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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.11.2023

Humorvoll, Lebendig, Spannend!

Maintod
1

Den Kriminalroman “Maintod” hat Anja Mäderer am 19. Oktober 2023 herausgebracht. Es handelt sich um den 3. Band mit Nadja Gontscharowa und Peter Steiner. Er kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden.
Mit ...

Den Kriminalroman “Maintod” hat Anja Mäderer am 19. Oktober 2023 herausgebracht. Es handelt sich um den 3. Band mit Nadja Gontscharowa und Peter Steiner. Er kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden.
Mit modernen Worten und einem lebendigen und leicht zu lesenden Schreibstil hat Anja Mäderer nur wenige Sätze gebraucht um meinen Geist zu fesseln. Schnell war ich in die Geschichte vertieft. Einmal mit dem Lesen gestartet ist es mir schwer gefallen, das Buch wieder aus der Hand zu legen. Immer wollte ich wissen, wie es denn nun weitergeht.
Die Autorin startet ihren Krimi spannend. Sie startet mit einem Prolog. Während ich mich in Sicherheit wiege und friedlich der Geschichte folge, endet diese mit einem Mord. Ad hoc bin ich hell wach und folge der Geschichte. Seite für Seite. Anja Mäderer gelingt es, den Spannungsbogen durch ihre gesamte Erzählung hoch zu halten in dem sie immer wieder geschickt Informationen für den Leser bereitstellt. Sie geizt nicht mit Informationen, auch nicht mit falschen. Am Ende ist der Kriminalroman sauber aufgelöst. Es kommt etwas anders, als ich gedacht habe. Überrascht hat mich das nicht, denn meinen Verdächtigen fand ich zu einfach für diese gut durchdachte Geschichte.
Am besten finde ich jedoch die humorvolle Umsetzung dieser Kriminalerzählung in der lebhaften Datingszene. Damit hat die Autorin mich häufig schmunzeln und manchmal schallend lachen lassen. Zwischenzeitlich bin ich beim Lesen zu Stein erstarrt und mein Kommentar war dann ein erstauntes Ups.
Anja Mäderer hat mit “Maintod” einen spannenden und humorvollen Krimi auf den Büchermarkt gebracht, der mir richtig viel Spaß gemacht hat. Gerne empfehle ich diese Geschichte allen denen weiter, die gute Regionalkrimis zu schätzen wissen und für die Humor kein Fremdwort ist.

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Veröffentlicht am 11.11.2023

Längelt winterlich!

Winterwünsche im Ferienhaus Talblick
1

Den Roman “Winterwünsche im Ferienhaus Talblick” hat Janka Friedrich am 9. November 2023 gemeinsam mit dem Verlag Feuerwerke herausgebracht. Sein winterlich romantisches Cover lässt mich schmunzeln und ...

Den Roman “Winterwünsche im Ferienhaus Talblick” hat Janka Friedrich am 9. November 2023 gemeinsam mit dem Verlag Feuerwerke herausgebracht. Sein winterlich romantisches Cover lässt mich schmunzeln und versetzt mich unverzüglich in Winterstimmung.
Sonntag war mir nach einer Leseauszeit von meinem Alltag. Da kam mir das Buch von Janka Friedrich gerade recht. Ein winterlich romantisches Cover brachte mich gleich in Lesestimmung. Schnell habe ich mich in den Schreibstil der Autorin eingelesen, den ich als locker, leicht und bildhaft beschreiben möchte. Die Landschaft, das Dorf und die Protagonisten sind schön beschrieben. Ich konnte sie mir beim Lesen gut vorstellen.
Tina und Marc sind entsprechend ihren Rollen feingezeichnet. Buchstabe für Buchstabe entwickeln sie mehr Persönlichkeit. Während sich ihre Geschichte in der ersten Hälfte gut liest, schien es mir im zweiten Teil, als hätte ich alles schon einmal gelesen. Tina hadert mit sich, ihrem Job und der angehenden Beziehung zu Marc. Mehrmals lässt sie ihn in sehr persönlichen Situationen allein stehen und stößt ihn in einer Art und Weise vor den Kopf, die sich meiner Meinung nach kaum jemand gefallen lässt. Schon gar kein Arzt. Mir war das zu viel und ich fand den zweiten Teil weder lesenswert noch amüsant.
Janka Friedrich hat mit dem Liebesroman “Winterwünsche im Ferienhaus Talblick” einen winterlichen Liebesroman auf den Büchermarkt gebracht, den ich nicht weiterempfehlen möchte.

