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Veröffentlicht am 29.12.2025

Bin etwas zwiegespalten!

Alchemy of Secrets
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Folklore 517 ist kein normaler Kurs, denn er findet immer an unterschiedlichen Orten statt und man muss Hinweise entschlüsseln, um überhaupt herauszufinden, wo der Kurs als nächstes stattfindet.
Die Professorin ...

Folklore 517 ist kein normaler Kurs, denn er findet immer an unterschiedlichen Orten statt und man muss Hinweise entschlüsseln, um überhaupt herauszufinden, wo der Kurs als nächstes stattfindet.
Die Professorin erzählt urbane Mythen und Holland St. James ist ihre eifrigste Schülerin, deren Ziel es ist, herauszufinden, warum ihre Eltern wirklich sterben mussten.
Doch als sich mit dem Uhrenmann ein Element der Mythen als real herausstellt und Holland ihren Todeszeitpunkt nennt, muss sie ein Objekt finden, hinter dem viele dunkle Mächte her sind.
Wem kann sie auf der nervenaufreibenden Suche vertrauen?

"Alchemy of Secrets" von Stephanie Garber ist der Auftakt einer Reihe, der aus der personalen Erzählperspektive der fünfundzwanzig Jahre alten Holland St. James erzählt wird.
Besonders zu Beginn wird auch der Leser immer wieder direkt angesprochen, wenn der Kurs Folklore 517 besucht wird.

Ich liebe die Bücher von Stephanie Garber normalerweise immer sehr, weil ihre Geschichten märchenhaft und bildgewaltig sind. Hier hat es aber lange gedauert, bis die Geschichte mich wirklich packen konnte.
Hollands Eltern starben früh und wir erfahren schnell, dass St. James nicht Hollands richtiger Nachname ist und sie niemandem die Identität ihrer Eltern anvertraut. Sie möchte deren Tode aufklären, auch mithilfe des Kurses bei der Professorin, denn Holland ist überzeugt, dass der Teufel bei ihren Toden eine Hand im Spiel hatte.
Die Märchen und Mythen waren interessant und man hat die Magie gespürt und generell mochte ich die Atmosphäre des Buches echt gerne!
Das Buch spielt in Los Angeles und hat einen Bezug zur Filmbranche, was ich sehr spannend fand und es wirkte auf mich oft auch so, als würde es nicht in der Gegenwart, sondern eher zu Zeiten des alten Hollywoods spielen.

Holland mochte ich als Protagonistin auch gerne, weil sie sich wie Alice im Wunderland gerne in Kaninchenlöchern verliert und an Magie glaubt. Ihr Vater hat sie immer auf Schnitzeljagden geschickt, sodass sie Hinweise erkennen und kombinieren kann, was ich sehr mochte.
Es gab nicht nur einen potenziellen Love Interest, sondern gleich vier spannende Männer, von denen zwei Holland auf ihrer Suche nach einem wichtigen magischen Gegenstand begleiten, der ihr Leben retten könnte.
Ich mochte es, dass man nicht wusste, wem man wirklich vertrauen kann und wem nicht, aber ich hätte mir dann doch mehr Antworten gewünscht, weil hier viele Fragen offengeblieben sind. Auch die Rolle von Hollands Zwillingsschwester January war sehr undurchsichtig, was mich zum Schluss hin doch etwas genervt hat.
Ich hatte generell das Gefühl, dass vieles noch im Dunkeln liegt, auch was die Geschehnisse am Ende betrifft, weil ich auch den Showdown nicht komplett begriffen habe, weil ich gefühlt nicht alle Teile bekommen habe, um das Puzzle zusammenzusetzen.

