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Catherine

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Veröffentlicht am 03.07.2020

Eine der schönsten und traurigsten Liebesgeschichten

All in - Zwei Versprechen
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Band 2 des All-In-Duetts lag fast ein Jahr auf meinem SUB. Was habe ich mir dabei nur gedacht. Das hatte das Buch nicht verdient. Doch nach dem super traurigen Ende von Band 1 fürchtete ich mich vor dem ...

Band 2 des All-In-Duetts lag fast ein Jahr auf meinem SUB. Was habe ich mir dabei nur gedacht. Das hatte das Buch nicht verdient. Doch nach dem super traurigen Ende von Band 1 fürchtete ich mich vor dem was da nun kommen musste; vor der Trauer, dem Verlust, den Schuldzuweisungen oder würde die Autorin das Thema überspringen und gleich mit einer neuen Liebe beginnen? Jedenfalls wollte ich das Buch nicht mal eben zwischendurch lesen, sondern auf die richtige Stimmung dafür warten. Nun war es endlich so weit. Ich nahm das Buch zur Hand, begann zu lesen und konnte es nicht mehr weg legen.

Der Roman schließt direkt an die Ereignisse von Band 1 an. Nach Johnas Tod brach nicht nur für Kacey und Theo eine Welt zusammen, auch für seine Eltern und Freunde wurde es schwer. Jeder geht anders mit dem Tod eines geliebten Menschen um. Für Kacey und Theo ist es ein langer Weg hinaus aus der Trauer, die erste Annäherung aus der sich eine tiefe Freundschaft entwickelt und dann die Erkenntnis, das da eigentlich viel mehr als nur Freundschaft im Spiel ist. Die Angst… allgegenwärtig, fast greifbar und die Schlüsselfragen: Können wir unseren Gefühlen vertrauen? Was passiert wenn wir die Freundschaft auf eine höhere Stufe heben? Werden wir damit dieses zarte Band für immer zerstören? Oder wartet am Ende des Regenbogens das Glück auf uns? Nun das müsst ihr selbst herausfinden, denn ich möchte euch nicht Spoilern.

Die Autorin schafft es dieses sensible Thema sehr berührend auf Papier zu bringen. Sie schildert die Trauer der einzelnen Personen, die sich daraus resultierenden Handlungen, verwebt alles miteinander und erschafft einen wundervollen, traurigen und hoch emotionalen Roman, der am Ende den Leser mit einer gehörigen Portion Hoffnung im Herzen zurücklässt.

Die Geschichte traf mich mitten ins Herz. Ich habe geweint und gelacht, war überwältigt und gefesselt, hing an den Zeilen und habe das Buch innerhalb von zwei Tagen verschlungen. Danke, Emma Scott, es geschieht äußerst selten, dass mich ein Buch, eine Geschichte so sehr mitnimmt und berührt. Besser geht es nicht! Ich bin begeistert!

Fazit: Achtung! Taschentuch-Alarm! »ALL IN – Zwei Versprechen« eine der schönsten und traurigsten Liebesgeschichten geht in die zweite Runde. Berührend, fesselnd, traurig, herzzerreißend und gleichzeitig wunderschön. Eine Achterbahnfahrt der Gefühle, die mich einfängt und begeistert. Ein echtes Lesehighlight für mich! Unbedingt lesen, ihr werdet es nicht bereuen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.06.2020

: Zurücklehnen und Genießen!

Into the Fire
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Mit »Into the Fire« entführt uns die Autorin diesmal in die eindrucksvolle und gefährliche Welt der Firefighter und ihrer Familien. Anne hat es als Frau nicht einfach sich in einer Männerdomäne zu behaupten ...

Mit »Into the Fire« entführt uns die Autorin diesmal in die eindrucksvolle und gefährliche Welt der Firefighter und ihrer Familien. Anne hat es als Frau nicht einfach sich in einer Männerdomäne zu behaupten und ihren Platz auf der Wache hart erkämpft. Selbst ihr eigener Bruder sieht nicht gern, dass sie sich dem Feuer stellt und diesen einzigartigen Tanz, bei dem jeder falsche Schritt ihr letzter sein könnte, tanzt. Doch das Feuer liegt ihr im Blut, es ist tief in ihren Genen verankert. Deshalb trifft es sie besonders hart, als sie ihren Beruf nach einem lebensbedrohenden Erlebnis im Einsatz nicht mehr ausüben kann. Doch sie gibt nicht auf, sie kämpft sich zurück ins Leben und findet einen anderen Weg zurück ins Berufsleben. Als Brandermittlerin kämpft sie für die Opfer der Feuer, für jene die in den tanzenden Flammen ihr Leben ließen.

