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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.11.2025

Stimmungsvoll

Knochenkälte
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In „Knochenkälte“ ist Dr. David Hunter unterwegs zu einem Fall, als er auf dem Weg dorthin in ein Unwetter gerät und das Dorf, in dem er übernachtet, von der Welt abgeschnitten wird. Der Fund eines menschlichen ...

In „Knochenkälte“ ist Dr. David Hunter unterwegs zu einem Fall, als er auf dem Weg dorthin in ein Unwetter gerät und das Dorf, in dem er übernachtet, von der Welt abgeschnitten wird. Der Fund eines menschlichen Skeletts wirbelt das ruhige Dorfleben auf und lässt die eh angespannte Atmosphäre kippen.

Die Stimmung ist grandios dargestellt. Der Schneesturm, die graue, bedrückende und eintönige Wetterlage erzeugen ein beklemmendes Gefühl. Der dynamische Schreibstil konnte auch Passagen aufleben lassen, die an der Grenze zur Langatmigkeit lagen.

Die Charaktere konnte mich überzeugen. David Hunter ist ganz der etwas melancholische Forensiker. Die Spannungen und feinen Dynamiken innerhalb der Dorfgemeinschaft sind authentisch und nachvollziehbar dargestellt.

Die Auflösung ist stimmig, wenn auch nicht besonders überraschend. Das Thema der forensischen Anthropologie hätte für meinen Geschmack eine größere Rolle spielen dürfen.

Insgesamt ein spannendes Buch, das jedoch leider nicht mit den ersten Teilen der Reihe mithalten kann. Dennoch freue ich mich auf eine mögliche Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 16.11.2025

Ein rasanter Ritt durch Ort und Zeit

Kälter
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Bereits vor einiger Zeit bin ich auf den Autor Andreas Pflüger und seine Agentengeschichten aufmerksam geworden. Seine Bücher sind insofern besonders, dass der Autor sich nicht wie üblich an FBI oder CIA ...

Bereits vor einiger Zeit bin ich auf den Autor Andreas Pflüger und seine Agentengeschichten aufmerksam geworden. Seine Bücher sind insofern besonders, dass der Autor sich nicht wie üblich an FBI oder CIA Geschichten versucht, sondern seine Agentengeschichten in Deutschland spielen lässt. Auch die Hauptdarsteller sind nie typische Superagenten. Meist handelt es sich um weibliche Personen mit besonderen Fähigkeiten, aber auch mit ausreichend Fehlern. Zudem findet man in all seinen Büchern immer wieder Verbindungen durch gemeinsame Nebenpersonen.

Der Roman „Kälter“ fügt sich nahtlos in das Muster der vorangegangenen Büchern ein. Dem Leser wird einmal mehr ein atemloser, spannender Agententhriller geliefert, welcher mit Zeitsprüngen und rasanten Ortswechseln überzeugt. Indem der Autor seinen Roman hauptsächlich zur Zeit des Mauerfalls spielen lässt, bringt er noch ein zusätzliches spannendes Element in das Buch mit ein.

Einziger kleiner Kritikpunkt: Ab und zu verzettelt sich der Autor ein wenig in Agentendetails, was das Lesen an der ein oder anderen Stelle ein wenig holprig macht.

Alles in allem ist dieser Agententhriller jedoch absolut zu empfehlen für spannende Stunden an einem anderen Ort und zu einer anderen Zeit.

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Veröffentlicht am 16.11.2025

Ruhige Geschichten

Die Tage im Café Torunka
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Die Romane von Satoshi Yagisawa sind von der ruhigen und nachdenklich machenden Sorte und regen stets zum Nachdenken an. So auch die Geschichten rund um das Café Torunka.

Der Roman erzählt drei Einzelgeschichten, ...

Die Romane von Satoshi Yagisawa sind von der ruhigen und nachdenklich machenden Sorte und regen stets zum Nachdenken an. So auch die Geschichten rund um das Café Torunka.

