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Veröffentlicht am 26.10.2025

Ein wenig schwächer als der erste Band!

The Last Goddess, Band 2: A Kiss Stronger Than Death (Nordische-Mythologie-Romantasy von SPIEGEL-Bestsellerautorin Bianca Iosivoni)
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Blair hat das Chaos nach Valhalla gebracht und damit Ragnarök, das Ende der Welt eingeläutet.
Gemeinsam mit Ryan versucht sie ihren Fehler wieder gutzumachen, doch die Anhänger von Vidar sind starke Gegner. ...

Blair hat das Chaos nach Valhalla gebracht und damit Ragnarök, das Ende der Welt eingeläutet.
Gemeinsam mit Ryan versucht sie ihren Fehler wieder gutzumachen, doch die Anhänger von Vidar sind starke Gegner.
Wird es ihnen gelingen, Ragnarök aufzuhalten?

"A Kiss Stronger Than Death" von Bianca Iosivoni ist der zweite Band der The Last Goddess Dilogie und wird zum Großteil aus der Ich-Perspektive der achtzehn Jahre alten Blair Arctander erzählt, aber einige Kapitel wurden auch aus der Sicht ihres besten Freundes Ryan erzählt.

In Ryan schlummern die Kräfte von Vidar, des Gottes des Chaos und als Blair Ryan mit nach Valhalla genommen hat, hat sie damit unbeabsichtigt Ragnarök eingeleitet. Der Fenrirwolf konnte seine Fesseln lösen und ist nun nach Midgard entkommen. Nur wenn er besiegt wird, kann Ragnarök noch aufgehalten werden, um die Rückkehr der nordischen Götter zu ermöglichen.
Doch viele Gefahren und Kämpfe liegen vor Blair und Ryan.

Es ist fünf Jahre her, dass ich den ersten Band gelesen habe, was mir gar nicht so lange her vorkam. Die Erinnerungen an diesen waren trotzdem schon echt verblasst, aber ich habe erstaunlich schnell wieder in die Geschichte hineingefunden!
Der zweite Band setzt da an, wo der erste Band geendet hat und wir sind mitten im Chaos angekommen. Valhalla wird von den Dienern des Chaos angegriffen, Fenrir konnte seine Fesseln abschütteln und Blair und Ryan sind mittendrin, es ging also direkt spannend los!

Die Geschichte konnte mich gut unterhalten, es gab spannende Kämpfe und einen packenden Showdown! Am Anfang hatten Ryan und Blair ein wenig Zeit, um herauszufinden, was das zwischen ihnen ist und was sein könnte.
Ich mochte die Welt der Valkyren wieder sehr gerne, denn über die nordischen Götter lese ich immer gerne und ich mochte es auch, dass Blair, die ihre Kräfte von Hel, der Göttin des Todes bekommen hat, diese noch weiter erforschen und meistern konnte!
Mir lag der Fokus dann tatsächlich zu sehr auf den Kämpfen, denn mir haben auch ruhigere Szenen gefehlt. Szenen, in denen die Welt noch ein wenig erklärt wird. Szenen, in denen auch Ryan und Blair mehr Raum bekommen hätten. Auch von den anderen Valkyren hätte ich gerne noch mehr gesehen, besonders ihre Gemeinschaft mochte ich im ersten Band gerne!
Wie gesagt, es war zwar spannend und ließ sich auch echt gut lesen, fühlt sich für mich aber nicht ganz rund an, weil mir doch ein wenig was gefehlt hat. Dennoch bin ich froh, dass ich diesen zweiten Band noch gelesen habe und die Reihe endlich beenden konnte!