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Veröffentlicht am 06.11.2023

Anders als gedacht!

Die Postbotin
1

Den Roman “Die Postbotin” hat Elke Schneefuss am 11. Oktober 2023 gemeinsam mit dem Verlag Heyne herausgebracht. Es zeigt eine junge Frau in Berlin. Der Name der Autorin und des Verlags sind gut lesbar. ...

Den Roman “Die Postbotin” hat Elke Schneefuss am 11. Oktober 2023 gemeinsam mit dem Verlag Heyne herausgebracht. Es zeigt eine junge Frau in Berlin. Der Name der Autorin und des Verlags sind gut lesbar.

Mit einfachen Worten und einem schlichten Schreibstil erzählt die Autorin Elke Schneefuss die Geschichte der jungen Briefträgerin Regine, die für die Rechte der Frauen und für ihr Glück kämpft.

Sehr gut gelungen finde ich die Beschreibung der Zeit 1919. Die gesellschaftlichen Konventionen sind sehr gut getroffen. Die Lage der Frauen, die beinahe aussichtslos zu sein scheint, ist sehr gut beschrieben. Das kann den Leser wütend machen.

Genau hier fehlt mir der Übergang: Mich hat dieser historische Roman nicht erreicht: Es gibt viele Protagonisten, mir wäre die Konzentration auf eine (hier: Regine) lieber gewesen. Mit Regine hätte ich gerne Post ausgetragen, ihre Alltagserlebnisse geteilt und ihre Sorgen. Mit ihr hätte ich mich gerne in Kurt verliebt. Mit Kurt hätte ich gerne die Gewerkschaftsarbeit kennen gelernt. Mit ihm hätte ich mich gerne versteckt, da vieles in der Heimlichkeit geschehen musste und mit Kurt hätte ich mich gerne in Regine verliebt.

Damit Tempo in die Geschichte kommt wäre es schön gewesen, wenn ich zwei Erzählstränge zum Lesen bekommen hätte. Einen aus der Sicht von Regine, einen aus der Sicht von Kurt. Das facht die Neugier und die Lesefreude an. An den richtigen Stellen den Erzählstrang zu wechseln ist da ein gutes Stilelement. Da ich einen Erzählstrang zu lesen bekommen habe, hat mich dieser gefordert. Es war keine einfache Übung für meinen Geist, in der Geschichte zu bleiben. Fand ich eine Stelle spannend (z. B. das Austragen der Post von Regine (dabei heißt das Buch "Die Postbotin"), dann hat die Autorin diese Szenen in wenigen Sätzen abgehandelt. Dafür waren mir andere Szenen zu ausführlich, auch wenn sie in die Zeit gepasst haben (z. B. die Geschichte mit dem Mantel und dem Kanarienvogel).

Ich habe mich mit vielen Personen beschäftigt (z. B. Evi, Gretchen, Bernadette, Siegfried und Adam Smolka), die z. T. ähnlich viel Raum eingenommen haben, wie Regine und Kurt. Sie sind aus diesem Grund allesamt grau geblieben, dabei hat mir das Cover viel Lust auf ein buntes und lebendiges Buch gemacht. Hier hätte ich gestrichen und hätte mir ca. 70-100 Seiten weniger gewünscht.

Alles in allem handelt es sich um die fiktive Geschichte der jungen Briefträgerin Regine, die für die Rechte der Frauen und für ihr Glück kämpft. Für diese Erzählung möchte ich keine Leseempfehlung aussprechen.

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Veröffentlicht am 03.11.2023

Humorvoll, Spannend, Lesenswert!

Perchtoldsdorfer Todesrausch
1

Den Regionalkrimi “Perchtoldsdorfer Todesrausch” hat Christian Schleifer am 19.Oktober 2023 gemeinsam mit dem emons-Verlag herausgebracht. Das düsternd wirkende Cover mit dem mittig platzierten Ahornblatt ...