Als ich den Roman im Buchladen sah musste ich ihn kaufen. Seit Jahren bin ich J. R. Ward und ihren Geschichten verfallen, denn sie ist immer für eine Überraschung, eine neue Wendung, sowie Herzschmerz vom feinsten gut. Diesmal also keine Vampire oder übersinnliche Wesen, sondern Firefighter. Das machte mich sehr neugierig und die Erwartungen waren dementsprechend hoch. Ich wurde nicht enttäuscht.

Das Thema wurde exzellent umgesetzt. J. R. Ward zeigt das Leben auf der Wache sehr realistisch, mit all seinen Schatten und traumatisierenden Ereignissen. Sie erschafft charakterstarke Figuren die mitten im Leben stehen und dennoch täglich mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen haben. Das alles eingebettet in eine super spannende Geschichte. Sexy Firefighter, eine starke Protagonistin und jede Menge knisternder schwelender Funken zwischen Anne und Danny runden das Gesamtbild ab. Ich habe es sehr genossen den Roman zu lesen. Das Kopfkino kam sofort in Gang und ließ mich das Buch innerhalb von zwei Tagen verschlingen. Die Autorin hat einen wundervollen bildlichen Schreibstil der mich abholt und nicht mehr loslässt. Sie zieht mich mit ihren Worten in die Geschichte und ich kann förmlich die Sirenen in meinem Kopf hören und den Rauch des Feuers auf meiner Zunge schmecken. Gespannt begebe ich mich mit Anne auf die Suche nach dem Brandstifter. Wem kann sie vertrauen, wer ist Freund, wer Feind? Und dann ist da noch Danny… Danny, der sie gerettet hatte, der mit ihr eine prickelnde, leidenschaftliche Nacht verbrachte. Danny… der eine Feuersbrunst in ihrem Herzen entfachte, eine brennende zügellose Leidenschaft die sie seitdem verzehrte. Danny der ihr einfach nicht mehr aus dem Kopf geht.

Spannung, Herzschmerz, Erotik - der Roman hat alles was ein Frauenherz höher schlagen lässt. Mir hat er sehr gut gefallen und ich hoffe sehr, dass der Verlag auch die anderen Bände herausbringt.

Fazit: Zurücklehnen und Genießen! Es wird heiß, hoch emotional und super spannend. Klare Leseempfehlung von mir.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.06.2020

Leichte Krimilektüre

Hamish Macbeth hat ein Date mit dem Tod
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Als Police Constable Hamish Macbeth, an der Küste des Dorfes Lochdubh, mitten in den schottischen West Highlands entlangschlenderte, war er bereit den Tag als einen perfekten Tag zu bezeichnen. Nicht ahnend, ...

Als Police Constable Hamish Macbeth, an der Küste des Dorfes Lochdubh, mitten in den schottischen West Highlands entlangschlenderte, war er bereit den Tag als einen perfekten Tag zu bezeichnen. Nicht ahnend, dass schon bald eine Gruppe Touristen die Idylle nachhaltig auf den Kopf stellen würde. Die Gruppe gehörte zum Checkmate-Single-Club, einem der renommiertesten Partnervermittlungen Englands. Maria Worth, die Organisatorin hatte eine romantische Kennenlernwoche in den rauen schottischen Highlands geplant. Vier Paare die sie mit größter Sorgfalt ausgesucht hatte, machten sich auf unterschiedlichen Wegen auf den Weg in den hohen Norden.

»Hamish Macbeth hat ein Date mit dem Tod« ist bereits der achte Band der Schottland - Krimi – Reihe von M.C. Beaton. Da ich bereits andere Romane der Autorin gelesen habe wagte ich den Quereinstieg. Was auch sehr gut klappte, da der Kriminalfall in sich abgeschlossen ist.

Je weiter ich lese desto mehr bemerke ich wie mich der Roman entschleunigt, wie ein kleiner entspannter Ausflug, raus aus dem hektischen Alltagstrott rein in die schottischen Highlands. Die Kapitel lesen sich leicht und locker weg. Die schönen Landschaftsbeschreibungen sowie die Erwähnung einiger Orte die ich selbst schon besucht habe, wecken Urlaubserinnerungen und tragen dazu bei, dass ich mich als Leser in der Geschichte sehr wohl fühle.

