Profilbild von Christiane_liest

Christiane_liest

Lesejury Star
offline

Christiane_liest ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Christiane_liest über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.11.2025

Spannend, Historisch, Unterhaltsam!

Die wilden Jahre
1

Im November 2025 hat die Autorin Susanne Goga gemeinsam mit dem Verlag Heyde den historischen Roman „Die wilden Jahre“ herausgebracht. Cover und Titel passen gut zur Geschichte. Susanne Goga kenne ich ...

Im November 2025 hat die Autorin Susanne Goga gemeinsam mit dem Verlag Heyde den historischen Roman „Die wilden Jahre“ herausgebracht. Cover und Titel passen gut zur Geschichte. Susanne Goga kenne ich noch nicht. Da ich gerne historische Romane lese und stets neugierig auf neue Autoren bin, habe ich gleich zugegriffen.

Es ist das Jahr1919. Thora und Hannes sind Geschwister und gehören der wohlhabenden Fabrikantenfamilie Bernrath an. Die Geschichte spielt im Rheinland. Der erste Weltkrieg ist beendet und in Europa herrschte eine neue Ordnung. Thora träumt von den Brettern, die die Welt bedeuten und beginnt ein Schauspielstudium in Düsseldorf. Hannes, der eigentlich Architektur studieren wollte, kommt orientierungslos aus dem Krieg und wird wegen Mordverdacht verhaftet. Anstatt sich zu wehren, schweigt er. Thora, die ihrem Bruder helfen möchte, findet in seinem Zimmer Gedichte von Eichendorff mit Markierungen der Worte „Adler“ und „Vulkan“. Sie fragt nach den Hintergründen und ehe sie sich versieht, entdeckt sie das geheime Leben ihres Bruders und begreift, dass sie ihn aus dem Gefängnis befreien muss. Mit allen Mitteln.

Nur ein paar Sätze hat es gedauert und ich bin tief in die Geschichte eingetaucht. Mit ihrem packenden Schreibstil macht die Autorin es mir leicht und ehe ich mich versehe, befinde ich mich in der Zeit 1919 im Rheinland bei Thora und Hannes. Geschickt führt sie mich durch die Jahre und erzählt nebenbei von politischen Ereignissen. Sie frischt mein geschichtliches Wissen auf und ergänzt es, wo nötig.

Vom ersten bis zum letzten Buchstaben genieße ich die Geschichte. Sie ist durchgehend spannend. Meine Fragen sind beantwortet und von den ca. 440 Seiten habe ich keine einzige als überflüssig empfunden.

Alles in allem hat Susanne Goga mit „Die wilden Jahre“ einen historischen Roman auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Eine spannende Geschichte, ein literarischer Ausflug in das Rheinland nach dem ersten Weltkrieg und eine Geschichte über Liebe, Loyalität und Hoffnung sorgen für ein Lesevergnügen der besonderen Art. Von mir bekommt die Autorin 5 Lesesterne und eine Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.11.2025

Spannend, Witzig, Unterhaltsam!

Perchtoldsdorfer Rache
1

Ende September 2025 hat der Autor Christian Schleifer den Kriminalroman „Perchtoldsdorfer Rache“ gemeinsam mit dem Verlag emons: herausgebracht. Es handelt sich um den 6. Band mit Charlotte Nöhrer. Er ...

Ende September 2025 hat der Autor Christian Schleifer den Kriminalroman „Perchtoldsdorfer Rache“ gemeinsam mit dem Verlag emons: herausgebracht. Es handelt sich um den 6. Band mit Charlotte Nöhrer. Er kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Mit Vorkenntnissen macht es mehr Spaß.

Aus der Charlotte-Nöhrer-Reihe habe ich schon einige Kriminalromane gelesen. Den Schreibstil von Christian Schleifer zeichnet neben einem spannenden Rätsel viel Witz und Ironie aus. Deshalb habe ich gleich zugegriffen, als ich „Perchtoldsdorfer Rache“ entdeckt habe.