Ab der zweiten Hälfte konnte mich das Buch aber immer stärker packen, auch weil man wissen wollte, wie es weitergeht, ob Holland ihre Aufgabe lösen wird und wem sie trauen kann.
Mir war sie aber auch immer zu vertrauensselig und zu sprunghaft, da hätte ich mir wieder stärkere Beweise gewünscht, die jemanden komplett belastet oder entlastet hätten, denn so wusste ich bis zum Schluss nicht, wer wirklich gute und wer schlechte Absichten hat, wobei manche Taten natürlich für sich gesprochen haben.
Ich mag Charaktere, die nicht nur gut oder böse sind, aber dafür muss ich die Motive kennen und die blieben hier leider im Dunkeln.
Aber es wird ja noch einen zweiten Band geben und ich bin gespannt, in welche Richtung die Geschichte gehen wird und hoffe, dass wir mehr über January, Mason, Gabe und Adam erfahren werden.

Fazit:
"Alchemy of Secrets" von Stephanie Garber lässt mich ehrlich gesagt etwas zwiegespalten zurück.
Ich mochte die magische Atmosphäre, die Stephanie Garber wieder einmal meisterhaft erschaffen hat, aber es hat doch lange gedauert, bis die Geschichte mich wirklich packen konnte.
Ich mochte Holland und fand die Handlung immer spannender, aber mir sind zu viele Fragen offengeblieben, besonders was ihre Helfer angeht, hätte ich mir am Ende gewünscht, dass wir mehr Informationen bekommen hätten, weil ich nicht wusste, wem man wirklich vertrauen kann und hier war Holland mir auch zu vertrauensselig.
Ich bin dennoch sehr gespannt, wie die Geschichte weitergehen wird und vergebe schwache vier Kleeblätter.

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Veröffentlicht am 26.12.2025

Ein großartiger Auftakt der Hexenerbe-Dilogie!

Witches of Deadly Sins
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Zehn Jahre ist es her, dass Sasha Bishop ins Exil gegangen ist, zehn Jahre, in denen sie keinen Kontakt zu ihrer Familie hatte, für die sie eine Enttäuschung war, zumindest für die Seite ihres Vaters.
Nun ...

Zehn Jahre ist es her, dass Sasha Bishop ins Exil gegangen ist, zehn Jahre, in denen sie keinen Kontakt zu ihrer Familie hatte, für die sie eine Enttäuschung war, zumindest für die Seite ihres Vaters.
Nun liegt ihre geliebte Gran im Sterben und sie darf nach Amsterdam zurückkehren.
Ihr Vater bietet ihr einen Deal an, wenn er ihr und dem Rat bei der Suche nach der verschollenen Büchse der Pandora hilft, darf Sasha bleiben und am Ende eines Jahres wartet die Freiheit auf die junge Hexe, doch auch ein geheimnisvoller Alchemist möchte Sashas Hilfe.
Für welche Seite wird sie sich entscheiden?

"Witches of Deadly Sins" von Ava Reed ist der erste Band der Hexenerbe-Dilogie, der zum Großteil aus der Ich-Perspektive der sechsundzwanzig Jahre alten Sasha Bishop erzählt wurde, hin und wieder durften wir auch aus der Perspektive von Dastan Navid lesen.

Sasha entstammt zwei mächtigen Hexenfamilien, doch bisher hat sich ihr Hexenmal nicht gezeigt und so fehlt ihr der Segen der Göttin Artemis, was sie besonders für ihren Vater, der ein angesehenes Ratsmitglied ist und dessen Mutter zu einer Enttäuschung gemacht hat.
Sie hat sich vor zehn Jahren dazu entschieden, lieber ins Exil zu gehen und alles hinter sich zu lassen, als mit der permanenten Enttäuschung zu leben, die ihr entgegengebracht wurde.
Ihre Mutter starb früh, umso besser ist das Verhältnis zu ihrer Tante Brenna und ihrer Gran, doch nun liegt letztere im Sterben und Sasha darf nach Amsterdam zurückkehren.

