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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.11.2025

Ein rasanter Ritt durch Ort und Zeit

Kälter
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Bereits vor einiger Zeit bin ich auf den Autor Andreas Pflüger und seine Agentengeschichten aufmerksam geworden. Seine Bücher sind insofern besonders, dass der Autor sich nicht wie üblich an FBI oder CIA ...

Bereits vor einiger Zeit bin ich auf den Autor Andreas Pflüger und seine Agentengeschichten aufmerksam geworden. Seine Bücher sind insofern besonders, dass der Autor sich nicht wie üblich an FBI oder CIA Geschichten versucht, sondern seine Agentengeschichten in Deutschland spielen lässt. Auch die Hauptdarsteller sind nie typische Superagenten. Meist handelt es sich um weibliche Personen mit besonderen Fähigkeiten, aber auch mit ausreichend Fehlern. Zudem findet man in all seinen Büchern immer wieder Verbindungen durch gemeinsame Nebenpersonen.

Der Roman „Kälter“ fügt sich nahtlos in das Muster der vorangegangenen Büchern ein. Dem Leser wird einmal mehr ein atemloser, spannender Agententhriller geliefert, welcher mit Zeitsprüngen und rasanten Ortswechseln überzeugt. Indem der Autor seinen Roman hauptsächlich zur Zeit des Mauerfalls spielen lässt, bringt er noch ein zusätzliches spannendes Element in das Buch mit ein.

Einziger kleiner Kritikpunkt: Ab und zu verzettelt sich der Autor ein wenig in Agentendetails, was das Lesen an der ein oder anderen Stelle ein wenig holprig macht.

Alles in allem ist dieser Agententhriller jedoch absolut zu empfehlen für spannende Stunden an einem anderen Ort und zu einer anderen Zeit.

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Veröffentlicht am 16.11.2025

Ruhige Geschichten

Die Tage im Café Torunka
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Die Romane von Satoshi Yagisawa sind von der ruhigen und nachdenklich machenden Sorte und regen stets zum Nachdenken an. So auch die Geschichten rund um das Café Torunka.

Der Roman erzählt drei Einzelgeschichten, ...

Die Romane von Satoshi Yagisawa sind von der ruhigen und nachdenklich machenden Sorte und regen stets zum Nachdenken an. So auch die Geschichten rund um das Café Torunka.

Der Roman erzählt drei Einzelgeschichten, die sich rund um das Café Torunka und die Menschen dort drehen. Die Perspektiven wechseln jedoch. So werden die Geschichten eines Mitarbeiters, der Tochter des Inhabers und einem Gast erzählt. Diese Geschichten drehen sich im Schwerpunkt um die Themen Liebe und Verlust, aber auch Freundschaft. Das Café wird so schön beschrieben, dass einem der Kaffeeduft beim Lesen in der Nase liegt.

Die Geschichten vermitteln eine tiefgründige Botschaft mit einem Hauch Melancholie, sind aber zugleich leicht zu lesen. Der japanische Schreibstil ist klar und hat eine gelassene Note.

Ein warmherziges Buch, das mich mit einem positiven Gefühl zurücklässt.

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Veröffentlicht am 09.11.2025

Witziges Dinoabenteuer

Die Streitsaurier
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„Die Streitsaurier“ ist ein unterhaltsames Buch, das vor allem durch seine lustigen Illustrationen besticht. Miracelrex und Superosaurus sind witzig dargestellt, und auch ihre Namen sorgen für Schmunzler. ...

„Die Streitsaurier“ ist ein unterhaltsames Buch, das vor allem durch seine lustigen Illustrationen besticht. Miracelrex und Superosaurus sind witzig dargestellt, und auch ihre Namen sorgen für Schmunzler. Die farbenfrohen, lebendigen Bilder machen Spaß und haben bei uns für viel Lachen gesorgt.

