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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.03.2026

Richtig gut gemacht

Imperia - you let the fire in
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Imperia von Cleo B. Moon hat mich komplett abgeholt. Genau die Art von Buch, bei der man nach wenigen Seiten weiß: das wird gut. Und zwar richtig gut.
Schon das Setting ist unglaublich stark. Düster, intensiv, ...

Imperia von Cleo B. Moon hat mich komplett abgeholt. Genau die Art von Buch, bei der man nach wenigen Seiten weiß: das wird gut. Und zwar richtig gut.
Schon das Setting ist unglaublich stark. Düster, intensiv, mit dieser unterschwelligen Spannung, die sich konstant durch die Geschichte zieht. Man merkt sofort, dass hier mehr unter der Oberfläche brodelt, und genau dieses Gefühl lässt einen nicht mehr los.
Die Protagonistin ist für mich eines der absoluten Highlights. Stark, aber nicht unnahbar. Verletzlich, ohne schwach zu wirken. Sie trifft Entscheidungen, die nicht immer einfach oder perfekt sind, aber genau das macht sie so greifbar. Man versteht ihre Beweggründe, fühlt mit ihr mit und ist komplett in ihrer Entwicklung drin.
Und dann der Love Interest… genau diese Mischung aus gefährlich, kontrolliert und gleichzeitig faszinierend. Die Dynamik zwischen den beiden ist geladen, intensiv und teilweise fast schon greifbar. Kein schnelles Verlieben, sondern ein Spiel aus Nähe, Distanz und unausgesprochenen Spannungen, das sich immer weiter zuspitzt.
Was Imperia besonders macht, ist die Balance:
zwischen Handlung und Emotion, zwischen Spannung und Charakterentwicklung. Es passiert viel, ohne dass die Figuren dabei zu kurz kommen. Jede Szene wirkt durchdacht und trägt zur Gesamtatmosphäre bei.
Auch der Schreibstil hat mich komplett überzeugt. Flüssig, intensiv und genau so bildhaft, dass man alles vor sich sieht, ohne dass es überladen wirkt. Gerade die emotionalen Szenen treffen dadurch noch stärker.
Für mich ist Imperia ein echtes Highlight – düster, intensiv und mit genau der richtigen Mischung aus Spannung und Emotion. Ein Buch, das man nicht einfach nur liest, sondern erlebt.

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Veröffentlicht am 21.03.2026

Unterhaltsam, aber kein Highlight

The Blackgate Invitation
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Blackgate Invitation hat mich ehrlich gesagt etwas zwiegespalten zurückgelassen. Die Grundidee ist richtig stark: ein geheimnisvolles Setting, ein exklusiver Ort, zu dem nur ausgewählte Personen eingeladen ...

Blackgate Invitation hat mich ehrlich gesagt etwas zwiegespalten zurückgelassen. Die Grundidee ist richtig stark: ein geheimnisvolles Setting, ein exklusiver Ort, zu dem nur ausgewählte Personen eingeladen werden, und diese unterschwellige Spannung, dass irgendetwas nicht stimmt.
Gerade am Anfang hat mich das Buch auch total gecatcht. Die Atmosphäre ist dicht, fast schon düster, und man spürt sofort dieses „hier passiert gleich etwas“-Gefühl. Das Setting ist definitiv das Highlight – dieses abgeschlossene, leicht unheimliche Umfeld trägt die Geschichte über weite Strecken.
Auch die Figuren sind grundsätzlich interessant angelegt, vor allem weil man ihnen nicht sofort komplett trauen kann. Es gibt viele kleine Andeutungen, Geheimnisse und Dynamiken, die neugierig machen.
Aber genau hier liegt auch mein Problem: Vieles bleibt eher an der Oberfläche. Statt die Spannung richtig auszubauen, verliert sich die Geschichte zwischendurch ein bisschen. Manche Entwicklungen kommen recht plötzlich oder werden nicht ganz so intensiv ausgearbeitet, wie ich es mir gewünscht hätte.
Die Beziehung(en) im Buch konnten mich deshalb auch nicht komplett überzeugen. Es gibt Ansätze und Spannung, aber mir hat stellenweise die Tiefe gefehlt, um wirklich mitzufühlen.
Der Schreibstil ist angenehm und sorgt dafür, dass man gut durchkommt, aber auch hier fehlt manchmal dieses gewisse Etwas, das die Geschichte noch packender gemacht hätte.
Insgesamt ist Blackgate Invitation ein solides Buch mit einer richtig starken Idee und Atmosphäre, das aber sein volles Potenzial nicht ganz ausschöpft. Für mich gut zu lesen und unterhaltsam, aber kein Highlight.

