Cover-Bild Fernwehland
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: HarperCollins Hardcover
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Generationenroman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 416
  • Ersterscheinung: 28.01.2025
  • ISBN: 9783365007433
Kati Naumann

Fernwehland

Roman | »Kati Naumann hat die Gabe, die Vergangenheit lebendig werden zu lassen.« NDR Kultur | Historischer Roman | Frauenunterhaltung | Reise | Familie

Die Astoria ist das älteste seetüchtige Kreuzfahrtschiff der Welt. Seit über siebzig Jahren trägt es die Menschen übers Meer und hat schon unzählige Schicksale bestimmt. Nach einer Kollision mit dem Luxusschiff Andrea Doria wurde es an die DDR verkauft und fortan für Urlaubsreisen eingesetzt. Auf seinen Fahrten bis in die Karibik geraten das Schiff und seine Passagiere auch zwischen die Fronten des Kalten Krieges.

Die Stewardess Simone und der Matrose Henri haben sich vor vielen Jahren auf diesem Schiff kennengelernt. Heute treten sie noch einmal eine Kreuzfahrt mit der Astoria und damit auch eine Reise in ihre Vergangenheit an. Denn sie begegnen dabei der Schwedin Frida, die als Kind die Schiffstaufe erlebt hat und deren Geschichte ebenfalls ganz eng mit der des Schiffes verbunden ist. 

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Veröffentlicht am 05.10.2025

Kreuzfahrtschiff Völkerfreundschaft - Astoria

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In diesem emotionalen Familienroman steht das reale Kreuzfahrtschiff Astoria im Mittelpunkt, das früher zu DDR-Zeiten Völkerfreundschaft hieß, und das Personen, die mit diesem Schiff in Verbindung standen, ...

In diesem emotionalen Familienroman steht das reale Kreuzfahrtschiff Astoria im Mittelpunkt, das früher zu DDR-Zeiten Völkerfreundschaft hieß, und das Personen, die mit diesem Schiff in Verbindung standen, zusammengeführt hat und diesen nie aus dem Kopf gegangen ist bzw. deren Leben geprägt hat.
Die Geschichte erstreckt sich über mehrere Zeitebenen, und nach und nach klärt sich auf, wie die Schicksale der Personen durch dieses Schiff verwoben sind.
Man lernt ab dem Jahr 1938 Erwin kennen, der schon von Klein an von der Seefahrt geträumt hat.
Sein Sohn Henri hat es dann geschafft - er wird Matrose auf der "Völkerfreundschaft", dem ersten Kreuzfahrtschiff der DDR, die sich das Schiff nur leisten konnte, da das ursprünglich schwedische Kreuzfahrtschiff "Stockholm" nach einer Kollision 1960 günstig an die DDR verkauft wurde und weil durch die Steckenpferd-Bewegung der Arbeiter der DDR Mittel dafür erwirtschaftet wurden.
Und im Jahr 2019 macht dieses Kreuzfahrtschiff, das nun Astoria heißt und das älteste, noch fahrende Passagierschiff ist, seine letzte Fahrt - auf ihr sind Henri dabei und seine Frau Simone, die damals als Stewardess auf der Völkerfreundschaft gearbeitet hat, wo die beiden sich vor über 40 Jahren kennen- und lieben gelernt hatten.
Und auch die Schwedin Frida ist dabei, die als Kind bei der Schiffstaufe dabei war.

Die Autorin hat wieder eine gefühlvolle und bewegende Geschichte um eine Familie (und ein Passagierschiff) kreiert, die so interessant und spannend verwebt ist, dass man das Buch gar nicht aus der Hand legen kann.
Auch die vielen Infos über die Binnenschifffahrt (auf dem Personendampfer Diesbar hatte Erwins Mutter Dora sowie später er selbst auch gearbeitet) und Seeschifffahrt sind total interessant in der Geschichte verarbeitet, ebenso wie die geschichtlichen Hintergründe - zB über die Steckenpferd-Bewegung, ohne die der Ankauf eines Passagierschiffs niemals möglich gewesen wäre.
Die Recherche der Autorin hat ergeben, dass es die Astoria, die nach der Zeit in der DDR unter mehreren Eignern und Namen lief, zwar noch gibt, diese aber seit Jahren ungenutzt im Hafen von Rotterdam liegt. (Und laut meiner Internetrecherche aufgrund einer schweren Beschädigung nur mehr verschrottet werden kann, was mich sehr traurig macht, nachdem ich nun die Geschichte dieses Schiffes kennenlernen durfte.)


Fazit:
Eine wunderbar berührende Familiengeschichte, die über mehrere Jahrzehnte und Generationen erzählt wird; gespickt mit vielen historischen Details und interessanten Infos zur Binnen- und Seeschifffahrt sowie im speziellen zum Kreuzfahrtschiff Astoria (Völkerfreundschaft). Wieder ein emotionaler, bewegender und unterhaltsamer Roman von Kati Naumann!

