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Chianti

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Veröffentlicht am 20.03.2017

Guter Abschluss, wo noch Potenzial nach oben war

Rache und Rosenblüte
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Als Shahrzad in den Palast von Ray gekommen ist, hatte sie den Plan den Knabenkönig von Chorasan aus Rache für den Tod ihrer besten Freundin Shiva zu töten. Doch Shazi musste schnell feststellen, dass ...

Als Shahrzad in den Palast von Ray gekommen ist, hatte sie den Plan den Knabenkönig von Chorasan aus Rache für den Tod ihrer besten Freundin Shiva zu töten. Doch Shazi musste schnell feststellen, dass Chalid nicht das Monster ist, für das ihn alle halten, denn er leidet unter einem Fluch, der ihn dazu zwingt jede seiner Bräute zu töten.
Wird es Shahrzad und Chalid gemeinsam gelingen den Fluch zu brechen?

"Rache und Rosenblüte" ist der zweite und abschließende Band von Renée Ahdies Dilogie, der auch dieses Mal zum Großteil aus der personalen Sicht von Shahrzad al-Haizuran erzählt wird.
Mit der Erzählperspektive hatte ich schon im ersten Band meine Probleme und auch hier musste ich mich erst wieder daran gewöhnen, bevor ich richtig in die Geschichte hineinkommen konnte. Ich fand es aber sehr gelungen, dass wir auch in die Perspektiven von weiteren Charakteren eintauchen und diese Charaktere so noch ein Stück besser kennenlernen durften.
Es erzählten auch Chalid, Jahandar, Tarik und Irsa Kapitel aus ihrer Sicht, wobei mir besonders Irsa, Shahrzads Schwester, immer mehr ans Herz gewachsen und zu meinem liebsten Charakter geworden ist. Für sie war es nicht immer leicht im Schatten ihrer Schwester zu leben, doch in diesem Band wird sie mutiger und blüht regelrecht auf, was ich klasse fand!

Aber auch Shahrzad hat mir wieder richtig gut gefallen! Sie ist stolz und arrogant, aber eben auch liebevoll und loyal. Ich mochte ihre Sturheit sehr gerne und fand ihre Entwicklung zur Kalifin von Chorasan sehr gelungen! Insgesamt ein sehr spannender Charakter, mit dem ich gerne mitgefiebert habe!

Die orientalische Atmosphäre von 1001 Nacht, die mir schon im ersten Band so gut gefallen hat, war auch in "Rache und Rosenblüte" wieder vorhanden und die Beschreibungen der Welt waren ganz großes Kino! Die Atmosphäre hat perfekt zur Geschichte gepasst, sodass das Lesen viel Spaß gemacht hat, auch wenn es auch Stellen gab, die mich nicht komplett mitreißen konnten.
Ich hatte aber leider das Gefühl, dass die Autorin etwas Potenzial verschenkt hat. Es gab viele interessante Ansätze, wie beispielsweise den Fluch, unter dem Chalid leidet und Artan, den wir in diesem Band kennenlernen dürfen und seinen Hintergrund. Leider wurden nicht alle Ideen weiterverfolgt und so ist ein bisschen was auf der Strecke geblieben, was ich echt schade fand! Auch die Auflösung des Fluches konnte mich nicht komplett überzeugen.

Nach den spannenden Geschehnissen am Ende von "Zorn und Morgenröte" befindet sich Shahrzad gemeinsam mit Tarik im Lager der Rebellen, die am liebsten sofort einen Krieg gegen Chorasan beginnen würden. In diesem Band muss Chalid nicht nur die Aufräumarbeiten in Ray leiten, sondern auch damit fertig werden, dass die Möglichkeit auf einen Krieg besteht und natürlich ist da noch der Fluch, der Chalid das Leben schwer macht! Es wurde nicht langweilig und Renée Ahdieh konnte mich auch das eine oder andere Mal wirklich überraschen.
Insgesamt konnte mich dieser Abschluss nicht komplett begeistern, aber ich bin auch nicht enttäuscht worden,

Fazit:
In "Rache und Rosenblüte" entführt Renée Ahdieh den Leser ein weiteres Mal in die wundersame Welt von 1001 Nacht und bringt die Geschichte um Chalid und Shahrzad zu einem gelungenen Ende!
Kritikpunkte waren für mich, dass ich etwas gebraucht habe, um mich wieder in der Geschichte zurechtzufinden, was an dem personalen Erzählstil lag und ich hatte leider auch das Gefühl, dass die Autorin etwas Potenzial verschenkt hat, weil nicht alle Ideen weiterverfolgt wurden.
Deshalb vergebe ich gute drei Kleeblätter.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Gefühle
  • Atmosphäre
  • Charaktere
  • Originalität
Veröffentlicht am 19.03.2017

Mitreißende Geschichte!

