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Veröffentlicht am 20.04.2020

Milchmann

Milchmann
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Dieses Buch macht es einem wirklich nicht leicht. Die sprachliche Gestaltung dieses Buches ist besonders, an ihr scheiden sich sicherlich die Geister. Für die einen mag das Buch gut zu lesen sein, für ...

Dieses Buch macht es einem wirklich nicht leicht. Die sprachliche Gestaltung dieses Buches ist besonders, an ihr scheiden sich sicherlich die Geister. Für die einen mag das Buch gut zu lesen sein, für die anderen außerst anstregend und langwierig. Ich zähle zu letzteren Personen.
Was sich in der Leseprobe noch spannend andersartig las, wurde im gesamten Buch für mich zur Qual. Der Schreibstil und die Sprache passt leider gar nicht zu mir. Das Weglassen von Personenbeschreibungen im engeren Sinne hat mich stark irritiert. Dass hier nur von "vielleicht Freund", "Schwager", etc gesprochen wird - den Charakteren also wenig Farbe verliehen wird hat es für mich schwer gemacht mich in die Personen und vor allem auch in die Protagonistin hinein zu versetzen. Die Handlung kam auf den ersten 100 Seiten wenig in Fahrt, sie tröpfelte vor sich hin, konnte mich nicht merklich fesseln. Daher habe ich das Buch auf Seite 102 abgebrochen.
Ich werde dem Buch sich zu einem anderen Zeitpunkt noch eine Chance geben. Man muss wirklich Lust auf das Buch und die Art des Story-Tellings haben, denn das Buch ist keine Lektüre für nebenher - es ist eher harte Arbeit.
Inhaltlich sind die Themen trotz ermüdender Längen sicher ernst und regen zum Nachdenken an, wobei auch eine sehr angehme Art des subtilen Humors verarbeitet ist. Diese wenigen positiven Aspekte konnten mich jetzt aber nicht vom Buch überzeugen.

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Veröffentlicht am 17.04.2020

Die Tanzenden

Die Tanzenden
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"Die Tanzenden" wirkt durch die Covergestaltung zunächst wie ein eher leichter, freudiger und sorgenloser Roman. Mit Blick auf den Klappentext wird aber schnell der Schauplatz dieser Geschichte klar: Die ...

"Die Tanzenden" wirkt durch die Covergestaltung zunächst wie ein eher leichter, freudiger und sorgenloser Roman. Mit Blick auf den Klappentext wird aber schnell der Schauplatz dieser Geschichte klar: Die Salpêtrière, eine Psychiatrie in Paris, im Jahr 1885.
Der Schreibstil der Autorin ist sanft, fast schon peotisch aber dennoch schnörkellos und liest sich sehr leicht und flüssig. Für mich war die Kluft zwischen der klaren, zauberhaften Sprache und den menschlichen und gesellschaftlichen Abgründen enorm groß. Die Autorin beschreibt eine Gesellschaftsschicht, die in der damaligen Zeit in vielen Augen ganz unten stand: Frauen in der Psychiatrie. Einfühlsam werden drei Schicksale erzählt, die jeweiligen Charaktere sind facettenreich und lebensnah dargestellt. Erzählt wird die Handlung abwechselnd aus Sicht der drei im Fokus stehenden Frauen. Dadurch erschienen sie mir als Leser noch realer.
Die Stimmung im Buch schwankt zwischen düster und ausgeglichen, insgesamt konnte mich die Stimmung stets mitreißen, so dass auch ich beim Lesen ein Wechselbad der Gefühle durchlebt habe.
Einzig das Ende des Buches hat mir einen kleinen Dämpfer versetzt, hier wirkte es für mich ein wenig gehetzt, als wären nciht mehr genug Seiten für die verbleibende Handlung übrig gewesen. Das ist schade, denn das Tempo im Buch ist sehr angenehm und hätte ein weniger polterndes Ende verdient.
"Die Tanzenden" hat mich definitiv überrascht, ich hätte kein Buch erwartet, dass mich so mitnimmt und begeistert. Die Autorin hat es geschafft mich voll und ganz in die Welt der drei Frauen zu entführen, das mit einer teils beinah erdrückenden Ernsthaftigkeit.

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Veröffentlicht am 17.04.2020

Am Ende bin ich

Am Ende bin ich
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"Am Ende bin ich" ist ein flüssig geschriebener Coming-Of-Age-Roman mit einem sympathischen Protagonisten. Der Schreibstil des Autors liest sich sehr flüssig, die Sprache ist bildhaft und ich konnte mir ...