Sasha ist eine starke und unabhängige junge Frau, die ihre Familie schon früh verlassen hat. Sie ist mit sich selbst im Reinen und weiß, was sie will. Sie lässt sich nicht den Mund verbieten und hat ihren eigenen Kopf, was ich sehr mochte! Ich konnte echt mit ihr mitfiebern.
Auch Dastan mochte ich, auch wenn er doch sehr mysteriös blieb, aber im Nachwort hat Ava Reed versprochen, dass wir ihn im zweiten Band besser kennenlernen werden, worauf ich mich sehr freue!
Die Spannung zwischen den beiden hat sie aber meisterhaft dargestellt und auch wirklich ausgereizt, es hat echt Spaß gemacht zu verfolgen, wie Sasha und Dastan sich nähergekommen sind und ich mochte ihre Dialoge total gerne, auch weil Dastan charmant provokant war.

Die Suche nach der Büchse der Pandora ist für die Hexen das höchste Ziel, denn diese ist seit Jahrtausenden verschollenen und sie wird benötigt, um das Unheil, das damals aus ihr entkommen ist, wieder einzusperren.
Jede Hexe oder Hexer nutzt die ihm oder ihr gegebene göttliche Magie intuitiv oder Mithilfe von Zaubersprüchen. Sasha und ihre Familie sind mächtige Elementarhexen und Sasha schöpft ihre Kraft aus dem Wasser und der Erde, während ihr Vater sich zum Feuer hingezogen fühlt.
Es gibt unterschiedliche Magiebegabungen, was ich sehr spannend fand und manche Hexen haben Begleittiere, die sich ihnen anschließen. Sashas Begleiter ist der Steinkauz Atlas, mit dem sie sogar in ihrem Kopf kommunizieren kann und den ich ebenfalls sehr mochte! Von ihm hätte ich gerne noch viel mehr gesehen.
Neben den Hexen, die von der Göttin Artemis erschaffen wurden, gibt es auch Nymphen, Vampire, Gnome und andere Wesen, die wahrscheinlich daraus entstanden sind, dass das Unheil, das aus der Büchse der Pandora entkommen ist, die Menschen mutieren ließen.
Es gibt auch Alchemisten, die die Kinder von einem Hexer oder einer Hexe und einem Menschen sind. Sie werden in der Welt der Hexen verachtet.

Ich bin ja ein großer Fan von Geschichten, in denen Hexen eine Rolle spielen und ich mochte die Hexen in "Witches of Deadly Sins" so gerne!
Amsterdam ist ein großartiges Setting und ich mochte die Welt der Hexen richtig gerne! Die Bishop-Frauen besitzen ein Haus, das fast lebendig wirkt, wenn es Türen zuschlägt oder Fenster öffnet, auch die Stimmung des Buches hat mir sehr gefallen!
Dann natürlich die unterschiedlichen Magiebegabungen, die Feste, die gefeiert werden, die Rituale und Traditionen, die wir kennenlernen durften, eine spannende Mischung!
Sasha legt sich gerne die Tarotkarten und hat Altgriechisch studiert, was ihren Vater dazu veranlasst, ihr einen Deal vorzuschlagen.
Sie soll ihm und den Rat ein Jahr bei der Suche nach der Büchse der Pandora helfen, beispielsweise indem sie Fundstücke übersetzt und nach Hinweisen Ausschau hält, im Gegenzug darf sie aus dem Exil zurückkehren und am Ende des Jahres wartet ihre Freiheit ohne weitere Verpflichtungen gegenüber dem Rat auf Sasha.
Von dieser Suche hätte ich mir ehrlich gesagt etwas mehr versprochen, denn genau wie die Liebesgeschichte slow burn war, hatte ich das Gefühl, dass auch die Handlung eher langsam in Gang gekommen ist.
Es ließ sich aber immer gut lesen und es kam auch oft Spannung auf, nur hätte ich eben erwartet, dass die Suche nach der Büchse der Pandora stärker im Fokus stehen würde. Das Ende konnte mich aber komplett mitreißen und hier gab es eine Wendung, die ich so niemals erwartet hätte!
Es bleiben einige Fragen offen und ich bin sehr gespannt, wie die Fäden im zweiten Band zusammenlaufen werden!
Mir hat dieser erste Band richtig gut gefallen und ich freue mich riesig auf den zweiten Band!

