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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.10.2025

Krimispannung mit einer ordentlichen Prise Humor

Der Tote im Kamin
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Denzil Meyrick gelingt es in "Der Tote im Kamin", Krimispannung mit einer ordentlichen Prise Humor zu verbinden. Besonders die lebendigen Figuren, allen voran der eigenwillige Ermittler Inspector Frank ...

Denzil Meyrick gelingt es in "Der Tote im Kamin", Krimispannung mit einer ordentlichen Prise Humor zu verbinden. Besonders die lebendigen Figuren, allen voran der eigenwillige Ermittler Inspector Frank Grasby, machen das Buch zu einem echten Lesevergnügen. Meyrick zeichnet seine Charaktere mit Witz, Wärme und einer Portion Schrulligkeit, sodass man sich rasch mitten im beschaulichen Dörfchen Elderby zuhause fühlt. Die Mischung aus undurchsichtiger Atmosphäre und pointierten Dialogen sorgt dafür, dass der Krimi trotz ernster Themen nie zu schwer wirkt.

Etwas anders als erwartet war allerdings der inhaltliche Verlauf der Geschichte. Ich hatte mir den Fall etwas mehr à la Agatha Christie vorgestellt; stattdessen steht hier eher eine Agentenjagd im Vordergrund. Das mindert den Unterhaltungswert jedoch kaum – Meyricks Stil bleibt fesselnd und charmant. Insgesamt ein gelungener Krimi mit sympathischem Humor, der Lust auf weitere Fälle mit Frank Grasby macht.

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Veröffentlicht am 24.09.2025

Nicht so ganz überzeugend

Die Einladung – Mord nur für geladene Gäste
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Ich habe mich sehr darauf gefreut, dieses Buch zu lesen - und der Anfang hat mich auch nicht enttäuscht. Ich fand die zwei "Ermittlerinnen" Mimi und Addie sympathisch und in ihrer Beziehung zueinander ...

Ich habe mich sehr darauf gefreut, dieses Buch zu lesen - und der Anfang hat mich auch nicht enttäuscht. Ich fand die zwei "Ermittlerinnen" Mimi und Addie sympathisch und in ihrer Beziehung zueinander gelungen. Auch die Umschlagseiten mit den Kurzbeschreibungen und Abbildungen der Protagonisten fand ich toll. Aber leider war es für mich dann doch nicht der klassische Cosy Crime, den ich erwartet hatte. Der Krimi ist sehr darauf angelegt, dem Feeling eines Escape Rooms oder PC-Games nachzueifern. Sehr oft wurden Vergleiche gezogen und Anspielungen eingebaut. Noch mehr enttäuscht haben mich jedoch die Geheimnisse der Protagonisten, die für meinen Geschmack allesamt recht unspektakulär waren. Vielleicht wurden sie deshalb auch von jedem Einzelnen so widerstandslos offenbart. Alles in allem war es gute Unterhaltung, auch aufgrund des flüssigen Schreibstils, aber auch nicht so viel mehr.

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Veröffentlicht am 01.09.2025

Interessanter Blick hinter die Influencer-Kulisse

Bestie
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Für ein Debüt hat Joana June her wirklich einen ordentlichen Roman hingelegt! Freundschaft, Selbstfindung, Selbstverwirklichung, Träume und der große Wunsch nach Anerkennung - dies alles und noch viel ...

Für ein Debüt hat Joana June her wirklich einen ordentlichen Roman hingelegt! Freundschaft, Selbstfindung, Selbstverwirklichung, Träume und der große Wunsch nach Anerkennung - dies alles und noch viel mehr vereint dieses Buch. Von der ersten Seite an ist man in das Leben der beiden Hauptprotagonistinnen Lilly und Anouk involviert. Aus wechselnden Perspektiven werden wir Zeuge der Gedanken und Geheimnisse der beiden und erfahren gleichzeitig viel über die oftmals so oberflächliche und grausame Welt von Social Media. Der Sprachstil ist wunderbar flüssig und modern und sorgt ebenfalls dafür, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen mag. Zum Ende hin hat es sich die Geschichte für meinen Geschmack etwas gezogen. Da hätte ich tatsächlich noch auf einen gewissen Clou, einen Twist oder Ähnliches gehofft. Nichtsdestotrotz hat mir der Roman super gefallen.

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Veröffentlicht am 31.08.2025

True Crime meets hohe Erzählkunst

Protokoll eines Verschwindens
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Ich konnte dieses Buch nicht mehr aus Hand legen! Das liegt natürlich zum einen an der fesselnden, auf einem wahren Fall beruhenden, Geschichte. Zum anderen aber auch an dem gekonnten Aufbau des Romans ...

Ich konnte dieses Buch nicht mehr aus Hand legen! Das liegt natürlich zum einen an der fesselnden, auf einem wahren Fall beruhenden, Geschichte. Zum anderen aber auch an dem gekonnten Aufbau des Romans und der wunderbaren Sprache des Autors. Man merkt in jedem Satz, dass Alexander Rupflin sich eingehend mit allen, diesen Fall betreffenden Fakten, auseinandergesetzt hat. Und - was noch viel entscheidender ist -, dass er die Protagonisten persönlich kennengelernt und interviewt hat. Hierdurch überschreitet der Roman die typische Grenze eines True Crime und beleuchtet nicht nur die Perspektive und das Motiv des Täters, sondern zeigt ebenfalls die Hilflosigkeit, die Trauer und die Wut der Hinterbliebenen seines Opfers. Und auch dem Opfer Gabriel versucht Rupflin in jedem Moment gerecht zu werden, reist sogar nach Brasilien, um dessen Wurzeln kennenzulernen. Ein wirklich gelungenes Buch!

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Veröffentlicht am 26.08.2025

Spannendes Thema mit Aktualitätsbezug unterhaltsam verpackt

Das Geschenk
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"Das Geschenk" habe ich tatsächlich in einem Rutsch weggelesen - und das lag nicht allein an der überschaubaren Seitenzahl. Vom ersten Moment war ich in der Geschichte gefangen und konnte nicht mehr aufhören ...

"Das Geschenk" habe ich tatsächlich in einem Rutsch weggelesen - und das lag nicht allein an der überschaubaren Seitenzahl. Vom ersten Moment war ich in der Geschichte gefangen und konnte nicht mehr aufhören weiterzulesen. Sprachlich fand ich das Buch sehr gut und auch der so realistisch-ironische Blick auf den politischen Alltag und das meist überforderte Regierungspersonal war einfach köstlich. Dass die Elefanten als Metapher zu verstehen sind, wurde schon oft erwähnt. Ich finde die Umsetzung aber wirklich sehr gelungen. Hier wird deutlich, was eine kleine spontane Aussage/Entscheidung als Folge mit sich bringen kann. Der Roman regt zum Nachdenken an. Für mich hätten es gern noch ein paar Seiten mehr sein dürfen. Gerade den Blick hinter die politischen Kulissen hätte ich gern noch vertiefter präsentiert bekommen. Insgesamt aber wirklich gelungen und sehr unterhaltsam.

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