"Am Ende bin ich" ist ein flüssig geschriebener Coming-Of-Age-Roman mit einem sympathischen Protagonisten. Der Schreibstil des Autors liest sich sehr flüssig, die Sprache ist bildhaft und ich konnte mir die beschriebenen Szenen so sehr gut vorstellen.

Luca ist ein facettenreicher und authentischer Protagonist, den wir als LEser auf seiner Reise zu mehr Akzeptanz und Selbstliebe begleiten. Lucas Entscheidungen sind für mich durchaus nachvollziehbar gewesen, ich konnte gut mit ihm mitfühlen - einige Wendungen erschienen mir jedoch etwas rasch. Dennoch hat das Buch ein angenehmes Tempo, keine Wendung hat sich übereilt oder hinausgezögert angefühlt.Dennoch fehlt für mich das gewisse etwas. Die Handlung plätschert mal mehr, mal weniger munter vor sich hin - ernsthaft überrascht worden bin ich nicht.

Insgesamt ist "Am Ende bin ich" von Alexander Wachter ein solides und angenehm zu lesendes Buch, das mir eine schöne, aber dennoch durchaus vorhersehbare Story geliefert hat.

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Veröffentlicht am 13.04.2020

Neun Fremde

Neun Fremde
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Neun Fremde - neun Charaktere, die sich der Leser in diesem Buch einprägen muss. Eigentlich sind es sogar 12 Charaktere, die in diesem Buch zur Sprache kommen und ihre Sichtweise auf die Geschehnisse mit ...

Neun Fremde - neun Charaktere, die sich der Leser in diesem Buch einprägen muss. Eigentlich sind es sogar 12 Charaktere, die in diesem Buch zur Sprache kommen und ihre Sichtweise auf die Geschehnisse mit dem Leser teilen. Trotz dieser beinah schon bedrückenden Vielzahl an Protagonisten hat die Autorin es geschafft jeden einzelnen so authentisch und einzigartig zu porträtieren, dass ich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl hatte diese durcheinander zu bringen oder mich an einzelne nicht mehr genau zu erinnern. In meinen Augen ist der Autorin damit ein wahres Meisterstück gelungen - denn trotz den ausführlichen Charakterbeschreibungen ist die Handlung/Spannung für mich nicht zu kurz gekommen. Ganz im Gegenteil. Der Spannungsbogen war für mich genau richtig und hat mich ab Seite 1 an das Buch gefesselt.

Die Story hat unerwartete Wendungen genommen und war für mich nur äußerst selten vorab zu erahnen. Ich konnte zudem mit jedem einzelnen Charakter mitfiebern - auch das erlebe ich selten.

Insgesamt bin ich wirklich positiv überrascht von diesem Buch und kann es nur weiter empfehlen.

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Veröffentlicht am 13.04.2020

Unfollow!

UNFOLLOW!
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Unfollow! von Nena Schink ist eine recht schonungslose und offene Darbietung über das Leben mit einem intensiven Konsum von Instagram. Dieses Buch ist in drei Teile gegliedert: "Mein persönliches Erwachen", ...

Unfollow! von Nena Schink ist eine recht schonungslose und offene Darbietung über das Leben mit einem intensiven Konsum von Instagram. Dieses Buch ist in drei Teile gegliedert: "Mein persönliches Erwachen", "Die Welt der Influencer" und "Auf der Suche nach der perfekten Instagram-Lösung".

Die Autorin schildert offen und scheinbar ungefiltert ihre Erlebnisse mit dieser App und wie diese ihr Leben beeinflusst. Darüber hinaus bietet das Buch einen kleinen Einblick in die Welt der Influencer/innen ohne dabei anprangernd zu sein. Es handelt sich bei diesem Buch nicht um eine Schmähschrift oder Verunglimpflichungen einzelner, sondern bleibt eher allgemeiner. Wobei dennoch bestimmte Maschen anhand einzelner Beispiele dargestellt und erläutert werden. Schlussendlich bietet das Buch auch Reflexionsfragen, anhand derer man als Leser/in seine eigene Handhabe und die eigene Motivation hinter der Instagram-Nutzung hinterfragen kann.

Dieses Buch ist für jeden Menschen hilfreich, der einen kleinen Einblick in die Welt der Insta-Influencer haben möchte, viel mehr aber für alle jene, die gern weniger Zeit mit der App verbringen würden, den richtigen Weg dazu aber nicht recht finden.

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