Fazit:
"A Kiss Stronger Than Death" von Bianca Iosivoni ist ein guter zweiter Band der The Last Goddess Dilogie, der für mich aber nicht ganz mit dem ersten Band mithalten konnte.
Mir lag der Fokus zu stark auf den Kämpfen, was zwar spannend war und der zweite Band ließ sich so zwar gut lesen, aber mir haben auch die ruhigeren Szenen, in der man noch mehr über die Welt erfahren hätte, gefehlt. Es fühlt sich irgendwie nicht ganz rund an und so vergebe ich starke drei Kleeblätter.

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Veröffentlicht am 21.10.2025

Flache Welt und ich hatte mir von der Handlung auch mehr Spannung versprochen!

Blackened Blade 1: The Blackened Blade
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Sechs Jahre hat Micai Bane in der Einrichtung verbracht, in der sie grausame Experimente über sich ergehen lassen musste.
Als sie schließlich ums Leben kommt, wacht sie im Körper ihres siebzehn Jahre alten ...

Sechs Jahre hat Micai Bane in der Einrichtung verbracht, in der sie grausame Experimente über sich ergehen lassen musste.
Als sie schließlich ums Leben kommt, wacht sie im Körper ihres siebzehn Jahre alten Ichs wieder auf und ist erneut Schülerin an der Wensridge Academy.
Sie weiß mittlerweile genau, wer für ihr Leid verantwortlich war und Micai schwört sich ihre zweite Chance zu nutzen und diejenigen leiden zu lassen, die ihr Leben damals zur Hölle gemacht haben.

"The Blackened Blade" von Isla Davon ist der erste Band der fünfteiligen Blackened Blade Reihe, der aus der Ich-Perspektive der siebenundzwanzig Jahre alten Micai Bane erzählt wird, die nach ihrem Tod in der Einrichtung zehn Jahre in der Zeit zurückversetzt wird und im Körper ihres siebzehnjährigen Ichs wieder erwacht.

Micai ist die erstgeborene Tochter eines mächtigen magischen Clans, doch sie selbst hat keine Magie oder Macht, was sie nicht nur in ihrer eigenen Familie zur Ausgestoßenen macht.
Ihre ein Jahr jüngere Halbschwester Seria ist beliebt und talentiert, im Gegensatz zu Micai, die an der Wensridge Academy immer gemobbt und gedemütigt wurde.
Doch damit ist jetzt Schluss! Micai beginnt Widerworte zu haben, lässt sich nicht mehr alles gefallen. Wo sie früher geschwiegen hat, beginnt sie sich zu wehren. Sie trainiert, wird schnell stärker und schwört auf Rache, denn sie hat ihre Erinnerungen behalten und weiß genau, wem sie ihrem Aufenthalt in der grausamen Einrichtung zu verdanken hat.

Ich hatte im Vorfeld viel Positives über diesen Auftakt gehört, sodass ich schon hohe Erwartungen hatte. Vielleicht waren diese zu hoch, vielleicht habe ich dann auch etwas anderes erwartet, denn auch wenn die Geschichte spannend war, so konnte diese mich auch nicht komplett fesseln.
Micai macht zwar eine tolle Entwicklung durch, beginnt sich zu wehren, aber ich hatte gehofft, dass sie vielleicht ein wenig mehr über diejenige herausfinden will, die sie überhaupt erst in die Einrichtung gebracht hat, getreu dem Motto halte deine Freunde nah, aber deine Feinde näher.
Zumal ich hier permanent das Gefühl hatte, dass Micai etwas übersieht.
Da hätte ich mir echt gewünscht, dass Micai nicht nur trainiert, um stärker zu werden, sondern auch Nachforschungen anstellt, auch weil ihr Training manchmal etwas eintönig war.

