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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.03.2025

Spannend, historisch, hervorragend!

Mainsturm
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Die Autorin Anja Mäderer hat im Februar 2025 ihren neuen Kriminalroman „Mainsturm“ gemeinsam mit dem Verlag emons: herausgebracht. Es handelt sich um den 4. Fall von Nadja Gontscharowa und Peter Steiner. ...

Die Autorin Anja Mäderer hat im Februar 2025 ihren neuen Kriminalroman „Mainsturm“ gemeinsam mit dem Verlag emons: herausgebracht. Es handelt sich um den 4. Fall von Nadja Gontscharowa und Peter Steiner. Er kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Das Cover passt gut zur Geschichte und in die Reihe. Der Titel und der Name der Autorin sind gut lesbar. Von Anja Mäderer habe ich bereits „Maintod“ gelesen. Den Krimi fand ich super und so bin ich gespannt auf „Mainsturm“.
In der Würzburger Altstadt wir die Leiche einer Geschichtsdoktorandin gefunden. Sie liegt exakt vor dem ehemaligen Wohnhaus von Tilman Riemenschneider. Riemenschneider war ein bekannter Bildhauer und Bildschnitzer. Er starb 1531. Das Oper war scheinbar auf der Suche nach einer bekannten Holzfigur des Künstlers und forschte zu seiner Rolle im Bauernkrieg. Die beiden Kommissare Nadja Gontscharowa und Peter Steiner haben schnell den Verdacht, dass das Motiv für den Tod der jungen Frau in der Vergangenheit zu suchen ist.
Ich lese sehr gerne und sehr viele Regionalkrimis. Dieser hier hebt sich von ihnen ab. Anja Mäderer zeigt erstaunlich fundierte Kenntnisse über die Würzburger Geschichte, die sie in einer erstaunlich leichten Sprache geschickt in ihren Kriminalroman einbaut. Während ich mich völlig fokussiert mit Nadja und Peter gedanklich auf die Mördersuche begebe, bekomme ich über ca. 315 Seiten Geschichtsunterricht vom Feinsten dazu. Vom ersten bis zum letzten Buchstaben ist dieser Krimi so spannend erzählt, dass ich gar nicht dazu komme, das Buch wieder aus der Hand zu legen. Immer möchte ich unbedingt wissen, wie es denn nun weitergeht. Im Epilog bietet die Autorin mir neben ihrem Ausgang der Geschichte noch zwei weitere Möglichkeiten an, wie die Geschichte enden könnte. Damit fordert sie mich noch einmal zum Nachdenken auf und ich entscheide mich für Nummer 2. Das Ende gefällt mir noch besser, als das vorgeschlagene Ende der Autorin. Diese Idee, mit dem Ende zum Selbstaussuchen, finde ich so super, dass ich dafür gerne einen weiteren Stern vergeben möchte. Damit wird dieser Krimi zu einem Mitmachkrimi und für mich als Vielleser, ist es das erste Mal, dass mir eine Autorin so ein Angebot macht.
Alles in allem hat Anja Mäderer mit ihrem Regionalkrimi „Mainsturm“ einen sehr spannenden Regionalkrimi auf den Büchermarkt gebracht, der sich intensiv mit der Würzburger Geschichte beschäftigt. Wer Lust auf einen historischen Kriminalroman hat, der ist hier richtig. Von mir bekommt die Autorin 5 verdiente Lesesterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 13.03.2025

Gelungen, Atmosphärisch, Spannend!

Brennendes Watt
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Im März 2025 hat Fynn Jacob gemeinsam mit dem Verlag Heyne den Kriminalroman „Brennendes Watt“ herausgebracht. Von Fynn Jacob habe ich bereits „Die Toten von Friesland“ und „Das Blut der Nordsee“ gelesen. ...

Im März 2025 hat Fynn Jacob gemeinsam mit dem Verlag Heyne den Kriminalroman „Brennendes Watt“ herausgebracht. Von Fynn Jacob habe ich bereits „Die Toten von Friesland“ und „Das Blut der Nordsee“ gelesen. Beide Bände haben mir gut gefallen und so habe ich mir gleich „Brennendes Watt“ gegriffen. Das Cover passt gut in die Reihe und zur Erzählung.
Gespannt schlage ich das Buch auf und beschäftigt mich mit der Erzählung. Es dauert nur ein paar Sätze und ich bin bereits tief in die Erzählung versunken. Der Autor zaudert nicht lange und präsentiert schnell den ersten Toten. Die Spannungskurve zieht sich sauber durch das Buch, das ich kaum aus der Hand legen mag. Immer beschäftigt mich die Frage, wie es wohl weitergeht und wer da im Hintergrund agiert. Ist es so wie ich denke? Ist es ganz anders? Seite für Seite finde ich gemeinsam mit den Ermittlern neue Hinweise bis es kurz vor Schluss noch einmal richtig spannend wird.
Im Vergleich zu den ersten beiden Teilen ist aus meiner Sicht eine deutliche Steigerung des Autors zu sehen. Seine Persönlichkeiten sind feiner herausgearbeitet und die Stimmung zwischen Marten und seinen Eltern und zwischen Marten und Katharina kommt noch ein Tick atmosphärischer bei mir an, als in den Vorgängerbänden. Das gleiche gilt für die Situationen zwischen Iska und Marten und Iska und ihrer Familie.
Vom ersten bis zum letzten Buchstaben handelt es sich bi „Brennendes Watt“ um Regionalkrimi, der sich mit einem aktuellen Thema beschäftigt und bei dem einfach alles richtig ist. Von mir bekommt der Autor eine klare Leseempfehlung und verdiente 5 Lesesterne.

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Veröffentlicht am 10.03.2025

Fröhlich, Warmherzig, Unterhaltsam!

Sommerhimmel über dem Möwenhof
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Gemeinsam mit dem atb Taschbuchverlag hat die Autorin Frida Jacobsen im Februar 2025 den Liebesroman „Sommerhimmel über dem Möwenhof“ herausgebracht. Als ich das Cover gesehen habe, da habe gedacht, das ...

Gemeinsam mit dem atb Taschbuchverlag hat die Autorin Frida Jacobsen im Februar 2025 den Liebesroman „Sommerhimmel über dem Möwenhof“ herausgebracht. Als ich das Cover gesehen habe, da habe gedacht, das ist genau das richtige für mich. Mein Gemüt hat sich auf Anhieb entspannt. Ein Blick in die Beschreibung hat mein spontanes Ja-zum-Buch bestätigt und in Gedanken packe ich bereits meinen Koffer um den Protagonisten an die Nordseeküste zu folgen. Neugierig starte ich in die Geschichte. Obwohl der Buchstabendruck klein ist, lassen sich die ca. 352 Seiten gut lesen.
Frida Jacobsen ist eine Autorin, die ich noch nicht kenne. Ich lerne gerne neue Autoren kennen und so bin ich gespannt auf die Art und Weise, wie sie ihre Geschichte erzählt. Vom ersten Buchstaben an gefällt mir ihr Schreibstil. Am ehesten möchte ich ihn mit den Worten modern, flüssig, leicht, locker, humorvoll, warmherzig und lesenswert beschreiben. Es ist ein Schreibstil, mit dem ich mich rundherum wohlfühle und so bleibt es im ganzen Roman.
Zuerst lerne ich Maren kennen. Frisch getrennt, energiegeladen und voller Optimus packt sie ihre drei liebenswerten Teenager ins Auto und fährt mit ihnen an die Nordseeküste zu ihrer Familie, die ein Bed & Breakfast betreibt. Es ist der Möwenhof. Kaum dort angekommen lernt sie den Bootsbauern Henning kennen und beide verlieben sich ineinander. Voller Elan stürzt Maren sich in die Arbeiten am Möwenhof. Das Leben könnte so schön sein, wenn nicht aus heiterem Himmel der Onkel auftauchen würde, der den Möwenhof verkaufen will.
Ich lese, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme. Jeden Abend hat es nur ein paar Sätze gedauert und ich habe mich spürbar erholt. Ich habe mit den Protagonisten gefühlt, gelebt und geliebt. Das hat mir gut gefallen. Als Maren so aktiv am Bettenmachen im Möwenhof war, da hat sie mich angesteckt und ich habe mein Bett am späten Abend neu bezogen.
Aus den Zutaten Liebe und Hoffnung hat Frida Jacobsen mit der richtigen Portion Lokalkolorit einen Liebesroman auf den Büchermarkt gebracht, der zum Wohlfühlen einlädt. Die Autorin bekommt von mir 5 blitzeblank polierte Lesesterne und eine uneingeschränkte Leseempfehlung. Ich freue mich schon auf Neues aus der Feder und dem Köpfchen dieser Autorin und hoffe, ich muss nicht solange warten.

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Veröffentlicht am 06.03.2025

Unterhaltsam, Spannend, Lesenswert!

Zoff
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Auf der Suche nach neuem Lesestoff bin ich über „Zoff“ von Peter Meisenberg gestolpert. Ehe ich mich versah, da hat mich bereits das Cover für sich eingenommen. Gleich fühlte ich mich im Pott zuhause und ...