Gespannt beginne ich zu lesen. In Perchtoldsdorf startet das erste internationale Tennisturnier. Es wird von einer Reihe unerklärlicher Morde überschattet. Alle Opfer sind Mitglieder zweier bekannten Familien. Für Charlotte ist völlig klar, sie will nicht in einem Mordfall ermitteln, wo es um Tote der Familie Adefris geht. Doch ob sie will oder nicht, Charlotte muss…

Vom ersten bis zum letzten Buchstaben habe ich alle ca. 315 Seiten gespannt gelesen. Es macht Spaß mit Hilfe des Autors in das österreichische Perchtoldsdorf einzutauchen. Das Lokalkolorit ist herrlich beschrieben und mich entspannt es bereits beim Lesen des Krimis. Der eigentliche Krimistrang verläuft gradlinig spannend und überrascht am Ende mit der Auflösung. Meine Fragen sind geklärt und ich bin voll zufrieden. Die Persönlichkeiten, allen voran Charlotte Nöhrer und ihre Andrea, kenne ich schon länger. Sie sind rundum authentisch und ich mag sie. Sie lieben das Leben, die Liebe und den Schüttelwein. Für den nächsten Band wünsche ich mir weniger Alkoholszenen und mehr Konzentration auf den Weinberg der Familie Nöhrer.

Alles in allem hat Christian Schleifer mit „Perchtoldsdorfer Rache“ einen schwarzhumorigen Regionalkrimi aus Österreich auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Eine tödliche Familienfehde, Witz, Ironie und viel Lokalkolorit sorgen für beste Krimiunterhaltung. Wer das mag, der ist hier richtig. Von mir bekommt der Autor 4 verdiente Lesesterne und eine Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.11.2025

Spannend, Vielschichtig, Lesenswert!

Stecknitz-Mörder
1

Im Oktober 2025 hat Jobst Schlennstedt den Regionalkrimi „Stecknitz-Mörder“ gemeinsam mit dem Verlag emons herausgebracht. Der Titel und das Cover passt gut zur Geschichte und in die Reihe.
Von dem Autor ...

Im Oktober 2025 hat Jobst Schlennstedt den Regionalkrimi „Stecknitz-Mörder“ gemeinsam mit dem Verlag emons herausgebracht. Der Titel und das Cover passt gut zur Geschichte und in die Reihe.
Von dem Autor Jobst Schlennstedt habe ich bereits andere Kriminalromane gelesen. Sie waren alle sehr spannend und so habe ich mich gefreut, als ich den Stecknitz-Mörder in meinen Lesehänden gehalten habe.
Früh präsentiert der Autor seine erste Leiche. Es ist November. An einem Morgen wird im Elbe-Lübeck-Kanal die Leiche einer Frau gefunden. Morten Sandt und das Team von der Lübecker Kripo müssen feststellen, dass die Frau brutal ermordet wurde. Doch Morten steht vor einem Rätsel. Die Frau war überall beliebt. Und er hat keine Idee, wo er das Motiv suchen soll. Dann geschieht ein weiterer Mord…
Vom ersten bis zum letzten Buchstaben ist dieser Krimi sehr spannend geschrieben. Es hat nur ein paar Sätze gedauert und schnell hat sich mein Geist in die Geschichte vertieft. Den Krimi habe ich in drei Abschnitten gelesen. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit und von den 272 Seiten ist keine einzige langweilig.
Neben der eigentlichen Krimihandlung erzählt der Autor über seine Protagonisten Morten und Ole. Beide haben eine Vorgeschichte. Ihre persönliche Geschichte verknüpft sich mit dem Handlungsstrang im Kriminalroman und an manchen Stellen muss ich ganz schön schlucken.
Alles in allem hat Jobst Schlennstedt mit „Stecknitz-Mörder“ einen Regionalkrimi auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Wer Lust auf ein spannendes und vielschichtiges Rätsel hat, der ist hier richtig. Von mir bekommt der Autor 5 verdiente Lesesterne und eine Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.10.2025

Bewegend, Berührend, Beeindruckend!

Die stille Heldin
1

Ende Oktober hat Hera Lind gemeinsam mit dem Verlag Heyne den Roman „Die stille Heldin“ herausgebracht. Nach einer wahren Geschichte erzählt sie mit ruhigen Worten die Geschichte von Helene. Das Cover ...

Ende Oktober hat Hera Lind gemeinsam mit dem Verlag Heyne den Roman „Die stille Heldin“ herausgebracht. Nach einer wahren Geschichte erzählt sie mit ruhigen Worten die Geschichte von Helene. Das Cover und der Titel passen gut zur Geschichte und in das Genre.

