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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.01.2026

Historisch, Spannend, Lesenswert!

Eine vergessene Schuld
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Im Januar 2026 hat der Autor Arne Jensen gemeinsam mit dem Verlag Heyne den historischen Roman „Eine vergessene Schuld“ herausgebracht. Das Cover zeigt ein liebendes Pärchen vor historischer Kulisse. Es ...

Im Januar 2026 hat der Autor Arne Jensen gemeinsam mit dem Verlag Heyne den historischen Roman „Eine vergessene Schuld“ herausgebracht. Das Cover zeigt ein liebendes Pärchen vor historischer Kulisse. Es passt gut zur Geschichte und in das Genre. Der Titel des Buches und der Name des Autors sind gut lesbar. Arne Jensen ist ein Pseudonym. Dahinter verbirgt sich Michael Jensen.

Neben Kriminalromanen lese ich sehr gerne historische Romane. Besonders interessiert mich die Zeit um den Zweiten Weltkrieg. Da habe ich gleich zugegriffen, als ich „Eine vergessene Schuld“ in die Finger bekam. Mit Neugier starte ich in die Lektüre.

Der Einstieg ist für mich nicht ganz einfach. Obwohl ich viel und gerne lese, dauert es ein wenig, bis ich Zugang zum Schreibstil des Autors bekomme. Ohne Frage zeigt sich hier die hohe Bildung des Autors. Die Sätze sind häufig lang und ich finde viele Kommas. Dazu einige Fremdwörter (z. B. Pleistozän auf Seite 65, Claqueure auf Seite 96), die sicherlich nicht in jedem Wortschatz zu finden sind. Hier empfehle ich die ein oder andere Fußnote um die Leser nicht zu verschrecken. Mit der Zeit finde ich gefallen an der Wortwahl und dem Ausdruck von Arne Jensen. Je weiter ich lese, desto besser gefällt mir sein Schreibstil, bis er mir richtig Lesefreude bereitet. Er hat eindeutig einen Wiedererkennungswert und zeichnet sich zwischenzeitlich durch hervorragende Bilder aus.

Die Hauptfiguren für mich sind der pensionierte Verfassungsrichter Heppner und die junge Kriminalpsychologin Jasina Behrens. Heppner eckt massiv an. Er äußert sich deutlich rechtsradikal zu den Themen Deserteure und NS-Justiz. Damit gerät er in die Zielgruppe gewaltbereiter Extremisten. Der Verfassungsschutz und das BKA haben ihn im Visier. Jasina soll ein Gutachten über ihn Schreiben. Das Thema bewegt sie selbst. Schließlich ist sie mit ihrer Familie aus Syrien geflohen und hat ihren Bruder zurückgelassen. Er hat den Syrischen Wehrdienst verweigert und ist seitdem spurlos verschwunden. Hier muss der Leser sich mit der Frage beschäftigen, ob Jasina die Richtige für dieses Gutachten ist und ob sie den Auftrag nicht ablehnen müsste. Heppner ist immerhin nicht irgendwer sondern ein pensionierter Verfassungsrichter, der so im Fokus steht, das es dafür sicherlich qualifiziertere Psychologen gibt. Wer mit diesem Punkt seinen Frieden macht, kommt in den Genuss eines spannenden Kriminalfalls, der auf mehreren Zeitebenen spielt und erst spät zusammenläuft.

Die Figuren sind entsprechend ihrer Rollen erstaunlich fein gezeichnet. Sie haben Ecken und Kanten. Es ist keine tragende Sympathiefigur dabei, die die ganze Geschichte dominiert. Mich haben Heppner und Jasina am meisten beschäftigt. Immer wieder schimmert der berufliche Hintergrund von Michael Jensen durch. Er war lange als Arzt und in der Traumatherapie tätig. Wer Interesse an vielschichtigen Persönlichkeiten hat, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen.

Hervorzuheben ist der akribisch recherchierte Hintergrund dieser Erzählung. Hin und wieder lässt der Autor Daten und Fakten einfließen, die mich schlicht schaudern lassen. Da ich gerne dazu lerne, finde ich das ganz ausgezeichnet.

Alles in allem hat der Autor Arne Jensen mit „Eine vergessene Schuld“ einen historischen Roman auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Wer sich für die Zeitgeschichte um den Zweiten Weltkrieg interessiert und Sinn für Romane hat, die in verschiedenen Erzählsträngen spielen, der ist hier richtig. Von mir bekommt der Autor 4 verdiente Lesesterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 27.01.2026

Spannend, Humorvoll, Lesenswert!

Prost, auf die Fischer
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Ende Januar 2026 hat der Autor Friedrich Kalpenstein den Regionalkrimi „Prost, auf die Fischer“ gemeinsam mit dem Verlag M herausgebracht. Das Cover passt gut in die Reihe, zur Geschichte und in das Genre. ...

