch hatte ich mir schon vor geraumer Zeit gekauft. Gerade als ich die “Dark Academia” Sparte für mich entdeckt habe. Und tatsächlich, gibt es viele sehr treffende Punkte in der Hinsicht…

Ich ...

Eigene Meinung
Dieses Buch hatte ich mir schon vor geraumer Zeit gekauft. Gerade als ich die “Dark Academia” Sparte für mich entdeckt habe. Und tatsächlich, gibt es viele sehr treffende Punkte in der Hinsicht…

Ich lese aus der Ich-Perspektive von der Protagonistin Alka. Kapitelweise lese ich aus ihrer Vergangenheit und Gegenwart, was mir ein besseres Bild von Alka verschafft. Dazu wird immer am Anfang des Kapitels “früher” oder “jetzt” ausgewählt um mich abzuholen. Der Schreibstil ist die meiste Zeit sehr flüssig. Einzig die politischen Hintergründe der Welt, und dessen verschiedenen Gattungen, ließen mich hier und da mal aussteigen. Überrascht war ich eher von den teils doch sehr brutalen Kämpfen.

Kurzum möchte Alka sich nämlich für den Tod ihrer Familie rächen. Dafür muss sie sich an die Blackwater Academy begeben. Die beste und höchste Stelle für Magier um Erfolgreich zu werden und zu sein. Alka ist das ziemlich relativ, weil sie ganz andere Pläne verfolgt. Stück für Stück kann sie sich eingliedern und findet in der Blackwater Academy Freunde. Gestehen muss ich, das ich hier und da an Harry Potter denken musste. Es gibt fünf Häuser, in denen die Schüler zugeteilt werden: Vangard, Javellos, Selura, Zartan, und Nethro. Wichtig sind diese, für die drei Prüfungen, die, die Schüler während ihrer Ausbildung in Blackwater abschließen müssen. Leider komme ich kaum in den Genuss, verschiedene Unterrichtsstunden mitzuerleben, geschweige denn mehr von dem “normalen” Schülerleben in Blackwater. Auch werden immer wieder viele “Professoren” erwähnt, die aber anscheinend nur Statisten sind denn bis eigentlich eine einzige Professorin, neben dem Schulleiter, wird nur noch einer mal kurz erwähnt. Tatsächlich spielt der Hausmeister eine größere Rolle. Alka hätte sich für mich auch irgendwie in einer normalen Schule befinden können, was das angeht.

Allgemein hat es Alka mir nicht leicht gemacht. Sie pendelt viel zwischen “Alles oder nichts” oder dem “das bin nicht wirklich ich!”. Ihre Empathie hält sich für mich sehr stark in Grenzen und allgemein ist sie mir einfach in allem zu wenig beleuchtet gewesen. Sie hat eine schwere Vergangenheit, musste in ihren Jungen Alter schon von zu vielen Abschied nehmen und hat mehr Tod gesehen, als sie sehen sollte in ihrem Alter. Das kommt auch alles super authentisch rüber, (Wenn es da nicht ein “Aber” gäbe), aber es ist mir einfach von allem ein Ticken zu viel gewesen. Die Nebencharaktere waren da irgendwie angenehmer. Greifbarer.



Mein abschließendes Fazit
Written in Blood ist ein Buch das auf die Dark Academia Richtung abzielt und ja durchaus, diese Richtung merkt man ab und an. Auch kommen hier leichte Erinnerungen an Harry Potter hoch. Die Häuser, das Tunier… Leider konnte mich Written in Blood nicht mal Ansatzweise zu greifen. Mit der Protagonistin Alka wurde ich gefühlt, das ganze Buch über nicht warm. Die Nebencharaktere hatten für mich deutlich mehr Tiefe, als Alka und das, obwohl ich viel über sie erfahren im Buch. Die Geschichte ist recht spannend geschrieben, und die Details in der Beschreibung der Gegenden ist auch gelungen. Bedauerlicherweise bin ich gar kein Fan von Liebesdreiecken, weswegen die (nicht prägnante) Liebesgeschichte, für mich recht uninteressant war. Auch habe ich an ein paar Dingen zu knabbern, die mir nicht logisch erscheinen. Beispielsweise wurde Alka ein bestimmter Tanz beigebracht und “Wochenlang geübt”, aber Basiswissen in der Magierwelt ist total irrelevant? Das Ende wird wirklich spannend, ich bin die letzten Seiten wirklich durchgerutscht, aber ich bin auch froh, dass es ein Standalone Titel ist. Ich hätte die Reihe nicht fortgesetzt, weil ich sie schlichtweg dafür nicht interessant genug fand. Für etwas Zwischendurch, finde ich es absolut in Ordnung.