Der Roman erzählt drei Einzelgeschichten, die sich rund um das Café Torunka und die Menschen dort drehen. Die Perspektiven wechseln jedoch. So werden die Geschichten eines Mitarbeiters, der Tochter des Inhabers und einem Gast erzählt. Diese Geschichten drehen sich im Schwerpunkt um die Themen Liebe und Verlust, aber auch Freundschaft. Das Café wird so schön beschrieben, dass einem der Kaffeeduft beim Lesen in der Nase liegt.

Die Geschichten vermitteln eine tiefgründige Botschaft mit einem Hauch Melancholie, sind aber zugleich leicht zu lesen. Der japanische Schreibstil ist klar und hat eine gelassene Note.

Ein warmherziges Buch, das mich mit einem positiven Gefühl zurücklässt.

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Veröffentlicht am 09.11.2025

Witziges Dinoabenteuer

Die Streitsaurier
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„Die Streitsaurier“ ist ein unterhaltsames Buch, das vor allem durch seine lustigen Illustrationen besticht. Miracelrex und Superosaurus sind witzig dargestellt, und auch ihre Namen sorgen für Schmunzler. ...

„Die Streitsaurier“ ist ein unterhaltsames Buch, das vor allem durch seine lustigen Illustrationen besticht. Miracelrex und Superosaurus sind witzig dargestellt, und auch ihre Namen sorgen für Schmunzler. Die farbenfrohen, lebendigen Bilder machen Spaß und haben bei uns für viel Lachen gesorgt.

Die Geschichte selbst ist amüsant erzählt und der Wettstreit der beiden Dinos sorgt für gute Unterhaltung. Allerdings wirkt die Handlung stellenweise etwas unklar, sodass gerade jüngere Kinder aus meiner Sicht zusätzliche Erklärungen brauchen. Auch das Ende kommt recht abrupt, und insgesamt hatte ich mir etwas mehr Tiefe erhofft. Die Botschaft zu den Themen Streit und Versöhnung bleibt leider ein wenig auf der Strecke.

Für etwas ältere Kinder könnte die Geschichte – insbesondere durch die originelle Dinosauriersprache – dennoch interessant sein. Insgesamt also ein lustiges Buch für zwischendurch, dem es jedoch etwas an einer klaren, stärkeren Aussage fehlt.

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Veröffentlicht am 07.11.2025

Düster und beklemmend

Unsere letzten wilden Tage
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Loyal kehrt in ihre Heimatstadt zurück, um sich um ihre demenzkranke Mutter zu kümmern. Doch kaum angekommen, wird ihre Jugendfreundin Cutter tot aufgefunden – und die Journalistin Loyal beginnt, auf eigene ...

Loyal kehrt in ihre Heimatstadt zurück, um sich um ihre demenzkranke Mutter zu kümmern. Doch kaum angekommen, wird ihre Jugendfreundin Cutter tot aufgefunden – und die Journalistin Loyal beginnt, auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen.

Der Einstieg in den Roman ist mir zunächst etwas schwer gefallen. Es dauert, bis man sich in die Erzählweise und die Atmosphäre hineinfindet. Doch die Handlung wurde zunehmend spannender, wenn sie auch stellenweise etwas langatmig ist.

Das Setting ist ungewöhnlich und eindrucksvoll umgesetzt: ein abgelegenes, trostloses Nest, in dem niemand an eine Zukunft glaubt. Die Menschen dort wirken hinterwäldlerisch, rau und desillusioniert – genau wie der Ort selbst. Diese Beklemmung zieht sich durch das ganze Buch und schafft eine dichte, fast körperlich spürbare Atmosphäre. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, die flirrende Hitze und das Summen der Mücken auf der Haut zu spüren.

Die Figuren sind nicht sympathisch, aber äußerst authentisch. Ihre Härte und Widersprüchlichkeit passen perfekt in diese düstere, hoffnungsarme Welt.

Insgesamt ist „Unsere letzten wilden Tage“ ein interessanter, atmosphärisch dichter Roman mit starkem Setting und glaubwürdigen Charakteren. Trotz einiger Längen bleibt die Geschichte fesselnd – vor allem für Leserinnen und Leser, die düstere, psychologisch dichte Erzählungen mit einem Hauch Noir schätzen.

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