Morgen lieb ich dich für immer
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Jahrelang wurde Mallory Dodge zu Hause unterrichtet. Nun ist es Zeit für sie an eine normale Highschool zurückzukehren.
Ihr erster Schultag hält auch gleich eine Überraschung bereit: Sie trifft auf Rider, ...

Jahrelang wurde Mallory Dodge zu Hause unterrichtet. Nun ist es Zeit für sie an eine normale Highschool zurückzukehren.
Ihr erster Schultag hält auch gleich eine Überraschung bereit: Sie trifft auf Rider, mit dem sie gemeinsam aufgewachsen ist und, den sie vier Jahre lang nicht gesehen hat. Sofort kehren Erinnerungen an die gemeinsame Kindheit zurück und Mallory stellt fest, dass das Band, das die beiden früher verbunden hat, immer noch da ist.

"Morgen lieb ich dich für immer" ist ein Einzelband von Jennifer L. Armentrout, der aus der Ich-Perspektive von Mallory Dodge erzählt wird.
Mit Mallory bin ich sehr schnell warm geworden und ihre Entwicklung hat mir richtig gut gefallen!
Sie lebt seit vier Jahren bei Carl und Rosa, von denen sie adoptiert wurde. Ihre schwere Kindheit hat sie stark geprägt und als Folge dieser spricht Mallory kaum. Mit ihrer Rückkehr an eine normale Highschool möchte Mallory ein Stück Normalität in ihr Leben bringen und muss sich im Laufe des Buches immer neuen Aufgaben stellen und kann so Stück für Stück aus ihrem Schneckenhaus entkommen.
Mit Mallory konnte ich wirklich mitfiebern und war von ihrer Entwicklung echt begeistert! Sie ist eine starke Protagonistin, die im Laufe der Handlung über sich hinauswachsen kann.

Ich war ein wenig überrascht, dass es sich in "Morgen lieb ich dich für immer" um ein so ernstes Thema dreht, denn es geht um Kindesmisshandlung. Mallory und Rider sind in einer schlimmen Pflegefamilie aufgewachsen und beide haben immer noch an dieser schweren Vergangenheit zu knabbern. Diese hat sie stark beeinflusst und Mallory und Rider gehen völlig unterschiedlich mit ihrer Vergangenheit um.
An manchen Stellen fand ich die Handlung etwas langatmig, aber das änderte nichts daran, dass die Geschichte sehr tiefgründig war und mich wirklich berühren konnte! Besonders das Ende hat mir nochmal die Tränen in die Augen getrieben, weil mich die Handlung so mitgerissen hat!

Besonders gut hat mir auch die Verbindung von Rider und Mallory gefallen, auch wenn Rider mir nicht ganz so gut gefallen hat, wie Mallory.
Die beiden haben sich vier Jahre nicht gesehen, doch man merkt sofort, dass das Band zwischen den beiden immer noch da ist. Während Mallory sich in der Vergangenheit oft versteckt hat, übernahm Rider die Rolle des Beschützers, die er auch jetzt wieder ergreift.
Die beiden wussten vier Jahre lang nicht, wie es dem jeweils anderen ergangen ist, sodass Mallory und Rider sehr neugierig aufeinander waren und diese unterwartete Wiedervereinigung sie doch sehr überrascht hat.
Schon bald merkt man, dass sich die freundschaftlichen Gefühle zwischen den beiden verändern. Die Entwicklung der Liebesgeschichte fand ich ebenfalls sehr gelungen, denn diese hatte das perfekte Tempo. Nichts war überstürzt und Mallory und Rider haben sich langsam angenähert.