An der Wensridge Academy gibt es mehr Jungen als Mädchen, sodass es Gang und gäbe ist, dass ein Mädchen mehr als nur einen Partner hat. Auch die bisher so unbeliebte Micai zieht während ihrer zweiten Chance die Aufmerksamkeit mehrerer Männer auf sich. Sie verbringt Zeit mit den Infernal Four und auch wenn Creed momentan noch eher abgeneigt ist und Mallyn sich stark zurückhält, so sind Ezra und Annex schnell von Micai verzaubert und auch ihr Lehrer Gadriel hilft Micai dabei, stärker zu werden.
Ich fand auch ihre früheren besten Freunde Xander, Knox, Kane und Anders spannend und frage mich, warum diese mittlerweile so gut mit Micais Schwester Seria befreundet sind.
An der Wensridge Academy treffen wir unter anderem auf Gestaltwandler, Hexen und Elfen, aber nichts wird wirklich erklärt, was ich sehr schade fand. Auch aus den Unterrichtsstunden, die man mit Micai besucht, nimmt man nicht viele Informationen über die Welt und deren Bewohner mit.
Sowohl die Welt als auch die Liebesgeschichten fand ich sehr oberflächlich und da mich der erste Band jetzt auch nicht so stark begeistern konnte, werde ich die Reihe wohl nicht weiterlesen.

Fazit:
"The Blackened Blade" von Isla Davon begann vielversprechend, konnte mich aber auch nicht so stark begeistern, wie erhofft.
Ich mochte es, dass Micai ihre zweite Chance nutzen möchte und hart trainiert, um stärker zu werden, aber ich hätte mir gewünscht, dass sie auch ein wenig stärker nachforscht, um ihre Rache zu bekommen, auch weil ich ihr Training nicht besonders spannend fand.
Die Welt und die Liebesgeschichten fand ich sehr oberflächlich beschrieben, besonders die Welt hat mich ein wenig enttäuscht, weil hier kaum etwas erklärt wird.
Für mich ein gutes Buch für zwischendurch, aber leider auch nicht mehr.
Ich vergebe drei Kleeblätter.

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Veröffentlicht am 19.10.2025

Für mich der perfekte Abschlus der Sonnenfeuer-Ballade!

Die Sonnenfeuer-Ballade 3: A Kiss to End a Song
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Drei Jahre sind vergangen, seit Sintha Arez' seine Liebe zu ihr genommen hat.
Drei Jahre, die Sintha auf der Flucht verbracht hat und der Krieg zwischen den Menschen und den Qidhe den Kontinent in Atem ...

Drei Jahre sind vergangen, seit Sintha Arez' seine Liebe zu ihr genommen hat.
Drei Jahre, die Sintha auf der Flucht verbracht hat und der Krieg zwischen den Menschen und den Qidhe den Kontinent in Atem hält.
Doch dann steht Arez kurz vor dem sicheren Tod und nur Sintha kann ihn davor bewahren.
Sie kehrt zurück in der Absicht, ihn zu retten und sofort wieder zu gehen, allerdings kann Arez sie nicht wieder gehen lassen und plötzlich wird Sintha in dem Krieg zur Schlüsselfigur.
Wird es ihnen gelingen, diesen zu beenden und ein Friedensabkommen zu schließen, oder wird Naàndes siegreich hervorgehen?

"A Kiss to End a Song" von Julia Dippel ist der dritte und finale Band der Sonnenfeuer-Ballade, der aus der Ich-Perspektive der Halb-Onyde Sintha erzählt wird.

Drei Jahre sind vergangen, in denen Arez nichts unversucht gelassen hat, Sintha zu finden, die ihm bisher aber immer entkommen konnte. Doch als sie erfährt, dass er schwer verletzt ist und am Rande des Todes steht, zögert Sintha nicht und willigt ein, nach Ikkaria zu reisen, in die Heimat der Vakàr, um Arez zu retten. Durch ihre Rückkehr an Arez' Seite werden viele Dinge ins Rollen gebracht und mit Sintha kommt eine Figur aufs Schachbrett, die das Gleichgewicht der Kräfte in dem andauernden Krieg entscheidend beeinflussen könnte.
Einmal begonnen, war ich sofort wieder drin in der Geschichte und ich mochte es sehr, dass es direkt von Beginn wieder spannend war!