Die Idee mit der Partnervermittlung fand ich sehr gelungen, auch die sich daraus ergebende Vorstellung aller Charaktere durch Maria am Anfang der Geschichte. Mithilfe ihrer Notizen stellte sie dem Leser die Gruppe der beteiligten Personen einem nach dem anderen vor. Jeder ihrer Klienten erschien harmlos, doch bei genauerem Hinsehen bemerkte ich, dass sie alle sehr skurrile Figuren waren die es verstanden ihre Geheimnisse zu hüten. Ein unangekündigter und höchst unerwünschter Gast brachte die ganze Truppe in Aufruhr und wen wundert es, dass es schon bald die erste Leiche gab. Ein Ereignis welches Police Constable Hamish Macbeth auf den Plan rief.

Hamish war mir auf Anhieb sympathisch. Mit seiner ruhigen und besonnenen Art mit Problemen umzugehen konnte er bei mir punkten. Die Mischung aus - Komme ich heute nicht, komme ich morgen! – Mentalität, kommt gut an. Zudem brachte mich seine typisch charmant, schottische Art, mit der er gern auch mal die Dinge unkonventionell und auf seine Weise regelt, das ein und andere Mal zum Schmunzeln.

M.C. Beaton erzählt eine solide Geschichte die in gemütlichem Tempo voranschreitet. Mit skurrilen, eigensinnig, verschrobenen Figuren die in meinen Augen auf wundersame Art liebenswürdig sympathisch erscheinen. Die schönen Landschaftsbeschreibungen sind neben den kauzigen Dorfbewohnern ein willkommenes i-Tüpfelchen. Das Ende wurde für meinen Geschmack etwas zu schnell abgearbeitet. Das Buch hätte ruhig ein paar Seiten mehr haben dürfen. Mordverdächtige gab es zur Genüge und Geheimnisse hatte die Checkmate-Gruppe ohne Ende.

Fazit: »Hamish Macbeth hat ein Date mit dem Tod« ist eine typisch leichte Krimilektüre, die keine Gänsehaut beschert aber gut unterhält. Ein Roman für Liebhaber englischer Krimis a la Agatha Raisin. Der Spannungsbogen ist nicht sehr hoch aber dafür punktet der Roman mit Charme, Humor und dem Flair einer längst vergangenen Zeit.

3,5 von 5 Sterne

Eure Catherine

  • Cover
  • Handlung
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Veröffentlicht am 04.06.2020

Amüsant, unterhaltsamer Kriminalroman

Das Kind in mir will achtsam morden
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Björn Diemel ist zurück und mein kleines Leserherz schlägt höher, denn ich habe mich sehr auf die Fortsetzung von »Achtsam Morden« gefreut. Optisch passt der zweite Band perfekt zum Vorgängerband. Als ...

Björn Diemel ist zurück und mein kleines Leserherz schlägt höher, denn ich habe mich sehr auf die Fortsetzung von »Achtsam Morden« gefreut. Optisch passt der zweite Band perfekt zum Vorgängerband. Als ich zu lesen beginne werde ich zudem positiv überrascht, denn mir fällt auf, dass mein einziger kleiner Kritikpunkt von Band 1 - die ständigen Wiederholungen der Achtsamkeitsregeln an jedem Kapitelanfang - eingestellt wurden. Das verspricht unbeschwertes Lesevergnügen.

Bereits auf den ersten Seiten fängt der Autor mich ein und ich bin wieder mitten drin in der Geschichte. Björn hat inzwischen die Regeln der Achtsam verinnerlicht und sein Leben umgekrempelt. Den stressigen Job gekündigt und sich selbständig gemacht, seinem Töchterchen einen schönen Kindergartenplatz beschafft und mit dem Mafia-Clan läuft es auch recht gut. Wenn da nur nicht die Sache mit den Morden wäre. Björn will nicht mehr morden und so beschließt er den rivalisierenden Mafiaboss Boris statt unter die Erde zu bringen im Keller des Kindergartens einzukerkern. Was natürlich zu unvorhergesehenen Verwicklungen führt. Gespannt folge ich der Geschichte und verlebe ein paar sehr angenehme Lesestunden.

