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Catherine

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Veröffentlicht am 16.08.2019

Fesselnd, spannend, überraschend

Das Blut von London
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Einst waren sie Freunde, beste Freunde. Tad Archer und Harry Corsham. Damals ging Harry im Hause Archer ein und aus. Er gehörte praktisch zur Familie und das hatte ihm viel bedeutet. Doch dann kam der ...

Einst waren sie Freunde, beste Freunde. Tad Archer und Harry Corsham. Damals ging Harry im Hause Archer ein und aus. Er gehörte praktisch zur Familie und das hatte ihm viel bedeutet. Doch dann kam der Bruch. Ein dummes Zerwürfnis der Intoleranz der damaligen Gesellschaft geschuldet. Er hatte versucht es zu verdrängen, doch es war eine Wunde die nie ganz verheilte. Als Tads Schwester vor seiner Tür stand, hätte er sie fast von seinem Diener abweisen lassen. Allein sein Ehrgefühl verbat es ihm. Tad war immer für ihn da gewesen, er hatte ihm über die schwerste Zeit seines Lebens hinweggeholfen. Eine düstere, trostlose Zeit. Wie hätte er Amelia abweisen können? Zumal wäre sie nie Grundlos bei ihm aufgetaucht. Zehn Jahre nach ihrer letzten Begegnung. Ihre Sorge um Tad hatte sie zu ihm geführt. Er wurde vermisst und sie befürchtete das Schlimmste, denn Tad folgte immer noch seinen Idealen, die Abschaffung des Sklavenhandels, und hatte sich damit mächtige Feinde geschaffen.

Harry begab sich auf die Suche nach seinem Freund. Alles was er fand war seine Leiche. Doch damit fing das Abenteuer erst an, denn um seines Seelenfriedens willen musste er den Mord an seinem Freund aufklären. Akribisch folgte er den Spuren die Tad wie Brotkrümel hinterlassen hatte und verstrickte sich in einem Netzt aus Lügen und Intrigen. Was war das Geheimnis, dass Tad im Begriff war zu lüften und was hatte das alles mit den Worten der jungen Sklavin: „Er kam hierher, um seinen dunklen Engel zu besuchen.“, die ihm seitdem nicht mehr aus dem Kopf gingen, zu tun? Nun all das und noch viel mehr erfahrt ihr, wenn ihr den Roman »Das Blut von London« lest.

Seit langer Zeit habe ich mal wieder zu einem historischen Roman gegriffen und muss sagen, dass ich recht angetan von der Geschichte bin. Ein historischer Roman der sich wie ein Krimi liest. Es ist äußerst spannend und kurzweilig mit Harry Corsham auf Mörderjagd zu gehen. Das Kopfkino kommt dank Laura Robinsons bildlicher Schreibweise sofort in Gang. Sie entführt mich ins London des 18. Jahrhunderts und versteht es mit ihren Worten eine schöne atmosphärische Stimmung zu erschaffen. Ich sehe die Schauplätze und Handlung direkt vor meinem inneren Auge. Geschickt eingeflochtene Rückblenden halten die Geschichte am Laufen und offenbaren mitunter neue Spuren auf dem Weg zur Lösung des Falls. Unerwarteten Wendungen und Überraschungen halten bis zum Schluss den Spannungsbogen konstant.

Fazit: Fesselnd, spannend, überraschend. Eine tolle Geschichte, ein historischer Roman der sich wie ein Krimi liest. Absolut Empfehlens- und Lesenswert.

Veröffentlicht am 09.08.2019

Lesenswerter Wohlfühlkrimi

Todesspiel im Hafen
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Es gibt Dinge die sind einfach gut. »Todesspiel im Hafen« bzw. die Dr. Sommerfeldt - Reihe von Klaus-Peter Wolf gehören definitiv dazu. In gewohnt fließend, spannendem Schreibstil mit seiner ganz eigenen ...