Die Geschichte selbst ist amüsant erzählt und der Wettstreit der beiden Dinos sorgt für gute Unterhaltung. Allerdings wirkt die Handlung stellenweise etwas unklar, sodass gerade jüngere Kinder aus meiner Sicht zusätzliche Erklärungen brauchen. Auch das Ende kommt recht abrupt, und insgesamt hatte ich mir etwas mehr Tiefe erhofft. Die Botschaft zu den Themen Streit und Versöhnung bleibt leider ein wenig auf der Strecke.

Für etwas ältere Kinder könnte die Geschichte – insbesondere durch die originelle Dinosauriersprache – dennoch interessant sein. Insgesamt also ein lustiges Buch für zwischendurch, dem es jedoch etwas an einer klaren, stärkeren Aussage fehlt.

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Veröffentlicht am 07.11.2025

Düster und beklemmend

Unsere letzten wilden Tage
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Loyal kehrt in ihre Heimatstadt zurück, um sich um ihre demenzkranke Mutter zu kümmern. Doch kaum angekommen, wird ihre Jugendfreundin Cutter tot aufgefunden – und die Journalistin Loyal beginnt, auf eigene ...

Loyal kehrt in ihre Heimatstadt zurück, um sich um ihre demenzkranke Mutter zu kümmern. Doch kaum angekommen, wird ihre Jugendfreundin Cutter tot aufgefunden – und die Journalistin Loyal beginnt, auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen.

Der Einstieg in den Roman ist mir zunächst etwas schwer gefallen. Es dauert, bis man sich in die Erzählweise und die Atmosphäre hineinfindet. Doch die Handlung wurde zunehmend spannender, wenn sie auch stellenweise etwas langatmig ist.

Das Setting ist ungewöhnlich und eindrucksvoll umgesetzt: ein abgelegenes, trostloses Nest, in dem niemand an eine Zukunft glaubt. Die Menschen dort wirken hinterwäldlerisch, rau und desillusioniert – genau wie der Ort selbst. Diese Beklemmung zieht sich durch das ganze Buch und schafft eine dichte, fast körperlich spürbare Atmosphäre. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, die flirrende Hitze und das Summen der Mücken auf der Haut zu spüren.

Die Figuren sind nicht sympathisch, aber äußerst authentisch. Ihre Härte und Widersprüchlichkeit passen perfekt in diese düstere, hoffnungsarme Welt.

Insgesamt ist „Unsere letzten wilden Tage“ ein interessanter, atmosphärisch dichter Roman mit starkem Setting und glaubwürdigen Charakteren. Trotz einiger Längen bleibt die Geschichte fesselnd – vor allem für Leserinnen und Leser, die düstere, psychologisch dichte Erzählungen mit einem Hauch Noir schätzen.

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Veröffentlicht am 20.10.2025

Absolut empfehlenswert

In uns der Ozean
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Die Handlung basiert auf der Lebensgeschichte der Ökologin Rachel Carson und somit auf wahren Begebenheiten. Bislang war mir Rachel Carson kein Begriff, doch ihr Leben erweist sich als überaus interessant ...

Die Handlung basiert auf der Lebensgeschichte der Ökologin Rachel Carson und somit auf wahren Begebenheiten. Bislang war mir Rachel Carson kein Begriff, doch ihr Leben erweist sich als überaus interessant und beeindruckend. Sie war eine außergewöhnlich starke Frau, die sich gegen die Widrigkeiten des Lebens und die gesellschaftlichen Widerstände ihrer Zeit stellte.

Die Autorin überzeugt mit einem fesselnden Schreibstil, der die Themen Umweltbewusstsein und Naturschutz auf eindrucksvolle Weise zum Leben erweckt. Diese Thematik ist – damals wie heute – von großer Aktualität, und die Schilderungen haben mich zutiefst berührt. Das „magische Staunen“, das im Buch beschrieben wird, hat sich beim Lesen unmittelbar auf mich übertragen.

Der Klappentext des Buches hatte mich auf den ersten Blick gar nicht angesprochen. Umso mehr freue ich mich, dass ich dieses tolle Buch doch noch entdeckt habe.

Ein Buch für alle Naturliebhaberinnen und Naturliebhaber – und für jene, die Geschichten über starke Frauen schätzen. Wirklich lesenswert!

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