Ende Januar 2026 hat der Autor Friedrich Kalpenstein den Regionalkrimi „Prost, auf die Fischer“ gemeinsam mit dem Verlag M herausgebracht. Das Cover passt gut in die Reihe, zur Geschichte und in das Genre. Es ist der 12. Teil der beliebten Prost-Reihe. Er kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Mit Vorkenntnissen macht es mehr Spaß,
Mit viel Vorfreude habe ich auf diesen Regionalkrimi gewartet, denn ich habe schon einige Erzählungen aus der Prost-Reihe gelesen. Kaum habe ich das Buch in der Hand, da starte ich neugierig in die Lektüre.
Hauptkommissar Tischler und seine Kollegen sind auf einem Betriebsausflug am Frillensee. Doch statt den Ausflug zu genießen, entdecken sie einen toten Fischer in einem Fischernetz. Das war´s dann mit der Gaudi. Schnell finden sie heraus, dass der Fischer nicht sonderlich beliebt unter seinen Kollegen war und auch sonst nur wenig Freunde hatte.
Mit viel Wortwitz und einer gesunden Portion Humor führt der Autor Friedrich Kalpenstein seine Leser an der Seite von Tischler und Fink durch seinen Kriminalroman. Seinen Schreibstil möchte ich als modern, leicht und locker bezeichnen. Seine Figuren, allen voran Tischler und Fink, sind mit vielen Feinheiten ausgezeichnet. Sie kommen sympathisch und authentisch beim Lesen an. In diesem Teil tut sich einiges im beschaulichen Brunngries. Es gibt eine entscheidende Veränderung im Privatleben von Tischler. Nori konzentriert sich gemeinsam mit Tereza mehr auf ihr neues Handtaschenhobby, so dass Horst-Erich eine Aushilfe namens Uschi eingestellt hat. Der eigentliche Krimi ist durchgehend spannend. Lange habe ich keine gute Idee, wer denn den toten Fischer auf dem Gewissen hat. Am Ende löst der Autor sauber auf und meine Fragen sind beantwortet.
Alles in allem hat Friedrich Kalpenstein mit „Prost, auf die Fischer“ einen Kriminalroman auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Wer Lust auf einen gelungenen Regionalkrimi hat und auch mal lachen mag, der ist hier richtig. Von mir bekommt der Autor 5 verdiente Lesesterne und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 22.01.2026

Heiter, Humorvoll, Warmherzig!

Gibt's das auch mit Liebe?
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Im Januar 2026 hat die Autorin Ellen Berg gemeinsam mit dem Verlag atb den humorvollen Roman „Gibt´s das auch mit Liebe?“ herausgebracht. Das Cover macht mir auf Anhieb gute Laune. Es passt gut zur Geschichte ...

Im Januar 2026 hat die Autorin Ellen Berg gemeinsam mit dem Verlag atb den humorvollen Roman „Gibt´s das auch mit Liebe?“ herausgebracht. Das Cover macht mir auf Anhieb gute Laune. Es passt gut zur Geschichte und in das Genre.
Laura ist erschöpft. Ihre angebliche Bilderbuchehe mit Joe ist gescheitert und sie hat genug von Insta, Social Media und der Liebe. Ihr Chef verordnet ihr eine Auszeit auf dem Biohof ihrer Schwester Vivi. Dort soll sie einen Artikel über nachhaltige Romantik schreiben. Auch mit Vivi hat Laura noch einiges zu klären. Doch dann trifft Laura auf Vivis Nachbarn Finn und entdeckt, dass die Liebe viele Gesichter hat.
Dies ist mein erstes Buch mit Ellen Berg und sicher nicht mein letztes. Mit viel Neugier bin ich in diese Geschichte gestartet. Vom ersten bis zum letzten Buchstaben liest sich diese Geschichte leicht, locker und wunderbar heiter. Einmal mit dem Lesen gestartet, konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Immer wollte ich wissen, wie es denn nun weitergeht.
Laura war mir vom ersten Moment an sympathisch. Sie tat mir leid. So erschöpft wie sie war wird ihr eine Auszeit bei ihrer Schwester auf dem Biohof verschrieben. Das ist so genau das Gegenteil von dem, was Laura sich so vorstellt. Und das führt zu jeder Menge munterer Situationen. Dabei lerne ich Vivi kennen, die mir ebenso sympathisch ist wie Laura. Unterschiedlicher können zwei Schwestern kaum sein. In einem sind sie sich jedoch sehr ähnlich. Sie sind beide auf der Suche nach dem Sinn.
Den Schreibstil der Autorin möchte ich mit den Worten leicht, locker, modern, flüssig, bildhaft, humorvoll und unterhaltsam. Es macht Spaß ihrer Geschichte zu folgen. Häufig schmunzele ich beim Lesen und manchmal darf ich schallend lachen. So komisch sind manche Aktionen, Reaktionen und Folgen. Bei aller Heiterkeit hat Ellen Berg ihrer Geschichte nicht nur einen roten Faden sondern auch eine erstaunliche Tiefe verliehen.
Alles in allem hat Ellen Berg mit „Gibt´s das auch mit Liebe“ einen humorvollen Roman auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Wer Lust auf authentische Persönlichkeiten und einen heiteren Roman über die Liebe, der ist hier goldrichtig. Von mir bekommt die Autorin 6 von 5 Lesesternen und eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 14.01.2026

Kurzweilig, Amüsant, Heiter!