Es gibt Dinge die sind einfach gut. »Todesspiel im Hafen« bzw. die Dr. Sommerfeldt - Reihe von Klaus-Peter Wolf gehören definitiv dazu. In gewohnt fließend, spannendem Schreibstil mit seiner ganz eigenen Portion Humor erweckt der Autor seine Figur Dr. Sommerfeldt nun bereits zum dritten Mal in meinem Kopf zum Leben und schon bin ich mittendrin in der Geschichte und kann das Buch kaum aus der Hand legen.

Zwei Bände über den sympathischen Doktor mit dem ausgeprägten Killerinstinkt hatte ich bereits gelesen und eine Frage brannte mir seit dem besonders unter den Fingernägeln: „Findet Sommerfeldt zurück zu alter Größe?“ Nun fast… möchte ich sagen. Stellenweise ist er wieder der alte Dr. Sommerfeldt. Überlegen, gefährlich mit sich im Einklang. So lieben wir Fans ihn. Leider pfuscht ihm diesmal jemand gehörig ins Handwerk. Was ihn an sich zweifeln und zeitweilig zu einer unglücklich traurigen Gestalt mutieren lässt. Aber er wäre nicht Dr. Sommerfeldt, wenn er sich davon unterkriegen lassen würde.

Abschließend kann ich sagen, der erste Band ist für mich immer noch der Beste, dicht gefolgt von Band drei. Insgesamt ist es eine lesenswerte unterhaltsame Krimireihe, die zu lesen mir sehr viel Freude bereitet hat.

Beenden möchte ich meine Rezension mit einem Zitat des Autors Klaus-Peter Wolf: „Manchmal macht Sommerfeldt mir Angst, dann wieder möchte ich gern mit ihm befreundet sein und wäre sogar bereit, ihn zu verstecken. Er ist der typische Antiheld unserer Tage, sympathisch, belesen, ein Feinschmecker, und doch überaus gefährlich. Genau deshalb lesen so viele Menschen gern von ihm.“ Besser könnte ich es auch nicht zusammenfassen. Genau das ist das Phänomen Dr. Sommerfeldt und genau deshalb bin auch ich ihm verfallen und freue mich bereits heute von ihm in Band 15. »Ostfriesenzorn« der Ostfriesenkrimireihe, die 2020/21 erscheinen soll, zu lesen.

Fazit: Lesenswerter Wohlfühlkrimi. Nicht nur für Strand und Düne - Urlaubslaune garantiert. Dr. Sommerfeldt wie wir Fans ihn lieben.

Veröffentlicht am 06.08.2019

süße Vorlesegeschichte

Alwina und Nelli
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Alwina und Nelli ist eine süße Vorlesegeschichte mit liebevollen Zeichnungen. Sie behandelt die Themen Urlaub, Freundschaft, Sommer, Sonne, Strand und Meer. Aufgrund der rein weiblichen Protagonisten besonders ...

Alwina und Nelli ist eine süße Vorlesegeschichte mit liebevollen Zeichnungen. Sie behandelt die Themen Urlaub, Freundschaft, Sommer, Sonne, Strand und Meer. Aufgrund der rein weiblichen Protagonisten besonders für Mädchen empfehlenswert.

Zum Ende hin ist die Geschichte etwas abgehackt. Es scheint mir fast als würde eine Doppelseite in meinem Buch fehlen. Da es keine Seitenzahlen gibt kann ich es schlecht nachkontrollieren. Angegeben ist das Buch mit 48 Seiten aber selbst wenn ich die Innenseiten des Bucheinbandes mitzähle komme ich nur auf 46 Seiten.

Fazit: Ein hübsches Buchgeschenk - als Vorfreude oder zur Erinnerung an einen gemeinsamen Urlaub am Meer. Ein Bilderbuch mit schönen Illustrationen zum Vorlesen oder selber lesen.

Veröffentlicht am 24.07.2019

Ein rundum gelungener Reihenauftakt

Zara und Zoë - Rache in Marseille
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»Zara & Zoë« ist der Erste Roman den ich aus der Feder von Alexander Oetker gelesen habe und ich muss sagen, dass ich recht angetan von dem Buch bin. Eine schöne, interessante Geschichte, angesiedelt in ...

