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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.01.2026

Kurzweilig, Amüsant, Heiter!

Pleiten, Pech und Papa
1

Im Januar 2026 hat Kristina Hortenbach gemeinsam mit dem Verlag Heyne den humorvollen Unterhaltungsroman „Pleiten, Pech und Papa“ herausgebracht. Beim Anblick des Covers bekomme ich gute Laune und starte ...

Im Januar 2026 hat Kristina Hortenbach gemeinsam mit dem Verlag Heyne den humorvollen Unterhaltungsroman „Pleiten, Pech und Papa“ herausgebracht. Beim Anblick des Covers bekomme ich gute Laune und starte munter in die Lektüre.
Die Apothekerin Carmen fragt sich, was sie machen soll. Ihr Vater steht mit 83 Jahren vor ihrer Tür und teilt ihr mit, er sei obdachlos. Die Flut hätte sein Haus zerstört. Nun, erst einmal bittet sie ihn herein und hofft auf eine schnelle Lösung. Ihr Vater jedoch hat viele gute Ideen, wie er Carmens Familienalltag umgestalten kann. Mithilfe von Excel-Dateien und Bofrost-Katalogen. Schnell stellt Carmen fest, sie hat schon lange nicht mehr mit ihrem Vater gesprochen. Auch das Zusammenspiel zwischen ihrem Partner Frank und ihrem Vater ist noch optimierungsbedürftig. Dann lernt ihr Vater die bodenständige Hilde mit ihrem Zwergpudel Sherry kennen und meldet sich zu einem Marathon an. Das Chaos hat einen Namen. Es heißt Heinz.
Vom ersten bis zum letzten Satz hat mir diese Erzählung viel Spaß gemacht. Carmen ist mir sofort sympathisch und ich fühle mit ihr. Sie hat es wirklich nicht leicht. Ihr Vater hat viele tolle Ideen und auch sonst ist Carmens Leben alles andere als langweilig. Als sie dann noch ihren Job in der Apotheke verliert, tut sie mir sehr leid. Doch Carmen wäre nicht Carmen, wenn sie aus der Situation nicht etwas machen würde, was schon lange in ihr schlummert.
Kristina Hortenbach erzählt ihre Geschichte mit modernen Worten und in einer leicht zu lesenden Sprache. Ihr Humor sorgt bei mir für ein Lächeln beim Lesen und für Vorfreude auf die nächste Seite.
„Pleiten, Pech und Papa“ ist ein heiterer Familienroman für alle Mittfünfziger, die sich fragen, war es das jetzt, oder kommt da noch was? Von mir bekommt die Autorin 5 verdiente Lesesterne und eine klare Leseempfehlung für alle die Leser, die Lust auf ein paar heitere Lesestunden haben.

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Veröffentlicht am 07.01.2026

Hochspannend, Atemraubend, Actionreich!

Die Atompriester
1

Rolf Sakulowski hat im Oktober 2025 gemeinsam mit dem Verlag emons: den Thriller „Die Atompriester“herausgebracht. Cover und Titel passen hervorragend zur Geschichte und in das Genre.
Elias Thomsen will ...

Rolf Sakulowski hat im Oktober 2025 gemeinsam mit dem Verlag emons: den Thriller „Die Atompriester“herausgebracht. Cover und Titel passen hervorragend zur Geschichte und in das Genre.
Elias Thomsen will sich als Religionswissenschaftler in eine Ordensgemeinschaft einbringen, die fernab von allem in den idyllischen Pyrenäen liegt. Er ist in die Novizin Blanca verliebt. Der Orden hat sich der Aufgabe verschrieben, Menschen in der Zukunft vor den Folgen und den Gefahren von Atommüll zu warnen. Dabei verbirgt der Orden selbst ein tödliches Geheimnis. Als Elias davon erfährt, wird es für ihn lebensgefährlich…
Von der ersten bis zu letzten Seite ist dieser Thriller unglaublich spannend. Rolf Sakulowski gelingt es mit einer actionreichen Erzählung, den Leser an die Seiten zu fesseln. Er startet mit einem Prolog aus dem Jahr 4037 und geht dann zurück in die Gegenwart.
Hervorzuheben ist der fesselnde Schreibstil des Autors, der mir das flüssige Lesen leicht macht. Zu jeder Zeit kann ich mir die Umgebung gut vorstellen und während ich lese, spielt sich in meinem Kopf ein Kinofilm ab. Ständig mache ich mir Sorgen um Elias und hoffe, dass er die Geschichte unbeschadet übersteht. Es ist so spannend, dass ich das Buch einfach nicht aus den Händen legen mag, denn immer möchte ich wissen, wie es denn nun weiter geht. Und so lese ich die ca. 400 Seiten in drei Abschnitten.
Alles in allem hat Rolf Sakulowski mit „Die Atmopriester“ einen Thriller auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Wer Lust auf eine Mischung zwischen Öko- und Politthriller hat und sich mit den Gefahren der Lagerung von Atommüll befassen möchte, der ist hier richtig. Von mir bekommt der Autor 5 verdiente Lesesterne und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 04.01.2026

Spannend, Historisch, Atemraubend!

