Cover-Bild Ministry of Souls – Das Schattentor
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16,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Lübbe
  • Themenbereich: Belletristik - Fantasy: historisch
  • Genre: Fantasy & Science Fiction / Fantasy
  • Seitenzahl: 352
  • Ersterscheinung: 30.09.2020
  • ISBN: 9783404209651
Akram El-Bahay

Ministry of Souls – Das Schattentor

Roman

London, 1850: Unbemerkt von der Öffentlichkeit sorgt das Ministerium für endgültige Angelegenheiten dafür, die Seelen Verstorbener auf die andere Seite zu befördern. Der angehende Soulman Jack will sich endlich im Außeneinsatz beweisen. Sein erster Auftrag führt ihn ausgerechnet auf das Gelände des Buckingham Palace. Dort wurde eine arabische Gesandtschaft ermordet. Jack soll den Tatort von ihren Geistern befreien — und entdeckt, dass Naima, die Tochter des Emirs, noch lebt. Als er ihr helfen will, wird er von einem schattenartigen Biest angegriffen. Um Naima zu schützen, befördert Jack sie in die Zwischenwelt! Und bricht damit eine der wichtigsten Regeln der Soulmen.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.10.2021

Eine fantasievolle Geschichte über Geister und Rache

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Der Klappentext fasst schon ziemlich gut zusammen, worum es in der Geschichte geht: Damit die Seelen verstorbener Menschen sicher in die Zwischenwelt gelangen, gibt es die Soulmen, die die Geister einfangen ...

Der Klappentext fasst schon ziemlich gut zusammen, worum es in der Geschichte geht: Damit die Seelen verstorbener Menschen sicher in die Zwischenwelt gelangen, gibt es die Soulmen, die die Geister einfangen und in die Zwischenwelt begleiten. Als arabische Abgesandte im Buckingham Palace ermordet werden, muss Jack den Auftrag übernehmen. Als er die Geister der Toten sucht, bemerkt er, dass die arabische Prinzessin noch lebt. Als er von einem schwarzen Wesen angegriffen wird, bleibt ihm nichts anderes übrig als Naima kurzerhand durch die Tür zur Zwischenwelt zu schubsen, um ihr Leben zu retten. Doch als er sie zurückholen will, ist das Tor bereits verschlossen und er muss einen anderen Zugang in die Zwischenwelt finden, denn nicht umsonst ist es verboten, eine lebende Person dorthin zu bringen.

Jack ist noch in der Ausbildung und soll eigentlich den Geist einer alten Frau hinüber begleiten, die ganz schön stur ist und sich nicht von ihren geliebten Katzen trennen will. Hier schafft der Autor einige amüsante Szenen, denn die alte Dame hat auch noch ein Auge auf ihren Soulman geworfen. Nicht nur mit seinem Humor kann Akram El-Bahay punkten, denn die Idee des Ministry of Souls und der Zwischenwelt hat mich auch sehr beeindruckt. Die Idee, dass jeder Mensch seine eigene Zwischenwelt formt, nämlich durch einen für ihn besonderen Ort, finde ich richtig gut. Auch das Zusammenspiel zwischen unserer Welt und der der Verstorbenen ist sehr fantasievoll und nachvollziehbar gestaltet.

>>Soulmen waren die vermutlich abergläubischsten Menschen der Welt. Es war wohl eine Berufskrankheit. Und wenig verwunderlich bei Leuten, die einen erheblichen Teil ihrer Arbeitszeit unter Geistern verbrachten.<<, S. 209

Das Setting ist sehr atmosphärisch beschrieben, als Jack durch die düsteren Gassen des vergangenen Londons streift und das Gelände des Buckingham Palaces betritt. Auch die Kleidung und historische Begebenheiten wurden gekonnt in die Geschichte eingebettet. Im Kontrast zum viktorianischen Zeitalter bieten die orientalischen Aspekte, wie Naima und ihre Familie, Sagen aus der Wüste und der schwarze Schatten, der Jack zu Beginn der Geschichte angegriffen hat, eine tolle Abwechslung.