»Zara & Zoë« ist der Erste Roman den ich aus der Feder von Alexander Oetker gelesen habe und ich muss sagen, dass ich recht angetan von dem Buch bin. Eine schöne, interessante Geschichte, angesiedelt in der Provence. Große Teile des Romans spielen in Marseille. Marseille… wie das schon klingt. Die größte Hafenstadt Frankreichs und die Stadt der größten Gegensetze. Auf der einen Seite die malerische Altstadt, die Restaurants, der wunderschöne Strand und nicht zu vergessen der alte Sporthafen. Perfektes Urlaubsfeeling. Auf der anderen Seite beherbergt die Stadt berüchtigte Banden, ist ein Umschlagplatz für Drogen und Heimat radikalisierter Islamisten und damit ein Idealer Schauplatz für einen Thriller.
Mit viel Liebe zum Detail wurden vom Autor Land und Leute, die Schauplätze aber auch die kulinarischen Köstlichkeiten des Landstrichs beschrieben. Mitunter lief mir beim Lesen direkt das Wasser im Mund zusammen und ich wünschte beim nächsten Umblättern stände das Gericht vor mir.

Hartgesottene Thriller-Fans mögen das Buch vielleicht etwas seicht empfinden, denn die einzelnen Taten werden nicht bis zum letzten Blutstropfen beschrieben, aber mich stört das nicht sonderlich. Im Gegenteil, ich finde den Roman sehr gelungen, spannend und actiongeladen, mit einem ausgesprochen interessanten, taffen Zwillingspaar. Womit wir bei Zara & Zoë angekommen wären. Zwei willensstarke, taffe Frauen. Eineiige Zwillinge, äußerlich kaum zu unterscheiden, doch vom Wesen her grundverschieden. Ich liebe sie, jede auf ihre Art. Die eine taff, knallhart, ohne Skrupel aber mit Ehrencodex. Die andere hoch intelligent, exzentrisch, dem Recht verpflichtet. Als Kinder entzweit, da die eine bei der Mutter, die andere beim Vater aufwuchs. Doch durch den aktuellen Mordfall treffen sie wieder aufeinander und können nur gemeinsam den Fall lösen.

Der Autor hat das Spiel und den Rollentausch des doppelten Lottchens gekonnt in Szene gesetzt. Gebannt hänge ich an den Zeilen und gehe gemeinsam mit Zara & Zoë auf Mörderjagd. Doch mehr möchte ich euch gar nicht verraten. Selberlesen lohnt sich und ich hoffe Band 2 lässt nicht so lange auf sich warten.

Fazit: Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Taffe, interessante Charaktere, ein wundervoller Schauplatz, eine spannende Geschichte, rasante Actionszenen. Für mich ein rundum gelungener Reihenauftakt. Klare Leseempfehlung von mir!

Veröffentlicht am 14.07.2019

Solide Grundidee – enttäuschende Umsetzung!

Dragon Hunter Diaries - Drachen bevorzugt
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Ich war voller Vorfreude, als ich vom Erscheinen von Band 1 »Drachen bevorzugt« der neuen »Dragonhunter-Diaries« - Serie von Katie MacAlister erfuhr. Das wunderschöne Cover, der Klapptext und die Leseprobe ...

Ich war voller Vorfreude, als ich vom Erscheinen von Band 1 »Drachen bevorzugt« der neuen »Dragonhunter-Diaries« - Serie von Katie MacAlister erfuhr. Das wunderschöne Cover, der Klapptext und die Leseprobe versprachen einen Roman ganz nach meinem Geschmack. Doch die anfängliche Euphorie verflog schnell. Was blieb war eine gehörige Portion Enttäuschung.

