Mord in luftiger Höh
"Gamsalp" entführt Leser*innen in die atemberaubende Landschaft des Toggenburgs, wo Ruhe und Naturidylle auf tödliche Geheimnisse treffen. Christian Gauer verbindet Krimispannung mit psychologischer Tiefe ...
"Gamsalp" entführt Leser*innen in die atemberaubende Landschaft des Toggenburgs, wo Ruhe und Naturidylle auf tödliche Geheimnisse treffen. Christian Gauer verbindet Krimispannung mit psychologischer Tiefe und erschafft so einen ungewöhnlichen, fesselnden Thriller.
Elwood, Organist und Privatermittler, trauert um den Verlust seiner Hündin Viva. Auf einer Wanderung durch die Schweizer Alpen sucht er Trost – doch die Natur hält keine Ruhe für ihn bereit. Stattdessen begegnet er einer Gruppe zwielichtiger Männer und wird unfreiwillig in eine verhängnisvolle Nacht hineingezogen. Kurz darauf bittet ihn Kripomann Bänziger um Unterstützung bei einem Mordfall in der Nähe. Die Verdächtigen? Männer, die Elwood nur zu gut kennt.
Gauer gelingt es, die Natur zu einer eigenen, bedrohlichen Kulisse zu machen. Die Alpen sind nicht nur Hintergrund, sondern ein aktiver Bestandteil der Spannung: Nebel, steile Hänge und abgelegene Pfade verstärken das Gefühl von Isolation und Gefahr.
Elwood ist ein ungewöhnlicher Ermittler: sensibel, nachdenklich und geprägt von Verlust. Seine Trauer macht ihn nahbar und menschlich – eine willkommene Abwechslung zu den klassischen, oft stoischen Krimihelden.
Die Handlung ist temporeich, mit gut gesetzten Wendungen, die das Rätsel spannend halten. Allerdings gibt es Momente, in denen die Story etwas vorhersehbar wirkt oder kleinere Logik-Löcher auftauchen.
"Gamsalp" ist ein atmosphärischer Krimi, der Spannung, Natur und Emotionen auf gelungene Weise verbindet.