Auf der Suche nach neuem Lesestoff bin ich über „Zoff“ von Peter Meisenberg gestolpert. Ehe ich mich versah, da hat mich bereits das Cover für sich eingenommen. Gleich fühlte ich mich im Pott zuhause und hatte Lust auf ein paar spannende Lesestunden in Köln. Peter Meisenberg hat seinen Kriminalroman im Oktober 2024 gemeinsam mit dem Verlag emons: herausgebracht. Ein Blick auf den Buchrücken verstärkte meine Neugier. Peter Meisenberg kenne ich noch nicht. Da ich gerne neue Autoren kennenlerne, beginne ich mit dem Lesen.
Über ca. 222 Seiten freue ich mich über den wunderbaren Erzählton des Autors. Modern, unterhaltsam, tragend, wohlwollend, sarkastisch und leicht zynisch. Das sind die Worte, die mir dazu einfallen. Es ist ein Schreibstil, der einen Wiedererkennungswert hat und das ist etwas, das mir sehr gut gefällt.
Löhr hat seine polizeiliche Karriere an den Nagel gehängt und genießt sein neues Leben als Wirt. Er kämpft mit leichten Anfangsschwierigkeiten und als seine Nichte Leonie vor ihm steht, da kann er nicht anders. Widerwillig, und weil es Leonie ist, macht er sich auf die Suche um ihr zu helfen. Ihr Freund wird verdächtigt an einem Mord bei einem Drogendeal beteiligt gewesen zu sein. Mit seinen Ermittlungen beschäftigt Löhr mich mit den Themen Mord, Drogen, Rassismus, der rechten Szene und der rechten Szene in der Polizei.
Von der ersten bis zu letzten Seite war ich voll mit diesem Krimi beschäftigt. Obwohl ich am ersten Abend ziemlich müde war, gelang es mir erst auf Seite 118, das Buch aus der Hand zu legen. Mir sind einfach die Augen die zugefallen. Am nächsten Abend ging es gleich wieder nach Köln. Bevor Löhr seine Ermittlungen nicht beendet hat, klappte das Buch aus der Hand legen wieder nicht. Im anschließenden Editorial findet Peter Meisenberg die richtigen Worte zu dieser Geschichte. Sie lassen mich nachdenklich zurück.
Alles in allem hat Peter Meisenberg mit „Zoff“ einen Regionalkrimi aus Köln auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Wer Lust auf ein paar spannende Lesestunden im Pott hat, der ist hier richtig. Von mir bekommt der Autor verdiente 5 Lesesterne.

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Veröffentlicht am 06.03.2025

Faszinierend, Wunderbar, Bewegend!

Sommervogelflug
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Als ich dieses Cover zum ersten Mal gesehen habe, da habe ich gleich zugegriffen. Es ist traumhaft schön und hat eine kraftvolle und sommerliche Ausstrahlung. Den Schmetterling rechts sehe ich erst beim ...

Als ich dieses Cover zum ersten Mal gesehen habe, da habe ich gleich zugegriffen. Es ist traumhaft schön und hat eine kraftvolle und sommerliche Ausstrahlung. Den Schmetterling rechts sehe ich erst beim zweiten Hinsehen. Dafür leuchtet der Titel "Sommervogelflug" umso mehr. Interessiert werfe ich ein Blick auf die Buchrückseite. Lilly erfährt durch eine Krebserkrankung, dass sie adoptiert ist. Das sind zwei Neuigkeiten, die jeden aus der Bahn werfen. Auch Lilly machen sie zu schaffen. Mich erinnert das an die Krebserkrankung meines verstorbenen Mannes und die Freundin meiner Mutter, die erst im hohen Alter erfuhr, dass ihr Vater nicht ihr Vater ist. Lilly googelt nach Valentina und überlegt, sie anzuschreiben. So einfach und doch so schwer.
Dies ist mein erster Roman mit der Autorin Eva Floris. Es ist sicherlich nicht mein letzter. Ihr wunderbarer Erzählton erlaubt mir einen schnellen Einstieg und trägt mich durch ihre Geschichte. Das Buch „Sommervogelflug“ hat sie gemeinsam mit dem Fischer Taschenbuchverlag im Februar 2025 herausgebracht.
Eva Floris erzählt aus zwei Perspektiven. Aus der Sicht von Lilly und aus der Sicht von Valentina. Die beiden sind die Hauptpersonen in dieser Erzählung. Als Lilly erfährt, dass ihre Eltern nicht ihre Eltern sind, bricht für sie eine Welt zusammen. Sie macht Valentina auf Elba ausfindig. Valentina führt einen Schmetterlingspark und ist im Gegensatz zu Lilly eher introvertiert und ganz mit ihrem Beruf beschäftigt. Gegensätzlicher können zwei Personen nicht sein. Vom ersten bis zum letzten Buchstaben war ich geistig voll dabei. Immer wieder habe ich über die Entwicklung der beiden Persönlichkeiten gestaunt. So überwindet Lilly ihre Höhenangst um mit Valentina auf eine Bergtour zu gehen und Valentina? Na, dass müsst ihr schon selber lesen.
Alles in allem hat Eva Floris mit „Sommervogelflug“ eine wunderbare Erzählung auf den Büchermarkt gebracht, die sich mit den Themen schwere Krankheit, Adoption und der Suche nach den Wurzeln beschäftigt und dabei herrlich unkitschig ist ohne zu sehr in das Drama zu gehen. Wer Lust hat, Lilly auf der Suche nach ihrer Mutter zu begleiten und gemeinsam mit ihr ein paar Tage auf Elba zu verbringen, der ist hier goldrichtig. Von mir bekommt die Autorin 5 verdiente und blankpolierte Lesesterne.

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