Fazit:
Mit „Das Schattentor“ hat Akram El-Bahay wieder seine beeindruckende Fantasie unter Beweis gestellt. Ich liebe die Idee der Zwischenwelt und der Soulmen! Das viktorianische Zeitalter und die orientalischen Aspekte bieten durch ihren großen Kontrast eine tolle Mischung. Der wunderschöne Schreibstil des Autors weckt eine außergewöhnliche Geschichte zum Leben. Ich kann es kaum erwarten zu erfahren, wie es mit Jack und Naima weitergeht!

Veröffentlicht am 19.08.2021

Historische Entwicklungen in märchenhafter Fantasy aufgearbeitet sollte gelesen werden

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Das Buch ist wieder einmal ein sehr gelungenes Zusammenspiel zwischen tradierter europäischer Vorstellungs- und orientalischer Legendenwelt.
Auf der einen Seite haben wir das etwas düstere, schmuddelige, ...

Das Buch ist wieder einmal ein sehr gelungenes Zusammenspiel zwischen tradierter europäischer Vorstellungs- und orientalischer Legendenwelt.
Auf der einen Seite haben wir das etwas düstere, schmuddelige, aber industriell und expansorisch aufstrebende britische Weltreich mit seiner Hauptstadt London. Irgendwie ist alles etwas trist, düster und „very british“ durchorganisiert. Der Leser begegnet dem heruntergekommenen Whitechapel ebenso wie dem strukturierten und durchorganisierten Ministerium für endgültige Angelegenheiten, in dem die herumstreifenden Seelen Verstorbener ordnungsgemäß katalogisiert und aufbewahrt werden, bis sie in die Zwischenwelt verbracht werden können.
Die andere Seite, die Orientalische und Exotische mit ihren reichhaltigen Sagen und Legenden fliest über Geschichten um die Zwischenwelt, die Medinat almutaa, die alten Schriften über Magie, Beschwörungen und die orientalischen Geister mit ein. Besonders die Rolle des Antagonisten, eines Ifrit, eines Rachegeistes wird in seiner Rolle gekonnt in die Handlung eingebaut.
Alle auftretenden Charaktere erschienen mir gut durchdacht und sehr vielschichtig ausgearbeitet. Es ist, als hätte jeder von ihnen mehr als nur einen ersten, oberflächlichen Wesenszug, denn im Handlungsverlauf entwickelt sich eigentlich jeder und zeigte neue Facetten.

Zusammenfassend bleibt mir nur zu sagen, dass mir das Buch wieder einmal sehr gefallen hat. Ich mag die Symbiose von Orient und Okzident ebenso wie den offenen Anklang der Betrachtung des britischen Kolonialismus; und das alles zu sehr gut lesbarer Fantasy verarbeitet. Wer genau liest bekommt auch viel, vor allem zum Denken.

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Veröffentlicht am 01.11.2020

Echt gelungener Auftakt

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„Gibt es schließlich eine bessere Form mit dem Leben fertig zu werden als mit Liebe und Humor?“ Charles Dickens London 1850: Jack ist ein angehender Soulman - er arbeitet für das Minsterium für endgültige ...