Fazit:
"Witches of Deadly Sins" von Ava Reed ist ein genialer Auftakt der Hexenerbe-Dilogie!
Ich mochte Sasha und Dastan richtig gerne und habe die Dynamik zwischen ihnen geliebt!
Auch die Welt der Hexen und das Magiesystem haben mir sehr gut gefallen und die Handlung konnte mich mitreißen, auch wenn ich erwartet hatte, dass die Suche nach der Büchse der Pandora stärker im Fokus stehen würde. Aber mit der Enthüllung am Ende konnte Ava Reed mich komplett überraschen und ich kann den zweiten Band jetzt schon kaum erwarten!
Ich vergebe gute vier Kleeblätter!

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Veröffentlicht am 21.12.2025

Hat mich zum Ende hin etwas verloren!

Leave Me Behind
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Vor zwei Jahren hat Penelope Gallows ihre gesamte Einheit verloren, nun wird sie der Untergrundabteilung Malum zugewiesen, die vor zwei Jahren ihren Scharfschützen Achilles verloren hat.
In Patagonien ...

Vor zwei Jahren hat Penelope Gallows ihre gesamte Einheit verloren, nun wird sie der Untergrundabteilung Malum zugewiesen, die vor zwei Jahren ihren Scharfschützen Achilles verloren hat.
In Patagonien ist ein Einsatz nicht so gelaufen, wie er sollte und Nell schwört auf Rache, die sie allerdings nur bekommt, wenn sie ein Teil der Malum Squad wird, die jedoch alles dafür tun, damit Nell ihre Einheit wieder verlässt.
Insbesondere Bradshaw, mit dem sie einen heißen One -Night -Stand hatte, bevor sie seiner Einheit zugewiesen wurde, macht ihr das Leben zur Hölle.
Doch gleichzeitig zieht es sie immer wieder wie magnetisch zueinander.

"Leave Me Behind" von K M Moronova ist ein Einzelband, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven von Penelope Gallows und Bradshaw Bright erzählt wird.

Beide gehören seit ihrer Jugend zu den Dark Forces, die gegründet wurden, als der organisierte Terrorismus und Schwarzmarktgeschäfte zunahmen, mit denen die Regierung nichts zu tun haben wollte. Es gibt drei absolut tödliche Einheiten: Hades, die Bluthunde, die ausgeschickt werden, um Chaos zu stiften, Riøt, die Verräter exekutieren und Malum, die überall dorthin geschickt werden, wo man keine andere Einheit hinschicken kann, um die Feinde leise und effizient auszulöschen.
Als Nell zu Beginn ihrer militärischen Strafe Riøt zugewiesen wurde, nahm ihr Partner Jenkins sie unter seine Fittiche, bis sie zu einer absolut skrupellosen Soldatin wurde, die sowohl als Scharfschützin als auch im Nahkampf brilliert.
Doch in Patagonien ging vor zwei Jahren alles schief, Nells gesamte Einheit wurde ausgelöscht und der Malum Squad verlor ebenfalls ein Mitglied. Nell will unbedingt herausfinden, warum die Mission damals gescheitert ist, doch dafür muss sie zu einem Teammitglied von Malum werden.

Sowohl Nell als auch Bradshaw, die unter ihren Codenamen Bunny und Bones zu Partnern werden, tragen eine Menge Dunkelheit in sich.
Bones ist als Todesgott der Dark Forces bekannt und nicht einmal seine eigene Einheit darf seine Identität kennen.
Nell hat mehr Menschen umgebracht als sie zählen kann. Beide sind skrupellos und finden in dem jeweils anderen jemanden der die Dunkelheit in ihnen versteht.