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Veröffentlicht am 11.01.2025

Meine Rezension zu "The Darkest Gold - Die Rebellin"

The Darkest Gold – Die Rebellin
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Eigene Meinung
Nein, nein, nein. Jeder der den fünften Band beendet hat, wird wissen, warum ich eigentlich schon den sechsten Teil hätte hier haben müssen…

In den vorherigen Teilen der “The Darkest Gold” ...

Eigene Meinung
Nein, nein, nein. Jeder der den fünften Band beendet hat, wird wissen, warum ich eigentlich schon den sechsten Teil hätte hier haben müssen…

In den vorherigen Teilen der “The Darkest Gold” Reihe, hatte ich immer wieder geschrieben, wie toll ich den Schreibstil von Autorin Kennedy finde. Das behält sie auch weiterhin bei, auch wenn der fünfte Band, mich in jeglichen Arten noch ein Stück weiter mehr, hat vereinnahmen können. Ohne Umschweife wird an den Cliffhanger von Band vier angeknüpft, ich starte sofort in die Geschichte ohne lange Erklärungen, Erläuterungen wo und warum ich mich nun an diesen oder jenen Ort befinde. Auch in “Die Rebellin” darf ich aus verschiedenen Perspektiven lesen. Auren, Slade, Osrik und Königin Malina. Und dazu habe ich auch noch, wenn auch nur ein kurzes, Kapitel von Saira Turley, was ich ebenfalls lesen darf.

Schnell wird klar, das es sich dem Ende neigt mit der Geschichte rund um die Goldene, den König der Fäule und der Welt Orea. Nun gibt die Autorin den ersten Geschmack auf das Ende. Die ganze Geschichte habe ich wirklich eingesogen. Es kam zu so viel Spannung, Emotionen, und auch einigen Plot Twists. Alles wunderbar verpackt, einige mit Herzschmerz, andere mit Überraschung. Charaktere, denen ich eigentlich schon eine gewisse Rolle zugeschrieben habe, haben mich komplett überraschen und meine Meinung teilweise revidieren lassen können. Ich begleite Auren durch die Straßen ihrer Heimat und genieße die Art von Freiheit die auch Auren genießt. Durch alles, was die Goldene durchgemacht hat, wurde ich gegenüber jedem neuen Charakter auch vorsichtiger. Ich lerne Aurens Vergangenheit noch besser kennen und genieße wie sie ein Stück weit Zuhause ankommt.

Spice Anteil? Hier sehr gering. Hat mich auch überhaupt nicht gestört, weil die Geschichte einfach keinen “Lückenfüller” brauchte. Sie funktioniert sensationell ohne und die Kapitel hatten es wirklich in sich. Die Charaktere sind durchweg super ins Licht gerückt, ich hatte das Gefühl, das jetzt auf jeden Fall klar ist, wer, welche Rolle spielt. Die ganze Entwicklung bis zu diesem Punkt, war faszinierend und ich habe selten so eine Steigerung erfahren, was Charaktere angeht. Dabei spreche ich nicht nur von Auren selbst, sondern auch von den ganzen anderen. Ich habe es wirklich sehr genossen, ein Kapitel abzuschließen und zu erfahren, aus wessen Sicht ich im nächsten Kapitel lesen darf, und mit welchen Problemen dieser sich umher schlägt oder überstehen muss.



Mein abschließendes Fazit
Geliebt, gelitten und mit diesem Cliffhanger kaum auszuhalten! Autorin Raven Kennedy, lässt mich deutlich spüren, das “The Darkest Gold” nun bald vollendet ist und ich habe wirklich Angst, wie es beendet wird. Der Fünfte Teil “Die Rebellin” knüpft nahtlos an dem Ende des vierten Bandes an, verschwendet keine Zeit damit, alles noch einmal zu erklären, sondern man wird durch verschiedene Dialoge noch einmal daran erinnert. Der fünfte Teil hat sich in meinen Augen absolut stimmig angefühlt. Ich habe mit den Charakteren mitgelitten, konnte mich freuen. Das Ende war intensiv und bitte und auch wenn mich auf das Ende freue, habe ich auch gleichermaßen Angst davor.

