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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.05.2022

Doppelte Spannung dank Krimi im Krimi

Der Tote aus Zimmer 12
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Ich war bereits Fan vom Autor Anthony Horowitz, aber den ersten Band der Reihe rund um Susan Ryeland kannte ich noch nicht. Das war aber für diesen Roman auch keine Voraussetzung.
Die ehemalige Lektorin ...

Ich war bereits Fan vom Autor Anthony Horowitz, aber den ersten Band der Reihe rund um Susan Ryeland kannte ich noch nicht. Das war aber für diesen Roman auch keine Voraussetzung.
Die ehemalige Lektorin Susan wird auf einen alten Mordfall angesetzt, da ein von ihr lektorierter Krimi der Schlüssel zur Lösung des Falles sein soll. Sitzt der verurteilte Mörder etwa unschuldig im Gefängnis?
Mir hat die Story sehr gut gefallen. Klassische Krimielemente und der typische britische Humor hier und da erzeugen ein echtes Lesevergnügen. Der Clou: Der Roman, in dem der Hinweis auf den wahren Täter versteckt sein soll, ist ebenfalls Bestandteil dieses Romans, und meiner Meinung nach ebenso spannend wie die Rahmenhandlung.
Hier hat man wirklich einenwunderbaren Schmöker vor sich, den ich jedem empfehlen würde, der die klassischen englischen Cosy Crime Krimis liebt.

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Veröffentlicht am 02.05.2022

Irgendwie enttäuschend

Verhängnisvolle Lügen an der Côte d’Azur
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Für mich war dieses Buch das erste aus der Reihe rund um Kommissar Duval. Anfangs war ich begeistert, wie schnell man in die Geschichte hereinkam und die Beziehungen zwischen den Figuren durchschauen konnte. ...

Für mich war dieses Buch das erste aus der Reihe rund um Kommissar Duval. Anfangs war ich begeistert, wie schnell man in die Geschichte hereinkam und die Beziehungen zwischen den Figuren durchschauen konnte. Doch dann wurde es immer oberflächlicher.
Die anfängliche Geschichte lief auf einmal in eine ganz andere Richtung. Wirkliche Ermittlungsarbeit gab es nicht mehr, alles wurde nur noch im Privaten recherchiert.
Von den knapp 260 Seiten ging es in vielen Teilen dann auch nur noch um das Privatleben des Kommissars. Das stört mich sonst nicht unbedingt, wenn es denn interessant ist. Hier war es eher langatmig und brachte die Gesamtstory nicht voran.
Auch das Ende fand ich, ohne zu spoilern, irgendwie abstrus und unglaubwürdig.

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Veröffentlicht am 05.03.2022

Schöner Stil, aber teilweise sehr unbefriedigende Story

Unser wirkliches Leben
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Was direkt auffällt: in diesem Buch existieren viele Dialoge, jedoch ohne eindeutige Kennzeichnung der wörtlichen Rede. Ich fand dies für den Leseprozess ungewohnt, aber nicht weiter störend.
Die Story ...

Was direkt auffällt: in diesem Buch existieren viele Dialoge, jedoch ohne eindeutige Kennzeichnung der wörtlichen Rede. Ich fand dies für den Leseprozess ungewohnt, aber nicht weiter störend.
Die Story hatte für mich viele Aufs und Abs. Eine gewisse Grundspannung war immer vorhanden, ich habe das Buch an sich auch zügig durchgelesen. Jedoch ließ es mich oft mit einem komischen Gefühl zurück. Beispielsweise war ich zeitweise sehr genervt von der Ich-Erzählerin Anna, da sie sich immer mehr zum Opfer macht und ihr Leben völlig aus den Fugen gerät. Ihrem „Freund“ Max wird dafür die Schuld zugewiesen, was ich nicht unbedingt nachvollziehen kann. Sein Charakter wird lediglich durch die Ich-Erzählerin beleuchtet, die ich in dieser Beziehung aber für eine absolut unzuverlässige Quelle halte.
Im Vergleich zu den Szenen, in denen es konkret um die Beziehung zwischen Anna und Max geht, finde ich die Stellen, in den nur Anna die Hauptperson ist, deutlich interessanter. Vielleicht gerade weil Max sowieso immer nur eindimensional dargestellt wird.
Sprachlich finde ich das Buch mit seinem flüssigen Schreibstil sehr gelungen.

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Veröffentlicht am 13.12.2021

Spannender Krimigenuss

Was dich nicht umbringt
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Ein Entführungsfall gipfelt in zwei Morden. Dass das Entführungsopfer ein kleiner Junge ist, macht das Verbrechen umso grausamer.
Die Story kommt von Anfang an gut in Fahrt und weist immer wieder neue ...

Ein Entführungsfall gipfelt in zwei Morden. Dass das Entführungsopfer ein kleiner Junge ist, macht das Verbrechen umso grausamer.
Die Story kommt von Anfang an gut in Fahrt und weist immer wieder neue Höhepunkte und unerwartete Wendungen auf. Die Figuren sind vielschichtig angelegt, sind weder durchgängig sympathisch oder unsympathisch.
Ich habe vorher noch keinen Krimi aus der Tom Thorne Reihe gelesen, würde dies aber zukünftig durchaus tun. An der einen oder anderen Stelle hätte man das Privatleben des Ermittlers ruhig etwas mehr in den Hintergrund stellen können. Teilweise kam mir schon der Gedanke: Warum sucht er nicht nach dem Jungen, sondern guckt in aller Seelenruhe Fußball?
Alles in allem handelt es sich hier aber um einen sehr mitfühlenden, sensiblen Ermittler, der hervorragend auf die Angehörigen, Verdächtigen und Opfer einzugehen weiß.
Was meiner Meinung nach unbedingt Erwähnung finden muss, ist die Ausgabe selbst: Das Buch ist haptisch und optisch ein absolutes Highlight, wirklich eine sehr schöne Ausgabe. Kompliment an den Verlag!

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Veröffentlicht am 04.12.2021

Nele Neuhaus hat einen neuen Fan!

In ewiger Freundschaft (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 10)
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„In ewiger Freundschaft“ war mein erstes Buch von Nele Neuhaus, wird aber sicherlich nicht das letzte bleiben. Ich habe lange keinen so guten deutschen Krimi mehr gelesen!
Das Setting innerhalb der Literaturszene ...

„In ewiger Freundschaft“ war mein erstes Buch von Nele Neuhaus, wird aber sicherlich nicht das letzte bleiben. Ich habe lange keinen so guten deutschen Krimi mehr gelesen!
Das Setting innerhalb der Literaturszene ist für echte Bücherwürmer wie mich logischerweise optimal gewählt. Man erhält gute Einblicke in den Verlagsalltag und in das berufliche Beziehungsgeflecht zwischen Autoren, Agenten, Lektoren und Verlegern.
Die Figurenzeichnung hat mich ebenfalls überzeugt. Das Ermittlerteam kommt sympathisch aber nicht unfehlbar daher. Insgesamt harmonieren sie sehr gut miteinander, sind solidarisch und loyal. Das Privatleben der Hauptermittler Pia Sander und Oliver von Bodenstein wird angerissen, jedoch in einem Maße, das nicht von der eigentlichen Krimihandlung ablenkt.
Das Personal der Literaturszene ist eine gute Mischung aus schrägen Vögeln, machtstrebenden Karrieretypen und bodenständigen Charakteren.
Was mir besonders positiv aufgefallen ist, ist der wunderbare Sprachstil der Autorin. Der Text fließt so dahin, ohne zu haken oder „unrund“ zu wirken. Ideal zum Wegschmökern!

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