Ich lese nicht oft Dark Romance, aber hier fand ich es besonders in Verbindung mit dem Militär-Setting sehr spannend, wobei Bradshaw und Nell teilweise echt Grenzen überschritten haben und es mir zum Teil doch zu viel war.
Die Geschichte ließ sich aber richtig gut lesen und ich mochte besonders die erste Hälfte richtig gerne.
Obwohl Nell und Bradshaw bereits einen One-Night-Stand hatten, bevor sie offiziell zu seiner Einheit gestoßen ist, tut Bradshaw alles, damit Nell seine Einheit wieder verlässt, obwohl sie eine Bereicherung für diese ist. Es war spannend anzusehen, wie die beiden gegen die Anziehung kämpfen, aber Bradshaw ging mir zum Teil zu weit damit Nell rauszuekeln.
Von der Handlung hatte ich mir etwas mehr versprochen, denn ich fand, dass da ein bisschen Potenzial auf der Strecke geblieben ist, oder man noch mehr daraus hätte herausholen können.
Eine Wendung fand ich leider auch sehr vorhersehbar und sobald der echte Einsatz losging, hat die Geschichte mich doch echt verloren, sodass sie mich nicht mehr ganz so stark packen konnte.

Fazit:
"Leave Me Behind" von K M Moronova ist ein guter Einzelband, der mich besonders zu Beginn sehr fesseln konnte!
Ich mochte Nell und Bradshaw, auch wenn die beiden eine Menge Dunkelheit in sich trugen und einige Grenzen überschritten haben, aber die Spannung zwischen ihnen war echt mitreißend!
Die erste Hälfte des Buches hat mir deutlich besser gefallen als die zweite Hälfte, denn als der echte Einsatz losging, hat die Geschichte mich leider verloren und ich muss auch sagen, dass ich das Gefühl habe, dass aus der Handlung mehr hätte herausgeholt werden können, auch weil ich eine Wendung sehr vorhersehbar fand.
Ich vergebe gute drei Kleeblätter.

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Veröffentlicht am 19.12.2025

Eine schöne Geschichte mit tollem Seeting!

Botanic Hearts
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Als nach einem schlimmen Hurrikan die Grand Gellman Library renovierungsbedürftig ist, wird diese kurz entschlossen in den benachbarten botanischen Garten verlegt.
Während Tansy ihr Bestes gibt, um die ...

Als nach einem schlimmen Hurrikan die Grand Gellman Library renovierungsbedürftig ist, wird diese kurz entschlossen in den benachbarten botanischen Garten verlegt.
Während Tansy ihr Bestes gibt, um die Bibliothek so gut wie möglich am Laufen zu halten, ist Jack, der Leiter des botanischen Gartens, überhaupt nicht glücklich von seinen neuen Untermietern.
Doch die beiden können nicht leugnen, dass da eine unbestreitbare Anziehungskraft zwischen ihnen ist.
Wird sich die alleinerziehende Mutter auf den mürrischen Kerl einlassen, dessen Sprache die Blumen sind?

"Botanic Hearts" von Melanie Sweeney ist ein Einzelband, der aus den wechselnden personalen Erzählperspektiven der dreißig Jahre alten Tansy Perkins und des siebenunddreißig Jahre alten Jack Reid erzählt wird.

Tansy hat im Hurrikan nicht nur ihr Haus verloren, das sie nun fast komplett neu aufbauen muss, sondern auch ihre Arbeitsstelle, die Bibliothek hat schwere Schäden davongetragen.
Nun ist sie zur Leiterin der Bibliothek geworden und nachdem diese in den Botanischen Garten verlegt wurde, versucht sie mit dem begrenzten Platz und den örtlichen Begebenheiten so gut es geht zu arbeiten, doch Jack, der Leiter der Lerner Botanic Gardens, macht es ihr nicht leicht.
Die beiden sind bereits während des Hurrikans aneinandergeraten und kurze Zeit später haben sie sich wiedergesehen, als ausgerechnet Jack Tansy und ihre acht Jahre alte Tochter Briar aus den steigenden Fluten gerettet hat.