1905 wird Helene in die Ehe mit dem Unsympathen Otto gezwungen. Die Ehe ist von Gewalt geprägt. Helene gebärt sechs Kinder. Otto stirbt im Krieg und Helene steht mit den Kindern alleine da. Mit Ewald, ihrer großen Liebe, bekommt sie weitere sechs Kinder. Durch Unfälle, den Krieg und einem schlimmen Kriegsverbrechen verliert Helene fünf ihrer 12 Kinder.

Hera Lind erzählt in einem ruhigen Ton und aus der Sicht von Helene. Langsam, bewegend und zutiefst emotional empfinde ich das Gelesene. Helene tut mir am Anfang leid. Satz für Satz lerne ich sie besser kennen und Satz für Satz verdient sie sich meinen Respekt. Intensiv erlebe ich lesend die Zeit von 1905 bis 1950. Den Aufstieg und Fall der Nationalsozialisten ebenso, wie den Zweiten Weltkrieg und das Kriegsende. Besonders beeindruckt mich Helenes bedingungslose Liebe zu ihren Kindern und ihrer Familie, die sich wie ein roter Faden, durch das Buch zieht.

Alles in allem hat Hera Lind mit „Die stille Heldin“ einen Roman auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Die Geschichte von Helene bewegt beim Lesen tief und zeigt das schier kaum ertragbare Leid einer Mutter, die mit Hilfe der Liebe ein nahezu unglaubliches Schicksal erträgt. Von mir bekommt die Autorin 5 verdiente Lesesterne und eine klare Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.10.2025

eine humorvolle Wintergeschichte!

Der kleine Weihnachtsmarkt in den Bergen / Für dich strick ich bunte Zeiten
1

Im Oktober 2025 hat Mira Frey den Liebesroman „Für dich strick ich bunte Zeiten“ herausgebracht. Er ist Bestandteil der Reihe „Der kleine Weihnachtsmarkt in den Bergen“. Er kann ohne Vorkenntnisse gelesen ...

Im Oktober 2025 hat Mira Frey den Liebesroman „Für dich strick ich bunte Zeiten“ herausgebracht. Er ist Bestandteil der Reihe „Der kleine Weihnachtsmarkt in den Bergen“. Er kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Der Titel und das Cover passt gut in die Reihe, in das Genre und zur Geschichte.
Mira Frey kenne ich unter dem Namen Heidi Troy. Ich habe schon jede Menge Krimis und Liebesgeschichten von ihr gelesen. So habe ich ohne zu Zögern zugegriffen und mich auf eine neue Geschichte gefreut, die mir den regnerischen Herbsttag versüßt.
Das imaginäre Dorf Sternmoos, das auf 1200 Metern liegt, erinnert mich an ein Weihnachtsmärchen. Es ist idyllisch und übersichtlich. Geschmunzelt habe ich über den Satz der Autorin „Du kannst ein Mädchen aus Sternmoos bekommen, jedoch nie Sternmoos aus einem Mädchen.“
Es hat nur ein paar Sätze gedauert und schon bin ich gedanklich in Sternmoos angekommen. Die Hauptpersonen André und Gitti haben es nicht leicht miteinander. Während Gitti vor Leben nur so blüht und den Strickclub „Flotte Maschen“ führt, hat André mit einer Depression zu tun. Zu viele Menschen auf einem Haufen machen ihm Angst. Zum Glück gibt es noch Max, den besten Freund von André und Lena, die beste Freundin von Gitti. Alle vier Protagonisten sind herrlich sympathisch. Die Autorin macht es ihnen nicht ganz einfach. Auch wenn es in der Mitte des Romanes zum ersten Kuss kommt, ist das hin und her zwischen André und Gitti amüsant zu lesen. Besonders hervorheben möchte ich hier Andrés Strickversuche. Natürlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, doch André gehört Respekt gezollt für seinen Versuch, einen Schal zu stricken.
Mira Frey hat mit „Für dich strick ich bunte Zeiten“ einen Liebesroman auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Mit viel Wortwitz, einer guten Portion Romantik und weihnachtlichem Flair im imaginären Bergdorf Sternmoos sorgt die Autorin für unvergessliche Lesestunden bei Kerzenschein und Tee. Von mir bekommt sie wohlverdiente 5 Lesesterne und eine Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere