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Catherine

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.05.2021

Herrlich skurril

Achtsam morden am Rande der Welt
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»Das Buch ist eine herrliche Mischung aus Krimi, schwarzem Humor und Lebensweisheiten. Wunderbar miteinander verwoben, so dass es einfach nur Spaß macht es zu lesen.«

Doch beginnen wir am Anfang. Björn ...

»Das Buch ist eine herrliche Mischung aus Krimi, schwarzem Humor und Lebensweisheiten. Wunderbar miteinander verwoben, so dass es einfach nur Spaß macht es zu lesen.«

Doch beginnen wir am Anfang. Björn Diemel ist zurück und nimmt mich mit auf eine sehr unterhaltsame Pilgerreise. Björns 45. Geburtstag ist Auslöser einer inneren Sinnkriese. Nach Aussage seines Therapeuten steuert er auf eine Midlifecrisis zu. Einziger Ausweg aus dem Debakel eine Pilgerreise auf dem Jakobsweg. Vier Wochen raus aus dem Trott, wandern, zur Ruhe kommen, die eigenen Bedürfnisse in den Vordergrund stellen, auf sie reagieren und ihnen nachgeben. Nichts ist vorherbestimmt, nichts in Stein gemeißelt.

Neben der Beantwortung der Fragen nach dem Sinn des Lebens, seinem Verhältnis zum Tod und was er für ein erfülltes Leben wirklich braucht, ist das Ziel der Reise neue Menschen kennenzulernen ohne sich ihnen aufzudrängen. Sein Therapeut rät ihm offen auf die Menschen zuzugehen, wobei es nicht nötig ist, den gesamten Weg gemeinsam zu gehen. Der Pilgerweg ist wie ein Supermarkt, man betritt ihn, trifft Menschen geht ein Stück gemeinsam, verliert sich in den Gängen und trifft sich spätestens an der Kasse wieder.

Karsten Dusse hat es mal wieder geschafft mich mit seinem sehr angenehmen Schreibstil einzufangen. Seine sympathische Hauptfigur Björn Diemel ist mir seit dem ersten Band ans Herz gewachsen und ich freue mich immer neues von ihm zu lesen. Im vorliegenden Band sorgt ein mörderischer Mitpilger für Komplikationen auf dem Jakobsweg, der Björn blanke Todesankst spüren lässt. Doch dank seiner Achtsamkeitsregeln ist er um eine kreative Lösung nicht verlegen. Die kleinen Einblicke in das Leben der Mitpilger wurden sehr geschickt in die eigentliche Geschichte eingebaut und verleihen ihr die nötige Tiefe. In dem Pilger Roland findet Björn zudem einen angenehmen Weggefährten. Rolands Geschichte hat mich übrigens sehr berührt.

Fazit: »Achtsam Morden – Am Rande der Welt« Herrlich skurril! Mit viel schwarzem Humor bescherte mir der Autor ein paar sehr unterhaltsame, spannende aber auch berührende Lesemomente. Klare Leseempfehlung von mir!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.04.2021

Lesehighlight!

Thalamus
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Wow… andächtig klappe ich das Buch zu. Ich bin noch ganz geflasht von den vielen Eindrücken. Den Emotionen, der Geschichte, dem ganzen Drumherum. Wer hätte das gedacht, aber zwischen diesen Buchdeckeln ...

Wow… andächtig klappe ich das Buch zu. Ich bin noch ganz geflasht von den vielen Eindrücken. Den Emotionen, der Geschichte, dem ganzen Drumherum. Wer hätte das gedacht, aber zwischen diesen Buchdeckeln verbarg sich ein echter Leseschatz für mich und ich bin unendlich glücklich, dass ich dieses Buch in der Buchhandlung entdeckt habe.

Wenn ein Mensch aus seinem normalen Leben gerissen wird, dann ist das sehr verstörend. Eben war die Welt noch in Ordnung und einen Wimpernschlag später wachst du im Krankenhaus auf und alles hat sich geändert. Das ist die Ausgangssituation mit der Timo zu kämpfen hat. Die Autorin verschönt die Situation nicht, sie stellt hingegen die Gefühle der Figur sehr realistisch dar und versteht es gekonnt all die Emotionen ob nun Wut, Trauer oder Verzweiflung in die Geschichte einzubauen. Gleichzeitig macht sie Mut und weckt Timos Kampfgeist. Neben die menschliche Komponente gesellt sich der Science Fiction/Thriller Teil, in dem es um Chancen und Gefahren der modernen Hirnforschung geht. Diese unterschiedlichen Themen miteinander zu verweben ist eine Gradwanderung, die sie mit Bravour meistert.

Ursula Poznanski schreibt sehr fesselnd und bildlich, die Charaktere sind gut ausgearbeitet. Ich habe mich in der Geschichte verloren, mit Timo mitgefiebert, gelitten und freute mich über jeden seiner Fortschritte. Die Seiten flogen beim Lesen nur so dahin.