Sündflut 1784
1

Im Oktober 2025 hat der Autor Marco Hasenknopf gemeinsam mit dem Verlag emons: den historischen Kriminalroman „Sündflut 1784“ herausgebracht. Das Cover passt gut zur Geschichte und in das Genre. Der Titel ...

Im Oktober 2025 hat der Autor Marco Hasenknopf gemeinsam mit dem Verlag emons: den historischen Kriminalroman „Sündflut 1784“ herausgebracht. Das Cover passt gut zur Geschichte und in das Genre. Der Titel und der Name des Autors sind gut lesbar.

Dies ist mein erster Kriminalroman mit dem Autor Marco Hasenknopf. Da ich gerne neue Autoren kennenlerne und mich für die Geschichte interessiere, starte ich gespannt in die Geschichte. Und die hat es in sich. Wir sind in Cöln und es ist das Jahr 1784. Die Flut kam trotz der Gebete. Leid, Hunger, Krankheiten und die zerstörte Stadt liefern einen perfekten Sündenbock: Anna-Maria. Als Hexe soll sie für das Unglück büßen. Doch der Amtmann Henrik van Venray glaubt das nicht. Er setzt alles daran, ihre Unschuld zu beweisen und stößt dabei auf eine Intrige, die unglaublich ist…

Vom ersten bis zum letzten Satz ist diese Geschichte einfach nur spannend. Mit seinem flüssigen und leicht zu lesenden Schreibstil nimmt Marco Hasenknopf mich mit in die Cölner Vergangenheit und in das Jahr 1784. Die Atmosphäre, die ich beim Lesen empfinde, ist düster, unheimlich und beängstigend. Geschickt rückt er Anna-Maria in den Fokus. Er zeichnet eine Persönlichkeit, die mir sympathisch ist und gut gefällt. Das was ihr passiert ist ein Unding. Und genau davor hat jeder Angst. Venray macht sich gut an ihrer Seite. Intensiv erlebe ich seine Ermittlungen und denke oft, das kann einfach nicht wahr sein. Doch das ist es. Einmal mit dem Lesen gestartet fällt es schwer, diese Erzählung wieder aus der Hand zu legen. Immer will ich wissen, wie es denn nun weitergeht. So lese ich diese ca. 285 Seiten in nur drei Abschnitten. Beachtenswert finde ich das Nachwort des Autors, in dem er Auskunft über seine Recherche gibt.

Alles in allem hat Marco Hasenknopf mit „Sündflut 1784“ einen historischen Kriminalroman auf den Büchermarkt gebracht, des es sich zu lesen lohnt. Wer sich für spannende Erzählungen und historische Hintergründe interessiert, der ist hier richtig. Von mir bekommt der Autor 5 verdiente Lesesterne und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 28.12.2025

Unkonventionell!

Gamsalp
1

Gemeinsam mit dem Verlag emons: hat der Autor für Spannungsliteratur Christian Gauer den Regionalkrimi Gamsalp herausgebracht. Das Cover und der Titel passen gut zur Geschichte. Dies ist mein erster Krimi ...

