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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.05.2026

Humorvoll, Spannend, Lesenswert!

Mord nach Schnittmuster
1

Im Februar 2026 hat die Autorin Birgit Körner gemeinsam mit dem Verlag emons: den Cozy-Krimi „Mord nach Schnittmuster“ herausgebracht. Das Cover zeigt eine alte Nähmaschine, wie ich sie noch von meiner ...

Im Februar 2026 hat die Autorin Birgit Körner gemeinsam mit dem Verlag emons: den Cozy-Krimi „Mord nach Schnittmuster“ herausgebracht. Das Cover zeigt eine alte Nähmaschine, wie ich sie noch von meiner Großmutter kenne, ein Nadelkissen und einen Faden, der an der Nähmaschine endet. Die Grundfarbe Türkis wirkt ruhig auf mich. Der pinke Nähfaden und das gleichfarbige Nadelkissen fallen mir sofort in das Auge. Ein Blick auf die Rückseite verrät mir, dass ich dieses Buch sehr gerne lesen möchte.
Neugierig mache ich mich an das Werk. Über ca. 288 Seiten freue ich mich über kurzweilige Unterhaltung, jede Menge Schmunzler und über eine Geschichte, die mich von meinem anstrengenden Alltag ablenkt.
Der flüssige und moderne Schreibstil von Birgit Körner macht mir den Einstieg in die Geschichte leicht. Die Kapitel sind kurzgehalten. Sie starten mit Tipps rund um das Nähen. Da ich höchstens ein paar Aushilfsarbeiten mit Nadel ausführen kann, lerne ich fleißig dabei. Ehe ich mich versehe, habe ich den Krimi in einem Rutsch durchgelesen.
Auch inhaltlich kann sich die Geschichte sehen lassen. Hanna, die in der Do-it-yourself-Community als Nähexpertin gilt ist tot. Sie wird im Keller ihres Stoffladens gefunden. Was ist da passiert? Diese Frage stellt sich der Kommissar Martin Leitner. Ebenso wie ich, hat Martin Leitner überhaupt keinen blassen Schimmer vom Nähen. Nicht nur dadurch finde ich ihn sympathisch. Gemeinsam ermitteln wir ihn einem Fall, der durchaus spannend ist und der am Ende gut aufgelöst ist.
Alles in allem hat Birgit Körner mit „Mord nach Schnittmuster“ einen Cozy Krimi auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Wer Lust auf unterhaltsame und spannende Lesestunden hat, der ist hier richtig. Von mir bekommt die Autorin 4 verdiente Lesesterne und eine Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.05.2026

Unterhaltsam und Lesenswert!

Rosen im Asphalt
1

Im Mai 2026 hat die Autorin Felicitas Fuchs gemeinsam mit dem Verlag Heyne den historischen Roman „Rosen im Asphalt“ herausgebracht. Auf dem Cover sind zwei Frauen zu sehen, die sich gut verstehen. Es ...

Im Mai 2026 hat die Autorin Felicitas Fuchs gemeinsam mit dem Verlag Heyne den historischen Roman „Rosen im Asphalt“ herausgebracht. Auf dem Cover sind zwei Frauen zu sehen, die sich gut verstehen. Es sind die beiden Hauptprotagonistinnen Linda und Irmi.

Felicitas Fuchs ist ein Pseudonym der Autorin Carla Berling. Von ihr habe ich schon einige Erzählungen gelesen. Zuletzt „Die Akte Schneeweiß“. Da mir das Werk gut gefallen hat, habe ich mich auf „Rosen im Asphalt“ gefreut. Ich denke, es ist nicht zu viel verraten, wenn ich hier schon schreibe, dass es besser ist. Das aktuelle Werk startet in Hamburg im Jahr 1956 und endet im Jahr 2016.

Linda wird in schwierigen Umständen in Heimen groß. Ihre Mutter Belinda lässt sie kurz nach ihrer Geburt zurück. Irmi wächst als armes reiches Mädchen in einer Villa auf, in der es an vielem mangelt. Beide Frauen laufen sich in einer schwierigen Situation über den Weg und eine Freundschaft entsteht, in der sie sich gegenseitig Halt und Zuversicht geben.

Gekonnt führt Felicitas Fuchs durch die Geschichte. Ihren Schreibstil empfinde ich als flüssig und bildhaft. Schnell finde ich Zugang zur Story und zu den beiden Frauen. Gut gelingt es der Autorin die Zeitgeschichte mit einzubauen. Ohne dass ich es direkt bemerke, erlebe ich am Rande die politischen und gesellschaftlichen Ereignisse der Jahre 1956-2016 mit. Der Fokus dieses Romans liegt jedoch auf den beiden Frauen und so lerne ich sie nach und nach besser kennen. Beide gefallen mir gut. Gemeinsam mit ihnen erlebe ich die Höhen und Tiefen ihres Lebensweges und manches nimmt mich ganz schön mit.