„Gibt es schließlich eine bessere Form mit dem Leben fertig zu werden als mit Liebe und Humor?“ Charles Dickens London 1850: Jack ist ein angehender Soulman - er arbeitet für das Minsterium für endgültige Angelegenheiten, was die Seelen Verstorbener in die Zwischenwelt geleitet. Bevor er sich den Posten verdient hat, muss er den Laufburschen spielen und kleinere Angelegenheiten erledigen. Dann gibt es ein Massenunglück zu dem alle Soulmen im Außendienst gerufen werden. Kurze Zeit später geschieht ein Mord im Buckingham Palace und so kommt Jack notgedrungen zu seinem ersten Außeneinsatz. Er findet eine arabische Gesandtschaft vor, allesamt ermordet. Als er die Seelen der Verstorbenen in die Zwischenwelt geleiten möchte stellt er fest dass eine doch noch lebt - die Prinzessin Naima. Plötzlich wird Jack von einem Schatten angegriffen und rettet Naima in die Zwischenwelt. Doch bevor er sie wieder zurückholen kann schließt sich das Tor... Wir steigen gleich rasant in die Handlung ein und begleiten Jack, wie er den Geist einer Verstorbenen einfangen soll - Agatha - die will aber ihre Katzen nicht alleine lassen und macht sich einen Spaß daraus Jack davonzulaufen. Ich wurde hier von Anfang an super unterhalten und musste oft schmunzeln oder auch lachen - Akram El-Bahay hat einen wundervollen Schreibstil und gibt dem ganzen so einen charmant humorvollen Unterton. Mit dem Fortschreiten der Handlung lernen wir auch den Archiv-Assistenten Oz kennen, der zu meinem liebsten (Neben)Charakter geworden ist - hier gibt es so viele unterhaltsame Dialoge und Oz ist einfach nur herrlich. Wir reisen zwischen der realen Welt und der Zwischenwelt hin und her, versuchen die Prinzessin zu retten und das Geheimnis des Schattens zu enthüllen und ihn zu bekämpfen. Eine kleine Liebesgeschichte gibt es auch, aber nur ganz zart und herzig. Mir hat das Buch total gut gefallen - die Mischung aus einer spannenden Fantasy-Geschichte, einem sehr angenehmen und hunmorvollen Schreibstil und auch ein paar philosophischen Fragen hat mir auf so vielen Ebenen etwas gegeben. Ich habe teilweise auch das Hörbuch gehört und der Sprecher Thomas Schmuckert hat die Geschichte für meine Ohren perfekt rübergebracht Also volle Punktzahl und ich freue mich sehr auf die Fortsetzung! Wer eine etwas leichtere und humorvolle aber spannende Fantasy-Geschichte lesen möchte ist hier genau richtig

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Veröffentlicht am 01.11.2020

Das Schattentor-Ministry of Souls (Band 1)

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So hatte sich Jack seinen ersten großen Auftrag eher nicht vorgestellt. Der junge Soulmen war noch dabei den Geist der alten Dame Agatha in die Zwischenwelt zu begleiten, als er schließlich als letzter ...

So hatte sich Jack seinen ersten großen Auftrag eher nicht vorgestellt. Der junge Soulmen war noch dabei den Geist der alten Dame Agatha in die Zwischenwelt zu begleiten, als er schließlich als letzter verfügbarer Soulmen in den Buckingham Palace geschickt wird, um dort die sieben verstorbenen Staatsgäste einer arabischen Gesandtschaft in die Zwischenwelt zu führen. Es kommt jedoch alles anders. Die Tochter des Emirs lebt noch und aufgrund eines plötzlichen Angriffs durch ein schattenartiges Wesen bringt Jack die Prinzessin in die Zwischenwelt, was eine Reihe schwerer Folgen mit sich zieht. Jack schafft es nicht mehr die Prinzessin wieder auf die andere Seite zu bringen und somit begibt er sich mit dem Archivar Oz und dem Kater Ramses auf die Suche nach ihr und kommt dabei einem gefährlichen Treiben auf die Spur.