Ich liebe die Charaktere mittlerweile so richtig! Besonders die schlagfertige Sintha, die immer mehr in ihre Rolle hineingefunden hat. Sie und Naàndes sind die letzten verbliebenen Onyden und durch ihr beeinflussendes Lied sind sie äußert gefährlich. Besonders Sintha könnte im Krieg das entscheidende Zünglein an der Waage sein, was ihr auch bewusst ist und so übernimmt sie Verantwortung und kämpft für sich und ihre Lieben.
Auch Arez und seine Skall waren wieder mit dabei und ich mochte Zaha, Makeez und Riven total gerne! Auch das Irrlicht Nivi und der Barde Tillard von Kronsee durften natürlich nicht fehlen! Wir lernen aber auch neue spannende Charaktere kennen, wie den Schattenwelpen Cilik oder die Vakàrin Nizah!
Auch die Welt, die von slawischen Märchen und Sagen inspiriert wurde, habe ich wieder sehr geliebt! Die Völker der lichten und dunklen Qidhe, von denen wir einige noch besser kennenlernen durften und natürlich auch Ikkaria, die Heimat der Vakàr! Ich mochte die Welt und vor allem die Atmosphäre wieder so unglaublich gerne! Es war irgendwie heimelig, aber auch mystisch, ich habe mich in jedem Band rundum wohlgefühlt!

Sintha und Arez wurde es nicht leicht gemacht und sie mussten viele Hindernisse überwinden. Julia Dippel konnte mich hier nicht nur einmal komplett überraschen, denn viele Wendungen habe ich überhaupt nicht vorhergehenden oder auch nur geahnt!
Die Handlung konnte mich komplett mitreißen, es war einfach ein für mich perfekter Abschluss einer großartigen Reihe! Ich habe das Buch verschlungen, habe die Geschichte und besonders die Welt echt geliebt und so ist es zu einem Highlight für mich geworden!

Fazit:
"A Kiss to End a Song" von Julia Dippel ist für mich der perfekte Abschluss der Sonnenfeuer-Ballade!
Die Welt, die von slawischen Sagen und Märchen inspiriert wurde, hatte es mir ja schon im ersten Band komplett angetan, auch weil ich die Qidhe und die Atmosphäre sehr geliebt habe. Daran hatte sich auch im weiteren Verlauf der Reihe nichts geändert!
Die Charaktere sind mir ebenfalls sehr ans Herz gewachsen, ich habe mit Sintha und Arezander komplett mitgefiebert und Julia Dippel konnte mich nicht nur einmal überraschen, denn viele Wendungen habe ich nicht kommen sehen!
Ich habe das Buch so gerne gelesen und es ist für mich zu einem Highlight geworden, sodass ich fünf Kleeblätter vergebe!

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Veröffentlicht am 15.10.2025

Ein unterhaltsamer Auftakt mit Wohlfühlsetting!

The Pumpkin Spice Latte Disaster
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Seit Jude Hayward vor gut acht Jahren mit ihrem Trekkingrucksack Lower Whilby verlassen hat, hat sie die Welt bereist und war nur sporadisch zurück in der Stadt, in der sie sich immer ausgegrenzt gefühlt ...

Seit Jude Hayward vor gut acht Jahren mit ihrem Trekkingrucksack Lower Whilby verlassen hat, hat sie die Welt bereist und war nur sporadisch zurück in der Stadt, in der sie sich immer ausgegrenzt gefühlt hat.
Doch nun heiratet ihre jüngere Schwester Olive und Jude kehrt zurück.
Was nur ein kurzer Aufenthalt werden sollte, verlängert sich, was auch an James Cartwright liegt, in dessen Café sie aushilft und der ihr stärker unter die Haut geht als geplant.

"The Pumpkin Spice Latte Disaster" von Kyra Groh ist der erste Band der Lower Whilby Reihe, der aus den wechselnden Ich-Perspektiven der sechsundzwanzig Jahre alten Jude Hayward und des drei Jahre älteren James Cartwright erzählt wird.

Jude ist chaotisch und rastlos. Es zieht sie durch die Weltgeschichte und sobald sich eine Routine einstellt, wechselt sie ihren Aufenthaltsort. In ihrem Kopf wirbeln die Gedanken nur so durcheinander und sie ist oft verplant. Ihr Musikpodcast On the Flipside ist erfolgreich, könnte aber noch viel erfolgreicher sein, wenn Jude beispielsweise eine Regelmäßigkeit reinbekommen könnte. Aber die Musik und besonders die Geschichten der Künstler sind ihre große Leidenschaft.
Deshalb findet sie auch James Cartwright faszinierend, denn er ist der Sohn von Topher und Sarah Cartwright, zwei Mitgliedern der äußerst erfolgreichen Band The Bellyaches, die sich schon vor Jahren aus dem Rampenlicht zurückgezogen hat.
Doch der ruhige und grummelige James liebt die Ruhe in Lower Whilby abseits des Rampenlichts, liebt seine Routinen und will die laute und neugierige Jude schnell wieder aus Lower Whilby verabschieden, auch wenn er sich vom ersten Moment an zu ihr hingezogen fühlt.

Mit Lower Whilby hat Kyra Groh einen Wohlfühlort geschaffen. Eine Kleinstadt in Südengland, in der jeder jeden kennt und sich Gerüchte schneller verbreiten als ein Waldbrand.
Doch Jude hat ihre Heimat nicht vermisst, galt stets als das schwarze Schaf der Familie Hayward, während ihre zwei Jahre jüngere Schwester Olive schon von klein auf äußerst perfekt war und nun mit vierundzwanzig Jahren vor den Altar tritt. Jude kehrt für die Hochzeit ihrer Schwester zurück, doch die Umstände sorgen dafür, dass sie länger bleibt als geplant.

Ich habe mich in Lower Whilby sehr wohlgefühlt und mochte auch den Schreibstil von Kyra Groh echt gerne! Jude ist richtig schlagfertig und so waren die Dialoge zum Teil echt witzig und ich mochte die Kleinstadt mit ihren kleinen Läden und Festen total gerne! Aber auch die Nebencharaktere wie Penn, Olive und Nore haben mir echt gut gefallen und besonders auf Eleanores Geschichte im zweiten Band freue ich mich schon sehr!
Auch James und Jude haben mir gut gefallen, aber ich habe mich mit Jude ehrlich gesagt etwas schwergetan. Sie sagt von Anfang an, dass sie geht, wenn sie gehen will, aber nicht nur James hat der drohende Abschied gestört, auch ich hatte dadurch etwas Schwierigkeiten, mich so richtig auf Jude einzulassen, obwohl ich ihre Beweggründe absolut nachvollziehen konnte.
Ich mochte es auch nicht so gerne, dass sie sich James mit Hintergedanken vorgestellt hat, denn natürlich hat Jude an ihren Podcast gedacht und welche Geschichten James über seine berühmten Eltern erzählen könnte, aber das war zum Glück nur zu Beginn so, danach hat sie mit offenen Karten gespielt.

Ich mochte die Entwicklung der beiden dann ganz gerne, wie sie zusammengearbeitet haben und sich immer besser kennengelernt haben. Da war von Beginn an eine starke Anziehung zwischen ihnen, die man total spüren konnte!
Das Ende mochte ich ebenfalls ganz gerne, aber mir haben irgendwie auch noch klärende Gespräche zwischen Jude und Olive oder Jude und ihren Eltern gefehlt. Es wurden viele auch ernste Themen angesprochen, die für mich gerne weiter vertieft oder auch auch noch weiter aufgearbeitet hätten werden dürfen. Da ist mir doch zu viel stehen geblieben.
Aber es wird zum Glück ja noch zwei weitere Bücher geben und ich freue mich, für die Geschichten von Eleanore und Olive nach Lower Whilby zurückkehren zu dürfen, mit den Charakteren die Jahreszeiten zu erleben und natürlich auch die schon jetzt lieb gewonnenen Charaktere wiederzusehen!

Fazit:
"The Pumpkin Spice Latte Disaster" von Kyra Groh ist ein unterhaltsamer Auftakt der Lower Whilby Reihe!
Ich habe mich leider mit der Protagonistin Jude etwas schwergetan, konnte mich nicht so ganz auf sie einlassen, weil nicht nur James Angst hatte, dass sie Lower Whilby von einen Tag auf den anderen verlassen wird.
Aber ich mochte sie und James ansonsten echt gerne, habe mich in Lower Whilby sehr wohlgefühlt und freue mich jetzt schon darauf, die Stadt und seine charmanten Bewohner im nächsten Band wiederzusehen.
Ich vergebe starke drei Kleeblätter.

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Veröffentlicht am 14.10.2025

Düster und fesselnd, ich mochte es sehr!

Alchemised
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Als Helena Marino nach vierzehn Monaten in Stasis wieder erwacht, hat sie keinerlei Erinnerungen mehr an das, was in den letzten Jahren des Krieges passiert ist.
Der Widerstand, die Ewige Flamme, für die ...

Als Helena Marino nach vierzehn Monaten in Stasis wieder erwacht, hat sie keinerlei Erinnerungen mehr an das, was in den letzten Jahren des Krieges passiert ist.
Der Widerstand, die Ewige Flamme, für die Helena als Heilerin gearbeitet hat, hat den Krieg gegen die Todeslosen verloren.
An Helenas Gedächtnis wurde herumexperimentiert und der High Necromancer will erfahren, welche Erinnerungen vor ihm verborgen werden sollten.
Sie wird Kaine Ferron, dem High Reeve übergeben, der ihre Erinnerungen wiederherstellen soll, doch Helena ahnt nicht, welche Geheimnisse er ans Tageslicht bringen wird.

"Alchemised" von SenLinYu ist ein Einzelband, der in der Gegenwart aus der personalen Erzählperspektive der zweiundzwanzig Jahre alten Helena Marino erzählt wird.

Die Geschichte beginnt im Jahr 1789. Vierzehn Monate sind seit der Endschlacht vergangen, vierzehn Monate, seitdem der Widerstand den Kampf gegen die Todeslosen und Morrough, den High Necromancer verloren hat.
Wir lernen Helena kennen, die nach vierzehn Monaten in Stasis wiedererwacht und sich ausgerechnet in Gewahrsam der Todeslosen wiederfindet. Ihre Erinnerungen sind nicht nur verschwommen, sondern wurden manipuliert und Kaine Ferron soll aufdecken, was in ihrem Kopf verborgen wird.
Nach gut dreihundert Seiten springen wir ins Jahr 1785 und erfahren so nach und nach, welche Erinnerungen in Helenas Kopf verborgen werden.
Zu dieser Zeit ist der Krieg in vollem Gange, mal macht der Widerstand Boden gut, mal die Todeslosen.
Helena kam als junges Mädchen an das alchemistische Institut der Holdfasts von Paladia und wurde zur besten Freundin des heutigen Prinzipaten Lucien Holdfast. Er kämpft mit seinen Paladinen Lila und Soren an vorderster Front, während Helena aufgrund ihrer Vivimantie als Heilerin im Hospital unentbehrlich ist.

Am Anfang wird man ein wenig ins kalte Wasser geworfen. Es gibt zwar ein Glossar, aber leider keine Karte im Buch, allerdings ist diese auf auf dem Instagramkanal von SenLinYu zu finden, aber es brauchte etwas Zeit, bis ich mich im Buch zurechtgefunden habe. So richtig konnte es mich erst im zweiten Teil fesseln, nachdem wir in die Vergangenheit gesprungen waren und nach und nach erfahren haben, wie Helena an den Punkt gelangte, an dem sie zu Beginn der Geschichte war.
Obwohl das Buch so viele Seiten hat, fand ich, dass es kaum Längen gab. Es konnte mich immer mitreißen, denn besonders in der Kriegszeit passiert viel, auch weil Helena immer wieder in Gefahr gerät, auch wenn sie nicht an vorderster Front kämpfte!
Die Geschichte ist sehr düster. Es gibt Todeslose, aber auch Leibeigene. Leichen in verschiedenen Stadien, die durch Nekromantie wiedererweckt wurden und den Todeslosen dienen. Es gibt Kämpfe, es werden Kriegsverbrechen begangen und natürlich kam Helena mit vielen unterschiedlichen Verletzungen in Berührung. Es war keine leichte Kost, wurde sehr eindringlich erzählt und konnte mich echt fesseln!

Ich mochte Helena sehr gerne. Sie ist die besten Freundin von Luc, des goldenen Prinzipaten von Paladia, den alle mögen und für den viele Menschen in den Krieg ziehen. Hel lebt eher in seinem Schatten, aufgrund ihrer Vivimantie, die im Orden der Ewigen Flamme nicht gern gesehen wird, ist sie eine sehr gute Heilerin, doch im Laufe der Handlung wird sie immer stärker isoliert.
Sie ist extrem klug und experimentierfreudig. Sie hat ein breites Repertoire, kann viele Stoffe und Metalle mit ihrer Resonanz beeinflussen. Helena kann um die Ecke denken, ist stur, forscht solange, bis sie herausgefunden hat, wie etwas funktioniert und lernt auch, sich zu wehren. Sie macht im Laufe der Handlung echt einiges durch und ich habe sehr mit ihr gelitten!

Ich hätte mir gewünscht, dass wir das alchemistische Institut auch zu Friedenszeiten hätten kennenlernen dürfen, weil ich die Alchemie echt sehr spannend fand und auch Paladia gerne so gesehen hätte, wie es vor dem Krieg war. Auch Luc, Lila und Soren hätte ich gerne noch viel besser kennengelernt, da fand ich es sehr schade, dass Helena sich immer stärker zurückgezogen hat.
Wir bleiben recht lange in der Vergangenheit, aber natürlich war noch genug Raum für ein spannendes Ende. Erst war ich von diesem ein wenig enttäuscht, aber mir hat es dann so gefallen, wie es war! Es hat gepasst und alles wurde gut aufgelöst!
Auch die Liebesgeschichte mochte ich sehr. Dadurch, dass das Buch explizit nicht als Romantasy bezeichnet wurde, habe ich mit einer kaum vorhandenen Liebesgeschichte gerechnet und war dann doch positiv überrascht, wie präsent diese dann war! Und auch die Entwicklung im letzten Kapitel mochte ich richtig gerne!
Ich hoffe, dass wir irgendwann noch mal in diese spannende Welt zurückkehren dürfen!

Fazit:
Ich hatte keine hohen Erwartungen an "Alchemised" von SenLinYu und mir hat es dann viel besser gefallen, als ich gehofft hatte!
Die Welt ist sehr düster und es gab wenig Lichtblicke. SenLinYu erzählt die Geschichte von Helena Marino sehr eindringlich und nachdem man zu Beginn ins kalte Wasser geworfen wurde, konnte mich die Geschichte spätestens ab dem zweiten Teil komplett fesseln!
Ich habe mit Helena mitgefiebert und gelitten und mochte auch die Liebesgeschichte echt gerne, aber auch die Handlung war immer sehr spannend!
Ich vergebe starke vier Kleeblätter und würde mich freuen, wenn wir noch mehr von der Welt sehen dürften!

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