Fazit:
"Morgen lieb ich dich für immer" von Jennifer L. Armentrout hat mich wirklich überrascht, denn mit so einem ernsten Thema, wie Kindesmisshandlung hatte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet. Die Geschichte konnte mich aber wirklich mitreißen, denn sie war sehr tiefgründig und hat mich berührt.
Mein Highlight war die Entwicklung von Mallory, die im Laufe der Handlung immer wieder an ihre Grenzen gerät und sich zu einer wirklich starken Protagonistin entwickelt hat, die ich nur bewundern kann!
Mir hat das Buch richtig gut gefallen und so vergebe ich sehr gute vier Kleeblätter für eine packende Geschichte!

Veröffentlicht am 17.03.2017

Die Liebesgeschichte war zu viel des Guten

Die Prophezeiung der Hawkweed
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Die Leben von Poppy Hooper und Ember Hawkweed könnten nicht unterschiedlicher sein:
Während in Poppys Umgebung viele seltsame und unerklärliche Dinge geschehen und sie nun bereits ihre elfte Schule besucht, ...

Die Leben von Poppy Hooper und Ember Hawkweed könnten nicht unterschiedlicher sein:
Während in Poppys Umgebung viele seltsame und unerklärliche Dinge geschehen und sie nun bereits ihre elfte Schule besucht, ist Ember eine unbegabte Hexe, die ihren Platz im Clan noch nicht gefunden hat.
Als die beiden aufeinander treffen, freunden sie sich schnell an. Sie wissen nicht, dass das Schicksal sie zusammengeführt hat, denn sie leben das Leben, des jeweils anderen.

"Die Prophezeiung der Hawkweed" von Irena Brignull ist der Auftaktband einer Reihe, die mindestens noch einen weiteren Band umfassen wird. Erzählt wird das Buch aus mehreren wechselnden personalen Perspektiven und so durften wir unter anderem aus der Sicht von Poppy, Ember, Leo und noch weiteren Charakteren lesen. Der Übergang zwischen den Perpektivwechseln war oft fließend, was für eine besondere Atmosphäre sorgte, die mir sehr gut gefallen hat!

Die Geschichte dreht sich um die Prophezeiung der Hawkweed, einem Hexenclan, der die nächste Hexenkönigin hervorbringen wird. Man erfährt schon auf den ersten Seiten, dass Poppy und Ember in der Sekunde ihrer Geburt vertauscht wurden. Fünfzehn Jahre später erkennt man dann, dass die beiden Außenseiter sind, in ihren Welten anecken und sich nicht wirklich zurechtfinden können. Während Poppy allerdings zu einer starken und unabhängigen Person herangewachsen ist, ist Ember ein unsicheres und zartes Mädchen. Mir haben beide sehr gut gefallen, gerade weil sie sehr unterschiedlich waren!

Das Buch ließ sich gut lesen, allerdings hätte ich mir mehr von der Geschichte versprochen. Diese war leider etwas vorhersehbar und die Liebesgeschichte konnte mich überhaupt nicht erreichen. Ich muss sogar sagen, dass sie mir absolut nicht gefehlt hätte, wenn sie gar nicht vorhanden gewesen wäre.
Leo lebt seit Jahren auf der Straße, hat sein gutes Herz aber nicht verloren. Als er Poppy begegnet, sprühen sofort die Funken zwischen den beiden, was mir aber viel zu schnell ging.
Ein wenig genervt war ich aber davon, dass auch zwei weitere Charaktere deutliches Interesse an Leo gezeigt haben, was mir eindeutig zu viel des Guten war!
Ich hätte mir gewünscht, dass die Hexen mehr im Fokus gestanden hätten und weniger die Liebesgeschichte. So fand ich das Buch ganz nett für Zwischendurch.
Ich hätte mir zwar deutlich mehr versprochen, aber besonders die Hexenanteile mochte ich echt gerne!

Fazit:
Von "Die Prophezeiung der Hawkweed" von Irena Brignull hätte ich mir ein wenig mehr erwartet!
Die Geschichte war etwas vorhersehbar und die Liebesgeschichte konnte mich leider gar nicht begeistern. Ich hätte mir gewünscht, dass der Fokus mehr auf der Hexengeschichte gelegen hätte, denn diese hat mir wirklich gut gefallen und auch die beiden Protagonistinnen Poppy und Ember mochte ich sehr gerne. Deshalb vergebe ich drei Kleeblätter.

Veröffentlicht am 11.03.2017

Spannender Auftakt, der Lust auf mehr macht!

Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen
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Als Feyre auf der Jagd einen Wolf tötet, erscheint wenige Tage später ein Fae vor ihrer Tür und verlangt Vergeltung. Tamlin nimmt Feyre mit nach Prythian an den Frühlingshof, wo sie von nun an leben soll. ...

Als Feyre auf der Jagd einen Wolf tötet, erscheint wenige Tage später ein Fae vor ihrer Tür und verlangt Vergeltung. Tamlin nimmt Feyre mit nach Prythian an den Frühlingshof, wo sie von nun an leben soll. Sie kommt in eine Welt voller Schönheit, die gleichzeitig aber auch voller Gefahren ist...

"Das Reich der sieben Höfe - Dornen und Rosen" von Sarah J. Maas ist der Auftakt einer Trilogie, die aus der Ich-Perspektive der neunzehn Jahre alten Feyre erzählt wird.
An dem Sterbebett ihrer Mutter gab Feyre ihr das Versprechen, auf ihre älteren Schwestern und ihren Vater aufzupassen. Die Familie war früher einmal reich, lebt nun jedoch ein Leben in Armut und hat kaum genug zu essen. Feyre ist zwar die jüngste in der Familie, doch sie hat die Verantwortung übernommen und sorgt so gut wie sie kann für ihre Familie.
Feyre hat mir als Protagonistin echt gut gefallen und ich wurde schnell warm mit ihr. Ich habe sie dafür bewundert, wie sie sich für ihre Familie aufopfert und schon in jungen Jahren so viel Verantwortung übernimmt. Sie ist eine richtige Kämpferin und kann sich auch gegen die mächtigen Fae durchsetzen! Aber auch die anderen Charaktere, allen voran Tamlin und Lucien haben mir sehr gut gefallen.

Das Buch spielt auf einer großen Insel, in deren Süden das Land der Sterblichen liegt, während sich im Norden Prythian, das Land der Fae erstreckt, das unter sieben High Lords in Höfe aufgeteilt ist. Feyre soll Tamlin nach Prythian begleiten, um so ihr Leben für das des Wolfes zu geben und so gelangen wir mit ihr an den Frühlingshof.

Die Throne of Glass Reihe von Sarah J. Maas ist die beste High Fantasy Reihe, die ich in letzter Zeit gelesen habe und so war ich schon sehr gespannt, wie mir der Auftakt ihrer neuen Trilogie gefallen würde. Die Geschichte hat zwar ein wenig Zeit gebraucht, um mich komplett gefangen zu nehmen, weil ich besonders am Anfang noch nicht wusste, wo sie einmal hinführen würde. Aber nach und nach konnte mich die Geschichte immer mehr fesseln und ich konnte kaum noch aufhören zu lesen!
Die Welt der Fae, in die uns Sarah J. Maas entführt, hat mir immer besser gefallen, je mehr ich von dieser erfahren habe! Unter der offen zu erkennenden Schönheit von Prythian und der Fae liegen einige Geheimnisse und Gefahren, die Feyre im Laufe der Handlung entdeckt und sich diesen stellen muss. In der Welt der Fae ist nichts, wie es scheint und Sarah J. Maas konnte mich mit vielen Wendungen wirklich überraschen.

Fazit:
Je mehr ich von der Welt der Fae erfahren habe, desto mehr konnte mich "Das Reich der sieben Höfe - Dornen und Rosen" von Sarah J. Maas packen! Aber nicht nur die Welt hat mir richtig gut gefallen, auch die Charaktere mochte ich richtig gerne und ich freue mich wirklich sehr darauf zu erfahren, wie es mit Feyre weitergehen wird! Sehr gute vier Kleeblätter für einen spannenden Auftakt, der Lust auf mehr macht!

Veröffentlicht am 05.03.2017

Vielversprechender Auftakt mit Potenzial nach oben!

Der Kuss der Lüge
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Als Prinzessin von Morrighan ist Lia ein Soldat in der Armee ihres Vaters. Doch kann man von einem siebzehn Jahre alten Mädchen wirklich verlangen, dass sie einen Fremden heiratet und dann mit ihm in sein ...

