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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.06.2026

Lebensbejahend, Mutmachend, Humorvoll!

Spätsommerglück
1

Ende Mai hat die Autorin Heike Abidi gemeinsam mit dem Verlag Penguin den humorvollen Roman Spätsommerglück herausgebracht. Das Cover lockt mich bereits mit guter Laune. Blauer Himmel, ein entspannter ...

Ende Mai hat die Autorin Heike Abidi gemeinsam mit dem Verlag Penguin den humorvollen Roman Spätsommerglück herausgebracht. Das Cover lockt mich bereits mit guter Laune. Blauer Himmel, ein entspannter Blick auf eine schwedische Landschaft und ein schwungvoll geschriebener Titel, der mir Energie vermittelt.
Hannah steht mit Ende 50 wieder allein da. Ihr Mann starb vor ungefähr 5 Jahren und das Witwenleben ist ihr zu trist. Sie fragt sich, ob es das schon gewesen ist, oder ob da noch was kommt. Als ihr Sohn und ihre Schwiegertochter ihr die frohe Botschaft mitteilen, dass sie bald Oma wird, freut Hannah sich. Doch die beiden haben etwas ganz anderes vor. Anstatt die Kinderbetreuung über Hannah zu organisieren, haben sie ein Kindermädchen nach ihren Vorstellungen engagiert. Hannah schluckt und bewirbt sich, vielleicht auch ein wenig aus Trotz, bei einer Granny Au-Pair Agentur. Auf Anhieb bekommt sie einen Job bei einer liebenswert schwedischen Familie und ist fest entschlossen, es allen zu zeigen, dass Kindererziehung ihr Ding ist.
Von Heike Abidi habe ich schon jede Menge Bücher gelesen. Sie alle haben eines gemeinsam. Sie strotzen nur so von Zuversicht, Humor und Mut. Deshalb habe ich mich sehr gefreut, als ich „Spätsommerglück“ in meinen Händen gehalten habe. Mit Hannah verbindet mich die frühe Witwenschaft und so kann ich vieles nachvollziehen, was Hannah beschäftigt. Dennoch sind wir zwei völlig verschiedene Menschen und so freue ich mich darauf, sie kennenzulernen. Ich folge ihr nach Schweden, lerne ihre schwedische Familie kennen und finde sie sehr sympathisch. Doch da ist auch noch Anders, der Opa der schwedischen Familie, der so gar nicht wohlwollend auf Hannah reagiert.
Alles in allem hat Heike Abidi mit „Spätsommerglück“ einen humorvollen Liebesroman auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Wer Lust auf ein paar unterhaltsame Lesestunden in netter Gesellschaft hat, die schwedische Landschaft mag und eine sehr patente Hannah kennenlernen möchte, der ist hier genau richtig. Die Autorin bekommt von mir 5 verdiente Lesesterne und eine Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.05.2026

Spannend, Unterhaltsam, Lesenswert!

Tata
1

Ende April 2026 hat Valerie Perrin gemeinsam mit dem Verlag Gutkind die Erzählung „Tata oder das Geheimnis von meiner Tante Colette“ herausgebracht. Das künstlerische und ländliche Cover zeigt eine Frau ...

Ende April 2026 hat Valerie Perrin gemeinsam mit dem Verlag Gutkind die Erzählung „Tata oder das Geheimnis von meiner Tante Colette“ herausgebracht. Das künstlerische und ländliche Cover zeigt eine Frau die ihren Weg geht.
Agnès bekommt in 2010 die Nachricht, ihre Tante Colette sei gestorben. Agnès denkt, das kann nicht sein, denn sie hat ihre Tante Colette bereits vor drei Jahren bestattet. Da die Polizei sie bittet, die Tote zu identifizieren, macht Agnès sich auf den Weg nach Burgund. Unter anderem findet sie dort einen Haufen Audiokassetten vor, die sie sich nach und nach anhört.
Vom ersten Buchstaben an hat mich der Schreibstil von Valérie Perrin fasziniert. Locker und leicht, tief und intensiv, atmosphärisch stark und bildhaft. Das sind Worte, die diese Erzählkunst am ehesten treffen.
Mit viel Neugier bin ich in diese Erzählung gestartet. So wollte ich unbedingt wissen, was es denn mit dem Geheimnis von Tante Colette so auf sich hat. Die Autorin macht die Auflösung spannend und so lese ich mich durch viele Seiten, die alles haben, was ein guter Roman so haben sollte. Spannende Momente, ruhige Passagen und die ein oder andere Ausschweifung. Hier hätte es gerne ein wenig sortierter zugehen dürfen. Nicht alle Ausschweifungen halte ich für nötig und/oder lesenswert. Die ca. 624 Seiten habe ich in vier Abschnitten gelesen. Nach einem starken Start schwächelt die Autorin ein wenig im zweiten Abschnitt. Der dritte gefällt mir schon wieder wesentlich besser und mit dem Abschluss bin ich sehr zufrieden.
Alles in allem hat Valérie Perrin mit „Tata oder das Geheimnis meiner Tante Colette“ eine Erzählung auf den Büchermarkt gebracht, die es sich zu lesen lohnt. Wer Lust auf einen Ausflug in das beschauliche Burgund hat und sich gerne intensiv mit verschiedenen Charakteren beschäftigt, der ist hier richtig. Von mir bekommt die Autorin eine Leseempfehlung und vier verdiente Lesesterne.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.05.2026

Erholsam, Humorvoll, Italien!

Espresso unter Sternen
1

Im Mai 2026 hat Stefan Maiwald gemeinsam mit dem Verlag Goldegg die Erzählung „Espresso unter Sternen“ herausgebracht. Das Buch ist einfach wunderschön. Es ist das beste Cover, dass ich in diesem Jahr ...

Im Mai 2026 hat Stefan Maiwald gemeinsam mit dem Verlag Goldegg die Erzählung „Espresso unter Sternen“ herausgebracht. Das Buch ist einfach wunderschön. Es ist das beste Cover, dass ich in diesem Jahr bisher in der Hand gehalten habe. Der dunkelblaue Nachthimmel wirkt beruhigend auf mich. Der Strand scheint vom Tag noch warm zu sein. Der Tisch, die zwei Stühle und die beiden Tassen wirken, als hätte ein Paar sich gerade in den Abend verabschiedet. Im Hintergrund die Stadt Triest. Alleine beim Anblick des Covers werde ich ruhig. Dazu kommt das schöne und wertige Gefühl, wenn ich da Buch in die Hand nehme.
Stefan Maiwald hat einen wunderschönen Erzählton und ich habe bereits viel vom ihm gelesen. Wie gewohnt ist die Struktur im Inneren hochwertig. Die einzelnen Kapitel tragen passende Überschriften. Sie sind kurz und knapp gehalten, laden zum Weiterlesen und/oder zum Verweilen ein. Die Espressotassen zwischendurch signalisieren mir, dass es Zeit für eine Pause ist. Oder für eine Anderszeit, wie Stefan Maiwald sagt. Er macht sich auf die Suche nach einer Abwechslung zu seiner Heimat Grado und begibt sich auf eine Reise nach Triest. Triest kenne ich gar nicht und so beschäftige ich mich an der Seite des Autors mit den Eigenheiten dieser statt. Einer italienischen Stadt die auch Kartoffel kann und nicht nur Pasta. Eine italienische Stadt in der vieles gleich und manches denn doch ganz anders ist, als in Grado. Ich lese, staune und schmunzele und ehe ich mich versehe sind die knapp 256 Seiten bereits gelesen. Das bedaure ich sehr, denn ich könnte noch einige viele Seiten so weiterlesen. Stefan Maiwald hat viel zu erzählen und nur einigen wenigen höre ich so gerne zu wie ihm.
Alles in allem hat Stefan Maiwald mit „Espresso unter Sternen“ eine Erzählung auf den Büchermarkt gebracht, die es sich zu lesen lohnt. Jeder, der Lust auf ein paar Seiten Italien hat, der wird sich in Triest wohlfühlen. Von mir bekommt der Autor 5 Lesesterne und eine Leseempfehlung.

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  • Cover
  • Erzählstil
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Veröffentlicht am 20.05.2026

Humorvoll, Spannend, Lesenswert!

Mord nach Schnittmuster
1

Im Februar 2026 hat die Autorin Birgit Körner gemeinsam mit dem Verlag emons: den Cozy-Krimi „Mord nach Schnittmuster“ herausgebracht. Das Cover zeigt eine alte Nähmaschine, wie ich sie noch von meiner ...