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Veröffentlicht am 21.03.2026

Gut für zwischendurch

Rabid
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Rabid ist eines dieser Bücher, die man nicht unbedingt wegen einer tief ausgearbeiteten Story liest, sondern wegen der Dynamik, der Spannung und genau diesem gewissen Vibe. Und genau das liefert es auch.
Die ...

Rabid ist eines dieser Bücher, die man nicht unbedingt wegen einer tief ausgearbeiteten Story liest, sondern wegen der Dynamik, der Spannung und genau diesem gewissen Vibe. Und genau das liefert es auch.
Die Geschichte ist schnell, intensiv und ziemlich direkt. Man ist sofort drin, ohne lange Einführung, und wird direkt in diese eher düstere, rohe Atmosphäre geworfen. Gerade das hat mir gut gefallen, weil es sich nicht unnötig aufhält, sondern genau weiß, was es sein will.
Die Dynamik zwischen den Hauptfiguren ist dabei klar der Fokus. Viel Spannung, viel Reibung, dieses typische Hin und Her, bei dem man genau weiß, worauf es hinausläuft – und es trotzdem lesen will. Der Love Interest bringt eine eher dominante, unberechenbare Energie rein, während die Protagonistin gut dagegenhält und sich nicht einfach unterordnet. Dieses Gleichgewicht macht die Interaktionen spannend.
Was das Buch besonders gut kann, ist Tempo. Es passiert ständig etwas, die Kapitel fliegen nur so dahin, und man bleibt automatisch dran. Gleichzeitig merkt man aber auch, dass dadurch manche Dinge eher angerissen als wirklich ausgearbeitet werden.
Emotional geht es nicht extrem in die Tiefe, aber das will das Buch auch gar nicht. Es setzt mehr auf Intensität, Anziehung und diesen leicht düsteren, teilweise auch etwas wilden Vibe, der sich durch die ganze Geschichte zieht.
Für mich ist Rabid genau das richtige Buch für zwischendurch: fesselnd, unterhaltsam, mit viel Spannung zwischen den Figuren – aber ohne den Anspruch, einen komplett zu zerstören. Kleine Schwächen in der Tiefe, aber insgesamt genau das geliefert, was ich erwartet habe.

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Veröffentlicht am 21.03.2026

Sehr enttäuscht

The Witch's Heart - Das Verhängnis
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The Witch’s Heart von Genevieve Gornichec* konnte mich leider überhaupt nicht überzeugen.
Die Idee klang eigentlich genau nach meinem Geschmack: nordische Mythologie, eine Hexe im Zentrum, Loki als Love ...