Gemeinsam mit dem Verlag emons: hat der Autor für Spannungsliteratur Christian Gauer den Regionalkrimi Gamsalp herausgebracht. Das Cover und der Titel passen gut zur Geschichte. Dies ist mein erster Krimi mit dem Autor.
Der Privatermittler Elwood leidet unter dem Tod seiner Hündin Viva. Er geht auf eine Wanderung durch das Toggenburg und trifft auf eine Gruppe zwielichtiger Gestalten. Unfreiwillig muss er eine Nacht bei Ihnen verbringen. Dann trifft er auf Bänziger von der Kripo St. Gallen, der ihn um Unterstützung bittet. Es wurde ein Toter entdeckt und es gibt Zweifel, ob es ein Unglücksfall oder ein Mord gewesen ist. Elwood startet mit seinen Ermittlungen und trifft schnell wieder auf seine Peiniger…
Man sieht sich immer zweimal. Mit diesem Satz bin ich aufgewachsen und mit diesen Satz habe ich im Kopf, während ich an der Seite von Elwood durch das Toggenburg streife. Sehr gut gelungen ist es dem Autor, die Landschaft und die Atmosphäre einzufangen. Mir ist beim Lesen oft unheimlich zumute. Intensiv und einfühlsam beschreibt er Elwoods Gefühlsleben. Der Tod seiner Hündin setzt ihm zu und die Erlebnisse mit der Gruppe tragen ihren Teil dazu bei, dass es ihm nicht besser geht. Detailreich und offen zugleich beschreibt Christian Gauer die zusammengewürfelte Truppe, die ich auf keinen Fall bei einer Wanderung treffen möchte.
Nicht so einfach ist der Schreibstil des Autors für mich und so hat es drei Anläufe und einige Seiten gebraucht, bis ich mich eingelesen hatte. Dann ging es gut und gegen habe ich meinen Gefallen an der wenig konventionellen Erzählweise gefunden.
Der eigentliche Kriminalfall ist sauber gelöst, meine Fragen sind beantwortet. Leider finden die Ermittlungen eher im Hintergrund statt, hier hätte ich mir mehr Konzentration auf den Fall gewünscht.
Alles in allem hat Christian Gauer mit Gamsalp einen Regionalkrimi auf den Büchermarkt gebracht, der für die Leser geeignet ist, die Sinn für eine unkonventionelle Erzählweise, einen unkonventionellen Ermittler und unkonventionelle Persönlichkeiten haben. Von mir bekommt der Autor 3 Lesesterne.

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Veröffentlicht am 27.12.2025

Mörderisch spannend, fesselnd, unheimlich!

Das Raunen der Stille
1

Ende September 2025 hat Walter Christian Kärger den Regionalkrimi „Das Raunen der Stille“ gemeinsam mit dem Verlag emons: herausgebracht. Das Cover und der Titel passen gut in das Genre und zur Geschichte. ...

Ende September 2025 hat Walter Christian Kärger den Regionalkrimi „Das Raunen der Stille“ gemeinsam mit dem Verlag emons: herausgebracht. Das Cover und der Titel passen gut in das Genre und zur Geschichte. Es handelt sich um den 9. Teil der Reihe mit Max Madlener und Harriet Holtby. Er kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden.

Dies ist mein erster Krimi mit Walter Christian Kärger. Da ich gerne Regionalkrimis lese und gerne neue Autoren kennenlerne, bin ich neugierig in diese Erzählung gestartet. Sie spielt am Bodensee, den ich aus verschiedenen Urlauben mit meinem verstorbenen Ehemann kenne.

Ein missglückter Überfall auf einen Geldtransporter bringt Max Madlener und Harriet Holtby auf die Spur eines lange gesuchten RAF-Terroristen. Die Ermittlungen sind voll im Gang. Während die beiden Ermittler den Spuren folgen, passiert in einer Klinik etwas Unfassbares. Eine soziopathische Krankenschwester trifft Entscheidungen über Leben und Tod ihrer Patienten. Als Harriets Tante in die Klinik eingewiesen wird, läuft die Zeit…

Selten hat mich ein Krimi so sehr beschäftigt, wie dieser es getan hat und so brauchte ich ein paar Tage, bis ich diese Rezension geschrieben habe. Walter Christian Kärger startet seinen Krimi mit einem Erzählstrang, der sich mit einer RAF-Terroristin beschäftigt. In meiner Jugendzeit war das ein großes Thema und so habe ich noch einiges an Hintergrundwissen zum Thema RAF, das der Autor geschickt auffrischt. Der zweite Erzählstrang beschäftigt sich mit einer Krankenschwester, die über das Leben und den Tod ihrer schwerkranken Patienten entscheidet. Mich erinnert das an den Pfleger Niels Högl. Und an das Sterben meines krebskranken Mannes. Ich denke über aktive und passive Sterbehilfe nach, über die Gesetzeslage und frage mich, wer das Recht hat, über das Leben und den Tod zu entscheiden. Eine Krankenschwester sicher nicht.

Vom ersten bis zum letzten Buchstaben ist dieser Kriminalroman sehr spannend erzählt. Es dauert eine Weile, bis die beiden Erzählstränge zu einem werden. Nachdem ich mit dem Lesen gestartet bin, ist es mir schwergefallen, das Buch wieder aus der Hand zu legen. Immer wollte ich wissen, wie es denn nun weiter geht. So habe ich die ca. 317 Seiten in drei Abschnitten gelesen.

Alles in allem hat Walter Christian Kärger mit „Das Raunen der Stille“ einen Regionalkrimi vom Bodensee auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Ein spannender Kriminalfall, eine soziopathische Krankenschwester und der RAF-Hintergrund sorgen für ein Leseerlebnis der Extra-Klasse. Von mir bekommt der Autor 5 Lesesterne und eine klare Leseempfehlung.

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