Im Februar 2026 hat die Autorin Birgit Körner gemeinsam mit dem Verlag emons: den Cozy-Krimi „Mord nach Schnittmuster“ herausgebracht. Das Cover zeigt eine alte Nähmaschine, wie ich sie noch von meiner Großmutter kenne, ein Nadelkissen und einen Faden, der an der Nähmaschine endet. Die Grundfarbe Türkis wirkt ruhig auf mich. Der pinke Nähfaden und das gleichfarbige Nadelkissen fallen mir sofort in das Auge. Ein Blick auf die Rückseite verrät mir, dass ich dieses Buch sehr gerne lesen möchte.
Neugierig mache ich mich an das Werk. Über ca. 288 Seiten freue ich mich über kurzweilige Unterhaltung, jede Menge Schmunzler und über eine Geschichte, die mich von meinem anstrengenden Alltag ablenkt.
Der flüssige und moderne Schreibstil von Birgit Körner macht mir den Einstieg in die Geschichte leicht. Die Kapitel sind kurzgehalten. Sie starten mit Tipps rund um das Nähen. Da ich höchstens ein paar Aushilfsarbeiten mit Nadel ausführen kann, lerne ich fleißig dabei. Ehe ich mich versehe, habe ich den Krimi in einem Rutsch durchgelesen.
Auch inhaltlich kann sich die Geschichte sehen lassen. Hanna, die in der Do-it-yourself-Community als Nähexpertin gilt ist tot. Sie wird im Keller ihres Stoffladens gefunden. Was ist da passiert? Diese Frage stellt sich der Kommissar Martin Leitner. Ebenso wie ich, hat Martin Leitner überhaupt keinen blassen Schimmer vom Nähen. Nicht nur dadurch finde ich ihn sympathisch. Gemeinsam ermitteln wir ihn einem Fall, der durchaus spannend ist und der am Ende gut aufgelöst ist.
Alles in allem hat Birgit Körner mit „Mord nach Schnittmuster“ einen Cozy Krimi auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Wer Lust auf unterhaltsame und spannende Lesestunden hat, der ist hier richtig. Von mir bekommt die Autorin 4 verdiente Lesesterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 15.05.2026

Unterhaltsam und Lesenswert!

Rosen im Asphalt
1

Im Mai 2026 hat die Autorin Felicitas Fuchs gemeinsam mit dem Verlag Heyne den historischen Roman „Rosen im Asphalt“ herausgebracht. Auf dem Cover sind zwei Frauen zu sehen, die sich gut verstehen. Es ...

Im Mai 2026 hat die Autorin Felicitas Fuchs gemeinsam mit dem Verlag Heyne den historischen Roman „Rosen im Asphalt“ herausgebracht. Auf dem Cover sind zwei Frauen zu sehen, die sich gut verstehen. Es sind die beiden Hauptprotagonistinnen Linda und Irmi.

Felicitas Fuchs ist ein Pseudonym der Autorin Carla Berling. Von ihr habe ich schon einige Erzählungen gelesen. Zuletzt „Die Akte Schneeweiß“. Da mir das Werk gut gefallen hat, habe ich mich auf „Rosen im Asphalt“ gefreut. Ich denke, es ist nicht zu viel verraten, wenn ich hier schon schreibe, dass es besser ist. Das aktuelle Werk startet in Hamburg im Jahr 1956 und endet im Jahr 2016.

Linda wird in schwierigen Umständen in Heimen groß. Ihre Mutter Belinda lässt sie kurz nach ihrer Geburt zurück. Irmi wächst als armes reiches Mädchen in einer Villa auf, in der es an vielem mangelt. Beide Frauen laufen sich in einer schwierigen Situation über den Weg und eine Freundschaft entsteht, in der sie sich gegenseitig Halt und Zuversicht geben.

Gekonnt führt Felicitas Fuchs durch die Geschichte. Ihren Schreibstil empfinde ich als flüssig und bildhaft. Schnell finde ich Zugang zur Story und zu den beiden Frauen. Gut gelingt es der Autorin die Zeitgeschichte mit einzubauen. Ohne dass ich es direkt bemerke, erlebe ich am Rande die politischen und gesellschaftlichen Ereignisse der Jahre 1956-2016 mit. Der Fokus dieses Romans liegt jedoch auf den beiden Frauen und so lerne ich sie nach und nach besser kennen. Beide gefallen mir gut. Gemeinsam mit ihnen erlebe ich die Höhen und Tiefen ihres Lebensweges und manches nimmt mich ganz schön mit.

Alles in allem hat Felicitas Fuchs mit „Rosen im Asphalt“ einen historischen Roman auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Im Vordergrund steht die fiktive Geschichte der beiden Frauen Linda und Irmi. Wer Lust auf ein paar unterhaltsame Lesestunden und auf einen Ausflug in die Jahre 1956-2016 hat, der ist hier richtig. Von mir bekommt die Autorin 4 verdiente Lesesterne und eine Leseempfehlung.

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