Los ging es mit seltsamen Kapitelüberschriften anstatt der üblichen Nummerierung. Das kann man mögen, mein Fall war es nicht. Ich fand die teilweise Absatzlangen Überschriften einfach nur blöd und unhandlich. Nennt mich altmodisch, aber für mich ist es einfach wichtig einen Anhaltspunkt zu haben. Wenn man etwas nachlesen möchte oder sich verblättert hat. Bei einer Nummerierung weiß ich ob ich vor- oder zurückblättern muss um das gesuchte zu finden. Ein Kompromiss aus Nummern und Kapitelüberschriften hätte vieles erleichtert.

Kommen wir zum Inhalt. Obwohl ich großer Fan der Autorin bin, hat mich diesmal die ansonsten immer eintretende Begeisterung beim Lesen ihrer Bücher nicht packen können. Ich mochte die Geschichte, die Grundidee dahinter und die Nebencharaktere. Seltsamerweise ist es gerade die Hauptfigur mit der ich überhaupt nicht warm werden konnte. Veronika ist wie ein kleiner Monk mit ihrem Sauberkeitstick und Angsttierchen. Was mich mehr amüsiert als stört und ehrlich gesagt das einzig positive ist was ich über diese Figur sagen kann. Denn ansonsten ist sie viel zu viel von allem (kindisch, laut, naiv, nervig, anstrengend und widersprüchlich). Dass sie Ian nicht in den Wahnsinn treibt ist ein Wunder. Mich hat ihre ganze Art an den Rand der Verzweiflung getrieben. Die anfänglich noch witzigen Dialoge werden zum Ende hin immer schräger und geschmackloser, fast schon unter der Gürtellinie. Spätestens bei den (Vorsicht Spoiler!) abgehackten Armen die dann über mehrere Kapitel mitgeschleppt werden ohne auch nur die Person, der sie abgehackt wurden, zu verbinden, wurde es so grotesk und unrealistisch dass ich raus war.

Das ganze Buch ist seltsam. Ohne die liebenswerten Nebencharaktere wie Ian zum Beispiel hätte ich das Buch nicht zu Ende gelesen. Ian ist cool und ich hätte gern mehr über ihn erfahren und die Dinge die er in Abaddon erlebt hat. Er kommt sehr sympathisch aber auch geheimnisvoll rüber. Ein Mann der während des Liebesspiels buchstäblich in Flammen steht. Welche Frau würde sich das nicht wünschen. Heißen ungezügelten Sex. Nicht denken nur genießen. Es könnte so schön sein. Wäre da nicht Veronika. Selbst die sonst immer schönen erotischen Szenen macht sie mit ihrem Gequatsche kaputt. Am Ende des Buches nervt sie mich nur noch.

Neben Ian möchte ich noch Sasha erwähnen, die ich sofort in mein Herz geschlossen habe, sowie die beiden Esprits, Funkel und Glitzer. Auch sie sind mir auf Anhieb sympathisch und ich kann sie mir sehr gut im Geiste vorstellen. Die Idee uralte Wesen in den Körper von kleinen unschuldigen Mädchen zu stecken finde ich originell.

Die anfängliche Frage: Warum musste Helen sterben? Wird bis zum Ende nicht zufriedenstellend beantwortet. Vieles im Drachenjägeruniversum bleibt mir als Leser verschlossen.

Wie bereits angekündigt hat mich das Buch insgesamt enttäuscht. Schade, dass die ansich solide Grundidee auf diese Weise umgesetzt wurde. Nicht einmal der sonst schöne Humor konnte das Buch noch retten, denn der wird mit zunehmender Seitenzahl immer schräger und abtörnender. Es macht mich traurig das schreiben zu müssen, aber für mich war das Buch mehr Flop als Top.

Fazit: Für Fans von überdrehten, nervig, anstrengenden Protagonistinnen und grotesk schrägem Humor der unter die Gürtellinie geht.

Persönlich bin ich von dem Buch sehr enttäuscht, dennoch vergebe ich zwei Sterne für die Grundidee und die liebenswerten Nebencharaktere.