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Veröffentlicht am 07.05.2026

fand ich noch besser als Band 1

Das Schwert der Wahrheit 2
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Die Fortsetzung der Reise von Richard, Kahlan und Zedd knüpft zwar direkt an den ersten Band an, wirkt dabei aber deutlich düsterer und insgesamt auch bedrückender. Was anfangs noch nach einem abgeschlossenen ...

Die Fortsetzung der Reise von Richard, Kahlan und Zedd knüpft zwar direkt an den ersten Band an, wirkt dabei aber deutlich düsterer und insgesamt auch bedrückender. Was anfangs noch nach einem abgeschlossenen Erfolg aussieht, entpuppt sich schnell als trügerische Ruhe. Richards Entscheidung hat Konsequenzen, die weitreichender sind, als ihm selbst bewusst ist – und sie bleiben nicht lange verborgen.

Besonders spürbar ist diesmal die Bedrohung durch den sogenannten Hüter, der das Gleichgewicht der Welt massiv ins Wanken bringt. Im Vergleich dazu wirkt Darken Rahl beinahe wie eine Vorstufe des eigentlichen Problems. Die Welt wirkt dadurch insgesamt gefährdeter und instabiler.

Die Erzählstruktur bleibt dabei konsequent bei den drei Hauptfiguren und wechselt zwischen ihren individuellen Handlungssträngen. Das sorgt dafür, dass man verschiedene Perspektiven auf die Ereignisse bekommt, allerdings auch dafür, dass sich die Geschichte stellenweise stark verzweigt. Richard ringt mit seiner Gabe und seiner Rolle, Kahlan steht vor Herausforderungen, die ihre Heimat direkt betreffen, und Zedd kämpft mit eigenen Konflikten, die ihn nicht weniger stark belasten.

Insgesamt entsteht dadurch ein recht intensives, aber auch forderndes Leseerlebnis, das nicht durchgängig leicht zugänglich ist. Manche Entwicklungen wirken sehr dramatisch zugespitzt, und nicht jede Wendung fühlt sich gleich ausgewogen an. Dennoch bleibt der Spannungsbogen konstant erhalten, auch wenn einzelne Passagen sich etwas ziehen.

Interessant sind vor allem die neuen Gruppierungen und Figuren, die in die Handlung eingeführt werden. Besonders das Volk der Schlammenschen bringt eine ungewohnte Dynamik in die Geschichte, auch wenn nicht jede Figur sofort sympathisch wirkt. Gerade solche Reibungspunkte tragen aber zur Atmosphäre bei.

Auch die Schwestern des Lichts sorgen für Unsicherheit, da ihre Motive nicht sofort klar sind. Diese moralische Uneindeutigkeit funktioniert gut, weil sie die Handlung weniger vorhersehbar macht und einzelne Charaktere anders wirken lässt, als man zunächst vermuten würde.

Der Schreibstil bleibt ausführlich und detailreich. Das wird nicht jedem liegen, da manche Beschreibungen sehr breit ausgeführt sind und sich Wiederholungen einschleichen. Gleichzeitig trägt genau diese Art der Erzählweise zur dichten Fantasy-Atmosphäre bei, die die Welt sehr konkret wirken lässt.

Unterm Strich ist dieser Band eine konsequente, aber deutlich schwerere Fortsetzung, die weniger Leichtigkeit, dafür mehr Dunkelheit und Konflikte mitbringt. Wer sich auf den ausführlichen Stil einlässt, bekommt eine vielschichtige, aber auch ziemlich intensive Fantasy-Geschichte, die ihre Figuren stark fordert und nicht immer einfache Antworten liefert.

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Veröffentlicht am 07.05.2026

Angefangen aus Langeweile und nicht mehr losgelassen

Konfessor - Das Schwert der Wahrheit
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Der Zyklus erinnert in seiner Grundidee an die „Drachenbeinthron“-Saga von Tad Williams: ein junges Liebespaar in einer mittelalterlich-fantastischen Welt, das im Zentrum einer weltrettenden Handlung steht ...

Der Zyklus erinnert in seiner Grundidee an die „Drachenbeinthron“-Saga von Tad Williams: ein junges Liebespaar in einer mittelalterlich-fantastischen Welt, das im Zentrum einer weltrettenden Handlung steht – inklusive zahlreicher Trennungen, neuer Weggefährten und klassischer Abenteuer- und Liebesdramaturgie.

