Stimmungsvoll
KnochenkälteIn „Knochenkälte“ ist Dr. David Hunter unterwegs zu einem Fall, als er auf dem Weg dorthin in ein Unwetter gerät und das Dorf, in dem er übernachtet, von der Welt abgeschnitten wird. Der Fund eines menschlichen ...
In „Knochenkälte“ ist Dr. David Hunter unterwegs zu einem Fall, als er auf dem Weg dorthin in ein Unwetter gerät und das Dorf, in dem er übernachtet, von der Welt abgeschnitten wird. Der Fund eines menschlichen Skeletts wirbelt das ruhige Dorfleben auf und lässt die eh angespannte Atmosphäre kippen.
Die Stimmung ist grandios dargestellt. Der Schneesturm, die graue, bedrückende und eintönige Wetterlage erzeugen ein beklemmendes Gefühl. Der dynamische Schreibstil konnte auch Passagen aufleben lassen, die an der Grenze zur Langatmigkeit lagen.
Die Charaktere konnte mich überzeugen. David Hunter ist ganz der etwas melancholische Forensiker. Die Spannungen und feinen Dynamiken innerhalb der Dorfgemeinschaft sind authentisch und nachvollziehbar dargestellt.
Die Auflösung ist stimmig, wenn auch nicht besonders überraschend. Das Thema der forensischen Anthropologie hätte für meinen Geschmack eine größere Rolle spielen dürfen.
Insgesamt ein spannendes Buch, das jedoch leider nicht mit den ersten Teilen der Reihe mithalten kann. Dennoch freue ich mich auf eine mögliche Fortsetzung.