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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.07.2022

Mrs Agatha Christie

Mrs Agatha Christie
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Mrs Agatha Christie von Marie Benedict ist in der Hörbuchfassung von Sabine Arnhold gesprochen. Ich höre Hörbücher meist in einer schnelleren Geschwindigkeit, bei diesem Buch tatsächlich in doppelter ...

Mrs Agatha Christie von Marie Benedict ist in der Hörbuchfassung von Sabine Arnhold gesprochen. Ich höre Hörbücher meist in einer schnelleren Geschwindigkeit, bei diesem Buch tatsächlich in doppelter Geschwindigkeit. Mir sind Hörbücher meist zu langsam eingesprochen. Die Stimme der Sprecherin kann ich daher nur bedingt einschätzen, aber auch bei höherer Geschwindigkeit war diese noch sehr angenehm zu hören. Betonungen kamen gut heraus und haben den Inhalt unterstützt.
Agatha Christie ist mir als fließige Leserin natürlich ein Begriff, mit ihrer Biografie hatte ich mich bisher jedoch kaum auseinander gesetzt. Umso interessanter fand ich dieses Buch, welches einen Teil davon als Hauptbestandteil hat.
Der Schreibstil der Autorin gefällt mir gut, er lässt sich leicht und eingängig lesen. Die Erzähl-Perspektive wechselt sowohl in der Zeit als auch in der Person, es wechselt sich Agatha Christie in der Vergangenheit mit ihrem Mann in der Gegenwart ab. Dabei kommen sich die Zeitstänge immer näher und das Motiv rund um das Verschwinden wird klarer, Dabei ist klar, dass es sich um Fiktion und erzählerische Freiheit der Autorin handelt und die tatsächlichen Begebenheiten nicht klar sind. Die Protagonisten sind authentisch und nicht überspitzt, ich hatte sie allesamt gut vor meinem inneren Auge.
Nichtsdestotrotz oder gerade deswegen habe ich das Buch gern gehört/gelesen. Es war unterhaltsam, kurzweilig und interessant.

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Veröffentlicht am 25.06.2022

I kissed Shara Wheeler

I Kissed Shara Wheeler
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I Kissed Shara Wheeler von Casey McQuiston ist in der Hörbuchfassung von Corinna Dorenkamp gesprochen. Ich höre Hörbücher meist in einer schnelleren Geschwindigkeit, bei diesem Buch tatsächlich in doppelter ...

I Kissed Shara Wheeler von Casey McQuiston ist in der Hörbuchfassung von Corinna Dorenkamp gesprochen. Ich höre Hörbücher meist in einer schnelleren Geschwindigkeit, bei diesem Buch tatsächlich in doppelter Geschwindigkeit. Mir sind Hörbücher meist zu langsam eingesprochen. Die Stimme der Sprecherin kann ich daher nur bedingt einschätzen, aber auch bei höherer Geschwindigkeit war diese noch sehr angenehm zu hören. Betonungen kamen gut heraus und haben den Inhalt unterstützt.
Die Handlung rund um Chloe und Shara hat mir gut gefallen, auch wenn einige Stellen für mich nicht sehr authentisch wirkten. Es werden viele queere Themen angesprochen, insbesondere der Umgang mit der Entdeckung der eigenen Identität und Sexualität. Die besondere Schwierigkeit in weniger offenen, konservativen Gesellschaften schwingt dabei immer mit und verdeutlicht, dass es auch in vermeintlich fortschrittlichen Ländern nicht immer selbstverständlich sit zu sein wer man ist. Dieser Zwiespalt wurde sehr gut dargestellt und bestimmte den Grundton des Buches. Die Geschichte rund um Chloe und Shara war für mich recht schnell vorhersehbar, dennoch habe ich sie gern verfolgt. Die Schnitzeljagd hat eine gewisse Leichtigkeit in die Handlung bringen können.
Die Charaktere des Buches sind jung und nicht perfekt - dennoch wirkten mir die Entwicklungen an einigen Stellen zu konstruiert. Dennoch passen auch gerade alle dadurch sehr gut zur Message des Buches.
Insegsamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, die Handlung ist wichtig und sollte vor allem junge, queere Menschen bestärken. Ein wenig mehr Authentizität hätte der Handlung im Gesamten gut getan. Dennoch habe ich das Buch gern gelesen, bzw. gehört, auch wegen des leichten und flüssig zu lesenden Schreibstils.

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Veröffentlicht am 23.06.2022

Identitätstausch

Das Leben eines Anderen
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Das Leben eines Anderen ist der erste Roman des japanischen Autors Keiichirō Hirano, der ins Deutsche übersetzt wurde. Mir hat das Buch trotz einiger Längen gut gefallen.
Die Aufmachung des Buches gefällt ...