Die ersten beiden Bände sind klar die stärksten: Figuren und Schauplätze sind originell und überzeugend ausgearbeitet, insbesondere die beiden Hauptfiguren, deren Gedanken- und Gefühlswelt gut nachvollziehbar und aus ihrer Biografie heraus entwickelt wirkt.

Im weiteren Verlauf (bis aktuell 16 deutsche Bände) nimmt die Qualität der Handlung jedoch deutlich ab. Die Geschichte rückt zunehmend in den Hintergrund zugunsten der ideologischen und weltanschaulichen Positionen des Autors, die teils sehr direkt über die Figuren vermittelt werden und nicht immer glaubwürdig in deren Entscheidungen eingebettet wirken.

Auch die Tonalität verändert sich: Die anfänglich romantisch geprägte Beziehung tritt stärker zurück, während drastische und sehr ausführlich geschilderte Gewalt- und Folterszenen deutlich zunehmen und sich häufig in die Länge ziehen. Dadurch wirken viele Passagen repetitiv, während andere in ihrer Darstellung übermäßig ausschweifend sind.

Die Rahmenhandlung selbst wirkt insgesamt uneinheitlich und offenbar nachträglich erweitert: Nach einem zunächst klar umrissenen Einstieg folgen mehrere Richtungswechsel und neue Konflikte, die die ursprüngliche Struktur stark ausdehnen.

Insgesamt bleibt der Eindruck einer stark begonnenen, später jedoch zunehmend ausufernden und qualitativ schwankenden Reihe, die nicht jedem Leser dauerhaft gerecht wird.

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Veröffentlicht am 07.05.2026

Ein perfektes Finale

Codex Alera 6
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Das Finale - endlich. Voll gepackt mit neuen Ideen und Schlachtengetümmel stürzt sich Jim Butcher in den abschließenden Band einer genialen Fantasyreihe!

Vom ersten Buch an habe ich mit den Charakteren ...

Das Finale - endlich. Voll gepackt mit neuen Ideen und Schlachtengetümmel stürzt sich Jim Butcher in den abschließenden Band einer genialen Fantasyreihe!

Vom ersten Buch an habe ich mit den Charakteren mitgefiebert und mich von der ersten Seite an in den Schreibstil des Autors verliebt, bei dem man einfach mitgerissen wird. Dieses Mal lag der Fokus anfangs eher auf den Figuren und ihren Entwicklungen und wohin sie durch die Ereignisse der letzten Bände getrieben worden sind.

Der junge Tavi ist erwachsen geworden, seine Bestimmung, das Reich zu führen, liegt schwer auf seinen Schultern, doch er ist über die Jahre an seinen Aufgaben gewachsen und es war faszinierend, seiner Entwicklung zu folgen. Endlich ist er auf dem Heimweg nach Alera, doch ihn erwarten weit mehr als die Intrigen und Ränkeschmiede der Hohen Fürsten - die Vord haben sich in seiner Abwesenheit im ganzen Reich ausgebreitet. Das große Heer der Aleraner ist nur ein Bruchteil der Armee der Vordkönigin und dem ersten Fürsten wird alles abverlangt, um sein Reich noch retten zu können.

Aber natürlich spielen auch wieder alle anderen Charaktere eine entscheidende Rolle: sein Onkel Bernard, dessen Schwester Isana, die Kursorin Amara und die Marat-Tochter Kitai, Tavis bester Freund Max, sein Kumpan Ehren, der undurchschaubare Marcus und der Wolfskrieger Varg von den Canim - sie alle sind mir im Laufe der Geschichte sehr ans Herz gewachsen.
Auch die Dialoge sind stimmig und ab und an darf auch der Humor nicht fehlen. Jeden einzelnen Charakter kann man gut einschätzen und sein Handeln nachvollziehen. Vor allem Tavis Beziehung zu Kitai hat mich oft schmunzeln lassen.

Natürlich steuert alles auf den großen, entscheidenen Kampf hin und ich bin jedes Mal überwältigt, wie diffizil es der Autor schafft, die vielen Handlungsstränge in ein stimmiges, mit überraschenden Wendungen gespicktes Bild zu verwandeln, dessen spannender Sog mich das Buch kaum noch aus der Hand legen ließ.

Bündnisse und Feindschaften werden auf die Probe gestellt und geben der Handlung neue Impulse. Der Zusammenhalt gegen eine gemeinsame Bedrohung verändert die Strategien und das Urteil vor allem einzelner und wirkt doch auch über das Ziel hinaus. Der Kampf um Alera hat schon lange begonnen - und hier einen würdigen Abschluss gefunden!