Den Regionalkrimi “Perchtoldsdorfer Todesrausch” hat Christian Schleifer am 19.Oktober 2023 gemeinsam mit dem emons-Verlag herausgebracht. Das düsternd wirkende Cover mit dem mittig platzierten Ahornblatt passt hervorragend zur Geschichte und in das Genre. Der Titel und der Name des Autors sind gut lesbar.
Es hat nur wenige Sätze gedauert und mein Geist hat sich in die Geschichte vertieft. Zuerst ist mir eine wunderbare Schriftfarbe aufgefallen. Ein feiner Ton, eine erstaunlich gelungene Aneinanderreihung der modernen Wörter und ein freundlicher zum Teil leicht sarkastischer Humor, der durch die Zeilen lächelt. Dieser Schreibstil liest sich außergewöhnlich gut und ist etwas Besonderes. Er trifft exakt meine Humorlinie.
Wie alles begann. Perchtoldsdorfer Todesrausch ist der vierte Band mit der Ermittlerin Charlotte Nöhrer. Dieser Band beschäftigt sich mit der Frage, was in Schladming wirklich geschah. Er kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden.
Perchtoldsdorfer Todesrausch. Der Titel ist erstklassig gewählt, was längst nicht immer so ist. Das Thema zieht sich zentral durch die gesamte Erzählung. Auch sonst macht Christian Schleifer alles richtig. Er lässt eine übersichtliche Anzahl von Haupt- und Nebenprotagonisten agieren und bleibt in einem Erzählstrang. Damit lenkt er die Konzentration des Lesers auf die Ermittlungen von Charlotte.
Der Kriminalfall beginnt spannend. Der Autor präsentiert früh seine ersten beiden Leichen und dabei soll es nicht bleiben. Er geizt nicht mit Spuren. Auch nicht mit falschen. Nach und nach klärt sich der Mord auf. Nicht ohne eine unerwartete Wendung an der entscheidende Stelle. So kommt es dann doch noch etwas anders, als ich dachte. Offene Fragen bleiben bei mir nicht zurück.
Alles in allem hat Christian Schleifer mit “Perchtoldsdorfer Todesrausch” einen ausgezeichneten Kriminalroman auf den Büchermarkt gebracht, mit dem ich einige spannende und humorige Lesestunden verbracht habe. Gerne empfehle ich diesen Regionalkrimi uneingeschränkt weiter. Es ist ein Kunstwerk.

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Veröffentlicht am 31.10.2023

Spannend, Unterhaltsam, Lesenswert!

Der Tod spielt auf der Luisenburg
1

Den Regionalkrimi “Der Tod spielt auf der Luisenburg” hat Yvette Eckstein am 21.September 2023 gemeinsam mit dem emons Verlag herausgebracht. Das hervorragend gestaltete Cover passt prima zur Geschichte ...

Den Regionalkrimi “Der Tod spielt auf der Luisenburg” hat Yvette Eckstein am 21.September 2023 gemeinsam mit dem emons Verlag herausgebracht. Das hervorragend gestaltete Cover passt prima zur Geschichte und in das Genre. Der Titel und der Name der Autorin sind gut lesbar. Es handelt sich um den 2. Band mit der Kriminalkommissarin Klara Stern und ihrem mürrischen Kollegen Johann Kranzfelder. Er kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden.
Von Yvette Eckstein habe ich bereits “Wen die Specht holt” gelesen. Den fand ich schon außergewöhnlich. Umso gespannter war ich auf ihr neues Werk. Ich wurde nicht enttäuscht. Es hat nur wenige Sätze gedauert und mein Geist hat sich in die Geschichte vertieft. Schnell war mein Geist auf der Luisenburg und hat gemeinsam mit Klara Stern und Johann Kranzfelder den Täter gesucht.
Yvette Eckstein geizt nicht mit Spannung. So habe ich ihren Kriminalroman vom ersten bis zum letzten Buchstaben in zwei Abschnitten mit hoher Aufmerksamkeit gelesen. Es war mir kaum möglich, den Krimi zwischenzeitlich aus der Hand zu legen. Immer wollte ich wissen, wie es denn nun weitergeht. Lange hat sie mich über den Täter im unklaren gelassen. Meine erste Idee war mir viel zu einfach und so war ich nicht überrascht, dass es am Ende anders kam. Spannend war es für mich bis zum Schluss.
Wenn ich Klara Stern auch schätze, schlägt mein Herz für den mürrischen Johann Kranzfelder, der eindeutig mein Lieblingsprotagonist ist. Oft hat die Autorin mich über ihn schmunzeln lassen. Manchmal habe ich schallend gelacht. An einem Regionalkrimi schätze ich das sehr. Besonders gut gefallen hat mir die Luisenburg als Kulisse.
Alles in allem hat Yvette Eckstein mit “Der Tod spielt auf der Luisenburg” einen ausgezeichneten Kriminalroman auf den Büchermarkt gebracht, mit dem ich einige spannende Lesestunden verbracht habe. Gerne empfehle ich diesen Regionalkrimi uneingeschränkt weiter. Es ist ein Kunstwerk.

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