The Witch’s Heart von Genevieve Gornichec* konnte mich leider überhaupt nicht überzeugen.
Die Idee klang eigentlich genau nach meinem Geschmack: nordische Mythologie, eine Hexe im Zentrum, Loki als Love Interest – das hat richtig viel Potenzial. Umso enttäuschender war es, dass sich die Umsetzung für mich extrem zäh und distanziert angefühlt hat.
Die Protagonistin Angrboda bleibt über weite Strecken sehr passiv. Statt aktiv zu handeln, beobachtet sie oft nur, was passiert, und lässt die Dinge über sich ergehen. Dadurch konnte ich keine wirkliche Verbindung zu ihr aufbauen. Auch emotional hat mich das Buch kaum erreicht, obwohl die Geschichte eigentlich viele dramatische Elemente bietet.
Die Beziehung zu Loki war für mich ebenfalls ein Problem. Sie entwickelt sich schnell, aber ohne dass ich sie wirklich fühlen konnte. Es fehlt an Tiefe, an echten Momenten zwischen den beiden, die diese Verbindung greifbar machen. Stattdessen bleibt vieles auf Distanz erzählt.
Was zusätzlich dazu kommt: Das Tempo. Große Teile der Geschichte ziehen sich sehr, während andere wichtige Entwicklungen eher abgehandelt wirken. Dadurch entsteht kein richtiger Spannungsbogen, und ich hatte oft das Gefühl, mich durch das Buch zu arbeiten, statt es wirklich zu genießen.
Auch der Schreibstil hat für mich nicht funktioniert. Er ist sehr ruhig, fast schon nüchtern, was grundsätzlich Geschmackssache ist – hier aber dazu geführt hat, dass selbst emotionale oder dramatische Szenen kaum Wirkung hatten.
Insgesamt hatte ich hohe Erwartungen an The Witch’s Heart, aber weder die Charaktere noch die Handlung oder die Emotionen konnten mich abholen. Für mich leider eine große Enttäuschung, die ihr Potenzial nicht genutzt hat.

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Veröffentlicht am 21.03.2026

Leichte Romantasy

Bite the Bride (Darkthorn Archives 1)
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Bite the Bride ist genau die Art von Buch, die man anfängt und plötzlich merkt, wie schnell man eigentlich durch ist. Leicht zu lesen, unterhaltsam und mit genau der richtigen Mischung aus Spannung, Humor ...

Bite the Bride ist genau die Art von Buch, die man anfängt und plötzlich merkt, wie schnell man eigentlich durch ist. Leicht zu lesen, unterhaltsam und mit genau der richtigen Mischung aus Spannung, Humor und Romance.
Die Story spielt mit bekannten Tropes – allen voran dieses leicht chaotische, unfreiwillige Zusammenkommen, das sich nach und nach zu mehr entwickelt. Dabei nimmt sich das Buch selbst nicht zu ernst, was dem Ganzen eine angenehme Leichtigkeit gibt. Gerade die Dynamik zwischen den Hauptfiguren lebt stark von Schlagabtausch, unterschwelliger Anziehung und diesem typischen „wir wollen das hier eigentlich beide nicht“-Gefühl.
Die Protagonistin ist selbstbewusst, manchmal impulsiv, aber dadurch auch greifbar. Sie trifft nicht immer die perfekten Entscheidungen, was sie umso realistischer macht. Der Love Interest bringt eine etwas düstere, kontrollierte Energie rein, die gut mit ihr kontrastiert und für Spannung sorgt.
Was mir besonders gefallen hat, ist der Humor. Viele Dialoge sind scharf, direkt und haben genau diesen kleinen Biss, der das Lesen einfach unterhaltsam macht. Gleichzeitig gibt es aber auch genug emotionale Momente, damit die Geschichte nicht oberflächlich bleibt.
Trotzdem merkt man, dass das Buch eher auf Unterhaltung ausgelegt ist als auf extreme Tiefe. Einige Entwicklungen gehen relativ schnell, und nicht alles wird bis ins letzte Detail ausgearbeitet. Genau deshalb bleibt es für mich bei 4 Sternen statt 5.
Insgesamt ist Bite the Bride eine richtig gute Mischung aus Romance, Humor und einem Hauch Dunkelheit. Perfekt für zwischendurch, wenn man etwas sucht, das fesselt, ohne komplett emotional zu zerstören.

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