Das war mein erstes Buch, welches ich von der Autorin gelesen habe. Ab jetzt werde ich nach weiteren Romanen von ihr Ausschau halten.

Fazit: »Thalamus« Das Buch zieht alle Register: Es ist spannend, emotional, fesselnd, mitreißend. Die Mischung aus Thriller, Science Fiction und Jugendroman hat mich begeistert, verblüfft, überrascht und definitiv einen Nerv getroffen der es für mich zu einem echten Lesehighlight macht. Klare Leseempfehlung von mir!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.04.2021

Spannende Krimireihe

Nordlicht - Die Tote im Küstenfeuer
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Auch „Die Tote im Küstenfeuer“ der Nordlichtreihe kommt mit einer Top Aufmachung daher. Neben dem ansprechendem Cover enthält die vordere Buchinnenseite eine Karte von Deutschland und Dänemark. Im hinteren ...

Auch „Die Tote im Küstenfeuer“ der Nordlichtreihe kommt mit einer Top Aufmachung daher. Neben dem ansprechendem Cover enthält die vordere Buchinnenseite eine Karte von Deutschland und Dänemark. Im hinteren Innenteil befinden sich Fotos von Originalschauplätzen wie dem Sankt-Hans-Feuer, dem Ziegeleimuseum, dem Hafen von Egernsund und von Hamburg. Bild und Kartenmaterial in Büchern mag ich immer sehr, sie werten ein Buch für mich immer noch einmal extra auf.

Da ich bereits Band 2 der Nordlichtreihe gelesen habe, war ich super gespannt auf den neuen Fall von Hauptkommissarin Vibeke Boisen und ihrem dänischen Kollegen Rasmus Nyborg. Diesmal entführt uns die Autorin nach Egernsund, wo eine weibliche Leiche in den Überresten eines Sankt-Hans-Feuers gefunden wurde. Ein Fall der ganz besonders Rasmus an die Nieren geht, ist er doch gerade frisch gebackener Vater einer Tochter. Nach der Feststellung der Identität der Toten, gibt es mehrere Ermittlungsansätze und die Kommissare verfolgen verschiedene Spuren. Anette Hinrichs schreibt super spannend, bildlich und führt den Leser gekonnt an der Nase herum. Gespannt verfolge ich die Ermittlungen und lasse mich immer weiter in die Geschichte hereinziehen. Ich würde euch gerne noch so viel mehr vom Inhalt des Buches vorschwärmen, aber damit unweigerlich Spoilern. Die Geschichte ist so fesselnd und mitreißend, zum Ende hin konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Die Autorin schreibt sehr wirklichkeitsnah, mit authentisch wirkenden Charakteren bei denen es mir leicht fällt mich in sie hinein zu versetzen. Immer wieder erfrischend finde ich wie im Hintergrund zum eigentlichen Kriminalfall das Privatleben der Kommissare in die Geschichte eingearbeitet wurde. Es ist wie ein roter Faden, der den Leser von einem Roman zum anderen führt und gleichzeitig der Geschichte Tiefe verleiht.

Mich konnte »Die Tote im Küstenfeuer« Band 3 der Nordlicht-Krimi-Reihe voll auf begeistern und ich freue mich auf zukünftige Krimis dieser Reihe.

Fazit: Bin begeistert! Vielschichtig, anspruchsvoll und super spannender Krimi der mit authentischen Figuren und einer tollen Atmosphäre aufwartet. Hier kommen Krimi-Fans voll auf ihre Kosten. Klare Leseempfehlung von mir!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.04.2021

Humorvolle Krimireihe

Mordseestrand
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Endlich zurück auf Borkum. Ich schlage das Buch auf und da sind sie alle wieder - Caro, Hinnerk, Justus, Jan, Inge und Aila - all die liebgewonnenen, sympathischen Figuren aus Band 1 auf welche ich schon ...

Endlich zurück auf Borkum. Ich schlage das Buch auf und da sind sie alle wieder - Caro, Hinnerk, Justus, Jan, Inge und Aila - all die liebgewonnenen, sympathischen Figuren aus Band 1 auf welche ich schon sehnsüchtig gewartet habe. Ach es ist so schön, wie ein kleiner Urlaub. Ich beginne zu lesen und werde sofort von der Atmosphäre eingefangen. Ich spüre den Sand unter meinen Füßen oder sollte ich lieber sagen den Schlick zwischen meinen Zehen? Fühle wie der Wind mit meinem Haar spielt und schmecke die salzige Luft des Meeres auf meinen Lippen.

Nach dem Ende von Band 1 ist einige Zeit ins Land gegangen. Caro ist auf der Insel angekommen und führt den Flughafenkiosk, den sie von Inge übernommen hat. Auch für ihren Sohn, Justus, war es die richtige Entscheidung auf Borkum zu bleiben. Er hat Freunde gefunden und fühlt sich auf der Insel pudelwohl.