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Veröffentlicht am 16.07.2025

Das Kreuzfahrtschiff Völkerfreundschaft

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Vor 40 Jahren hatten sich der Matrose Henri und die Stewardess Simone auf der Völkerfreundschaft kennengelernt. Nun im Jahre 2019 wollten sie noch einmal eine Fahrt auf dem Kreuzfahrschiff unternehmen, ...

Vor 40 Jahren hatten sich der Matrose Henri und die Stewardess Simone auf der Völkerfreundschaft kennengelernt. Nun im Jahre 2019 wollten sie noch einmal eine Fahrt auf dem Kreuzfahrschiff unternehmen, diesmal als Passagiere. Beide haben damit die Chance, sich mit den Schatten der Vergangenheit auszusöhnen. Auf der Reise treffen sie auf die Schwedin Frida, die auch eine enge Verbindung zu dem Schiff hat und die junge Elli schließt sich ihnen an.

Der Roman erzählt auf zwei Zeitebenen die Geschichte des ersten Kreuzfahrschiffes der DDR. In der Gegenwart erleben wir Simone, Frida, Elli sowie Henri. Die Vergangenheit beginnt im Jahr 1938 und endet 1981. Geschickt verbindet die Autorin die Geschichte mit den Protagonisten und dem Kreuzfahrtschiff. Der Erzählstil von Kati Naumann ist sehr bildhaft. Sie lässt in ihrem Buch die Leserschaft teilhaben, so dass man sich als Teil der Passagiergruppe fühlt. Man erlebt eine Reise in ferne Länder von denen die meisten DDR-Bürger nur träumen konnten. Abgerundet wird die Geschichte noch durch eine Zeittafel und der zwölf Namen des Schiffes sowie die technischen Daten. Mir hat die Familiengeschichte angenehme Lesestunden bereitet.

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Veröffentlicht am 09.06.2025

Gut recherchiert und sehr realistisch

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„...Das Schiff, das sich gemächlich näherte, war die Astoria, das älteste noch fahrende Passagierschiff der Welt. Inzwischen gehörte es zur Flotte einer britischen Reederei. Unter so vielen Namen war es ...

„...Das Schiff, das sich gemächlich näherte, war die Astoria, das älteste noch fahrende Passagierschiff der Welt. Inzwischen gehörte es zur Flotte einer britischen Reederei. Unter so vielen Namen war es gefahren, aber für Simone und Henri würde sie immer die Völkerfreundschaft bleiben...“

Es ist das Jahr 2019, wo Simone und Henri erneut dieses Schiff betreten. Hier haben sie sich einst kennengelernt, bevor das Leben eine andere Geschichte schrieb.
Die Autorin hat einen spannenden und exakt recherchierten Roman geschrieben. Das Geschehen hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Das Buch erzählt zwar von einem Schiff, ist aber gleichzeitig nicht nur eine Familiengeschichte mit tiefen Brüchen. Die Autorin verwendet zwei Handlungsstränge. Der erste spielt 2019 auf dem Schiff, der zweite besteht aus Rückblenden in die Vergangenheit.
Die Rückblenden beginnen 1938. Damals lebt der Erwin, Henris Vater, mit seiner Mutter Dora in Kötschenbroda unweit von Dresden. Während Erwin der Großmutter hilft, arbeitet seine verwitwete Mutter als Kellnerin auf dem Personendampfer Diesbar. Es ist für Erwin etwas Besonderes, wenn er seine Mutter auf dem Schiff begleiten darf. Erwin träumt von einem Beruf als Matrose auf hoher See. Doch erst einmal kommt der Krieg. Auch danach muss er aus persönlichen Gründen diesen Wunsch begraben. Seine Begeisterung für die Schifffahrt gibt er an Henri weiter.
Im Februar 1948 stellt eine schwedische Reederei das Passagierschiff Stockholm in ihren Dienst. Frida war mit ihren Eltern bei der Schiffstaufe. Sie erlebte Jahre später auch die Kollision mit der Andrea Doria.
Diese Kollision sorgte dafür, dass Schweden das Schiff verkauft hat. Es wurde das erste Passagierschiff der DDR und erhielt den Namen Völkerfreundschaft. Henri wird Matrose auf dem Schiff, Simone Stewardess. 2019 erinnern sie sich bei jeder Station der Reise an die Vergangenheit, so auch in Amsterdam.