Das Leben eines Anderen ist der erste Roman des japanischen Autors Keiichirō Hirano, der ins Deutsche übersetzt wurde. Mir hat das Buch trotz einiger Längen gut gefallen.
Die Aufmachung des Buches gefällt mir gut, die Covergestaltung harmoniert mit Titel und Klappentext. Dieses Buch gibt einen kleinen Einblick in die japanische Welt und es wird durchaus deutlich, dass sich vieles von den deutschen/europäischen Gepflogenheiten unterscheidet - mir hat es geholfen einiges über die japanische Kultur zu wissen, um bestimmte Dinge in diesem Buch besser einordnen zu können.
Die Handlung an sich hat mir zugesagt, durch den Wechsel der Erzählperspektiven waren beinahe mehrere Erzählstränge vorhanden, so dass es nicht so linear anmutete. Kido ist ein interessanter Protagonistin, der sich in dem Buch durchaus geöffnet hat, den ich aber dennoch nicht ganz greifen konnte. Die Charaktere blieben alle auf einer gewissen Distanz. Dieser Umstand hat es mir auch erschwert mich in die Handlung einzufühlen.
Der Spannungsbogen war okay, für meinen Geschmack gab es im Verlauf immer wieder Längen, die mein Interesse abflachen haben lassen.
Insgesamt hat mir das Buch aber gefallen, es konnte mich nur nicht recht mitreißen. Die Ausführungen, wie es zu dem Identitätstausch kam, waren recht interessant.

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Veröffentlicht am 13.06.2022

Die Wächterinnen von New York

Die Wächterinnen von New York
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"Die Wächterinnen von New York" von N. K. Jemisin hat mir den Einstieg in das Buch nicht gerade leicht gemacht. Die Handlung beginnt im Prolog ohne weitere Einführung des Lesers mitten im Geschehen. Orte, ...

"Die Wächterinnen von New York" von N. K. Jemisin hat mir den Einstieg in das Buch nicht gerade leicht gemacht. Die Handlung beginnt im Prolog ohne weitere Einführung des Lesers mitten im Geschehen. Orte, Protagonist(en), Kontext werden zunächst nicht weiter ausgeführt. Leser:innen starten genauso ahnungslos und verwirrt, wie der Protagonist des Prologs - der Avatar der Stadt New York. Der Schreibstil hat mir von Beginn an gefallen, er ist bildhaft und klar. Doch das erste Drittel des Buches war mir zu langatmig, zu verworren und konnte bei mir keinerlei Spannung auf den weiteren Verlauf des Buches wecken. Nach dem ersten schwierigen Drittel gewann die Handlung jedoch plötzlich an Fahrt und entwickelte sich zu einem packendem Pageturner. Das Setting war klarer, die Protagonist:innen zumindest schon teilweise bekannt und die Dynamik war lebhaft. Ich bin im Nachhinein froh, dass ich den ersten Impulsen dieses Buch abzubrechen nicht gefolgt bin.
Die fünf Avatare der Stadtteile sind allesamt sehr charakterstark und repräsentieren ihren jeweiligen Bezirk. Es ist beinahe wie eine literarische Stadtführung. Es war schön, dass jeder Avatar so präsent in der Geschichte war, jedoch gibt es dadurch viel Handlung mit Fokus auf die "Geburt" als Stadtteil, das Entdecken der Macht und dem Zusammenfinden mit anderen Avataren. Die Bedrohung, die New York gegenübersteht, die dahinterliegenden Gründe und schlussendlich die finale Auseinandersetzung kamen mir im Vergleich dazu ein wenig zu kurz. Ich hätte mir hier mehr Ausgewogenheit gewünscht.
Insgesamt konnte mich das Buch also nicht vollends überzeugen, insbesondere auch der schwache Start ist ein deutlicher Kritikpunkt. Dennoch ist die Gesamtstory stimmig und im Großen und Ganzen mitreißend.

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Veröffentlicht am 29.05.2022

Der große Fehler

Der große Fehler
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Nachdem ich viele begeisterte Stimmen zu "Der große Fehler" von Autor Jonathan Lee gelesen habe, war ich ganz neugierig auf dieses Buch und habe eine interessante und mitreißende Geschichte über A. H. ...

Nachdem ich viele begeisterte Stimmen zu "Der große Fehler" von Autor Jonathan Lee gelesen habe, war ich ganz neugierig auf dieses Buch und habe eine interessante und mitreißende Geschichte über A. H. Green, dem "Father of Greater New York". Richtig mitgerissen hat mich die Story dann aber nur bedingt.
Der Schreibstil und das Tempo der Erzählung haben mir zu Beginn des Buches gut gefallen, in der Mitte des Buches gab es aber deutliche Längen, die mein Interesse am Fortgang der Handlung schnell verringert haben. Die Geschichte ist von vielen zeitlichen Rückblenden geprägt, die Geschichte Greens wird nach einem fulminanten Auftakt (seiner Ermordung) von Beginn an aufgerollt.
Im Verlauf der Erzählung wechseln sich Erzählperspektiven ab. Nich timmer waren mir die Wechsel, sowohl zeitlich als auch personell sofort kenntlich und ich habe einige Zeit gebraucht um mich an das geänderte Setting zu gewöhnen, bzw. dieses einordnen zu können. Ein linearer Aufbau der Story hätte mir besser gefallen und mich weniger durcheinander gebracht.
Insgesamt hat mir die Geschichte durchaus gefallen, sie war nett zu lesen, die Ausführungen zum Entstehen on New York und der Lebensgeschichte von Andrew Haswell Green waren interessant zu lesen. Begeistern konnte sie mich nicht, was nicht nur auf einer verwirrenden Erzählstuktur beruht, sondern auch auf nichtssagenden und beinahe überflüssigen Passagen, die meines Erachtens nach wenig zum Voranschreiten der Handlung beigetragen haben. Die Charaktere des Buches waren zu Teilen ebenso oberflächlich und undurchschaubar gezeichnet, was natürlich auch gewollt sein kann, um diese mysteriöser o.ä. erscheinen zu lassen.

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