Alles in allem hat Felicitas Fuchs mit „Rosen im Asphalt“ einen historischen Roman auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Im Vordergrund steht die fiktive Geschichte der beiden Frauen Linda und Irmi. Wer Lust auf ein paar unterhaltsame Lesestunden und auf einen Ausflug in die Jahre 1956-2016 hat, der ist hier richtig. Von mir bekommt die Autorin 4 verdiente Lesesterne und eine Leseempfehlung.

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  • Erzählstil
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.05.2026

Skurril, Nordisch, Spannend!

Hart Backbord
1

Im Februar hat Arnd Rüskamp den Küstenkrimi Hart Backbord gemeinsam mit dem Verlag emons: auf den Büchermarkt gebracht. Das Cover passt perfekt zur Geschichte und in das Genre. Es handelt sich um den achten ...

Im Februar hat Arnd Rüskamp den Küstenkrimi Hart Backbord gemeinsam mit dem Verlag emons: auf den Büchermarkt gebracht. Das Cover passt perfekt zur Geschichte und in das Genre. Es handelt sich um den achten Teil der Reihe mit der Ermittlerin Marie Geisler. Er kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden.
Als Küstenkind schlägt mein Herz für die raue See. Das Cover hat mich sofort angesprochen und ohne weiter nachzudenken, habe ich zugegriffen. Ein paar unterhaltsame Lesestunden im Küstenflair konnte ich gerade gut gebrauchen.
Nach getaner Arbeit starte ich bei Schwarztee mit der Geschichte und finde mich auf einem Ausflugsschiff in der Flensburger Förde wieder. Eine rechtsextreme Regionalpartei kapert dieses Schiff und unter den Geiseln befindet eine hochrangige Politikerin. Marie und ihre Freundin Frauke ermitteln mit aller Kraft, doch alles scheint sich gegen sie zu wenden, bis Marie um das Leben ihrer Familie fürchten muss, die sich ebenfalls auf diesem Schiff befindet.
Rau wie die See. Klar wie der Horizont. Ein Schuss friesischer Humor. Mit diesen drei Sätzen möchte ich den Schreibstil von Arnd Rüskamp beschreiben. Schnell habe ich mich eingelesen. Die Kapitel haben eine angenehme Länge. Ich finde verschiedene Erzählstränge, die sich immer exakt an den Stellen abwechseln, wo ich unbedingt weiterlesen möchte. Das facht die Spannung an und somit lese ich die ca. 288 Seiten an zwei Abenden. Ganz am Ende gönnt mir der Autor ein schallendes Lachen. Es ist der letzte Absatz im Epilog, der mir eine helle Freude bereitet.
Alles in allem hat Arnd Rüskamp mit „Hart Backbord“ einen Küstenkrimi herausgebracht, der unterhaltsam und lesenswert ist. Der geneigte Leser sollte über eine ordentliche Portion schwarzen Humor und ein grundlegendes politisches Interesse mitbringen. Von mir bekommt der Autor 4 verdiente Lesesterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 05.05.2026

Giftgrün, Schwarzhumorig, Lesenwert!

Gärten, Gift und kalte Rache
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Im März 2026 hat die Autorin Klaudia Blasl den Kriminalroman „Gärten, Gift und kalte Rache“ gemeinsam mit dem Verlag emons: herausgebracht. Das Cover passt hervorragend zur Geschichte und stimmt den Leser ...