Tansy ist stolz darauf, alleine klar zu kommen und möchte nicht gerettet werden. Sie erzieht auch Briar zu einer unabhängigen jungen Frau, auch weil auf Briars Vater lange kein Verlass war.
Tansy strotzt meist voller Tatendrang, ist enthusiastisch und optimistisch.
Jack ist dagegen eher wortkarg und mürrisch. Er ist der frisch gebackene Leiter des Botanischen Gartens und will diesen nach dem Hurrikan wieder aufbauen, denn auch hier hat der Hurrikan Schäden angerichtet.
Jack hat bereits eine Scheidung hinter sich und geht keine Beziehungen mehr ein.
Tansy und Jack geraten nicht nur einmal aneinander, aber man merkte schnell, dass die beiden sich auch stark zueinander hingezogen fühlen.

Besonders die erste Hälfte des Buches hat mir sehr gut gefallen, denn die Geschichte ließ sich echt gut lesen und war unterhaltsam, trotz der eher ernsten Themen rund um den Hurrikan und den dahergehenden Zerstörungen. Ich fand es dann spannend, dass Melanie Sweeney im Nachwort erzählt, dass die Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht!
Ich mochte Tansy und die anderen Bibliothekar:innen echt gerne, mochte auch Tansys Beziehung zu Briar! Auch der Botanischen Garten hat mir als Setting sehr gut gefallen und Jacks Schwester Amy und ihr Mann Omar sind mir schnell ans Herz gewachsen!
Die Beziehung von Jack und Tansy hat sich toll entwickelt, allerdings war Tansy mir auf den letzten Metern echt zu anstrengend, weil sie nicht wusste, was sie will.
Ich konnte ihre Bedenken ein Stück weit nachvollziehen, aber ich hätte mir gewünscht, dass sie da einen Schritt auf Jack zugegangen wäre. Außerdem wurde es mir bei den beiden zu schnell zu ernst.
Aber trotzdem hat es mir insgesamt richtig gut gefallen!

Fazit:
"Botanic Hearts" von Melanie Sweeney hat mir richtig gut gefallen!
Die Geschichte ließ sich sehr gut lesen, wurde trotz der ernsten Themen sehr unterhaltsam erzählt und mir haben die Charaktere und das Setting der Botanische Garten echt gut gefallen!
Bei Tansy und Jack wurde es mir aber zu schnell zu ernst und Tansy hat mich zum Schluss etwas genervt, aber insgesamt hat es mir echt gefallen, sodass ich vier Kleeblätter vergebe.

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Veröffentlicht am 14.12.2025

Starker zweiter Band der Götterlicht Reihe!

To Love a God
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Aurora und Colden konnten aus Silver City fliehen, doch sie haben einen hohen Preis gezahlt.
Zeit zum Ausruhen finden sie allerdings nicht, denn Galadons Herrschaft wird immer grausamer und als Colden ...

Aurora und Colden konnten aus Silver City fliehen, doch sie haben einen hohen Preis gezahlt.
Zeit zum Ausruhen finden sie allerdings nicht, denn Galadons Herrschaft wird immer grausamer und als Colden etwas in Erfahrung bringt, entschließt er sich nach Silver City zurückzukehren, um Galadon auf ein Spiel auf Leben und Tod herauszufordern.
Obwohl Colden sich verändert hat, entschließt Aurora sich ihn zu begleiten, denn sie hat die Hoffnung nicht aufgegeben, dass immer noch etwas von dem alten Colden in ihm steckt.

"To Love a God" von Anna Benning ist der zweite Band der Götterlicht-Saga, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven von Aurora und Colden erzählt wird.