„...Es war lange her, mehr als 40 Jahre. Damals hatten sie es aufregend gefunden, als Bürger der DDR, wo die härteste Droge Nordhäuser Doppelkorn gewesen war...“

Der war übrigens auch ein gefragtes Zahlungsmittel der Besatzung bei den Aufenthalt in skandinavischen Häfen.
Die Autorin erzählt sehr realistisch das Leben von Erwin und seiner Familie. Dazu sollte man wissen, dass Dresden und Umgebung zu den Gegenden gehörte, wo man nur wenig über das Leben außerhalb der DDR erfuhr. Westempfang per Fernsehen gab es dort nicht. Selbst die Radiosender konnten nur an wenigen Plätzen empfangen werden.
Für Henri war die Arbeit auf dem Schiff ein Lebenstraum. Er sah die Welt. Dass das Leben auf dem Schiff nicht immer ein Zuckerschlecken war, machte ihm nichts aus. Doch schon waren dunkle Schatten am Horizont zu sehen. Sie kamen von einer völlig unerwarteten Seite.
Ein Interview mit der Autorin, eine Zeittafel, die technischen Daten des Schiffes und die Liste seiner Namen ergänzen das Buch.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin versteht es, die Zeitverhältnisse mit gekonnt wiederzugeben und darin das Schicksal ihrer Protagonisten einzubetten.

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Veröffentlicht am 04.04.2025

Eine außergewöhnliche Geschichte

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Die "Astoria" ist das älteste Kreuzfahrtschiff der Welt. Sie wurde im Jahr 1946 auf den Namen "Stockholm" getauft und bekam im Laufe der Zeit zwölf Namen. Von 1960 bis 1985 fuhr sie unter dem Namen "Völkerfreundschaft" ...

Die "Astoria" ist das älteste Kreuzfahrtschiff der Welt. Sie wurde im Jahr 1946 auf den Namen "Stockholm" getauft und bekam im Laufe der Zeit zwölf Namen. Von 1960 bis 1985 fuhr sie unter dem Namen "Völkerfreundschaft" für die damalige DDR. Dort lernten sich die Stewardess Simone und der Matrose Henri kennen. Im Jahr 2019 erfüllen sie sich einen Traum. Sie machen mit ihrem Schiff, das heute den Namen "Astoria" trägt, noch einmal eine Reise, diesmal als Passagiere. An Bord lernen Sie die Schwedin Frida kennen, die als kleines Mädchen bei der Schiffstaufe der "Stockholm" dabei war. Auch ihr Schicksal hat dieses Schiff massiv beeinflusst. Die drei Reisenden nehmen die junge Elli unter ihre Fittiche, denn sie reist ganz allein. Die vier ungleichen Passagiere freunden sich an. Auch Elli hat ein großes Geheimnis und auch die anderen haben in all den Jahren viel erlebt, was sie noch immer nicht verarbeitet haben.

In ihrem Roman "Fernwehland" verarbeitet Kati Naumann ein Stück Geschichte der DDR. Sie beschreibt darin das Leben der Menschen in diesem Staat. Nicht nur die Entbehrungen haben den Menschen dort zu schaffen gemacht, auch ihr Drang nach Freiheit wurde manchen Leuten zum Verhängnis. Doch die Menschen jammerten nicht, sondern versuchten durch den Zusammenhalt in der Familie aus ihrem Leben das Beste zu machen. In ihrer Geschichte erzählt Kati Naumann das Leben einer Familie über Generationen hinweg. Es gelingt ihr dabei, die Personen so lebensnah zu beschreiben, daß man sie, mit einigen Ausnahmen, einfach mögen muß. Auch im zweiten Zeitstrang begegnet man Menschen, die ihre Höhen und Tiefen haben und dadurch so wirklichkeitsnah erscheinen. Dieses Buch hat mich ehrlich berührt. Die Geschichte wird sehr warmherzig erzählt!

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Veröffentlicht am 21.03.2025

Erinnerungen

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Wow, wieder ein toller Roman aus der Feder von Kati Naumann.
Die Geschichte lädt zum träumen ein, wenn man aus der ehemaligen DDR stammt. Ich kann mich voll und ganz in Simone und Henri versetzten. Den ...

Wow, wieder ein toller Roman aus der Feder von Kati Naumann.
Die Geschichte lädt zum träumen ein, wenn man aus der ehemaligen DDR stammt. Ich kann mich voll und ganz in Simone und Henri versetzten. Den beiden ging es ja da noch relativ gut, sie konnten zum Teil auch die Vorzüge des "Westens" nutzen, wenn sie keine DDR Passagiere an Bord hatten. Dora ist mir am sympatischtsten von allen gewesen, sie hatte das Herz am rechten Fleck und war ihrer Zeit damals im tiefsten Sozialismus voraus. Für mich ein rundum zufriedes Lesevergnügen, dem ich volle Sterne und eine Weiterempfehlung gebe.

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