Im März 2026 hat die Autorin Klaudia Blasl den Kriminalroman „Gärten, Gift und kalte Rache“ gemeinsam mit dem Verlag emons: herausgebracht. Das Cover passt hervorragend zur Geschichte und stimmt den Leser bereits auf die wichtigsten Inhalte ein. Es ist der dritte Teil mit den Hobbyermittlern Berta und Pauline. Er kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden.
In Oberdistelbrunn ist sanfter Tourismus angesagt. Der Ort setzt auf Insektenvielfalt und Biodiversität. Doch dann beginnt mit einem toten Hund und mehreren Leichen eine Mordserie, die den beschaulichen Ort erschüttert. Die Dörfler denken an Selbstjustiz und die Polizei hat keine brauchbaren Hinweise. Da sind Berta und Pauline gefragt…
Eine Autorin, die einen Giftpflanzengarten betreibt, die macht mich neugierig. So schlage ich das Buch auf und fange an zu lesen. Es dauert nur ein paar Sätze und ich beginne zu schmunzeln. Der Schreibstil von Klaudia Blasl wirkt kurzweilig, schwarzhumorig und pointiert auf mich. Die Dialoge halten mich über ca. 316 Seiten bei guter Laune und ich lerne viel wissenswertes über Pflanzen. Vor allem über ihre giftigen Seiten. Gelernt habe ich in dieser Geschichte viel über Christrosen, Alpenveilchen und Narzissen und einiges davon habe ich bereits am Wochenende meinen Eltern weitergegeben, als meine Mutter mir stolz ihren frisch bepflanzten Garten gezeigt hat.
Der Krimi selbst ist von der Autorin geschickt gestaltet. Ich empfinde ihn zu jeder Zeit als spannend. Zuerst folge ich mit Berta und Pauline vielen Hinweisen. Die meisten davon führen uns in die Irre. Die Auflösung am Ende ist sauber und beantwortet meine Fragen.
Berta und Pauline wirken sympathisch auf mich. Sie erinnern mich an Miss Marple.
Alles in allem hat Klaudia Blasl mit dem Kriminalroman „Gärten, Gift und kalte Rache“ eine Erzählung auf den Büchermarkt gebracht, die es sich zu lesen lohnt. Wer Lust auf skurrile Persönlichkeiten, einen giftgrünen Humor und viel Pflanzenkunde hat, der ist hier richtig. Von mir bekommt die Autorin 4 verdiente giftgrüne Lesesterne und eine eiskalte Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 01.05.2026

Lecker, Unterhaltsam, Lesenswert!

Die Schwartau-Schwestern - Die Süße des Lebens
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Im April 2026 hat Romy Herold gemeinsam mit dem Verlag blanvalet den historischen Roman „Die Schwartau Schwestern, Die süße des Lebens“ herausgebracht. Hinter dem Pseudonym Romy Herold verbergen sich die ...

Im April 2026 hat Romy Herold gemeinsam mit dem Verlag blanvalet den historischen Roman „Die Schwartau Schwestern, Die süße des Lebens“ herausgebracht. Hinter dem Pseudonym Romy Herold verbergen sich die Autoren Eva-Maria Bast und Jorn Precht.
Das Cover ist liebevoll und detailreich gestaltet. Vorne leuchten die roten Erdbeeren eindrucksvoll über dem roten Schriftzug Schwartau. Im Inneren finden sich viele Bilder aus der Geschichte der Marke Schwartau. Der Aufkleber „Spiegel Bestseller-Autorin“ weist darauf hin, dass Romy Herold bereits viele Leser von ihren Geschichten überzeugt hat.
Der Roman startet im Jahr 1898 und endet im Juli 1928. In diesen Jahren ist viel passiert. Die Schwestern Emma und Tilde sind der Meinung, ihre selbstgemachte Erdbeermarmelade darauf wartet von Jedermann entdeckt zu werden. Engagiert machen sie sich auf den Weg von Rostock nach Schwartau und gründen einen Betrieb, den heute noch jeder kennt. Was sich wie eine klassische Erfolgsgeschichte liest, ist auch eine. Nur ist der Weg nicht einfach sondern erlebnisreich und herausfordernd. Die Schwestern müssen jede Menge Hindernisse überwinden und kämpfen mit schwierigen Zeiten, z. B. dem ersten Weltkrieg.
Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig. Schnell habe ich Zugang zu diesem Werk gefunden. Über ca. 512 Seiten habe ich es gerne gelesen. Es ist mir leichtgefallen, mir das Gelesene vorzustellen. Das Buch selbst ist in mehrere Teile unterteilt, die mit den Zeiten gekennzeichnet sind, in denen sie spielen. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und so kann der Leser entweder viele Kapitel am Stück lesen oder gerne mal am Kapitelende unterbrechen.
Die Schwestern sind sehr unterschiedlich und haben dennoch viele Gemeinsamkeiten. Ich habe beim Lesen viele Sympathien für beide entwickelt.
Noch schöner hätte ich es gefunden, wenn ein wenig mehr Zeitgeist seinen Weg in den Roman gefunden hätte. Romy Herold findet über den Untergang der Titanic nur wenige Sätze und die Kriegszeiten lesen sich wie in einem Herzkino-Film am Sonntagabend.
Alles in allem hat Romy Herold mit „Die Schwartau Schwestern, die Süße des Lebens“ einen historischen Roman auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Er konzentriert sich auf die Entstehung der Marke Schwartau. Von mir gibt es leckere 4 Lesesterne und eine Leseempfehlung.

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