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Veröffentlicht am 08.01.2025

Meine Rezension zu Das Schattentor

Ministry of Souls – Das Schattentor
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Eigene Meinung
Ich weiß gar nicht mehr genau, wann und wie ich auf das Buch aufmerksam wurde. Aber was ich weiß ist, das ich eine Leseprobe hatte, in der ich das erste Kapitel sehr stark gefeiert hatte. ...

Eigene Meinung
Ich weiß gar nicht mehr genau, wann und wie ich auf das Buch aufmerksam wurde. Aber was ich weiß ist, das ich eine Leseprobe hatte, in der ich das erste Kapitel sehr stark gefeiert hatte. Aber leider, war es nicht überall so stark wie ich es mir erhoffte…

In “Das Schattentor” lese ich aus der Erzählperspektive von Jack, einem Soulman. Endlich hat er seinen ersten eigenen Auftrag und kann sich beweisen und zeigen, dass er mehr als nur kleinere Dienste verrichten kann. Auch wenn verschiedenen Szenerien gut detailliert und vorstellbar umgesetzt und beschrieben sind, bleiben die Charaktere recht Oberflächlich. Egal ob es sich dabei um den Protagonisten Jack oder später auch Prinzessin Naima handelt. Autor El- Bahay löst viele spannende Szenen aus, die er dann mit zwar recht witzigen, teils aber auch für mich unpassenden Sprüchen und Dialogen, irgendwie wieder zunichtemacht. Ab und an fehlte mir dafür ein wenig die Ernsthaftigkeit, auch wenn ich den Nebencharakter Oz, sehr ins Herz geschlossen habe.

Die Geschichte rund um Jack und seinen Einsatz im Buckingham Palace ist interessant und witzig erzählt. Teilweise driftet es in eine angenehme, düstere und fast schon gruslige Stimmung ab, was der Geschichte aber nur zugutekommt. Leider empfand ich den Mittelteil als etwas langatmig und wirkte etwas zu sehr in die Länge gezogen. Auch wenn natürlich die Aspekte dieser “Verlängerung” teilweise plausibel waren, fühlte es sich nach etwas zu viel Pause an. Zum Ende hin, nimmt die Geschichte dann wieder an Fahrt auf und ich als Leser werde durch einige Kämpfe und Verfolgungen, wieder abgeholt.

Protagonist Jack und später auch Naima, sind gut gewählte, wenn auch noch nicht, gut ausgereifte Protagonisten. Immer wieder kommt es zu kleinen Gedanken von Jack, die ich als Leser miterleben kann, auch wenn er sonst finde ich, recht unnahbar wirkt. Etwas tiefgehender ist es bei der Prinzessin Naima, aus dessen Erzählperspektive ich auch irgendwann immer mal kurze Kapitel lesen darf. Nebencharakter Oz hat mir bei weitem am besten Gefallen und fand ich tatsächlich auch irgendwie greifbarer als die Protagonisten selbst.



Mein abschließendes Fazit
Autor Akram El- Bahay, hat mit England des 19. Jahrhunderts eine schöne und für seine Geschichte passende, Szenerie gewählt. Auch wenn hier viel Witz einfließt und gerade spannende oder vielleicht auch etwas gruslige Szenen abdämmt, hat es mich nach den ersten Kapiteln ein bisschen verloren. Das Gefühl nicht gut voranzukommen in dem Buch und eher ein weniger auf der Stelle zu verbleiben, hat mich etwas frustriert. Zum Ende hin, konnte die Geschichte mich wieder packen und mitreißen, auch wenn ich mir wirklich hier und da ein klein wenig mehr Ernsthaftigkeit gewünscht hätte. Die Charaktere sind passend gewählt und erschaffen, auch wenn ihnen meiner Meinung nach etwas an Tiefe fehlt. Die Geschichte rund um das Ministry of Souls hätte für mich noch stärker in den Fokus gerückt werden können. Es hat mich beschäftigt, ich wurde bespaßt, auch wenn ich gerne tiefer getaucht wäre in die Geschichte rund um Jack, Oz und Prinzessin Naima.

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