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Veröffentlicht am 07.05.2026

Ich freue mich richtig auf das Ende

Das Schwert der Wahrheit 9
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Anfangs fiel es mir schwer, Begeisterung für diesen Band aufzubringen. Wieder einmal werden Richard und Kahlan voneinander getrennt, und erneut beginnt eine Reise voller Verlust und emotionaler Belastung. ...

Anfangs fiel es mir schwer, Begeisterung für diesen Band aufzubringen. Wieder einmal werden Richard und Kahlan voneinander getrennt, und erneut beginnt eine Reise voller Verlust und emotionaler Belastung. Man könnte fast den Eindruck gewinnen, dass der Autor sich im Kreis bewegt und kaum noch frische Ideen einbringt.

Doch dieser Eindruck relativiert sich im Verlauf der Handlung. Zwar greift Goodkind bekannte Muster erneut auf, aber er verwebt sie diesmal mit einigen interessanten Entwicklungen. Besonders auffällig ist, dass sich niemand mehr an Kahlan erinnert und Richard deshalb als wahnsinnig gilt – ein Umstand, der der Geschichte eine neue Dynamik verleiht. Gleichzeitig wird die übergeordnete Handlung spürbar vorangetrieben, sodass man deutlich merkt, dass sich die Reihe ihrem Höhepunkt nähert.

Die Reise führt Richard zunächst erneut durch bekannte Orte wie Altur’Rang, weiter zu Shota und schließlich in Richtung D’Hara. Dabei nimmt das Tempo merklich zu, und die Spannung erreicht wieder ein Niveau, das in den vorherigen Bänden oft gefehlt hat. Parallel dazu treten die Schwestern der Finsternis erneut in Erscheinung und bringen die Kästchen der Ordnung ins Spiel, während Nathan und Ann neue Prophezeiungen entschlüsseln, die auf die finale Konfrontation hindeuten.

Trotz der Kritikpunkte – insbesondere der wiederkehrenden Handlungsmuster und einiger inkonsistenter Entwicklungen innerhalb der Reihe – wirkt dieser neunte Band deutlich runder als seine direkten Vorgänger. Zwar bleiben Fragen offen, etwa zur wechselnden Bedeutung bestimmter Bedrohungen oder nachträglich eingeführter Konzepte, doch insgesamt wird die Geschichte wieder fesselnder erzählt.

Unterm Strich ist dieser Teil eine klare Steigerung gegenüber Band 7 und 8. Auch wenn nicht alles überzeugt und manche Elemente konstruiert wirken, überwiegt letztlich der Eindruck eines spannenden Übergangs zum großen Finale der Saga.

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Veröffentlicht am 07.05.2026

Es geht dem Ende zu

Das Schwert der Wahrheit 8
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Vielleicht sollte man vorab erwähnen, dass auch dieser Band direkt an die Ereignisse des vorherigen anschließt. Unser Protagonist Richard ist daher noch auf seiner Rückreise von den „Säulen der Schöpfung“, ...

Vielleicht sollte man vorab erwähnen, dass auch dieser Band direkt an die Ereignisse des vorherigen anschließt. Unser Protagonist Richard ist daher noch auf seiner Rückreise von den „Säulen der Schöpfung“, die im letzten Teil eine wichtige Rolle spielten. Auf seinem Weg stößt er auf das friedfertige Volk der Bandakar, das von imperialen Kräften unterdrückt wird und verzweifelt auf Unterstützung angewiesen ist. Nach anfänglichem Zögern entschließt sich Richard schließlich, ihnen zu helfen – wohl wissend, dass er sich damit einem besonders gefährlichen Handlanger Jagangs entgegenstellt. Dieser wurde durch Magie verändert und besitzt eine äußerst verstörende Fähigkeit.

Parallel dazu gerät auch Zed in eine schwierige Lage. Gemeinsam mit Addie verteidigt er die Burg der Zauberer gegen Jagangs Streitkräfte, doch die Situation eskaliert schnell: Die beiden werden letztlich vom Feind überwältigt und gefangen genommen. Damit stehen die Helden erneut vor scheinbar kaum zu bewältigenden Herausforderungen.

Etwas irritierend war in diesem Band Richards Einstellung zum Töten. Aus den vorherigen Büchern kennt man ihn als eher besonnenen, moralisch gefestigten Charakter, doch hier äußert er sich teilweise überraschend anders. Ob das gezielt zur Motivation der Bandakar gedacht ist oder tatsächlich seiner Überzeugung entspricht, bleibt offen – das muss man selbst im Verlauf der Geschichte einordnen. Insgesamt wirkten auch die zahlreichen philosophischen und belehrenden Aussagen, die Richard unter anderem Owen vermittelt, stellenweise etwas überladen. Dadurch wurde der Lesefluss für mich gelegentlich gebremst, sodass ich mich ein wenig durch einzelne Passagen kämpfen musste.