Und nun gibt es einen neuen Fall für unsere Hobbydetektivin. Die Frage die sie umtreibt: Wurde Jo ermordet oder war es ein Unfall? Entgegen dem ersten Anschein, war Jo eine sehr interessante Persönlichkeit. Wer hätte gedacht was für eine Geschichte sich hinter dem liebenswerten, etwas kauzig wirkenden Naturfreund verbirgt. Es ist eine sehr schöne Idee den Kriminalfall um ihn herum aufzubauen. Geschickt legt die Autorin falsche Spuren, doch mit der Zeit reiht sich ein Puzzleteilchen an das andere und fügt sich zu einem Ganzen zusammen.

Ich liebe es wenn Caro ermittelt und vor allem ihre Gedankengänge und die verbalen Schlagabtausche mit Jan und Kommissar Bachmann. Gespannt folge ich ihren Spuren bis zur Auflösung des Falls und gestehe ich habe mich hin und wieder auch in die Irre führen lassen.

Mir hat das Buch super gut gefallen. Vor allem die Hintergrundgeschichte um Jo und die Ereignisse die mit ihm verknüpft sind, haben mich echt begeistert. Abgesehen davon liebe ich diese sogenannten Insel- oder Wohlfühlkrimis. Man kann so schön miträtseln, der Humor kommt nicht zu kurz, die Geschichte geht gut aus - ja okay außer für die Leiche - und am Ende habe ich gute Laune. Denn für mich ist das wie ein kleiner Kurzurlaub und deshalb ist der nächste Borkum-Krimi aus der Feder von Emmi Johannsen auch garantiert mir.

Fazit: Mordseestrand – Humorvolle, spannend, fesselnde Krimireihe. Wie ein Urlaub für die Seele. Unbedingt Lesen und sich auf die Insel entführen lassen.

  • Cover
  • Spannung
  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 26.03.2021

Lesehighlight!

Ghostwalker
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Es war das ansprechende Cover, das meinen Blick sofort auf das Buch lenkte und mich neugierig auf den Inhalt machte. Nach dem Lesen des Klapptextes ahnte ich schon, dass das Buch spannend wird, aber das ...

Es war das ansprechende Cover, das meinen Blick sofort auf das Buch lenkte und mich neugierig auf den Inhalt machte. Nach dem Lesen des Klapptextes ahnte ich schon, dass das Buch spannend wird, aber das was mich erwartete ließ es mich nicht mehr aus der Hand legen.

Rainer Wekwerth‘s Schreibstil ist sehr angenehm, fließend und vor allem bildlich. Ich liebe die Welten die er erschafft und lass mich gern von ihm in diese entführen. Das Kopfkino kommt beim Lesen sofort in Gang und zieht mich regelrecht in die virtuelle Welt in der sich Jonas und Blue bewegen. Jonas ist mir auf Anhieb sympathisch und ich verfolge gespannt den Lauf der Geschichte. Während es für Jonas anfangs nur ein Job ist, erlebt Blue ein Szenario das wohl der Albtraum eines jeden Ghostwalkers sein dürfte. Und sogar Auswirkungen auf die reale Welt haben könnte.

Der Roman spielt hauptsächlich in der virtuellen Welt. Doch erst durch die eingeflochtenen Szenen der realen Welt wird die Geschichte noch vielschichtiger und fesselnder. Das ist wie ein Kampf an mehreren Fronten und man fiebert beim Lesen regelrecht mit. Auch die notwendigen Rückblenden und Erklärungen wurden sehr fließend in die Geschichte eingearbeitet ohne den eigentlichen Verlauf zu stören. Was auch auf die technischen Details zutrifft. Ich bin total angetan von den virtuellen Welten, den Aufgaben eines Ghostwalkers und vor allem von den coolen Anzügen die Blue und Jonas tragen.

Der Autor hat beeindruckende virtuelle Welten geschaffen wie zum Beispiel eine Waldlandschaft wie man sie aus Game of Throns kennt oder Golem City was für eine beeindruckende Stadt und erst ihre Bewohner. Die Phönixfigur fand ich total cool. Aber auch den Fährmann der mich an die griechische Mythologie erinnert, oder den Gnom. Er erinnert mich an die Gnome in der Bank in der Winkelgasse aus Harry Potter und Habakuk an Transformer. Die Idee zu Habakuk ist übrigens total genial. Auch wenn seine Rolle nicht groß ist, das Kapitel mit ihm ist super und herrlich bildlich beschrieben. Er ist wirklich einzigartig.

Das Ende gestaltet sich actionreich und stimmig, so dass ich zufrieden das Buch zuschlagen kann. Obwohl, ein bisschen wehmütig bin ich schon von diesen phantastischen Welten und ihren Bewohnern Abschied zu nehmen. Ich würde gern noch mehr Abenteuer mit Blue und Jonas erleben.

Fazit: Ich bin total begeistert von dem Buch. Von den Welten aber auch von den Figuren. Ein Buch das förmlich vor Ideenreichtum sprüht und den Leser immer wieder aufs Neue überrascht. Beste Unterhaltung für Sci-Fi und Fantasy-Fans.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere