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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.01.2025

Berührend, Spannend, Lesenswert!

Die Schwestern von Krakau
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Den Roman “Die Schwestern von Krakau” hat Bettina Storks im Januar gemeinsam mit dem Verlag Heyne herausgebracht. Das Cover passt hervorragend in das Genre und in die Erzählung. Von Bettina Storks habe ...

Den Roman “Die Schwestern von Krakau” hat Bettina Storks im Januar gemeinsam mit dem Verlag Heyne herausgebracht. Das Cover passt hervorragend in das Genre und in die Erzählung. Von Bettina Storks habe ich bereits “Klaras Schweigen” und “Die Kinder von Beauvallon” gelesen. Beide Erzählungen haben mir ausgezeichnet gefallen und auf “Die Schwestern von Krakau” war ich mehr als nur neugierig.

Es hat nur wenige Sätze gedauert und ich bin tief in dieses Buch versunken. Bettina Storks startet mit einem Prolog, der mich neugierig macht und mir nicht zu viel verrät. Sie erzählt eine Geschichte nach wahren Begebenheiten aus den Jahren 1939 bis 1944.

Regelmäßig läuft mir beim Lesen die Gänsehaut über den Rücken. Immer möchte ich wissen, wie es denn nun weiter geht und es gelingt mir nicht, diese Buch wieder aus der Hand zu legen. Zu spannend ist die Geschichte um den verstorbenen Simon Mercier, der in Paris stirbt. Erst mit seinem Tod wird klar, das er deutsch-polnische Wurzeln hat und eine ganz andere Ursprungsfamilie. Edith und ihre Großcousine Tatjana beschäftigen sich mit der Frage, wer Simon denn nun eigentlich war und was mit seiner Mutter Helene geschah. Sie folgen seinen Wurzeln bis nach Krakau und stoßen auf eine Mauer des Schweigens und auf Tatjanas Großmutter Lilo, die aus meiner Sicht eine der zentralen Figuren in diesem Werk ist.

Lilo, die zu Beginn noch recht unscheinbar wirkt, gewinnt mit jedem Satz an Format. Die Autorin hat sie und ihre anderen Charaktere entsprechend ihrer Rollen unterschiedlich fein gezeichnet. Sie wirken beim Lesen lebendig.

Bettina Storks erzählt eine Geschichte berührender Schicksale und dem Mut zum Widerstand nach wahren Begebenheiten. Mit diesem Buch habe ich viele fesselnde Lesestunden fernab von meinem Alltag verbracht. “Die Schwestern von Krakau” empfehle ich allen Lesern weiter, die sich für die deutsch-polnische Geschichte interessieren und Freude an ergreifenden Geschichten haben.

  • Einzelne Kategorien
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  • Erzählstil
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.01.2025

Ungewöhnlich, Lesenswert, Spannend!

Johannisberger Hölle
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Den Kriminalroman “Johannisberger Hölle” hat Roland Stark im Oktober 2024 gemeinsam mit dem Verlag emons herausgebracht. Das idyllische Cover trügt. Wer gerne im Harz wandert und den Ort Elend kennt, der ...

Den Kriminalroman “Johannisberger Hölle” hat Roland Stark im Oktober 2024 gemeinsam mit dem Verlag emons herausgebracht. Das idyllische Cover trügt. Wer gerne im Harz wandert und den Ort Elend kennt, der könnte durchaus auf die Idee kommen, dass der Titel “Johannisberger Hölle” einen steilen Hang bezeichnet. Oder durchaus auch anders zu verstehen ist. Diese und ähnliche Informationen hat er Autor unter der Rubrik “Wissenswertes” zusammengestellt. Ich empfehle dem interessierten Leser, diesen Teil unbedingt zu lesen. Der Autor Roland Stark ist Psychotherapeut. Da ist es nicht erstaunlich, wenn ein Großteil des Krimis sich mit Beziehungsgeflechten beschäftigt. Mit “Johannisberger Hölle” lese ich meinen ersten Kriminalroman mit ihm und ich bin davon überzeugt, dass es nicht der letzte sein wird.
Die Handlung startet langsam. Ich lerne Maxi und Moritz kennen. Der Autor beleuchtet beide Persönlichkeiten gründlich von allen Seiten. Wenn ich denke, jetzt habe ich ein Bild von Maxi, dann lässt er mich eine Szene lesen, die mein Bild von Maxi erneut von einer ganz anderen Seite zeigt. Maxi ist die Person schlechthin in diesem Krimi. Ich bin Vielleser und kann mich nicht daran erinnern, schon einmal ein solches Personenporträt in einem Krimi gesehen zu haben. Das ist meistens auch gar nicht notwendig. Bei Roland Stark ist das der Dreh- und Angelpunkt.
Als Moritz verschwindet, habe ich schon viele Seiten gelesen. Seiten voller Informationen. Vielleicht war auch Moritz da schon verschwunden, ich habe es nur nicht gelesen. Wer auf einen klassischen “Who´s done it-Krimi” hofft, der ist hier nicht richtig. Roland Stark richtet seinen Kriminalroman an Freunde des Psychothrillers, die viele Informationen über Persönlichkeiten lieben und sich regelmäßig mit der Frage beschäftigen, was sie übersehen haben.
Die Suche nach Moritz übernehmen hier Kommissar Mayfeld und die Privatdetektivin Ginger Havemann. Beide haben es nicht leicht, auch wenn sie in allen Richtungen denken. Ehe sie sich versehen, landen sie in einer Situation, die ihnen fast ihr Leben kostet.
Roland Stark hat mit “Johannisberger Hölle” einen Regionalkrimi auf den Büchermarkt gebracht, der sich von der klassischen Krimiliteratur abhebt. Gerne spreche ich eine Leseempfehlung aus für alle die, die Beziehungsgeflechte lieben und die größte Spannung darin finden, die Situation zu drehen, zu drehen und zu drehen. Von mir bekommt er 4 verdiente Lesesterne.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.01.2025