Positiv hervorzuheben ist jedoch, dass Zed wieder mehr Raum in der Handlung bekommt. Seine Abschnitte lese ich generell sehr gern, und zusammen mit Addie bildet er ein starkes Duo, das einige der zähflüssigeren Stellen gut abfedert. Langeweile kommt zwar nicht wirklich auf, dennoch spürt man, dass die Geschichte insgesamt etwas langsamer erzählt wird als zuvor. Vermutlich ist das bewusst so gewählt, um die Entwicklung auf das große Finale der Reihe vorzubereiten.

Trotz des ruhigeren Tempos bleibt die Handlung spannend. Besonders die Idee der magischen Veränderung von Menschen fand ich gelungen umgesetzt. Außerdem wächst der Hass auf Kaiser Jagang mit jedem Band, was die Vorfreude darauf steigert, wie und wann ihm letztlich Einhalt geboten wird. Insgesamt bietet das Buch wieder viele interessante Fantasy-Elemente und kreative Einfälle. Auch wenn ich nicht jede Entwicklung gleichermaßen überzeugend fand, bleibt die Reihe für mich weiterhin sehr lesenswert.

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Veröffentlicht am 07.05.2026

Mal was anderes

Das Schwert der Wahrheit 7
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Da dieses Buch ein wenig aus der üblichen Reihe herausfällt, starte ich heute mit einer kurzen Inhaltsübersicht – Spoiler lassen sich dabei nicht ganz vermeiden.
Im Mittelpunkt steht Jennsen, die nichts ...

Da dieses Buch ein wenig aus der üblichen Reihe herausfällt, starte ich heute mit einer kurzen Inhaltsübersicht – Spoiler lassen sich dabei nicht ganz vermeiden.
Im Mittelpunkt steht Jennsen, die nichts Geringeres als die Tochter von Darken Rahl ist und ihr bisheriges Leben im Verborgenen bzw. auf der Flucht verbracht hat. Als sie erfährt, dass ihr Vater tot ist, keimt zunächst Hoffnung auf eine ruhigere Zukunft auf. Doch diese zerbricht schnell wieder, denn mit Richard gibt es bereits einen neuen Lord Rahl. Für Jennsen steht fest: Auch er könnte es auf sie abgesehen haben. Aus dieser Überzeugung heraus fasst sie den Entschluss, selbst aktiv zu werden und sowohl Richard als auch Kahlan auszuschalten.
Dabei ist sie allerdings nicht allein unterwegs. Eine weitere Person taucht auf, die ebenfalls behauptet, ein Nachfahre Darken Rahls zu sein und für sich den Anspruch erhebt, der wahre Lord Rahl zu sein. Parallel dazu findet Jennsen in Sebastian einen unerwarteten Verbündeten, der sich im Verlauf als oberster Stratege des Kaisers entpuppt.
Währenddessen steht Kahlan als Mutter Konfessor einer übermächtigen Armee von Kaiser Jagang gegenüber, die bereits vor den Toren Aydindrils lagert. Die Situation spitzt sich zunehmend zu und wirkt nahezu ausweglos.
Auffällig ist in diesem Band vor allem, dass Richard selbst kaum präsent ist. Obwohl er ständig im Hintergrund mitschwingt und das Geschehen um ihn kreist, tritt er selbst praktisch nicht in Erscheinung. Das wirkt zunächst ungewohnt und auch etwas befremdlich, entfaltet aber mit der Zeit seinen Reiz, da andere Figuren stärker in den Fokus rücken und neue Perspektiven eröffnen.
Etwas schwer tat ich mich mit Jennsen. Ihr Verhalten wirkt trotz ihrer zwanzig Jahre oft deutlich unreif, eher wie das eines viel jüngeren Mädchens, was sie stellenweise etwas anstrengend macht und den Zugang zu ihr erschwert. Auch der Einstieg in die Handlung verläuft eher ruhig und gemächlich. Erst zum Ende hin nimmt das Tempo stark zu und mündet in einer regelrechten Flut an Action, die kaum Zeit zum Durchatmen lässt. Zudem tauchen einige Figuren plötzlich sehr unvermittelt auf, was beim Lesen etwas überraschend wirkt – typisch Fantasy eben, könnte man sagen.
Fazit:
Auch wenn dieser Band in seiner Struktur deutlich anders aufgebaut ist und der Hauptcharakter Richard kaum aktiv vorkommt, hat mir die Geschichte insgesamt gut gefallen. Gerade dieser Perspektivwechsel bringt frischen Wind in die Reihe und sorgt für neue Impulse. Die Ideen wirken spannend, und die Handlung entwickelt zum Ende hin mehrere überraschende Wendungen sowie viel Dynamik. Jennsen war für mich nicht durchgehend überzeugend, bleibt aber dennoch eine interessante Figur. Und was es mit den rätselhaften drei Ziegen auf sich hat, muss man wohl selbst herausfinden. Insgesamt freue ich mich auf den nächsten Teil der Reihe.

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Veröffentlicht am 07.05.2026

Mal sehen, wo die Reihe noch hingeht

Das Schwert der Wahrheit 6
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Richard wird schließlich in eine ausweglose Lage gebracht und von seinen Gegnern festgesetzt. Durch einen Mutterbann verknüpft die Gegenspielerin ihr eigenes Leben untrennbar mit dem von Kahlan und zwingt ...