Es macht Spaß Björn zu begleiten, auch wenn die Morde eigentlich keine Morde sind, eher „unglückliche Unfälle“. Schade, dass recht wenig von seiner Tätigkeit als - zweifacher Mafiaboss - in die Geschichte einfloss da hätte es ruhig etwas mehr von geben können. Nichtsdestotrotz Björn Diemel bleibt sympathisch bis zur letzten Seite. Mit Witz und Charme laviert er sich durch die Baustellen in seinem Leben. Immer die Achtsamkeitsregeln im Kopf und diesmal sehr auf sein inneres Kind fokussiert.

Womit wir bei dem Punkt angekommen wären, der mir ein bisschen negativ aufstößt. Das innere Kind beansprucht zu viel Raum. Es bekommt alles was es will, fast als wollte man es antiautoritär erziehen und das ist nicht immer der beste Weg. Die Balance zwischen Geschichte und Achtsamkeitsradgeber gleitet für meinen Geschmack zu sehr in den Bereich Sachbuch ab. Was anfangs witzig und skurril ist empfinde ich am Ende als zu viel. Mehr Geschichte, weniger Regeln täten dem Roman sicher gut. Wenn das innere Kind sich dann auch noch der Zweisamkeit mit einem Partner in den Weg stellt und die Hauptfigur anstatt diesen Augenblick des Glücks zu genießen, das Kind in sich bespaßen muss, dann hört bei mir das Verständnis auf.

Alles in allem ist »Das Kind in mir will achtsam morden« eine gelungene Fortsetzung. Ich wurde gut unterhalten und abgesehen von dem einen kleinen Kritikpunkt bescherte mir der Roman ein spannendes, abwechslungsreiches Lesevergnügen.

Fazit: Unterhaltsame Mischung aus Roman, Krimi und Achtsamkeitsratgeber. »Das Kind in mir will achtsam morden« hat mir sehr gut gefallen. Meiner Meinung nach bleibt der Roman zwar etwas hinter dem Vorgängerband zurück, dennoch kann ich ihn, da er mir sowohl spannende, als auch amüsante Lesestunden bescherte, reinen Herzens weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 27.05.2020

Eine Frau zwischen zwei Männern…

Gefährliche Sünden
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Die Amerikanerin, Jordan Hadlock, hat sich nach dem Tod ihres Mannes in Luzern ein neues Leben aufgebaut. Sie betreibt ein englisches Zeitschriftengeschäft welches bei den Touristen sehr gut ankommt und ...

Die Amerikanerin, Jordan Hadlock, hat sich nach dem Tod ihres Mannes in Luzern ein neues Leben aufgebaut. Sie betreibt ein englisches Zeitschriftengeschäft welches bei den Touristen sehr gut ankommt und ist mit dem Schweizer Industriellen, Helmut Eckherdt, sehr gut befreundet. Helmut würde ihre Freundschaft gern vertiefen und hält um ihre Hand an, doch just in dem Moment platzt, Reeves Grant, ein bekannter Fotojournalist in ihr Leben und von einem Moment zum anderen ist nichts mehr wie es war. Reeves weckt Gefühle in ihr die sie nie für möglich gehalten hätte, doch kann sie ihm vertrauen? Oder wird sie am Ende alles verlieren?

»Gefährliche Sünden« ist der erste Roman den ich aus der Feder von Sandra Brown gelesen habe doch bestimmt nicht mein letzter, denn ich hatte echt Spaß beim Lesen. Das kleine Schmankerl für zwischendurch, wartet mit einem flüssig, bildlichen Schreibstil und einer harmonischen Balance zwischen Geschichte und sinnlich, erotischen Liebesszenen auf. Da fällt es mir leicht mich in die Geschichte fallen zu lassen. Das Kopfkino kommt sofort in Gang. Die Figuren wirken authentisch und sympathisch.

Der Roman hat mir sehr gut gefallen. Okay, er ist mit seinen 240 Seiten nicht gerade lang, aber unterhaltsam und erfüllt alle Kriterien eines romantisch, erotischen Liebesromans. Ein kleines Schmankerl für zwischendurch.

Fazit: Romantisch, amüsante Liebesgeschichte die mir ein paar schöne Lesestunden beschert hat. Nicht nur für Liebhaber erotischer Liebesromane lesens- und empfehlenswert!

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