Pleiten, Pech und Papa
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Im Januar 2026 hat Kristina Hortenbach gemeinsam mit dem Verlag Heyne den humorvollen Unterhaltungsroman „Pleiten, Pech und Papa“ herausgebracht. Beim Anblick des Covers bekomme ich gute Laune und starte ...

Im Januar 2026 hat Kristina Hortenbach gemeinsam mit dem Verlag Heyne den humorvollen Unterhaltungsroman „Pleiten, Pech und Papa“ herausgebracht. Beim Anblick des Covers bekomme ich gute Laune und starte munter in die Lektüre.
Die Apothekerin Carmen fragt sich, was sie machen soll. Ihr Vater steht mit 83 Jahren vor ihrer Tür und teilt ihr mit, er sei obdachlos. Die Flut hätte sein Haus zerstört. Nun, erst einmal bittet sie ihn herein und hofft auf eine schnelle Lösung. Ihr Vater jedoch hat viele gute Ideen, wie er Carmens Familienalltag umgestalten kann. Mithilfe von Excel-Dateien und Bofrost-Katalogen. Schnell stellt Carmen fest, sie hat schon lange nicht mehr mit ihrem Vater gesprochen. Auch das Zusammenspiel zwischen ihrem Partner Frank und ihrem Vater ist noch optimierungsbedürftig. Dann lernt ihr Vater die bodenständige Hilde mit ihrem Zwergpudel Sherry kennen und meldet sich zu einem Marathon an. Das Chaos hat einen Namen. Es heißt Heinz.
Vom ersten bis zum letzten Satz hat mir diese Erzählung viel Spaß gemacht. Carmen ist mir sofort sympathisch und ich fühle mit ihr. Sie hat es wirklich nicht leicht. Ihr Vater hat viele tolle Ideen und auch sonst ist Carmens Leben alles andere als langweilig. Als sie dann noch ihren Job in der Apotheke verliert, tut sie mir sehr leid. Doch Carmen wäre nicht Carmen, wenn sie aus der Situation nicht etwas machen würde, was schon lange in ihr schlummert.
Kristina Hortenbach erzählt ihre Geschichte mit modernen Worten und in einer leicht zu lesenden Sprache. Ihr Humor sorgt bei mir für ein Lächeln beim Lesen und für Vorfreude auf die nächste Seite.
„Pleiten, Pech und Papa“ ist ein heiterer Familienroman für alle Mittfünfziger, die sich fragen, war es das jetzt, oder kommt da noch was? Von mir bekommt die Autorin 5 verdiente Lesesterne und eine klare Leseempfehlung für alle die Leser, die Lust auf ein paar heitere Lesestunden haben.

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Veröffentlicht am 07.01.2026

Hochspannend, Atemraubend, Actionreich!

Die Atompriester
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Rolf Sakulowski hat im Oktober 2025 gemeinsam mit dem Verlag emons: den Thriller „Die Atompriester“herausgebracht. Cover und Titel passen hervorragend zur Geschichte und in das Genre.
Elias Thomsen will ...

Rolf Sakulowski hat im Oktober 2025 gemeinsam mit dem Verlag emons: den Thriller „Die Atompriester“herausgebracht. Cover und Titel passen hervorragend zur Geschichte und in das Genre.
Elias Thomsen will sich als Religionswissenschaftler in eine Ordensgemeinschaft einbringen, die fernab von allem in den idyllischen Pyrenäen liegt. Er ist in die Novizin Blanca verliebt. Der Orden hat sich der Aufgabe verschrieben, Menschen in der Zukunft vor den Folgen und den Gefahren von Atommüll zu warnen. Dabei verbirgt der Orden selbst ein tödliches Geheimnis. Als Elias davon erfährt, wird es für ihn lebensgefährlich…
Von der ersten bis zu letzten Seite ist dieser Thriller unglaublich spannend. Rolf Sakulowski gelingt es mit einer actionreichen Erzählung, den Leser an die Seiten zu fesseln. Er startet mit einem Prolog aus dem Jahr 4037 und geht dann zurück in die Gegenwart.
Hervorzuheben ist der fesselnde Schreibstil des Autors, der mir das flüssige Lesen leicht macht. Zu jeder Zeit kann ich mir die Umgebung gut vorstellen und während ich lese, spielt sich in meinem Kopf ein Kinofilm ab. Ständig mache ich mir Sorgen um Elias und hoffe, dass er die Geschichte unbeschadet übersteht. Es ist so spannend, dass ich das Buch einfach nicht aus den Händen legen mag, denn immer möchte ich wissen, wie es denn nun weiter geht. Und so lese ich die ca. 400 Seiten in drei Abschnitten.
Alles in allem hat Rolf Sakulowski mit „Die Atmopriester“ einen Thriller auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Wer Lust auf eine Mischung zwischen Öko- und Politthriller hat und sich mit den Gefahren der Lagerung von Atommüll befassen möchte, der ist hier richtig. Von mir bekommt der Autor 5 verdiente Lesesterne und eine klare Leseempfehlung.

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