Als Prinzessin von Morrighan ist Lia ein Soldat in der Armee ihres Vaters. Doch kann man von einem siebzehn Jahre alten Mädchen wirklich verlangen, dass sie einen Fremden heiratet und dann mit ihm in sein Königreich zieht?
Für Lia lautet die Antwort auf diese Frage eindeutig: Nein. Und so entschließt sie sich ihr bisheriges Leben hinter sich zu lassen und flieht am Tag ihrer Hochzeit...

"Der Kuss der Lüge" ist der erste Band von Mary E. Pearsons Reihe Die Chroniken der Verbliebenen und wird aus abwechselnden Ich-Perspektiven erzählt. Neben Lias Perspektive durften wir auch in die Sicht von Kaden und Rafe eintauchen, wobei einer der beiden ein Attentäter ist, der Lia nach dem Leben trachtet und der andere der Prinz von Dalbreck, den Lia eigentlich heiraten sollte. Ich fand es sehr gelungen, dass man sich lange Zeit nicht sicher sein konnte, wer denn eigentlich wer ist. Ich habe lange gerätselt, ob ich Kaden und Rafe wirklich richtig zugeordnet habe und war dementsprechend sehr gefesselt, weil ich unbedingt wissen musste, ob ich mit meiner Vermutung richtig lag!

Lia lernen wir am Tag ihrer Hochzeit kennen. Sie soll den Prinz von Dalbreck heiraten, den sie noch nie zuvor gesehen hat, um so ein starkes Bündnis zwischen ihrer Heimat, den Königreich von Morrighan und Dalbreck zu schmieden. Doch Lia flieht in letzter Sekunde und versucht mit ihrer besten Freundin Pauline in Terravin ein neues und einfaches Leben aufzubauen.
Lia war mir von Anfang an sehr sympathisch, denn sie ist eine mutige und sehr starke Protagonistin, die für andere einsteht und sich nicht zu schade zum Arbeiten ist. An manchen Stellen blitzte noch die Prinzessin in ihr durch, was ich aber überhaupt nicht schlimm fand, weil es einfach ein Teil von Lia ist. Dafür, dass Lias Leben als Prinzessin bisher mehr als komfortabel war, schlägt sie sich auf der Flucht und in ihrem einfachen Leben ganz gut, auch wenn sie manchmal ein wenig naiv und sorglos erscheint.

Der Klappentext droht das Liebesdreieck bereits an, aber ich muss sagen, dass ich es ganz erträglich fand. Kaden und Rafe sind zwei sehr spannende Charaktere, auch weil man eben lange Zeit nicht wusste, wer denn nun der Attentäter und wer der Prinz ist. Die beiden haben Lia verfolgt und werden überrascht, denn die Prinzessin ist überhaupt nicht so, wie die beiden vermutet haben.

Auch die Handlung des Buches konnte mich überzeugen. Es gab zwar auch Stellen, die mich nicht komplett packen konnten, aber besonders das letzte Drittel des Buches war richtig spannend! Gerade, als ich mir etwas mehr Tempo gewünscht habe, gab es eine Wendung, und die Geschichte nahm an Fahrt auf. Das Ende ist ziemlich gemein und ich würde am liebsten sofort mit dem zweiten Band weitermachen!
Man merkte aber doch, dass "Der Kuss der Lüge" ein Auftaktband ist. Bei vielen Dingen kratzt man noch an der Oberfläche. Es werden im Laufe des Buches sehr viele spannende Fragen aufgeworfen, mehr als beantwortet werden, und die Geschichte beginnt erst sich zu entwickeln. Es werden Götter erwähnt, viele Traditionen und Magie. Der Weltentwurf hat mir echt gut gefallen und ich freue mich schon darauf, mehr über diese zu erfahren! Ich habe sehr große Hoffnung in die Folgebände, weil es so viele interessante Ansätze in diesem Band gibt, bei denen ich echt gespannt sind, wie sie sich entwickeln werden!

Fazit:
"Der Kuss der Lüge" von Mary E. Pearson ist ein vielversprechender Auftaktband!
Mir gefallen die Protagonisten, allen voran natürlich Lia, richtig gut und auch die Handlung konnte mich packen! Bei manchen Dingen hatte ich zwar das Gefühl, erst an der Oberfläche zu kratzen, aber es gab so viele interessante Handlungsansätze, dass ich hohe Erwartungen an die Folgebände habe und am liebsten sofort mit dem zweiten Band weitermachen würde!
Für diesen spannenden Auftakt gibt es gute vier Kleeblätter!

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