Das Ende hat mich sehr berührt, weil ich von Anfang an mit allen mitgelitten und mitgefiebert habe. Ich freue mich sehr, die Reihe endlich abgeschlossen zu haben und bin aber auch traurig, dass es jetzt vorbei ist.

Es endet dort, wo alles begann - der Kreis hat sich geschlossen.

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Veröffentlicht am 07.05.2026

Liebe diese Reihe

Codex Alera 5
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Das Buch zieht einen wieder einmal in seinen Bann wie nur wenige andere. Ich musste mich regelrecht dazu zwingen, es gelegentlich aus der Hand zu legen, weil selbst die ersten paar hundert Seiten praktisch ...

Das Buch zieht einen wieder einmal in seinen Bann wie nur wenige andere. Ich musste mich regelrecht dazu zwingen, es gelegentlich aus der Hand zu legen, weil selbst die ersten paar hundert Seiten praktisch keine einzige wirklich langweilige Szene zulassen.

Ich bin zwar noch nicht ganz durch, aber das spielt eigentlich keine große Rolle: Das Buch ist einfach durchweg stark. Besonders das erste Aufeinandertreffen von Tavi (Tavar) und Varg mit Angehörigen seines Volkes zeigt eindrucksvoll, wie Tavi seinen scharfen Verstand nutzt, um Situationen schnell zu erfassen und gezielt zu seinem Vorteil zu beeinflussen. Gleichzeitig wird deutlich, wie sehr er in seiner Rolle als Anführer – und vor allem als Kämpfer – über sich hinauswächst. Seine Entwicklung wirkt dabei fast beängstigend konsequent: vom Umgang mit der Steinschleuder über die Ausbildung als Kursor mit Klingenwaffen bis hin zu den Elementaren.

Schon im Kampf gegen Navaris im vierten Teil hat er sich beachtlich geschlagen, doch inzwischen wirkt er noch einmal deutlich stärker und gefestigter – obwohl kaum Zeit vergangen ist und er zwischendurch eher mit ganz anderen Herausforderungen zu kämpfen hatte.

Vor allem aber gewinnt er zunehmend an Selbstvertrauen und wächst spürbar in seine Fähigkeiten hinein. Einem solchen Anführer würde selbst ein einfacher Bauer mit einer Forke ohne Zögern in den Krieg folgen.

Viel Spaß beim Lesen – ich freue mich auch schon darauf, heute Abend weiterzumachen

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Veröffentlicht am 07.05.2026

Kann Band 5 nicht erwarten!

Codex Alera 4
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Die Auseinandersetzung mit den Canim dauert unvermindert an. Seit zwei Jahren hält Tavi mit seiner Legion die Stellung, ohne dass eine Seite nachgibt. Als endlich Unterstützung eintrifft, keimt kurz Hoffnung ...

Die Auseinandersetzung mit den Canim dauert unvermindert an. Seit zwei Jahren hält Tavi mit seiner Legion die Stellung, ohne dass eine Seite nachgibt. Als endlich Unterstützung eintrifft, keimt kurz Hoffnung auf – doch diese wird sofort getrübt: Ein neuer Kommandeur soll Tavi ersetzen und entpuppt sich als Werkzeug der Fürstin Aquitania, der die Legion eher schadet als hilft. Tavi muss sich fragen, ob er ihn stoppen kann, bevor alles in einer Katastrophe endet.

Gleichzeitig erhält Fidelias den Auftrag, Tavi zu beseitigen. Doch seine Loyalität wird auf die Probe gestellt: Führt er den Befehl aus oder stellt er sich gegen Aquitania?

Tavi wächst weiter über sich hinaus und trifft Entscheidungen, die das Schicksal seiner Männer bestimmen. Besonders eindrucksvoll sind seine Opferbereitschaft für Varg und der Moment des „Juris Macto“. Auch seine Entwicklung zum geborenen Anführer tritt klar hervor, während er zunehmend über seine Herkunft erfährt.

Fidelias überzeugt erneut durch Charakterstärke und entscheidet sich gegen Aquitania. Crassus und Max tragen während Tavis Abwesenheit große Verantwortung, während Miles nur eine Nebenrolle spielt. Gaius Sextus zeigt seine ganze Entschlossenheit, Alera zu schützen, während Amara und Isana zunehmend kritisch betrachtet werden.

Fazit: Band 4 steigert Spannung und Intensität noch einmal deutlich und ist ein weiterer starker Teil der Reihe. Besonders die Entwicklung der Figuren und die stetig wachsende Bedrohung machen das Buch sehr packend.

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