Gefühlsintensiv, Dramatisch, Fesselnd!

Wo die Sterne am hellsten leuchten
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Den Roman “Wo die Sterne am hellsten leuchten” hat Josefine Weiss gemeinsam mit dem Verlag Feuerwerke im Januar 2025 herausgebracht. Das Cover passt sehr gut in das Genre und ist auf Anhieb als ein Josefine-Weiss-Roman ...

Den Roman “Wo die Sterne am hellsten leuchten” hat Josefine Weiss gemeinsam mit dem Verlag Feuerwerke im Januar 2025 herausgebracht. Das Cover passt sehr gut in das Genre und ist auf Anhieb als ein Josefine-Weiss-Roman erkennbar.

Von Josefine Weiss habe ich fast alle Romane gelesen, die sie auf dem Büchermarkt gebracht haben. Sie haben alle eines gemeinsam. Sie sind mindestens sehr gut und manche sind ausgezeichnet. Dieser hier ist einer davon. Gestern hat mir das winterliche Schmuddelwetter einen Lesetag beschert und den habe ich mit dieser Geschichte verbracht.

Die Journalistin Mila möchte eine Reportage über die Einrichtung “Horizont” schreiben. Sie hat diese Idee schon lange in ihrem Kopf, doch getraut hat sie sich bisher nicht. Horizont ist eine Einrichtung in der schwerkranke Menschen ihre letzten Tage verbringen oder genesen können. Dort trifft sie auf David, der mit seinem Sohn Liam dort ist. Durch Milas Arbeit kommen sie sich näher als sie sollten. Während David und Mila mit ihren Gefühlen kämpfen passiert etwas, das von beiden alles fordert.

Diese Geschichte habe ich mit in einem Zug durchgelesen. Vom ersten bis zum letzten Buchstaben habe ich an den Zeilen geklebt. Immer wollte ich unbedingt wissen, wie es denn nun weitergeht. Josefine Weiss beschäftigt mich dem Tod und der Trauer. Einfühlsam zeigt sie, wie Mila sich ihrer Vergangenheit stellt, mit sich kämpft, beinahe kapituliert und dennoch die Kraft für einen Neuanfang findet.

Josefine Weiss hat mit einer geschickten Mischung aus Liebe, Drama und Schmerz eine sehr schöne Erzählung auf den Büchermarkt gebracht, mit der ich einige unterhaltsame Stunden verbracht habe. Gerne empfehle ich die Geschichte “Wo die Sterne am hellsten leuchten” weiter und verleihe der Autorin fünf Lesesterne.

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Veröffentlicht am 07.01.2025

Eiskalt, Temporeich, Atemraubend!

Eiskalte Surselva
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Den Kriminalroman “Eiskalte Surselva” hat Regine Imholz im Oktober 2024 gemeinsam mit dem Verlag emons: herausgebracht. Ein Blick auf das Cover lässt mich bereits frösteln. Die atemraubende Landschaft ...

Den Kriminalroman “Eiskalte Surselva” hat Regine Imholz im Oktober 2024 gemeinsam mit dem Verlag emons: herausgebracht. Ein Blick auf das Cover lässt mich bereits frösteln. Die atemraubende Landschaft verlangt Respekt von mir und in mir drängt sich ein einziger Gedanke auf. Was ist, wenn da mal einer runterfällt?

Dies ist mein erstes Werk von Regine Imholz und sicher nicht mein letztes. Vom ersten bis zum letzten Buchstaben gelingt es der Autorin eine packende Spannung aufzubauen, die mich an das Buch fesselt und mich erst erlöst, als ich auf Seite 240 angekommen bin. Da habe ich eine Verschnaufpause auch dringend nötig.

Die Autorin startet in einem Schneesturm und mir wird schon beim Lesen kalt. Zwei junge Frauen verschwinden und werden unterhalb des Baumwipfelpfads gefunden. Sie sind tot. War es ein Unfall? War es Mord? Und warum sind es gleich zwei Tote? Diese Fragen drängen sich mir auf und lassen mich nicht los. Gemeinsam mit Matti Coray und Katja Kurz begebe ich mich auf Mördersuche. Ein Verdächtiger ist schnell ausgemacht. Doch mir, Matti und Katja ist das viel zu einfach und so ermitteln wir weiter und weiter und weiter. Ein Hinweis jagt den nächsten und sie haben alle eines gemeinsam. Sie führen uns in die Irre. Doch da ist noch unser Bauchgefühl, das uns sagt, das uns eine Aussage viel zu glatt ist.

Mit “Eiskalte Surselva” bringt Regine Imholz einen Regionalkrimi auf den Büchermarkt, der Gänsehaut garantiert, mich fesselt und mir den Atem raubt. Dafür bekommt die Autorin eine uneingeschränkte Leseempfehlung und 5 warm verpackte Lesesterne. Es ist einer der Krimis, die ein Krimifan auf keinen Fall verpassen sollte.

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Veröffentlicht am 05.01.2025

Fröstelnde Spannung garantiert!

Zugspitzgeist
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Den Kriminalroman “Zugspitzgeist” hat Anna Tröber im Oktober 2024 gemeinsam mit dem Verlag emons: herausgebracht. Ein Blick auf das Cover macht mich neugierig. Es zeigt die Zugspitze, einen See mit Tannen ...

Den Kriminalroman “Zugspitzgeist” hat Anna Tröber im Oktober 2024 gemeinsam mit dem Verlag emons: herausgebracht. Ein Blick auf das Cover macht mich neugierig. Es zeigt die Zugspitze, einen See mit Tannen umringt und tiefliegende Wolken. Die vorherrschende Farben ist ein bläuliches Grau. Fröstelnd schlage ich das Buch auf und beginne zu lesen. Anna Tröber kenne ich noch nicht. Da ich gerne neue Autoren kennenlerne, freue ich mich auf ihre Erzählung.
Der sympathische Bezirksanwalt Clemens Hugo strandet in Ehrwald. Unfreiwillig mietet er sich dort für ein paar Tage in einem Hotel ein. Er macht einen geruhsamen Winterspaziergang, der je endet, als er eine Leiche findet. Die Identität des Toten ist schnell geklärt. Es handelt sich um einen Tiroler Großunternehmer. Er ist unter einer Decke aus künstlichem Schnee erstickt. Das Irrwitzige daran ist, der Tote ist der Besitzer der Beschneiungsanlage. Die örtlichen Behörden legen den Fall schnell zu den Akten. Für sie ist völlig klar, es war ein Unfall. Hugo und die Journalistin Kerstin Schlegele denken dagegen ganz anders. Sie fangen an zu ermitteln und finden schnell heraus, dass der Tot mehr Feinde als Freunde hatte.
Anna Tröber erzählt in Rückblenden die Geschichte der Seilbahn und unterbricht dafür die Ermittlungen von Clemens Hugo und Kerstin Schlegele. Hier fordert sie die Aufmerksamkeit des Lesers. Es ist schnell klar, das Motiv liegt in der Vergangenheit. Ich denke, ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, es ist eine fiese Geschichte. Spannend ist diese Erzählung vom ersten bis zum letzten Buchstaben. Ihr Schreibstil hat einen Wiedererkennungswert. Er lässt sich flüssig lesen. Manchmal kommt eine leicht zynische Note durch, die ich sehr schätze. Während ich diese Zeilen schreibe, freue ich mich auf Neues aus der Feder und dem Köpfchen der Autorin.
Mit “Zugspitzgeist” mischt Anna Tröber den Büchermarkt auf. Sie erzählt den Bau der Zugspitzbahn, packt ihn vor eine idyllische Kulisse und macht daraus einen sehr spannenden Regionalkrimi. Die Autorin bekommt von mir eine uneingeschränkte Leseempfehlung und 4 verdiente Lesesterne.

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