Richard wird schließlich in eine ausweglose Lage gebracht und von seinen Gegnern festgesetzt. Durch einen Mutterbann verknüpft die Gegenspielerin ihr eigenes Leben untrennbar mit dem von Kahlan und zwingt Richard damit, sich ihr zu fügen. Unter diesem Druck werden beide in die Alte Welt verschleppt, genauer nach Altur’Rang, dem Machtzentrum der Imperialen Ordnung.

Dort entsteht unter Kaiser Jagang ein monumentaler Palastkomplex, der als künftiger Herrschaftssitz über die gesamte bekannte Welt dienen soll. Richard wird dabei wie unzählige andere Gefangene als Zwangsarbeiter auf der riesigen Baustelle eingesetzt, während Kahlan den Kontakt zu den Truppen der Midlands wiederherstellt.

Die Lage spitzt sich dramatisch zu: Die Armee der Imperialen Ordnung hat Anderith bereits hinter sich gelassen und setzt ihren Vormarsch unaufhaltsam fort. Ein gnadenloser Eroberungsfeldzug beginnt, bei dem ein Reich nach dem anderen unter der militärischen Übermacht zusammenbricht.

Der Roman entfaltet dabei ein enorm dichtes und durchgehend spannendes Erzähltempo, das über viele Hundert Seiten kaum nachlässt. Gleichzeitig wird die Struktur der Imperialen Ordnung ausführlich beleuchtet – einschließlich ihrer ideologischen Fehlentwicklungen, die stellenweise wie eine Kritik an zentral gelenkter Wirtschaftsplanung wirken. Richards Versuche, die unmenschlichen Zustände zu verändern, wirken zunehmend wie ein aussichtsloser Kampf gegen eine übermächtige Realität.

Im Finale kulminieren seine Pläne in einer riskanten, beinahe selbstmörderischen Strategie, die letztlich den Widerstand gegen die Imperiale Ordnung entfacht. Auch wenn dieser Schluss stark pathetisch überhöht ist, bleibt er doch extrem wirkungsvoll und mitreißend.

Insgesamt präsentiert sich „Schwester der Finsternis“ als düsteres, apokalyptisches Fantasy-Epos, das sich problemlos in die Spitze des Genres einreiht und teilweise neue Maßstäbe setzt. Eine klare Empfehlung – allerdings nur sinnvoll, wenn die vorherigen Bände der Reihe bereits bekannt sind.

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Veröffentlicht am 07.05.2026

Wieder stärker als der Vorband

Das Schwert der Wahrheit 5
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Auch der fünfte Band knüpft unmittelbar an die Ereignisse des Vorgängers an, wobei Richard und Kahlan sich einer neuen, bedrohlichen Gefahr stellen müssen: den Chimären, Wesen, die Magie nicht nur konsumieren, ...

Auch der fünfte Band knüpft unmittelbar an die Ereignisse des Vorgängers an, wobei Richard und Kahlan sich einer neuen, bedrohlichen Gefahr stellen müssen: den Chimären, Wesen, die Magie nicht nur konsumieren, sondern sie vollständig aus der Welt zu tilgen drohen.

Ihre Reise führt sie nach Anderith, ein abgeschottetes Grenzland zwischen der Alten Welt und den Midlands. Dort herrscht eine hochgesicherte Ordnung durch den sogenannten Dominie Dirtch, ein Verteidigungssystem, das das Land nahezu uneinnehmbar macht. Doch hinter dieser scheinbaren Stabilität brodelt politisches Chaos: Die Machthaber von Anderith schwanken zwischen einer Allianz mit Kaiser Jagang oder einem Zusammenschluss mit den Midlands. Intrigen, Machtspiele und Eigeninteressen bestimmen dabei das Handeln fast aller Beteiligten.

Dieser Band entfernt sich deutlich von klassischer Fantasy-Action und legt den Schwerpunkt stärker auf politische Strukturen, gesellschaftliche Dynamiken und strategische Machtkämpfe. Genau das dürfte auch der Grund für die eher geteilten Reaktionen vieler Leser sein. Wer jedoch Freude an detailliert ausgearbeiteten Schauplätzen und komplexen politischen Verflechtungen hat, kommt hier voll auf seine Kosten. Besonders die Entwicklung von Snip, der Aufstieg des ehrgeizigen Dalton sowie die vielschichtigen Figuren rund um Herrscher, Direktoren und Kulturministerium sorgen für eine dichte, fesselnde Atmosphäre.

Parallel dazu werden immer wieder Einblicke in das Lager von Kaiser Jagang gegeben, wo die Prälatin verzweifelt versucht, ihre Schwestern des Lichts zu befreien.

Insgesamt bleibt Band 5 für mich ein starkes Kapitel der Reihe – weniger durch klassische Fantasy-Elemente geprägt, dafür umso mehr durch politische Spannung und Charaktertiefe. Lediglich das etwas abrupt wirkende Ende hinterlässt einen kleinen Kritikpunkt, schmälert den Gesamteindruck aber kaum. Dadurch bleibt vor allem der Wunsch bestehen, direkt mit dem sechsten Band fortzufahren.

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