Ich bin interessiert an die Geschichte herangegangen, neugierig darauf, was mich erwartet. Leider bin ich aber nur schwer in die Story hineingekommen. Dies lag unter anderem am für mich nicht so angenehmen ...
Ich bin interessiert an die Geschichte herangegangen, neugierig darauf, was mich erwartet. Leider bin ich aber nur schwer in die Story hineingekommen. Dies lag unter anderem am für mich nicht so angenehmen Erzählstil. Das Thema Ballett und was es den angehenden Profitänzern abverlangt sowie der Konkurrenzdruck wurden gut wiedergegeben. Jedoch kam das Ende für mich eindeutig viel zu abrupt.
"Die weiße Dame" ist ein unterhaltsamer Krimi mit sympathischen Figuren. Die Psychotherapeutin Salome Liebenskind wird unfreiwillig in eine Mordermittlung hineingezogen, kann sich aber nach kurzer Zeit ...
"Die weiße Dame" ist ein unterhaltsamer Krimi mit sympathischen Figuren. Die Psychotherapeutin Salome Liebenskind wird unfreiwillig in eine Mordermittlung hineingezogen, kann sich aber nach kurzer Zeit selbst nicht mehr aus den Ermittlungen heraushalten. So befördert sie nach und nach lang gehegte Geheimnisse ans Tageslicht und gerät immer wieder an den attraktiven, aber vergebenen Kommissar Julian Christ. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, besonders, da sich die Lösung des Falles nicht schon von Beginn an angekündigt hat. Auch die Figur des Kommissars und das private Umfeld von Salome Liebeskind fand ich sehr erfrischend. Diese Buchreihe würde ich auf jeden Fall weiterverfolgen.
Ich habe in Schule und Studium viele Klassiker gelesen, weshalb ich eigentlich gut mit dieser Art Lektüre zurechtkomme. Das Tränenhaus hat mir den Zugang zur Geschichte allerdings nicht einfach gemacht. ...
Ich habe in Schule und Studium viele Klassiker gelesen, weshalb ich eigentlich gut mit dieser Art Lektüre zurechtkomme. Das Tränenhaus hat mir den Zugang zur Geschichte allerdings nicht einfach gemacht. Ich kann gar nicht genau sagen, ob es die Sprache selbst ist oder eher die immer wiederkehrenden Exkurse ins Innenleben der Ich-Erzählerin. Sobald es in der konkreten Handlung voranging, war ich total drin und dabei. An vielen Stellen habe ich tatsächlich laut gelacht, da die Autorin es versteht, eine gewisse Situationskomik zu erzeugen. Und das, obwohl der Roman im Ganzen natürlich eine prekäre Situation beschreibt. Für eine eingehendere Analyse, beispielsweise im Schulunterricht, würde sich der Roman sowohl aufgrund seiner Sprache als auch seiner Thematik total anbieten.
Ich hatte mich im Vorfeld außer mithilfe des Klappentextes nicht weiter über das Buch informiert, konkrete Erwartungen hatte ich also nicht. Hätte ich gewusst, was mit "Bis ihr vermeintlich grenzenloses ...
Ich hatte mich im Vorfeld außer mithilfe des Klappentextes nicht weiter über das Buch informiert, konkrete Erwartungen hatte ich also nicht. Hätte ich gewusst, was mit "Bis ihr vermeintlich grenzenloses Glück plötzlich in Gefahr gerät ..." gemeint ist, hätte ich den Roman wahrscheinlich nicht gelesen. Es wird hier ein Thema behandelt, das erstens für mich keine Relevanz für die Geschichte hat, und unter dem man zweitens schon genug leiden musste. Dies hier nochmal lesen zu müssen, fand ich eher anstrengend. Der Anfang hat mir noch sehr gut gefallen, aber irgendwann drehte es sich für mein Empfinden zu sehr im Kreis. Bestimmte Themen wurden teils doppelt erzählt, ohne dass beim zweiten Mal noch eine neue Erkenntnis dazukam. Die Figuren waren mir auch nicht besonders nah oder sympathisch. Alles in allem war der Roman ok, aber leider auch nicht mehr.
Mit "Tödliches Angebot" ist Marisa Kashino ein Psychothriller gelungen, dem man sich kaum entziehen kann. Das Buch ist nicht nur spannend, sondern vor allem psychologisch raffiniert – ein Roman, der seine ...
Mit "Tödliches Angebot" ist Marisa Kashino ein Psychothriller gelungen, dem man sich kaum entziehen kann. Das Buch ist nicht nur spannend, sondern vor allem psychologisch raffiniert – ein Roman, der seine Leserinnen und Leser dazu bringt, moralische Grenzen zu hinterfragen und sich dabei selbst zu ertappen. Im Zentrum der Geschichte steht Margo, eine Protagonistin, die alles andere als klassisch sympathisch ist – und gerade deshalb so faszinierend wirkt. Kashino führt uns Schritt für Schritt in Margos Gedankenwelt ein, in ihre verletzten Hoffnungen, ihre Wut, ihre Berechnungen und ihre gefährlichen Pläne. Was zunächst wie ein kontrolliertes Gedankenspiel wirkt, entwickelt sich zunehmend zu einem düsteren Abstieg in menschliche Abgründe. Besonders beeindruckend ist, wie es der Autorin gelingt, eine emotionale Nähe zu Margo aufzubauen. Obwohl man rational weiß, dass ihre Gedanken und Handlungen moralisch höchst fragwürdig – teils sogar erschreckend – sind, beginnt man, mit ihr zu sympathisieren. Man versteht ihre Beweggründe, ihre Verletzungen und den inneren Druck, unter dem sie steht. Genau darin liegt eine der größten Stärken des Romans: Man hofft tatsächlich, dass ihr Plan aufgeht, selbst wenn man sich dabei unwohl fühlt. Dieses innere Spannungsfeld macht die Lektüre unglaublich intensiv. Ich freue mich definitiv auf mehr von dieser Autorin!