Der erste Band endete mit einem ziemlichen Cliffhanger und der zweite Band setzt genau dort wieder an. Der Kampf gegen Galadon und seine Verbündeten ist vorerst geschlagen, doch einen wirklichen Sieger gab es nicht und der Preis für ihr Entkommen war sehr hoch, denn Colden hat viele seiner Erinnerungen verloren.
Nun muss er herausfinden, wer er eigentlich ist und was er will.
Außerdem stehen Colden, Aurora und ihre Freunde vor der Frage, wie es für sie weitergehen wird.
Werden sie sich weiterhin verstecken oder Galadon erneut herausfordern, um dessen Schreckensherrschaft endlich zu beenden?

Auch dank der kurzen Kapitel ließ sich das Buch sehr gut lesen, aber es war auch von Beginn an total spannend! Es gab eine kurze Zusammenfassung des ersten Bandes am Anfang, sodass ich schnell wieder in die Handlung hineingefunden habe.
Es tauchen neue Charaktere auf, von denen man nicht weiß, ob sie Freund oder Feind sind und wie weit man ihnen vertrauen darf. Es gab im Prinzip drei spannende Antagonisten, die für mich allerdings auch alle noch stärker hätten beleuchtet werden dürfen, weil sie echt viel Potenzial hatten.
Aber auch bei Colden und Aurora bleibt es spannend, denn Colden ist nicht mehr der, den wir aus dem ersten Band kennen. Ich mochte diese Entwicklung total gerne, weil ich ihn so noch interessanter fand, denn man musste ihn fast komplett neu kennenlernen, obwohl er im Prinzip immer noch derselbe war!
Aber auch Aurora hat mir wieder sehr gut gefallen. Sie ist mutig und unabhängig, lässt sich nichts sagen und braucht niemanden, der sie beschützt, weil sie sich selbst sehr gut wehren kann!
Die Liebesgeschichte setzt quasi wieder bei Null an, aber auch das fand ich echt spannend!
Von Varian, Zak, Livia und Brynn hätte ich dagegen gerne mehr gesehen, denn die Freunde von Colden und Aurora standen leider nicht mehr ganz so stark im Fokus, was ich schade fand, was allerdings auch zur Handlung gepasst hat.

Auch die Welt nimmt immer mehr Form an, denn wir blicken über Silver City hinaus und lernen zwei neue Orte kennen. Auch über die Geschichte und Traditionen der Götter erfahren wir etwas mehr.
Die Handlung war ebenfalls sehr spannend und nahm immer mehr an Fahrt auf! Am Ende konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, denn hier passierte richtig viel, auch dank eines Charakters, den ich irgendwie immer noch mag, obwohl er keiner der Guten ist. Aber auf seine Geschichte bin ich total gespannt und hoffe, dass wir diese im dritten Band erfahren werden.
Generell freue ich mich schon sehr auf den finalen Band, denn natürlich endete auch der zweite Band mit einem Cliffhanger, den ich zwar nicht ganz so gemein fand wie den des ersten Bandes, aber ich bin jetzt schon sehr neugierig, in welche Richtung der dritte Band gehen wird und natürlich, ob alles gut ausgehen wird!

Fazit:
"To Love a God" von Anna Benning ist ein spannender zweiter Band der Götterlicht-Saga!
Es war wirklich von Beginn an spannend und ließ sich sehr gut lesen!
Ich mochte besonders Coldens Entwicklung richtig gerne, weil ich seinen Wandel sehr interessant fand, aber auch Aurora hat mir wieder sehr gut gefallen!
Ich hätte mir gewünscht, dass wir von Coldens Freunden Zak und Brynn noch mehr gesehen hätten und auch die Antogonisten hätten gerne noch stärker beleuchtet werden dürfen, aber auch so hat es mir sehr gut gefallen!
Nach dem Ende bin ich besonders gespannt auf den dritten Band und vergebe gute vier Kleeblätter!

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