Meine Meinung:
Ich finde die Idee von einer Institution, welche die Geister in eine Zwischenwelt begleitet und sie somit in ihre persönliche Traumwelt bringt sehr schön, da diese den Umgang mit dem Tod etwas einfacher gestaltet.
Bereits von Anfang an haben mich die tollen Charaktere gepackt (insbesondere Agatha und Oz) und es so ermöglicht noch tiefer in die Geschichte einzutauchen. Jack wird nicht als alleskönnender Held dargestellt, sondern bedarf auch mal Hilfe seiner Begleiter, was ich sehr gut finde, da ich der Meinung bin, dass ein Held nicht immer alles alleine schaffen muss. Ebenso gut finde ich, dass man Naimas verschiedene emotionale Lagen direkt mitbekommt und somit eine starke Sympathie für sie entwickeln kann. Die einzelnen verschiedenen Beziehungen der Charaktere, sowie im Übergeordneten die Freundschaft von Oz, Jack und Naima finde ich ebenso sehr schön dargestellt, sodass auch hier der Leser wieder Teil des Geschehens ist und die Entwicklung dieser Freundschaft direkt miterlebt.
Durch die vielen detaillierten Beschreibungen, sowie das Einbringen bekannter Schauplätze bzw. Orte wirkt die Geschichte sehr lebendig und man wird förmlich in die Zeit des viktorianischen Londons katapultiert.
Ein weiterer toller Aspekt ist für mich die Besonderheit von Katzen in Verbindung mit dem Übernatürlichen, sowie die verschiedenen historischen Aspekte, welche immer mal wieder, insbesondere bei Unterhaltungen zwischen Naima und Oz, thematisiert werden.
Aufgrund des recht einfach gehaltenen Schreibstils ist die Geschichte sehr gut zu verstehen und fördert das Interesse am Weiterlesen.

Fazit:
Eine tolle Fantasy-Geschichte, welche insbesondere zu empfehlen ist, wenn man das historische London mag, sowie Interesse an Geistern und dem Übergang in eine andere Welt hat.

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Veröffentlicht am 26.10.2020

Gelungener Auftakt zur neuen Fantasie Reihe

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Dank des schönen bildlichen Schreibstils wurde ich regelrecht in die Geschichte hereingezogen. Ich mag diese bildliche, stimmungsvolle Erzählweise sehr, es ist als male der Autor mit jedem Wort Bilder ...

Dank des schönen bildlichen Schreibstils wurde ich regelrecht in die Geschichte hereingezogen. Ich mag diese bildliche, stimmungsvolle Erzählweise sehr, es ist als male der Autor mit jedem Wort Bilder in meinen Kopf. Eben sitze ich noch auf dem Sofa und im nächsten Moment befinde ich mich in den Straßen des viktorianischen Londons. [Zitat] Das Licht der Gaslaternen floss wie zerlaufene Milch über das Kopfsteinpflaster, spiegelte sich in dunklen Schaufenstern oder verlor sich in finsteren Hofeingängen. Mal ehrlich: Ist das nicht schön? Wie hier mit einfachen Worten die Stimmung und die Umgebung einem in den Kopf gezaubert wird?

Und genau so liebevoll erweckt Akram El-Bahay seine Figuren zum Leben. Der Soulman Jack ist mir sofort ans Herz gewachsen und der liebenswerte Geist Namens Agatha auch. Ich mag das kleine Geplänkel zwischen den Beiden und Agathas Art sich Jack zu entziehen. Immer einen flotten Spruch auf den Lippen schleicht sie sich in sein Herz und in meins auch. Ich sag nur: Herrenumkleide…! Herrlich… selbst jetzt wo ich es aufschreibe muss ich bei der Erinnerung schmunzeln. Ich hoffe Agatha bleibt uns auch in den folgenden Bänden erhalten. Doch noch eine andere Figur ist mir sehr ans Herz gewachsen und hat sich im Laufe der Geschichte zu meinem persönlichen kleinen Held entwickelt. Oz der Archivar, der wirklich eine außerordentliche Entwicklung in der Geschichte macht, über die ich euch aber nichts weiter verraten möchte, um euch die Spannung nicht zu nehmen. Ich sag nur so viel: Lest das Buch, ihr werdet es nicht bereuen.

Das Buch ist zu Ende, doch ich habe das Gefühl die Geschichte fängt gerade erst an und deshalb warte ich gespannt auf erscheinen des zweiten Bandes.

Fazit: » Das Schattentor - Ministry of Souls« - Hier mischt sich Humor mit einem außerordentlich schönen Schreibstil und einer exzellenten Fantasienote zu einer wunderschönen Geschichte zusammen. Wäre der Autor ein Koch würde ich sagen er hat mein Leibgericht kreiert. Und deshalb bekommt er selbstverständlich eine 5 Sterne Bewertung von mir. Lesen und verzaubern lassen!

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