Schöne Fortsetzung
To Love a GodTo Love a God hat mich vor allem durch seine Atmosphäre und die emotionale Tiefe abgeholt. Die Geschichte fühlt sich von Anfang an schwerer an als Band 1, düsterer, nachdenklicher und deutlich intensiver. ...
To Love a God hat mich vor allem durch seine Atmosphäre und die emotionale Tiefe abgeholt. Die Geschichte fühlt sich von Anfang an schwerer an als Band 1, düsterer, nachdenklicher und deutlich intensiver. Man merkt sofort, dass die Figuren an einem Punkt angekommen sind, an dem Entscheidungen echte Konsequenzen haben und nichts mehr leicht ist.
Aurora steht für mich ganz klar im Mittelpunkt. Sie wirkt verletzlicher, aber gleichzeitig auch stärker, weil sie beginnt, ihre Rolle zu hinterfragen und nicht mehr alles einfach hinnimmt. Ihre inneren Konflikte, Zweifel und Ängste haben sich sehr real angefühlt und haben mich emotional gut abgeholt.
Die Beziehung zu Colden ist weiterhin kompliziert, schmerzhaft und voller unausgesprochener Gefühle. Dieses ständige Hin- und Her zwischen Nähe und Distanz, Vertrauen und Misstrauen sorgt für viel Spannung, auch wenn es mir stellenweise fast schon zu ruhig war.
Gerade in der Mitte hat sich das Buch für mich etwas gezogen. Manche Situationen hätten für meinen Geschmack straffer erzählt sein dürfen, da sich Gefühle und Gedanken teilweise wiederholt haben. Das hat meinen Lesefluss kurz ausgebremst.
Zum Ende hin zieht das Tempo aber wieder deutlich an. Emotionen, Konflikte und Entscheidungen treffen genau ins Herz und haben mich wieder komplett in die Geschichte zurückgezogen. Das Finale hat Lust auf mehr gemacht und gezeigt, welches Potenzial noch in dieser Reihe steckt.
Unterm Strich ist To Love a God eine intensive, emotionale Fortsetzung mit starken Charakteren, einer spannenden Welt und viel Gefühl, auch wenn sie sich zwischendurch etwas Zeit lässt.